aber natürlich schaffen wir das!

Schaffen wir das? Fragen sich viele, verzagt, ängstlich. Manche sagen auch: wir schaffen das nicht – offenbar, weil sie sich erhoffen, dass es irgendwie schief geht.

„Es“, das ist die Aufnahme und die Integration von Schutzsuchenden, die in großer Zahl nach Europa kommen und hier zunächst einmal Sicherheit, Aufnahme, Überleben suchen – und hoffentlich finden. 800.000 Menschen werden in diesem Jahr in Deutschland erwartet, manche sagen auch 1 Million und die BILD hat mal flott 1,5 Millionen prognostiziert. Wir kämpfen mit unserer Bürokratie, mit fehlendem Raum, mit nach der letzten Asylrechtsverschärfung zerschlagenen Infrastruktur, zu wenigen Gebäuden, wir eröffnen Zeltstädte wie in Jordanien, Ehrenamtliche übernehmen ohne zu Murren, bis ans Ende ihrer Kräfte staatliche Fürsorge und es ist kein Ende in Sicht. Wie soll all das gehen – und was passiert, wenn ein Teil der hier Schutz gefundenen ihre Familien nachholt? Also Ehefrau/-mann und leibliche Kinder unter 18?

Es heißt immer, Linke können nur fordern und haben nie eine Lösung. Ich bin ein linker Grüner und Grüne haben Lösungen – ich frage mich nur, warum sie derzeit keine präsentieren.

Wir erleben in der aktuellen Debatte, wie Pegidaforderungen nach Einschränkungen des Asylrechts nachgelaufen wird, wie ein Jahr nach den ersten Pegidademonstrationen die Menschenrechte geschleift werden. Ich möchte eine Diskussion anstoßen und ein paar Dinge vorschlagen, wohl wissend, dass es dringend ist, Dinge zu ändern und dass niemandem bisher etwas anderes einfällt als „Refugees welcome“ und weiter? Oder aber halt: Kriegsflüchtlinge – wenn es sein muss und alle anderen bleiben draußen. Ich will mich an der Stelle nicht Antworten darauf aufhalten, meine Position ist klar: wer hierher kommen will, soll es tun können. Ich finde, die falscheste Lösung ist die, die Menschenrechte zu schleifen und erwarte mir mehr von all den klugen Menschen.

Also, mache ich ein paar Vorschläge:

  • Bearbeitung und Registrierung von Asylsuchenden

Es gibt keine allzu aktuellen Zahlen, aber nach allem, was man liest, gibt es rund 5000 arbeitslose Juristen in Deutschland. Man könnte sie alle einstellen und Asylanträge bearbeiten lassen und Registrierungen der Schutzsuchenden durchführen. Alle in einer zentralen Datenbank. Wer sie alle nicht verbeamten möchte, könnte sie über Zeitarbeit einstellen. Denn dazu ist ja Zeitarbeit da: um Produtionsspitzen abzufangen. Zuerst eine Qualifikation, vielleicht über 3 Monate und wer sich dann im Job bewährt, wird nach 6 Monaten eingestellt oder eben nicht. Oder gar noch Beamter. Kann man machen. Zeitarbeit hätte den Vorteil: es gibt kein langwieriges Einstellungsverfahren und Qualifikation und Eignung checken kann man über die Qualifizierungsmaßnahme. In 3 Monaten hätten wir schätzungsweise 3000 Juristen mehr, die Anträge bearbeiten.

  • Unterbringung

Bauen, bauen bauen. Die Anforderungen an Bauanträge und Erschließung senken, Erschließungskosten komplett durch den Bund übernehmen, sozialen Wohnungsbau fördern. Jede Gemeinde kann eine eigene Wohnungsbaugesellschaft gründen, Gründungskosten werden bezahlt und es dürfen damit nur sozialer Wohnungsbau und/oder Flüchtlingsbauten errichtet werden. Flächenversiegelung ist ein Thema – aber dafür gibt es technische Lösungen. Und was bitte ist wichtiger als Menschenleben?

Es gibt sehr viel leerstehenden Wohnraum, vor allem in Ostdeutschland. Nun: dann nichts wie hin mit den Menschen dorthin, begleitet von einem Programm, sozialpädagogisch, beschäftigungspolitisch, soziale Betreuung.

  • Arbeiten/Beschäftigung

Wir haben zu wenige Jobs, Flüchtlinge müssen qualifiziert werden. Da ist die Wirtschaft gefragt, die doch so gute Kontakte in die Politik hat. So gute, dass der Ministerpräsident eines Bundeslandes eine Werbefahrt für fahrerlose LKWs mitmacht oder direkt während des VW-Dieselskandals sofort die Zukunft des Dieselmotors beschwört. Andere Bundesländer bzw. deren Ministerpräsident*innen haben ähnliche Beziehungen in die eigenen Wirtschaft. Diese Wirtschaft ist nun gefordert. Dort, wo diese vielen Menschen hinkommen – und sei es in den oben genannten Wohnungen im Osten, wird wiederproduziert werden. Die Wohnungen werden zu Arbeitersiedlungen, die Arbeitsplätze stehen natürlich auch Einheimischen zur Verfügung. Wieso muss Daimler Motoren im Ausland fertigen lassen? Wieso kaufen deutsche Textilmarken die Kleider in Bangladesh, wo sie unter unwürdigsten Bedingungen produziert werden? Und was weiß ich wer noch alles sonstwo produziert? Wieso keine Solarpanele von dort – hoch subventioniert, wie die chinesischen? Und damit konkurrenzfähig? Und wieso gibt es eigentlich kein deutsches Ikea? Obst und Gemüse von hier?

Bildquelle: rodrigoandrade3880, https://pixabay.com/de/users/rodrigoandrade3880-1257910/

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Diese Arbeitsplätze werden wir fördern müssen, die Industrieansiedlungen auch. Wir werden viel Geld in die Hand nehmen müssen. Dazu muss die Schuldenbremse verschoben werden. Um 5 Jahre, um 10 Jahre.

Es gäbe viele weitere Ideen, denn hinzu zu all den Wohnungen muss natürlich eine neue Infrastruktur mit schulen, Kindergärten, Supermärkten. Kombilöhne – meinetwegen. Subventionierung von Produktion – von mir aus.

Für Anschubsubventionen kann man analog zum Erneuerbaren Energiegesetz nach und nach senken, über 10 oder 15 Jahre von mir aus. Man kann nachsteuern.

Man könnte noch mehr und andere, vermutlich auch bessere Ideen entwickeln. Aber es wäre schön, wenn es mal andere gäbe als die, die Menschen aus Europa, aus Deutschland fernzuhalten, womöglich noch mit der Waffe in der Hand. Wir sind ein reiches Land, wir sind ein starkes Land, wir haben Unternehmen von Weltrang, die doch alles können, schaue Köpfe haben. Wo bleibt der Mut, die Kraft, die Menschlichkeit?

Be the first to like.

6 Gedanken zu „aber natürlich schaffen wir das!

  1. Jens

    Ihnen ist schon bewusst, dass die Wohnungen im Osten nicht verlassen wurden, weil den ehmaligen Bewohnern die Landschaft oder Architektur nicht gefiel. Es gab und gibt dort für gut ausgebildete, deutschsprachige Arbeiter keine berufliche Perspektive. Diese für minder ausgebildete,nicht Muttersprachler dort zu erwarten, ist reines wunschdenken. Großzügige Arbeitsbeschaffungsmassnahmen zu fordern, hat zwar im Osten historische Tradition, ging aber als Projekt vor 25 Jahren endgültig schief.

    Sie fordern Wohnungsbauprogramme, Förderungsprogramme der Industrie, Subventionen für Solar und Textilprodukte, Infrastrukurprogramme, zusätzliche Verwaltungsstellen,zusätzliche Lehrer usw… Alles so einfach finanziert durch weitere Schulden. Wirtschaftspolitik kann so einfach sein.

    Daimler produziert seine Motoren wieder in Deutschland? Wer ordnet dies an? Planwirtschaft?
    Obst wird wieder deutsch? Gepflückt zu deutschen Löhnen,angebaut auf den bereits für neue Wohngebieten genutzen Flächen? Wer bezuschusst diese Obstwirtschaft ? Womit ? Ach so, ich vergass, enfach die Schuldenbremse lockern.

    Ihre Textil-Produktion aus Bangladesh nach Deutschland Verlagerungs Vorschlag ist wirklich putzig und krönt das Ganze.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Ich fordere, dass diese Häuser bezogen werden können und ich fordere, dass man mit einem Wirtschaftförderung drum herum eine Infrastruktur aufbaut. Ja. Textilproduktion ist heute in Deutschland möglich, erfolgreich, wie man an Trigema und Manomama sieht, bei letzterer sogar in bio und zu einem Stundenlohn von 10 €.
      Ich habe übrigens nichts von „anordnen“ geschrieben, sondern von einer Investition, die die Firmen leisten – schließlich könnten sie ein Interesse daran haben. Das ist dann keine Planwirtschaft, sondern kann analog zum EEG einen Produktionsschub auslösen. Ich sehe kein Argument Ihrerseits, sondern lediglich abwertende Komentare, bis hin zur nicht fehlen dürfenden „Planwirtschaft“. Übrigens: nciht weit von mir hier steht die Ettlinger Spinnerei. Dort hat man, als man noch mehr Arbeiter benötigte, Wohngebiete gebaut. Das wäre der analoge Vorgang, nur umgekehrt: die Wohnungen sind schon da, es fehlt die Infrastruktur und die Unternehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das funktioniert – und ich finde, man könnte das im Modell – eine Wohnhaussiedlung, zwei/drei Unternehmen einmal ausprobieren.

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      1. Jens

        Bleiben wir doch – der Einfachheit geschuldet – bei diesem wunderbaren Textilproduktion-Beispiel. Bei Trigema handelt es sich um einen durchaus sympathischen Hersteller, der ordentliche Produkte zu fairen Konditionen produzieren lässt. Falls sie schon einmal einen Shop dieser Firma betreten haben, dürfte ihnen aber auch das entsprechende Preisniveau aufgefallen sein. Trigema bedient einen absoluten Nischenmarkt, zu Preisen welche sich die Allgemeinheit nicht leisten kann/will.

        Deutsches Lohnniveau mit Bangladesh’schen Produkten ist eine unrealisierbare Kombination. In solchen Wirtschaftsbereichen lässt sich eine entsprechende Produktivität nicht erreichen, die entsprechenden Lohnstückkosten sind niemals konkurrenzfähig. Ihre deutsche Textilindustrie wird die Produkte nur an Idealisten oder durch staatliche Subventionen unters Volk bringen können.

        Die Beschäftigungsproblematik – auch, aber nicht nur, der Flüchtlinge – lässt sich nicht durch ein anpassen nach unten lösen. Um ein deutsches Lohnniveau und soziales Niveau zu sichern, wird man Produkte liefern müssen, die dies auch rechtfertigen. Dies wird von gut qualifizierten Arbeitnehmern erfolgen müssen. Bildung ist der einzige Schlüssel.

        Die Unternehmen werden sich für ihre Wohnbausiedlung nur finden lassen, wenn es ihnen möglich ist, ihre Investitionen in gewinnbringender Weise zu tätigen.

        p.s. : Insgesamt sollte das ganze nicht so garstig rüber kommen, wie es wohl klang ;-).
        Auch wenn ich wohl nur einige wenige ihrer Ansichten teile, ihren Idealismus respektiere ich trotzdem… ein wenig 😉

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        1. Jörg Rupp Beitragsautor

          Ich sag ja: staatliche Subventionen, degressiv, meinetwegen ein Kombilohnmodell der alten Schule. Denn ich wäge ab: 500.000 Geflüchtete in Unterkünften, ohne Arbeit oder Perspektive und den sozialen Zündstoff. Produkte zu verkaufen ist Marketing – und ich bin sicher, da gäbe es auch Lösungen. Ich würde es gerne probieren.

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  2. Bahman

    Lieber Jörg,

    als ich 1985 als Asylsuchender nach Deutschland kam, war ich froh und dankbar eine Bleibe gefunden zu haben und in einem Land zu sein, das mir Schutz bot. Ich entschied, zu akzeptieren und lernen, was das neue Land zu bieten hatte. Ich habe wunderbare Menschen begegnet und viele gute Freunde gefunden. Ich habe von diesen Menschen – speziell von meiner Ex-Frau Elaina – Selbstkritik, Toleranz und Lebensweisen gelernt, die ich nicht vermissen möchte.

    Mittlerweile, lebe ich seit 12 Jahren nicht mehr in Deutschland aber empfinde ein tiefes Respekt und Dankbarkeit an Deutschland.

    Ich finde, die jetzige Situation in Deutschland kritisch. Man hat es versäumt, eine richtige Integrationspolitik zu planen und zu implementieren. So wie Du, habe ich auch einige Vorschläge zu der Migrations- und Flüchtlingspolitik der BRD zu machen 🙂

    – Alle Bürger sollen gleich behandelt werden und sich sehr eindeutig zu dieser Regel bekennen. Was sollte mit den Bürgern passieren, die sich klar für die Ausrottung alle Juden aussprechen? Ich nehme an, der Verfassungsschutz ist hier gefordert. Aber was sollte mit Menschen passieren, die eine Gleichstellung von Frau und Mann nicht befürworten? Und Nicht-gläubige, Apostate, Ehebrüchige nach dessen Glauben getötet werden müssen? Ist hier die Glaubensfreiheit einzelne mehr wert als das GG? Entweder gilt das GG für alle absolut gleich oder es sollte geändert werden. Für alle!

    Zu viel Toleranz gegenüber Nichttoleranten ist eine Ohrfeige für alle, die sich nach Gleichstellung gegenüber das Gesetz sehnen und sich auch strikt daran halten.

    – Deutschland ist ein reiches Land; Kein Zweifel. Aber akzeptiert man die Flüchtlinge in erster Linie weil man denen Schutz anbieten möchte oder weil sie der Deutschen Ökonomie helfen sollen? Ich denke, das große Problem liegt daran, dass Deutschland keine funktionierte Migrationspolitik hat. Falls Deutschland Fachkräftemangel hat, sollte man gezielt und mit guter Planung nach Fachkräfte suchen. Die Regelungen und Anforderungen für ausländische Fachkräfte sind nicht leicht, aber wer es schafft, kann in Deutschland als Ausländer fast alle Arbeiten nachgehen. Dass Ausländer sich mehr anstrengen sollten, falls sie eine gleichwertige Position wie ein deutscher besetzen wollen, finde ich persönlich nicht als Hindernis. Die Regierung sollte hier bessere Integrationspolitik schaffen und z.B. kostenlose Sprach- und Kulturprogramme anbieten. Aber wenn die Migranten nach einer Weile doch nicht die Sprache und Kultur lernen möchten und immer noch nicht sich eindeutig zu den Grundwerten der Demokratie bekennen, sollten sie nicht mehr in Deutschland weilen dürfen.

    – Es ist sehr lobenswert, dass man Flüchtlinge aufnimmt aber Flüchtlingsstatus sollte eine Ausnahme bleiben und nicht der Regel. Man sollte nicht die Arbeitsbedingungen für Flüchtlinge bessern, sondern für die benötigten Migranten, damit die meisten kein Asyl beantragen. Durch der momentanen Politik, zwingt die BRD zum Teil den Migranten falsche Aussagen zu treffen, um doch Asyl zu bekommen. Zusätzlich nicht die Schwächeren, die am meisten Asyl brauchen, schaffen es bis nach Deutschland, sondern umgekehrt.

    Ich wäre damals froh, wenn Deutschland eine geregelte Migrationspolitik hätte und z.B. durch die Botschaft in der Türkei mir klare Anforderungen gestellt hätte, die ich zu erfüllen hätte. Aber auch mir Unterstützung geboten hätte: Z.B. bei der Erlernen der Sprache, Kultur, Geschichte, Gesetze und Gepflogenheiten einer demokratischen Gesellschaft und sogar eine extrem einfache und temporäre Bleibe. Kanada ist hierfür ist sehr gutes Vorbild.

    Ich weiß, dass Deutschland es schafft. Hoffentlich mit nicht allzuvielen Blessuren.

    Wunderschöne Grüße aus dem Iran,
    Bahman

    Antworten
  3. Berta Brahmer

    @Jörg Rupp

    Es ist zu spät – Wissen Sie was das heisst?

    Das ist die Konsequenz einer Erkenntnis, mit der Gorbatschow seinerzeit erst den Honecker-Staat sausen lies, und dann den eigenen sausen lassen musste.

    All Ihre sympathischen Forderungen, die uns nun so oder so eh bevorstehen, wenn Deutschland überleben will, greifen leider, sofort erfüllt, erst in vielen Jahren.

    Und dann auch nur, wenn ALLE politischen Kräfte, ich betone ALLE, ab sofort an diesem Strang in eine Richtung ziehen, sofort!

    Wenn jede weitere Spaltung nicht herbei- oder fortgeredet, sondern unterlassen wird, von welcher Seite auch immer.

    Wenn Medien sich lösen von ihrer an schlechte Computerspiele erinnernden Kindereien und Oberflächlichkeiten lösen und zeigen, wer tatsächlich zu über 80% nach Deutschland flüchtet: Junge Männer, die in ihrem Land fehlen und hier in dieser Anzahl und Beschaffenheit kaum Entwicklung erwarten dürfen, nicht einmal solche, die seinerzeit den Millionen einst Ostdeutschen seit 25 Jahren prophezeit und nicht erlebt wurde, zumal das schliesslich in dieser Phänomenalität kaum noch ernst genommen oder gar beherrscht wurde.

    Die Ursachenforschung dafür,
    wieso trotz rechtzeitiger Hinweise aus allen Richtungen des Volkes und seiner gewählten und ungewählten Repräsentanten auf diese Kriegsfolgen im Nahen Osten so viele Jahre lieber
    in aufwändiger Kuschelei mit ukrainischen Faschisten und Rechtsradikalen, ja dorthin zurückgekehrten tatarischen IS-Ausbildungsoffizieren (bei Odessa) mit eigenem „Freiwilligenbatallion „vermerkelt wurden,
    beim Euro-Surtaki verschäubelt und
    am Heklergewehr verLayert wurden,
    nicht zuletzt beim heimlichen demokratiezerstörenden Durchstechen im grossen Volksverrat mit TTIP Gabrielisiert (statt sozial und demokratisiert),

    wieso also Jahre der sinnvollen Vorbereitung und möglichen Kursänderung für unser Land, die EU und vor allem für diese Flüchtlinge, vertan wurden, hochnäsig andere Menschen in ein politisches Nirwahna geschickt und aus blankem Wahl-Kalkül ebenfalls aufwändig zum Pseudopopanz hochstilisiert wurde, das Regieren aber fast unterlassen wurde –
    diese Ursachenforschung ist den Historikern und künftigen Regierungen vor behalten zu lassen und jetzt SOFORT einzustellen.

    Dann, nur dann, gibt es noch eine Chance, den Stein wieder bergauf zu rollen, der gegenwärtig ohne Bremse hinab saust, flächendeckend in Europa, D und in den lokalen kommunalen Regionen.
    Dass den Flüchtlingen, die jetzt unterwegs sind, bereits gegenwärtig nur extrem beschränkt geholfen werden kann, wo auch immer, ist bereits umfassend unstrittig, der bizarre versteckt-offene Kurswechsel der Kanzlerin vermittelt nur noch den Charakter der traurigsten Hilflosigkeit, weil längst geklärt ist:
    Die vielen freiwilligen Helfer, die sich oft rührend um die Flüchtigen kümmern und Staat versuchen, zu ersetzen, die fast einzigen, die“WIR“ sind, können mit den Durchhalteparolen der Kanzlerin und der ihr noch verbundenen Gefolgschaften nichts anfangen, ihnen fehlt alles, was für weitere Hilfe – von Integration ganz zu schweigen – erforderlich ist.

    Die Erdoganisierung Deutschlands missachtend (alle Türken in Deutschland sind inzwischen so gespalten, wie das in der Türkei selber bereits gewalttätig ausgetragen wird.) schwebt Frau Merkel, einst wichtige Gegnerin eines Eu-Beitritts der Türkei, hilflos mit einseitiger Wahlkampfhilfe dorthin und nutzlos zurück, will plötzlich sogar dieses von amtlicher Gewalttätigkeit und Mord gegen das eigene Volk dominierte Land als „sicheres Herkunftsland“ erkennen, um Flüchtlinge, die aus dortigen Fluchtlagern kommen, dorthin abschieben zu können:
    NIX ist mehr mit „WILLKOMMEN“, „Schaffen wir“ bezieht sich fast nur noch auf Abschiebung in Größenordnungen vor allem in diese vorgeblich „sichere“ Türkei.

    Erklären Sie doch in diesem Level gleich noch mal die gesamte Ukraine und Russland, oder Afghanistan (für die vielen den Deutschen helfenden Flüchtlingen von dort) gleich mit als „sicheres Herkunftsland“, es ist der gleiche Schritt…

    In den Westbalkanländern BEKANNTERWEISE seit Jahrzehnten vor und nach „Revolutionen“ und „Westen macht Regimechange für Demokratie“ die
    wie Kriegsflüchtlinge lebenden drangsalierten und geächteten
    Roma-Flüchtlinge
    sollen ebenfalls, der von ihr und ihrer Regierung samt Sozialdemokratie betriebenen und verordneten pauschalen „Sicheren Herkunft“ gemäss, wieder in ihr Kriegsflüchtlingsleben zu den anderen ebenfalls bedürftigen Bürgern dort abgeschoben werden, Wer dies veranlasst,
    Frau Merkel zum „Gruss“:
    Hat kein HERZ!
    Noch weniger einen verwendbaren erklärbaren Rahmen für einen dahinter stehenden politischen Horizont.

    So, Herr Rupp, als Unentwegter sind Sie zu schätzen.
    Als öffentlich politisch denkender und handelnder Aktiver führen Sie vielen Menschen nicht nur Standhaftigkeit und kraftvollen Widerstand gegen ihre politischen Gegner vor,
    demonstrieren (nicht nur auf öffentlichen Wegen mit den Beinen), was Bürger alles „schaffen kann“ –
    allein mir fehlt inzwischen der Glaube, den ein lustiger ewiger „Segler am (jeweiligen) Wind“, der Präsident des europäischen Parlamentes, uns erkenntnisreich müde immer noch vermitteln möchte:
    Dieses Schaffen, das nun eventuelle, aber letztlich unvermeidbare „SCHAFFENMÜSSEN“ – das wohl immer so (richtiger weise!) gemeint, aber nicht so gesagt, erklärt wurde.

    Menschen wie Sie schaffen viel, aber nicht das, was hier gerade EU-weit aus Deutschland amtlich verbummelt wurde mit seltsam künstlich hochgestochenen Nebenthemen.
    Es gibt zu wenig Menschen, die wie Sie anpacken, und sorry – auch Ihre Kräfte sind endlich.
    Einzig die sofortige Einstellung der geistlosen (und fruchtlosen) intelligentisierenden Versuche, unsere Bürger in gute und schlechte einzuteilen und dauerhaft zu spalten, damit die Kraft zu vergeuden, die hier noch den „rollenden Stein“ vereint auffangen kann, schafft Raum und etwas Zeit, für Massnahmen wie Sie das vorschlagen.

    Ja es gibt genügend leere Gebäude aller Art und überall, in denen Menschen vor dem Winter geschützt werden könnten – aber nicht ohne Bekenntnis zum NOTSTAND, da das sonst nur Arbeitsbeschaffungsmassnahmen für Anwälte ergibt.

    Wie Sie sehen, die „grosse Politik“ stolpert im Moment selbst wenn sie sich „aufmacht“, selbst wenn auch sie mit Schrecken die Lage erfasst, selbst wenn nunmehr erforderliche Massnahmen vereinzelt konsequenter betrieben werden, immer in neue Verschweigungen und Hinhaltereien und Glaubensbekenntnisse ohne Halt und Boden, statt schlicht jedem deutschen Bürger einfach zu erklären:

    ES GEHT nicht ANDERS!

    Uns bleibt nur die „RAUTE“ der Alternativlosigkeit zur bestmöglichen Versorgung der Flüchtlinge im Moment und der Regelung alles Weiteren nach dem Winter, der sehr kalt werden soll, nicht nur für deutsche Politiker – auch wenn gerade das schon wieder wie vermerkelt klingt.

    Man wechselt im Orkan weder den Käpten noch die Mannschaft, oder sortiert diese nach fremd, fremdenfeindlich oder welchen ideologischen Kriterien auch immer, sonst ist nix mehr da, was „anpacken“ kann.

    Hinter die Ohren geschrieben:
    Auch sogenannte fremdenfeindlich beschriebene Bürger haben durch eigene Teilhabe zur Lösung bei zutragen, wenn sie ihr Bürgerdasein ernsthaft behaupten wollen, das ist hier eben kein Monopoli oder „Wünsch dir was“, sondern inzwischen eine humanitäre Katastrophe, die „DER WESTEN“ weitgehendst sich mit seinem aufdringlichen gewalttätigem Einmischen in anderen Ländern selbst verschuldet hat, und ganz Deutschland gehört dazu, fremdenfreundlich oder nicht.

    Man kann natürlich auch „spazierengehen“, zu zig Tausenden, wo auch immer, gegen oder für was auch immer, gegeneinander, während ZUR GLEICHEN ZEIT andere Menschen unverschuldet hungern und frieren.

    Oder es kommt wieder mal einer vorbei und meint „aber natürlich …“:
    „Wer zu spät kommt… , den bestraft das Leben …“

    Und das – müssen wir alle dann erst recht „schaffen“ …

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