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Archiv für die Kategorie „Bildung“

Forschung

 

Mit allem Recht steht die grüne Landesregierung in der Kritik aus verschiedenen Richtugnen, wenn es um das Thema Forschung geht. Denn teilweise wird hier in Baden-Württemberg an Dingen geforscht, die  diametral zu unserer grünen Programmatik stehen. Es sind drei Themengebiete, die ich dabei kritisch sehe:

1. Tierforschung

In Tübingen findet Grundlagenforschung in der Gehirnforschung statt, die mithilfe von Rhesusaffen durchgeführt wird. Während die Forscher (erwartungsgemäß) sagen, diese Forschung sei notwendig, sagen Tierschützer, dass diese Grundlagenforschung unnötig ist. Nicht zuletzt Reinhold Pix, grüner MdL, hält diese Versuche jedoch für unnötig und fordert deren Abschaffung. Und auch wir hatten im Wahlprogramm die Abschaffung von Tierversuchen mit Primaten gefordert. Dem gegenüber stehen die Aussagen von Ministerin Bauer, die für die Abschaffung der Tierversuche keine Rechtsgrundlage sieht, ebenso wie OB Palmer, der die Tierversuche für legitim hält.

2. Militärische Forschung an Universitäten

Demnächst steht das Weiterentwicklungsgesetz an, mit dem KIT organisatorisch und finanziell zu einer weitgehend autonomen Körperschaft öffentlichen Rechts für Forschung, Lehre und Innovation verschmolzen werden soll. Ebenso wie die SPD im Wahlprogrammhatten wir Grüne uns für eine Zivilklausel ausgesprochen, die die Universitäten verpflichten, mit ihrer Forschung ausschließlich friedliche Zwecke zu verfolgen. Leider steht auch hier Theresia Bauer im Fokus: sie lehnt anders als zu Oppositionszeiten eine solche Zivilklausel ab. Dies wiegt umso schwerer, als das räumlich nah das Franhofer Institut für Sprengstoffforschung in Berghausen liegt. An der Universität Karlsruhe wird Militärforschung traditionell betrieben, z.B. im Nachrichtentechnischen Institut mit Forschungen an Breitbandkommunikationssystemen für multinationale Interventionstruppen und, wie erst jüngst aufgedeckt, am Institut für Theoretische Elektrotechnik und Systemoptimierung an Drohnen für Auslandseinsätze der Bundeswehr. Noch schwerer jedoch ist die Existenz von Atomforschungsanlagen sowie Kernbrennstoffe in nicht unerheblichem Maße – z. B. Plutonium – auf dem Gelände des KIT. Somit haben wir in Karlsruhe die einmalige Situation, dass unter einem Dach militärisch und atomar geforscht werden darf. Ich lehne das strikt ab.

3. Die Atomforschung

Wie schon oben beschrieben, wird am KIT weiter Atomforschung betrieben. Wir haben auf unserem Landesparteitag im Oktober beschlossen (PDF) , dass das Land keinerlei Atomforschung mehr unterstützen wollen soll, mit Ausnahme der Forschung für Sicherheit, Endlagerung und Rückbau. Trotzdem findet diese Forschung weiter statt. Am europ. Institut für Transurane soll weiterhin Forschung in Sachen Kernfusion stattfinden – schwerwiegender jedoch ist die Forschung an den sogenannten Reaktoren der 4. Generation. Aufgrund einer Anfrage für einen Neubau der Forschungsgebäude in dem auch Kernbrennstoffe und andere radioaktive Stoffe gelagert werden sollen musste das Land die atomrechtliche Genehmigung erteilen. Gegen diese Pläne gibt es Widerstand.

Daraufhin wurde ein Mediationsverfahren beschlossen, dessen Ergebnis hier nachzulesen ist.

Auszug:

3. Das ITU verpflichtet sich, seine Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit zukünftigen Reaktorsystemen auf sicherungs- und sicherheitsrelevante Untersuchungen der Kernbrennstoffe zu begrenzen. Forschung im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung von neuen Reaktorlinien ist damit ausgeschlossen.

Damit ist klar, dass Umweltminister Franz Untersteller damit einverstanden ist, dass dort an der nächsten Generation Kernelemente geforscht werden darf. Forschung in einem Bereich, aus dem wir den Ausstieg über lange Jahre gekämpft haben. Der Minister ermöglicht so den Weiterbetrieb von Kernreaktoren auf der Welt mit deutschem Know-How. Auch das teile ich überhaupt nicht.

Für mich als Parteirat respektive Mitglied des Landesvorstands ist das nicht ganz einfach. Ich erwarte eigentlich, dass sich die Minister auch für grüne Ziele einsetzen – soweit das im Kabinett mit der SPD überhaupt möglich ist. In allen Fällen ist jedoch öffentlich kein roter Gegenwind wahrzunehmen – es ist grüner Gegenwind.

Ich werde mich im nächsten Jahr dafür einsetzen, dass wir wahrnehmbar eine breite Debatte über die Forschung, die wir wollen, führen. Ich persönlich möchte keine Forschung an Tieren, keine Militärforschung und keine Atomforschung der Forschung für Sicherheit, Endlagerung und Rückbau – wobei nicht die Sicherheit der nächsten Generation Kraftwerke gemeint ist. Ich finde, hier muss es einen klaren Eingriff in die Forschungsfreiheit geben. Nicht alles was möglich ist, sollte auch getan werden. Wer solche Forschungen durchführen möchte, soll das da tun, wo sie erlaubt ist. Bei uns sollte man sich davon verbaschieden – schnell, wenn’s geht.

Update:
am 24.12. erreichte mich folgender Brief (PDF) aus dem Forschungs- und aus dem Umweltministerium – der den Dissens noch einmal deutlich beschreibt.

von schreienden Lehrern

Kurz vor den großen Ferien fuhr ich etwas früher von der Arbeit nach Hause. wie der Zufall es will, stieg eine Schulklasse auf dem Nachhauseweg nach Kuppenheim zu – und dabei kam es zu den folgenden Ereignissen, die ich ebenfalls per E-Mail dem Schulleiter mitteilte:

Um 12:43 Uhr stieg ich am Karlsruher HBF in die Bahn ein. Eine Schülergruppe stieg zu, wie ich am Rande mitbekommen hatte. Auf einmal erhob sich ein Riesengeschrei, eine männliche Person schrie mehrere Schüler zusammen, weil sie noch etwas am Bahnhof eingekauft hatten. Beinahe hätten sie wieder aus der Bahn aussteigen müssen. Es war reichlich knapp, das ist schon wahr. Aber diesen Ton habe ich in der Form lange nicht mehr gehört. Erniedrigend, sehr laut, demütigend, autoritär: “wenn ich sage, dass nichts mehr gekauft wird, dann wird nichts mehr gekauft” unter anderem.

Ich habe mich eingemischt und ihn darauf hingewiesen, dass ich es kaum als adäquaten Ton empfinde, wenn ein Lehrer in diesem Ton mit seinen Schülern spricht. Er hat mich dann regelrecht angemacht, ich solle mich nicht einmischen, solle bloß nicht versuchen, mich zu profilieren. Sein Ton mir gegenüber war sehr aggressiv, ich fühlte mich regelrecht bedroht (laut, dominant, nach vorne gebeugt). Zuerst wollte er mir dann nicht die Schule sagen, an der er arbeitet. Als ich implizierte, dass er wohl Angst davor habe, es zu sagen, teilte er sie mir mit.

Ich finde es erschreckend, wie ein so junger Lehrer derart mit seinen Schülern umspringt. Er war sichtlich mit der Situation überfordert. Die Chance, dass alle etwas von lernen, wenn sich wenige nicht an Regeln halten und deshalb alle leiden müssen (30 Minuten später fahren nämlich), kam ihm überhaupt nicht in den Sinn. Kritik versuchte er mit derselben Aggressivität ihm gegenüber zu unterbinden, die er gegenüber seinen Schülern wohl als einziges Mittel kennt. Von pädagogischem Verhalten keine Spur, nur lauthalses Schreien. Das kenne ich noch aus den 1970ern und 80ern….Ich frage mich, was passiert, wenn er seitens eines Schülers kritisiert wird?

Zentral bleibt aber die Frage: wieso hat denn der gute Herr nicht mitbekommen, dass seine Schüler noch etwas eingekauft haben? Da hat er wohl seine Aufsichtspflicht verletzt. Denn hätte er diese wahr genommen, wäre es gar nicht zu dieser Situation gekommen. Und minderjährige Schüler bei einem Schulausflug alleine am Karlsruher Bahnhof zu lassen, finde ich wahrlich nicht in Ordnung.

Ich dachte, der Schulleiter wäre an so etwas interessiert und bekam dann leider doch wieder mein Bild der Krähe, die der anderen kein Auge auskratzt, bestätigt:

Bezüglich des von Ihnen geschilderten Vorfalls habe ich mit den beiden begleitenden Lehrern gesprochen. Es war wohl so, dass sich zwei Schüler über die klare Anweisung hinweggesetzt haben, im Bahnhof nichts zu kaufen. Sie kamen dadurch zu spät auf den Bahnsteig und die Bahn, in die der Rest der Gruppe schon eingestiegen war, wäre fast schon abgefahren. Ich denke es gehört auch heute noch zum Erziehungsauftrag eines Lehrers den Schülern, die gegen die Regeln verstoßen und den Ablauf eines Ausfluges für die ganze Gruppe gefährden, klar zu sagen, dass ihr Verhalten so nicht in Ordnung war. Die Verantwortung, die ein Lehrer übernimmt, wenn er mit einer Schülergruppe unterwegs ist, bedarf, zum Wohle aller, klarer Absprachen. Ich persönlich kenne den von Ihnen angesprochenen Kollegen als sehr engagierten und von Eltern und Schülern geschätzten Kollegen, der sich in keiner Weise aggressiv gegenüber anderen Personen verhält. Ihre Vorwürfe kann ich leider so nicht nachvollziehen.

Tja, da sich der “Kollege” – ein sehr junger Lehrer darüber hinaus, doch sehr aggresiv verhalten hat – den SchülerInnen und mir gegenüber – können wir davon ausgehen, dass er weiterhin mit seinem Verhalten durchkommen wird. Kein Wort davon, dass die Aufsichtspflicht verletzt wurde, keine Info an die Eltern, kein Ton der Entschuldigung oder gar ein Dank für die Information.

Diskriminierungen

Gerade lese ich einen Kommentar über den neuen Polizeichef von Stuttgart im Rahmen der Stuttgart 21 – Debatte in der Stuttgarter Zeitung. Wie immer in Kommentarspalten von Onlinezeitungen geht es nicht nur nett zu. Es ist oft einfacher, nicht im Angesicht des Gegenübers fiese und beleidigende Kommentare abzugeben. Das passiert oft – ich habe reichlich Forenerfahrung (seit dem Ende der 1990er) und insofern bin ich einiges gewöhnt.

Also, ich lese diesen Artikel heute und da steht zwischendrin ein Kommentar, der mich jetzt dazu gebracht hat, zu bloggen:

Sie zeigen mit ihren leichten ortographischen Schwächen eindrucksvoll, mit welches Geistes Kindern wir uns hier unterhalten.

Einer meiner Söhne ist Legastheniker. Er ist intelligent, hat die Mittlere Reife und geht nach vielen Problemen in der Schule unter anderem wegen der Legasthenie heute seinen Weg. Er musste schon in der Schulzeit Umwege in Kauf nehmen, wir mussten bei Lehreren und Schulleitern vorstellig werden und um die Umsetzung des Legasthenieerlasses (PDF) des Landes kämpfen. Die Grundschule tat sich sehr schwer damit, das anzuerkennen (unter anderem Schreibarbeiten als Strafarbeiten, die Probleme bei schriftlichen Textaufgaben in Mathematik wurde nur nach massiver Interverntion meinerseits überhaupt in Erwägung gezogen, dabei erzählte selbst die Lehrerin:”Herr Rupp, wenn er die schrifltiche Aufgabe lösen soll, benötigt er sehr lange, lese ich sie dagegen vor, hat er als erster die Lösung…) und letztendlich landete er unter anderem deshalb auf der Hauptschule und musste die Mittlere Reife auf einem Umweg machen.

Insofern wünsche ich mir, dass wir die Argumente von Menschen, die nicht immer richtig schreiben, weil sie es nicht können, ernster nehmen und Rechtschreibfehler nicht als Grund zur Häme benutzen – sondern uns darüber bewusst sind, dass es Menschen gibt, die es einfach nicht besser können. Auch diese Menschen müssen uneingeschränkten Zugang zu Bildung und Beuf haben und ihre Argumente zählen nicht weniger, nur weil sie orthografisch nicht (ganz) richtig sind (von der Problematik, die eigenen Fehler zu erkennen, mal ganz abgesehen, das erlebe ich als Vielschreiber immer wieder). Das gebietet nicht zuletzt das Antidiskrimierungsgesetz. Niemand käme auf die Idee, Wolfgang Schäuble weniger ernst zu nehmen, nur weil er im Rollstuhl sitzt. (sondern höchstens wegen seiner schlechten Argumente)….

 

Her mit Euren Namen

Am 3. Juli kam unter dem Titel “Die Blender-Republik – wie weit kommt frech?” eine der letzten Sendungen mit Anne Will auf dem Sonntag-Sendeplatz.

Der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis. Die Internetplattform “VroniPlag” will auf 136 Seiten seiner Doktorarbeit Plagiate entdeckt haben. Chatzimarkakis weist die Vorwürfe zurück und sieht sich an den Pranger gestellt.

Und Chatzimarkakis war (neben Anke Domscheit-Berg, Michael Spreng und Bertram Quadt) auch selbst Diskussionsteilnehmer. Im Blog von Konrad Neuwirth findet man dazu einen interessanten Beitrag, der mit den Worten endet:

Übri­gens ent­behrt es nicht einer dunk­len Iro­nie, dass gerade ein Autor, in des­sen Dis­ser­ta­tion diverse Pla­giate nach­ge­wie­sen sind, von den Recher­cheu­ren eine nament­li­che Kenn­zeich­nung ihrer Arbeits­leis­tung ein­zu­for­dern ver­sucht, oder?

Das war für mich die Essenz des Abends – neben einem seltsamen Rechtsverständnis, dass die Rechtmäßigkeit der Recherche über Veronikas Saß’ Doktorarbeit mit “Sippenhaft” beschreibt. Ausgerechnet die Tochter des ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten soll sakrosant sein? Nur, weil sie selbst kein öffentliches Amt bekleidet? Ich nehme an, Veronika Saß hat die Vorteile der Prominenz ihres Vaters durchaus positiv zu würdigen gewusst. Nun muss sie auch mit den Nachteilen leben. Das ist der eine Punkt.

Der andere war für mich die Deutlichkeit, mit der sich der Plagiator Chatzimarkakis darüber ereiferte, dass diejenigen, die (nicht nur) seine Doktorarbeit öffentlich überprüfen, anonym bleiben wollen. Und sich auch noch die Mitdiskutantin (eine Sternstunde bei Anne Will) Anke Domscheit-Berg im direkten Schlagabtausch mit ihm positiv darüber äußerte. Chatzimarkakis, dem heute der Dokotortitel aberkannt wurde, bekam sich schier nicht mehr ein.  Und mir war völlig klar, was der Grund dafür war.

Da sitzt einer, daran gewöhnt, einen gewissen Einfluss zu haben und muss zuschauen, wie öffentlich, für jedeN einsehbar, im Internet seine Doktorarbeit auseinandergenommen wird, er des Plagiats überführt wird – und seine ganzen Beteuerungen nichts helfen: die machen einfach weiter. Ich kann mir vorstellen, dass er viele Mails geschrieben hat, um das zu ändern. Er hat keinerlei Einflussmöglichkeit, muss machtlos zuschauen, wie er demontiert wird. Und so ist auch klar, warum er die Namen wissen will. Denn würden er und seine KollegInnen – Guttenberg, Koch-Mehrin, Saß usw. – die Namen derjenigen kennen, die VroniPlag betreiben – sie würden nicht ruhen, bis die Seite vom Netz  ist. Die BetreiberInnen mit Gerichtsverfahren überziehen, einstweilige Verfügungen erwirken, Gegendarstellungen, Geldstrafen, die ganze Batterie. Aber so – muss er da sitzen und warten, bis sie fertig sind. Und die Uni entschieden hat. Ohne, dass er großartig was dran machen kann. Sein ganzer Einfluss – nichts wert. Reduziert auf die Fakten. Und die sprachen offenbar gegen ihn.

In der Dissertation hätten die Prüfer in zahlreichen Fällen aus anderen wissenschaftlichen Arbeiten entlehnte Passagen gefunden, die nicht als wörtliche Übernahmen gekennzeichnet waren, erklärte die Universität zur Begründung.

[...]

Er räumte aber ein, dass seine Zitierweise vielleicht missverständlich war.

 

Wie wichtig die Möglichkeit ist, anonym im Netz zu bleiben – eine gutes Beispiel. Und der oder die nächste zittert schon vor der Überprüfung seiner oder ihrer Zitierweise…..

die Schule beginnt…

und wir stehen vor neuen Herausforderungen.

Mein jetzt siebenjähriger Sohn wurde letztes Jahr eingeschult. Er ist aufgeweckt, interessiert, sensibel und hatte sich sehr auf die Schule gefreut. Und er war immer ein fröhliches Kind. Im Laufe dieses Jahres ist die Fröhlichkeit verschwunden. Er kam zunehmend mit Kopfschmerzen nach Hause. Er erzählte von der Lehrerin, die immer mehr rumbrüllte. Die rausging und dann die anderen SchülerInnen Unfug machten – und er versuchte, Ruhe in die Klasse zu bringen mit der Glocke, die die Klassenlehrerin auf ihrem Pult stehen hatte. Er klagte über Lärm. Und er klagte über Kopf- und Bauchschmerzen. Trotzdem erbrachte er überdurchschnittliche Leistungen. Eine Mobbingaktion gegen ihn durch einen Schüler der zweiten Klasse wurde erst beendet, nachdem ich massiv wurde. Schulhofaufsicht funktioniert nicht in Malsch an der Hans-Thoma-Schule. Alles Probleme, die seit Jahren bekannt sind, auch mit der Lehrerin.

Die Klassenlehrerin darauf angesprochen beklagte sich über die zu großen Klassen, schließlich hätte sie 26 SchülerInnen, später kam sogar noch ein Kind hinzu. Die Kopfschmerzen führten dazu, dass wir uns große Sorgen um unser Kind machten. Der hinzugezogene Kinderarzt meinte auch, dass es vermutlich Anpassungsschwierigkeiten gäbe. Nachdem die Kopfschmerzen aber nicht aufhörten, das Kind fast nicht mehr lachte, Stunden mit Hausaufgaben verbrachte und immer bleicher wurde – er ist eh sehr dünn – schickten wir ihn sogar in Todesangst um ihn zur Kernspintomografie, um alles Körperliche auszuschließen. Es war nichts, die Kopfschmerzen blieben und obwohl die Lehrerin informiert war, empfahl sie uns dann noch, eine Histaminunverträglichkeit zu prüfen. Hauptsache keine Reflektion über den eigenen Unterricht.

Am Ende war es dann genug. Nachdem im Elterngespräch auch noch die Eltern insgesamt beschimpft wurden, die doch endlich was gegen den zu großen Klassenteiler tun sollten – als täten sie das zusammen mit der GEW nicht seit Jahren – entschlossen wir uns, ihn auf eine freie Schule nach Karlsruhe zu schicken. Ein weiteres Experiment an einer anderen staatlichen Schule wollten wir nicht mehr wagen.

Eine lange E-Mail an den Schulleiter wegen der Ummeldung blieb unbeantwortet. Sie endete mit den Worten:

Am Ende haben wir resigniert – zum Wohle unseres Kindes, dem in der von Ihnen geleiteten Einrichtung nicht gerecht worden war und unser Kind an der Freien Aktiven Schule in Karlsruhe angemeldet. Was das für uns an Mehraufwand – zeitlich und finanziell – bedeutet, muss ich Ihnen sicher nicht sagen. Aber uns liegt natürlich an unserem Kind – soviel, wie es an Ihrer Einrichtung an Interesse daran mangelt. Ich zweifle nicht, dass Frau X einmal eine gute Lehrerin war. Warum man ihr heute, obwohl seit Jahren unbeliebt bei Kindern und Eltern, noch Erstklässler anvertraut, verstehe ich nicht. Man hat uns vor ihr gewarnt, mehrfach. Ich bezweifle, dass Sie das alles nicht wissen.

Wir bezahlen ab diesem Schuljahr 205 € + 37,50 € Fahrtkosten damit unser Kind in der Schule so erzogen und gefördert wird, wie wir uns das vorstellen. Wir bezahlen, weil die Regelschule das nicht leisten kann. Weil Kinder in der Schule funktionieren müssen und in der ersten Klasse einen ganzen DIN A 4-Ordner mit Arbeitsblättern füllen müssen, weil der Lehrerin nichts anderes einfällt. Unser jüngstes Kind geht in die Vollzeit-Kita. Mit Essen kostet uns das 333,00 €.

Wir können uns das einigermaßen leisten. Urlaube und Sonderanschaffungen werden schwer. Gesunde Lebensmittel auch. Was macht jemand, der weniger Geld hat? Die das nicht können? Deren Kinder müssen in einem solchen System leiden. Ein unerträglicher Gedanke.

Kinderland Baden-Württemberg.

Warnung vor dem Netz

Heute morgen in SWR1: IHK Karlsruhe und Verdi warnen Auszubildende davor, private Bilder bei Facebook, VZ etc. pp einzustellen. Frau Lang von der IHK bemühte auch gleich ein gern genommenes Beispiel: “Wollen Sie wirklich, dass Ihr Chef Bilder von Ihnen sieht, in denen Sie leicht bekleidet mit nem Bier an der Strandbar zu sehen sind?” Denn jetzt, nach der Urlabuszeit, droht offensichtlich Gefahr für den Job oder das Renommée, wenn man in sozialen Netzwerken Bilder vom Urlaub einstellt, anstatt zum Diaabend einzuladen. Denn, die Personalverantwortlichen, die loggen sich mit Pseudonymen ein und checken so heimlich, was ihre Angestellten (oder BewerberInnen) so in ihrer Freizeit treiben.

2648544,238Begleitend hat der SWR eine Straßenumfrage gemacht. Klar, jede Antwort der an der Stimme als junge Menschen – männlich wie weiblich – identifizierbare Interviewte, stellt bedenkenlos Bilder vom Urlaub oder von Parties ins Netz. Und, das böse Netz vergisst nichts. Ausrufezeichen.

Diese Propagandamaschine ist sehr unehrlich. Ich persönlich finde zwar auch, dass es Bilder gibt, die man besser nicht ins Netz stellt. Aber dass man wie selbstverständlich davon ausgeht, dass Personalverantwortliche erstens sich die Zeit nehmen, andauernd hinter ihren Angestellten herzuspionieren, ist schon ne interessante Aussage einer Vertreterin der IHK. Woher hat sie wohl ihre Infos? Und dass man außerdem davon ausgeht, dass man in Personalabteilungen davon ausgeht, dass das Personal kein Privatleben hat, nun, das halte ich für schlicht ignorant. Außerdem habe ich auch schon gehört, dass, gibt es keine Infos in sozialen Netzwerken, man in manchen Personalabteilungen davon ausgeht, dass mit einem was nicht stimmt, vor allem, wenn man zur jüngeren Generation (also jünger als ich:-) gehört.

Mir scheinen diese Ratschläge schlicht von einer Haltung dem Internet gegenüber zu sprechen, die mit deutlichem Misstrauen und Unverständnis auf diejenigen herabblickt, die moderne Kommunikationsmittel nutzen, um mit FreundInnen und Bekannten Kontakt zu halten. Menschen, die einerseits mittels Handy, PC und Telefon (manchmal gelichzeitig) kommunizieren, tun das halt auf andere Art und Weise, als man das “früher” getan hat. Die Mittel sind da und jeder nutzt sie nach eigenem Gutdünken. Dazu gehört auch das Teilen privater Informationen. Früher hat man halt in der Schule oder an anderen öffentlichen Plätzen über den Urlaub geredet und mit derselben Selbstverständlichkeit teilen Menschen eben Bilder von sich und ihren Erlebnissen. Mich erinnern diese ständigen Warnungen an die Warnungen vor Büchern oder Filmen oder dem Fernsehen.

Am Ende des Beitrags wurde es dann aber doch etwas heftig: mit derselben Frauenfeindlichkeit, mit denen früher Vergewaltungen an kurzen Röcken festgemacht wurden (selbst schuld!) und die Verantwortung für die Tat vom Täter aus das Opfer projeziert wurde, erzählte eine Frau von einer Freundin, die sexuell belästigt wurde. Nicht,w eil der Belästiger nicht in der Lage war, die Grenzen einzuhalten. Sondern weil die Freundin ein Bild, auf dem sie leicht bekleidet (im Bikini?) zu sehen war. Was man im Sommer in jedem öffentlichen Schwimmbad sieht. Leicht bekleidete Menschen. Und dahört für mich dann der Spaß auf. Sowas ist nicht nur frauenfeindlich, sondern zeugt von einer Prüderie, wie ich sie von Klischées übe die USA her kenne.

Wie gesagt, nicht jedes Bild muss ins Netz. Aber dieses gefährliche Netz – als hätte es vor dem Internetzeitalter keine sexualisierten Straftaten gegeben – das existiert doch in den Phantasien dieser Menschen, die solches propagieren. Und wenn ich auf dnem Fest mit Freunden feiere und mein Chef kommt vorbei – kann passieren – ja, was soll ich dann zukünftig tun, folgte ich den Thesen der Frau von der IHK? Zu Hause bleiben?

vom Lesen mit Kindern

So früh als möglich haben wir den Kindern vorgelesen. Zunächst Bilder- und Pixi-Bücher und einfache Sachen, von klassischer Kinderliteratur bis hin zu heute aktuellen Buchtiteln. Rituale sind für Kinder wichtig und so gehört bei uns eben dazu, dass den Kindern abends normalerweise vorgelesen wird, neben einem Gute-Nacht-Lied. Wir tun das so weit als möglich abwechselnd. Und wenn ich das größere von den kleinen Kindern morgens wecken muss, weil er’s alleine nicht schafft, dann weck ich ihn mit einer umgetexteten Version von “Wer hat an der Uhr gedreht, …”, das früher beim Abspann zu “Paulchen Panther” lief. Er mag das total gern, dass es ein Lied “nur für ihn” gibt.

Jakob (6) bekommt daher zu Weihnachten, Geburtstag und anderen Anlässen immer auch ein Buch geschenkt. Als er 2 war, war ich stationär in einer Klinik und ich hab ihm von dort aus ein Buch geschickt, dass wir dann gemeinsam gelesen haben. Das hat ihm sehr über die Zeit geholfen und anschließend konnte er fast auswendig.

Petterson und Findus gehört dabei genauso dazu, inklusive von 1. Dezember bis Ende Januar der Weihnachtsfilm – da kann er nicht genug davon bekommen. Wir haben “Urmel” gelesen, Jim Knopf auf Videos angesehen und gleichzeitig gelesen. (einen VHS-Videorekorder zu besitzen, spart durchaus Geld in der Anschaffung solcher Filme). Interessanterweise mag er Ottfried Preussler überhaupt nicht, was ich sehr schade finde, denn ich kann mich aus als Erwachsener mal in ne Ecke verdrücken und den “Räuber Hotzenplotz” weglesen. Dafür mag er den Pumuckl, der mir immer eher suspekt war….Aktuell lesen wir “Seeräuber Moses” von Kirsten Boie. Ein sehr zu empfehlendes Buch.

Ein Nebeneffekt: Jakob hat nie so richtig einen Draht zum Fernsehen bekommen. Zwischenzeitlich schauen wir natürlich die Sendung mit der Maus, sofern wir sonntags zur Sendezeit zu Hause sind. Und er hat jetzt auf dem Kinderkanal ziemlich alle Folgen von Yakari gesehen – aber mit dem Einstellen der Serie ist das auch wieder vorbei. Wenn ihn etwas fasziniert, dann dauerhaft. Als Konsequenz daraus heißt unsere Katze “Miss Sally” – der (weibliche) Porsche aus dem Disney-Film “Cars”.

Zwischenzeitlich hat er einen Stapel Pixibücher bei sich im Bett, in denen er abends noch liest. Irgendwann, so hoffe ich, liest er auch “meine” ersten Bücher. Zentrales Medium aber bleiben für ihn bislang die Bücher, auch nachdem er fast ein ganzes Jahr schon auf der Schule ist und wir beinahe erwartet hatten, dass sich das ändert, trotz Videos, trotz Hörspielen.

Wichtig scheint mir dabei, dass das Vorlesen keine Einmalveranstaltung ist, sondern regelmäßig zum (Bettgeh-)Ritual gehört. Eine Geschichte oder ein Kapitel, wenn’s mal besonders spannend ist, auch mal zwei. Keine 5 Pixibücher, sondern eins. Zugang über andere Wege zur Geschichte sind ebenfalls wichtig, so kann er die Phantasie und das Erleben mit den Figuren verschiedenartig ausleben: Buch, CD, DVD, Figuren, Spiel. Als er eine angstvolle Phase hatte, wachte abends Frau Mahlzahn an der Kinderzimmertür über seinen Schlaf und am Treppenaufgang hängt ein mit Mama gemaltes Bild einer Gruppe von Indianers, die aufpassen, dass keine Räuber kommen….

Fazit: das Interesse an frühmorgendlichem Fernsehkonsum ist recht gering, kommt aber schonmal vor. Unser Kind geht eher raus und spielt mit Freunden, als dass er sich mittags vor Super-RTL setzt – zumal bei uns der Fernseher vor sieben nicht bzw. nur gezielt angeht (Yakari bzw. DVDs) bzw. zwischenzeitlich halt wieder erst zur Landesschau. Und er freut sich sehr über die Bücher und neue Geschichten. Ich hoffe mal, dass das so bleibt.

also Fernsehen…

…ist ja auch so ein Dauerthema.

Stern.de, eine der Seiten neben SPON, die ich schlagzeilenmäßig überfliege, berichtet vom Wiederholungswahn über die Feiertage bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern. Scheinbar ist man der Meinung, dass immer was neues kommen muss. (Man=Wolfgang Röhl). Nunja, hin und wieder kommt aber auch gar nix. Oder eben was, was man schon kennt. Das geht mir aber nicht nur bei ARDZDFSWRetc. so, sondern mindestens genauso bei den Privaten.

Und ich muss für mich sagen, dass ich ja auch über manche Wiederholung froh bin. “Notting Hill” zum Beispiel würde ich mir nie auf DVD kaufen – aber ab und an eine Wiederholung ist doch nett. Und “Ist das Leben nicht schön” ist so gut, dass ich den Video habe, wenn die Wiederholung an Weihnachten mal wieder spätnachts kommt.

Stefan Niggemeier hat in seinem Blog übrigens diese Liste als ziemlich falsch entlarvt – und wohl als die übliche Leier eines Journalisten, der gerne auf der “GEZ-Gebühren-abschaffen”-Welle schwimmt. Ich bin da übrigens sehr froh drum, schon beim Lesen des Stern-Artikels hatte ich das Gefühl, dass die Liste einiges umfasst, was auch im privaten TV wiederholt wird.

Ich sehe übrigens gerne die Öffentlichen Fernsehprogramme. und ich reg mich zwar über die GEZ auf, die regelmäßig meint, uns hier mit Anmeldungen von Kindern drangsalieren zu können, die hier nicht (mehr) wohnen, aber ansonsten finde ich die Finanzierung gerechtfertigt. Ich finde Werbung zwischen und zwischenzeitlich auch in den Filmen total nervig. Letzte Woche habe ich (eine Wiederholung von) “Postman” gesehen, trotz der Kritik im Link finde ich, dass es ein guter Film ist (vom Schluss mal abgesehen, den ich als zu optimistisch betrachte). Der ging bis 2:30 Uhr und die Werbeunterbrechungen waren bei einem Film dieser Länge nur noch nervig. So oft kann man ja gar nicht zum Kühlschrank laufen oder mit der Partenrin reden, die schon lange selig schlief.

Ich finde das öffentlich-rechtliche Fernsehen wichtig, habe viele tolle Reportagen und Filme dort entdeckt. Ich liebe es, sonntags statt dem Polit-Klamauk Anne Will mir im ZDF Krimis zu schauen, die sonst vermutlich nirgendwo kämen. Ich schalte gerne um, wenn sich die deutschen “Comdedians” auf Sat1RTLPROSIEBENetc. ihre platten Witze wiederholen. Und ich finde es wichtig, dass Filme wiederholt werden. Manches sieht man gerne zweimal, manches traditionell öfter – was wäre Silvester ohne “Dinner for One”? UNd was Fernsehen ohne Arte? Und wieso nicht einfach mal abschalten?

Das Salz in der Suppe…

… habe ich es am Dienstag, den 15.09. genannt, die wenigen Podiumsdiskussionen im Wahlkampf in einem Wahlkreis wie Karlsruhe-Land. Leider ist es wieder nicht gelungen, die örtlichen, nahestehenden Initiativen zu aktivieren, eigene Veranstaltungen/Podiumsdiskussionen durchzuführen. Denn wo kann man besser die unterschiedlichen Positionen der Parteien zu den Themen herausarbeiten? Und: wie kann man besser seine Themen platzieren – abseits der eng gesteckten Grenzen von Kontigentartikel,wie sie die BNN anbietet, bei der die kleinen Parteien benachteiligt werden. Die Online-Konkurrenz – die ka-news – bieten noch nicht einmal eine eigene Berichterstattung zu Karlsruhe-Land an – was sie nicht davon abhielt, den SPD-Kandidaten zu portraitieren.

Leider tun aber dann Kandidaten (absichtlich nicht gegendert!) wie Axel E. Fischer von der CDU aber auch genug, um solche Veranstaltungen unattraktiv zu machen – indem sie fernbleiben und mancherorts noch nicht einmal einen Vertreter entsenden – gar nicht so überraschend bei der Veranstaltung von DGB und Antifa im Spechtennest specht, der auch die FDP und ihre Kandidat, Patrick Meinhardt, MdB fernblieb. Ausgerechnet die beiden MdBs fehlen dann am vergangenen Mittwoch, als es im Ettlinger Frauen- und Familienzentrum um die Familienpolitik geht. Gerade die CDU, die doch mit “Familien stärken” auf Wählerfang geht, hatte noch nicht einmal einen Vertreter für Axel E. gefunden. Dafür konnte man einige interessante Kommentare aus dem Mund des Vertreters von Herrn Meinhardt hören – vor allem in Hinblick auf Formen des Zusammenlebens, die nicht der klassischen Familie entsprechen. Seine Äußerungen brachten eine Frau aus dem Publikum dazu aufzuspringen um ihm sinngemäß zu entgegnen, sie hätte ihr Leben in Berlin als sehr offen empfunden, auch gerade in Bezug auf solche Dinge und seit sie hierher (nach Baden-Württemberg) gekommen sei, fühle sie in Hinblick auf andere Formen des Zusammenlebens Einschränkungen. effeff

In der Presse unerwähnt blieb leider unsere Kindergrundsicherung, die ja tatsächlich Familien massiv entlasten würde. Insgesamt – das merken Sie schon beim Lesen – sind diese Presseberichte sehr kurz geraten. Inhaltlich kommt da ja praktisch nix rüber. Nett war auch, als ich für die Linke Feldmann das Prinzip der Kinderfreibeträge vs. Kindergeld erklären musste – was die Linke ja ebneso wie wir abschaffen möchte. Denn es kann ja nicht sein, dass Eltern mit großem Einkommen (ab 60.000 aufwärts) mehr Geld über die Freibeträge als andere nur mit Kindergeld – Hartz IV-Empfänger müssen sich das Kindergeld sogar anrechnen lassen.

Am Dienstag davor gab es ein vollzähliges Forum -

Podium in L'steinbach der ev. Gemeinde

Podium in L'steinbach der ev. Gemeinde

Herr Fischer war bei der Fragerunde: “was können Christen von der Politik erwarten” leider auch nicht vertreten, hatte aber wenigstens Herrn Offele geschickt, den ehemaligen Ettlinger OB. Ein gutes Forum, in dem es zumindest gelang, eine Lanze für die neue Energie zu brechen, auch wenn unter Zeitdruck (2 Minuten) dann das Erneuerbare Energiengesetz zu kurz kam. Meinem Gefühl nach gab es aber doch relativ viel Menschen da waren, die schon einigermaßen festgelegt waren. Den Neoliberalismus zu definieren und für jeden der 4 Schritte ein Beispiel aus den aktuellen FDP-Forderungen zu belegen, war besonders effektiv.

Zum Abschluss der Podien dann am Montag im Ettlinger Eichendorffgymnasium dann das bestbesuchte Podium. Thurid Feldmann fehlte leider – wie auch Herr Fischer von der CDU. Er entsandte erneut Herrn Offele. Die großen Themen, die auch mich umtreiben, waren vor allem gefragt: Afghanistan, Bildung (Studiengebühren), Internetzensur, Atomkraft. Ich denke, ich habe mich gut geschlagen. Und es hat wie immer Spaß gemacht. Schade, dass es wieder so wenig Podien insgesamt waren. Schade, dass FDP und CDU sich nicht mit dem Thema Rechtsradikalismus auseinandersetzen wollten. Vor allem die Schulen sind mir dabei ein Anliegen. Vor der nächsten Wahl sollte man unbedingt erreichen, dass die anderen Schulen im Wahlkreis ebenfalls solche Diskussionen abhalten – das kann ja auch schon vor den Sommerferien passieren. Aber so könnte Politik auch interessant werden für die, die das sonst nicht so prickelnd finden. Also, falls ein GK-Lehrer aus dem Wahlkreis das liest: fragen Sie doch mal im EG Ettlingen, wie die das machen. Denn der politische Bildungsauftrag der Schulen kann so tatsächlich Politik zum Anfassen liefern. Dazu gehört auch, dass die MdBs ihre Berlinfahrten, die sie anbieten können, für Schulklassen öffnen. Das muss dabei nicht die klassische Abgeordnetenfahrt sein. Fragen Sie Ihren MdB – der kennt sich aus.

Podium im Eichendorffgymnasium

Podium im Eichendorffgymnasium

Achso: obwohl ich meinen Mitkandidaten von der SPD, Ingo Juchler nett finde, kann ich leider nicht dazu aufrufen, ihm die Erststimme zu geben und mir nur die Zweitstimme. Denn die Möglichkeit einer großen Koalition ist ja nach wie vor gegeben. Und das kann ich als GRÜNER nunmal gar nicht unterstützen. Ich stehe für GRÜN-Pur.

Post

Ich hab gestern folgenden Brief erhalten. Man sieht, wie anmaßend auch Christen aus rein christlicher Sicht den CDU-Slogan “Wir haben die Kraft” empfinden.

wahlpost

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