<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Blog GRÜN-(p)puR &#187; Familie und Gender</title>
	<atom:link href="http://joergrupp.de/category/familie-und-gender/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://joergrupp.de</link>
	<description>ein grünes Blog für Karlsruhe, drumherum und die große weite Welt</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 11:31:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>ich sprüh&#8217;s an jede Wand?</title>
		<link>http://joergrupp.de/ich-spruehs-an-jede-wand/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/ich-spruehs-an-jede-wand/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 04:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[1950er]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Ina Deter]]></category>
		<category><![CDATA[Macho]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Maskus]]></category>
		<category><![CDATA[Neuer Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Seeliger]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joergrupp.de/?p=1685</guid>
		<description><![CDATA[Ina Deter hat sie gefordert - die neuen Männer. Sie hat dabei sehr offen gelassen, was sie damit meint - was vielen den Raum lies, dort hinein zu interpretieren, was man so für sich selbst dachte. Gemeinhin wird der "neue Mann" aber als das Gegenteil vom Mann im Patriarchat interpretiert - wie er - ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Fich-spruehs-an-jede-wand%2F&title=ich+spr%C3%BCh%27s+an+jede+Wand%3F&desc=Ina+Deter+hat+sie+gefordert+-+die+neuen+M%C3%A4nner.+Sie+hat+dabei+sehr+offen+gelassen%2C+was+sie+damit+meint+-+was+vielen+den+Raum+lies%2C+dort+hinein+zu+interpretieren%2C+was+man+so+f%C3%BCr+sich+selbst+dachte.+G&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p>Ina Deter hat sie gefordert &#8211; die neuen Männer. Sie hat dabei sehr offen gelassen, was sie damit meint &#8211; was vielen den Raum lies, dort hinein zu interpretieren, was man so für sich selbst dachte. Gemeinhin wird der &#8220;neue Mann&#8221; aber als das Gegenteil vom Mann im Patriarchat interpretiert &#8211; wie er &#8211; überdeutlich &#8211; <a href="https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/images.owni.fr/pub_vintage_027.jpg" target="_blank">hier</a> <a href="http://owni.fr/2010/11/06/top-48-des-vieilles-pubs-nauseabondes-qui-feraient-scandale-aujourd%E2%80%99hui/"><img class="alignleft" title="Sexistische Werbung" src="https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/images.owni.fr/pub_vintage_027.jpg" alt="" width="94" height="130" /></a>dargestellt wird. Seine Rolle neu finden soll er, im Haushalt helfen, Kinder betreuen, emotional sein, reflektiert, nicht Sonntag früh beim Stammtisch, Partner, nicht der, der &#8220;die Hosen anhat&#8221;. Ein Partner in einer Beziehung auf Augenhöhe.</p>
<p>Zwischenzeitlich <a href="http://kunstderverfuehrung.com/nice-guy-syndrom.html" target="_blank">redet</a> man sogar über das &#8220;Nice-Guy-Syndrom, das dramatischerweise dazu führt, dass offenbar</p>
<blockquote><p>Frauen  Männer sexuell unattraktiv finden, die ständig nur als der Nette und Harmoniesuchende agieren und Konfrontationen stets ausweichen.</p></blockquote>
<p>In der Zeit findet sich ein derzeit stark debattierter <a href="http://www.zeit.de/2012/02/Maenner/" target="_blank">Beitrag von Nina Pauer</a>, in der sie klischeehaft beschreibt</p>
<blockquote><p>Heute tragen die jungen Männer Bärte und spielen Gitarre. Sie sind lieb, melancholisch und sehr mit sich selbst beschäftigt. Für die Frauen wird das zum Problem.</p></blockquote>
<p>wie neue Männer, belastet mit dem Nice-Guy-Syndrom Frauen frustrieren, sie sich doch eher den zupackenden Mann wünschten. Sie stellt es so dar, als wären es vor allem auch eigene Erfahrungen, aus denen sie auf den Rest der Männerwelt schließt. Und das Bild des gitarrespielenden Bartträgers, der es dann nicht schafft &#8220;richtig&#8221; zu flirten oder gar ma Ende &#8220;einfach mal küsst&#8221; ohne zu fragen, der zupackende Mann, der Aufreißer &#8211; der fehlt ihr. Überhaupt das Küssen: in einem <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/2012/01/07/richtig-kuessen-frau-pauer.aspx" target="_blank">klugen Artikel im FAZ-Blog</a> beschreibt Julia Seeliger aka <a href="https://twitter.com/zeitrafferin" target="_blank">@zeitrafferin</a>, dsas es -nicht nur eigentlich &#8211; uncool ist, ungefragt zu küssen. Womit sie recht hat. Und schreibt die Botschaft aus ihren &#8220;geheimen Kanälen&#8221;:</p>
<blockquote><p>Im Übrigen würden sich viele Männer auch freuen, wenn die Frau mal den ersten Schritt macht.</p></blockquote>
<p>Korrekt. Kann ich bestätigen. So geheim ist das gar nicht. Ich habe in meinem Leben auch nicht immer der Forderung nach dem &#8220;ersten Schritt&#8221;  erfüllt. Das klassische &#8220;willst du mit mir gehen&#8221; &#8211; gab es nie. Aber bis heute ist diese Erwartungshaltung da. Der Mann hat den ersten Schritt zu tun. Die Frage nach &#8220;willst du mich heiraten&#8221; &#8211; die hat vor allem der Mann zu stellen und bitte noch gleich die wunderschönen Ringe mitzukaufen. Die Frage muss natürlich romantsich verbrämt an einem besonderen Ort &#8211; Urlaub, gutes Restaurant &#8211; gestellt werden und nicht bloß nicht nach einem durchschwitzten Beischlaf im gemeinsamen Bett. Er kauft die Ringe &#8211; sie kümmert sich dann zusammen mit einer Horde Freundinnen um die gelungene Ausrichtung der Hochzeitsfeier, schleppt ihn auf Hochzeitstage, das Kleid muss auch sauteuer sein &#8211; ein unvergesslicher Tag, bombastisch &#8211; durch und durch amerikanisiert.</p>
<p>Der Rollback findet statt &#8211; und er findet sich in Artikeln wie dem von Nina Pauer wieder. Einem Artikel, der nicht in der Bunten gestanden ist &#8211; sondern im intellektuellen Blatt &#8220;Zeit&#8221;. Wollte die Redaktion provozieren? Man weiß es nicht. Ich finde es aber erschreckend, dass sich solche Plattitüden verbreiten. Denn es ist ja nicht nur dieser Artikel, es ist eine ganze Reihe von ihnen &#8211; die das Bild der modernen Familie/Beziehung humorvoll, überspitzt und voller überkommener Klischees insLächerliche zieht. Wie das Herumhacken auf den angeblichen Latte-Macchiato-Müttern in Berlin und Frankfurt. Und wir, die wir uns dafür einsetzen, die klassiche Männerrollen zu überwinden, müssen rückwärtsgewandt Kämpfe führen. Autor_innen wie Nina Pauer gehen hand ind Hand mit der maskulistischen Szene, die ebenfalls gerne vom &#8220;richtigen Mann&#8221; schwärmt und alle, die sich für &#8220;neue Männer&#8221; einsetzen, als Pudel beschimpft &#8211; die, die noch dazu für die Gleichberechtigung kämpfen und Feminismus nicht er se vedammen, gar als &#8220;Lila Pudel&#8221;.</p>
<p>Das Bild des gehemmnten jungen Mannes, der sich nicht an die Frau traut, gezeichnet mit</p>
<blockquote><p>Statt seinen Stolz zu nehmen und nach einem letzten romantisch-heroischen Versuch einzusehen, dass es richtig wäre aufzugeben, trauert er, wochen-, monatelang.</p></blockquote>
<p>ist sowas von 1950er, dass es weh tut. Ja, Männer dürfen weinen, Männer dürfen trauern, Männer dürfen unerfüllt lieben und Männer dürfen nicht wissen, wie sie die Angebetene herumkriegen &#8211; zu was auch immer. Und wenn eine Frau dsa merkt &#8211; dann kann sie sich ja trauen und sagen: trau dich ruhig. Ich wünsch es mir. Ich bin sicher, das würde es so leicht machen, wie Frau Pauer sich das wünscht. Eine Rückkehr zum Macho, der sich &#8220;die Weiber schnappt&#8221; &#8211; die darf gerne weiter an Stammtischen und in Maskuforen gefordert werden, der <a href="http://vaeter-und-karriere.de/blog/index.php/2012/01/10/manner-scheuen-die-auseinandersetzung-mit-den-eigenen-gefuhlen/#more-5653" target="_blank">Zugang und der Ausdruck</a> von Gefühlen gerne weiter pudelig. Wir sind da weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=1685&amp;md5=fe6eeb085cbdcfc96c22140bec15847f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/ich-spruehs-an-jede-wand/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frauen in die Politik</title>
		<link>http://joergrupp.de/frauen-in-die-politik/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/frauen-in-die-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 19:53:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNEs]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Mitbewerber]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkreis 272]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gläserner Decke]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[postgender]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joergrupp.de/?p=1621</guid>
		<description><![CDATA[In diesen modernen Zeiten sprechen moderne Parteien gerne von den Zeiten, in denen wir alle postgender sind. Postgender ist die Überwindung von Geschlecht und damit bedingter Diskriminierung. Damit geht einher, dass wir alle als Menschen betrachtet werden und es egal ist, wer welchen Geschlechtes ist, der was politisches sagt. Oder überhaupt was sagt. Oder ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Ffrauen-in-die-politik%2F&title=Frauen+in+die+Politik&desc=In+diesen+modernen+Zeiten+sprechen+moderne+Parteien+gerne+von+den+Zeiten%2C+in+denen+wir+alle+postgender+sind.+Postgender+ist+die+%C3%9Cberwindung+von+Geschlecht+und+damit+bedingter+Diskriminierung.+Damit+g&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p>In diesen modernen Zeiten sprechen moderne Parteien gerne von den Zeiten, in denen wir alle <a href="http://antjeschrupp.com/2010/05/25/funfzehn-thesen-zu-feminismus-und-post-gender/" target="_blank">postgender</a> sind. Postgender ist die Überwindung von Geschlecht und damit bedingter Diskriminierung. Damit geht einher, dass wir alle als Menschen betrachtet werden und es egal ist, wer welchen Geschlechtes ist, der was politisches sagt. Oder überhaupt was sagt. Oder tut. (OK, das führt jetzt zu weit)</p>
<p>Man kann natürlich so tun, als wäre das so. Ein Hoax. Sozusagen. Nur fragt man sich, ob das glaubhaft ist.Denn nur weil man etwas nicht sehen möchte, was gesellschaftlich passiert, ist es noch lange nicht verschwunden. Und nur weil ich selbst schon weiter bin, muss ich doch dran denken, was mit denen los ist, die das ganz anders sehen. Zwei Beispiele:</p>
<p>Die Böllstiftung hat ein <a href="http://www.boell.de/wirtschaftsoziales/stadtentwicklung/stadtentwicklung-erstes-genderranking-deutscher-mittelstaedte-13625.html" target="_blank">Genderranking Deutscher Mittelstädte</a> erarbeiten lassen. Das Ergebnis ist erschütternd.</p>
<blockquote><p>Aus den erhobenen Frauenanteilen in den einzelnen politischen Positionen der Mittelstädte lässt sich ein Genderindex bilden, der die Grundlage unseres Genderrankings bildet, das detaillierte Angaben über die Repräsentation von Frauen im Städtevergleich präsentiert.</p></blockquote>
<p>Das Ergebnis ist: Aktuelle Spitzenreiterin ist die Stadt Frechen mit 36,4% Frauenanteil in verantwortlichen und führenden Positionen (inkl. Fraktionsvoristzende). Im Ranking noch angegeben ist als Erstplatzierte meine Heimatstadt Ettlingen mit 37,5% Anteil. Mit ausschlaggebend war die bis Oktober regierende OB <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriela_B%C3%BCssemaker" target="_blank">Gabriela Büssemake</a>r. Im Landkreis Karlsruhe liegt noch Bruchsal, mit einem Anteil von 17,1%!  Das Schlusslicht bildet deutschlandweit Merzig im Saarland mit 13,3%</p>
<p>Interessant auch:</p>
<blockquote><p>Zunächst ist ähnlich, wie für die von uns 2010 untersuchten Großstädte festzustellen, dass die Frauen-repräsentanz mit der Bedeutung der Position tendenziell abnimmt. Der Frauen-anteil unter allen Ratsmitgliedern in deutschen Mittelstädten liegt bei 26,4 %. Bei den Ausschussvorsitzenden ist nur noch einen Frauenanteil von 19,2 %, bei den Fraktionsvorsitzenden von 18,4 %, bei den Dezernent/innen und Dezernen-ten von 14,0 % und bei den Bürgermeister/innen und Bürgermeistern von 9,9 % zu verzeichnen.</p></blockquote>
<p>Das ist die Manifestation der berühmten gläsernen Decke. Und der Grund für eine Frauenquote bei uns GRÜNEN. Denn wenn man die Dinge dem freien Spiel der Kräfte überlässt, kommt als Ergebnis ein solches heraus -  was man ja auch gut an der postgender-Partei sieht. Die Reaktion darauf darf aber nicht sein, so zu tun, als gäbe es das alles nicht oder hätte keine Relevanz, sonder, wie es <a href="http://antjeschrupp.com/2010/05/25/funfzehn-thesen-zu-feminismus-und-post-gender/" target="_blank">Antje Schrupp</a> sagt:</p>
<blockquote><p>8. Eine freiheitliche Politik besteht nicht in der Behauptung einer (immer nur abstrakt denkbaren) Gleichheit der Menschen, sondern in kreativen und dem jeweiligen Kontext angemessenen Wegen, mit der (real vorhandenen) Ungleichheit der Menschen umzugehen, ohne dass daraus Herrschaft entsteht.</p></blockquote>
<p>Passend dazu erschien im September 2010 im <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/duerfen-politikerinnen-schoen-sein/1918154.html" target="_blank">Tagesspiegel</a> ein Artikel, der sich mit der Schönheit von Frauen in der Politik beschäftigt. Interessant der Blick durch die Brille einer Sarah Wagenknecht, Doro Baer, Agnes Krumwiede und ihrem Umgang mit der Differenzierung aufgrund ihres Geschlechts. Wichtig auch der Blick zurück:</p>
<blockquote><p>Bundestagsvizepräsident Richard Jaeger (CSU) war jedenfalls strikt dagegen. Er werde keine Frauen in Hosen dulden, verkündete er 1970 unter heftigstem Gejohle der Parlamentarier. Nicht in diesem hohen Hause! Und schon gar nicht am Rednerpult!</p></blockquote>
<p>Oder der <a href="http://www.marinaslied.de/?p=675" target="_blank">Blog-Artikel von Marina Weisband</a>, politische Geschäftsführerin der Piraten, über ihre Wahrnehmung, wie sie von Mdien und Öffentlichkeit wahrgenommen wird.</p>
<blockquote><p>Seien wir ehrlich. Meine Medienpräsenz besteht zu 80% aus Fotos, Kommentaren über meine Frisur, meine Kleidung, meine Hobbies, meine Art. Hach, wie hübsch und hach, wie erfrischend, heißt es da immer.</p></blockquote>
<p>So würden heute noch manche Herren Frauen in der Politik sehen. Ich bin da scheinbar einigermaßen gefeit &#8211; ich stimme Agnes Krumwiedes Thesen zum Urheberrecht trotzdem nicht zu und lehne nicht alle Argumente der immer schlecht gelaunt aussehenden Renate Künast ab.</p>
<p>Ich möchte mehr Frauen den Zugang zur Politik ermöglich wissen. Ich wünsche mir eine gleichberechtigte Gesellschaft, in der eine (politische) Karriere unabhängig vom Geschlecht möglich ist. Wenn man dies will, kommt man nicht darum herum, Regeln aufzustellen, die dies garantieren. Denn Frauen tun Dinge anders. Männer auch.</p>
<p>Das schwierigste daran, für eine Quote einzutreten, ist, sich selbst zurückzunehmen. Seien wir ehrlich, so ein bißchen Rampensau sind wir alle, die wir Politik machen. Die eine mehr, der andere weniger. Und es tut weh, dass man Dinge nur, weil man ein Mann ist, nicht tun kann. Offen noch dazu. Das ist auch lehrreich. 2005 wurde ich nicht in den Parteirat gewählt, weil eine Frau auf den offenen Plätzen angetreten ist. Und wäre die grünen Wahllisten zur Bundestagswahl nicht &#8220;gegendert&#8221;, wäre ich vermutlich heute auch schon im Bundestag. Trotzdem trete ich weiter dafür ein, dass es Quoten gibt. Und möglicherweise müssen andere Gruppen auch Quotierung in solche Positionen gebracht werden. Die Vernachlässigung der Barrierefreiheit wäre sicherlich zu lösen über mehr Einfluss von mehr Menschen mit Behinderungen.</p>
<p>Das ist in meinen Augen der &#8220;angemessene Weg&#8221; mit diesen Unterschieden so umzugehen. Vor der Realität die Augen zu verschließen, ist der falsche Weg.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=1621&amp;md5=d8a2a4f00afdce090a18fc76c25587bc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/frauen-in-die-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>rechte Kerle &#8211; Buchkritik</title>
		<link>http://joergrupp.de/rechte-kerle-buchkritik/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/rechte-kerle-buchkritik/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 15:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Kemper]]></category>
		<category><![CDATA[Antifeminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Chauvinismus]]></category>
		<category><![CDATA[feminismuskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Heim und Herd]]></category>
		<category><![CDATA[Maksulismus]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[rechte Kerle]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Väterrechte]]></category>
		<category><![CDATA[wgvdl]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joergrupp.de/?p=1434</guid>
		<description><![CDATA[

7,80 € hab ich ausgeben für ein Buch, das sich zur "Kumpanei der MännerRECHTSbewegung äußern möchte - und doch auf halber Strecke stehen bleibt. Oder nur den ersten Schritt schafft. Es handelt sich um das Buch "(r)echte Kerle von Andreas Kemper - und eigentlich gehört es ins Altpapier - hätte man nicht, wie oben ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Frechte-kerle-buchkritik%2F&title=rechte+Kerle+-+Buchkritik&desc=%5Bcaption+id%3D%22%22+align%3D%22alignleft%22+width%3D%22105%22+caption%3D%22%28r%29echte+Kerle%22%5D%5B%2Fcaption%5D%0D%0A%0D%0A7%2C80+%E2%82%AC+hab+ich+ausgeben+f%C3%BCr+ein+Buch%2C+das+sich+zur+%22Kumpanei+der+M%C3%A4nnerRECHTSbewegung+%C3%A4u%C3%9Fern+m%C3%B6chte+-+und+doc&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><div class="wp-caption alignleft" style="width: 115px"><a href="http://www.unrast-verlag.de/img/images/t000000000340-02.jpg"><img class="  " title="(r)echte Kerle" src="http://www.unrast-verlag.de/img/images/t000000000340-02.jpg" alt="Buchumschlag Vorderansicht" width="105" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">(r)echte Kerle</p></div>
<p>7,80 € hab ich ausgeben für ein Buch, das sich zur &#8220;Kumpanei der MännerRECHTSbewegung äußern möchte &#8211; und doch auf halber Strecke stehen bleibt. Oder nur den ersten Schritt schafft. Es handelt sich um das Buch &#8220;(r)echte Kerle von <a href="http://www.google.de/search?q=andreas+kemper&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a" target="_blank">Andreas Kemper</a> &#8211; und eigentlich gehört es ins Altpapier &#8211; hätte man nicht, wie oben geschrieben, 7,80 € ausgegeben. Allenfalls von Wert ist der historische Abriss der unterschiedlichen Männerrechtsbewegungen, unter anderem dem us-amerikanischen Men&#8217;s Right Movement und verschiedenen bundesdeutschen Bewegungen &#8211; von den Männergruppen, die profeministisch waren und oft auch als Anti-Gewalt-Gruppen agierten bis hin zu aktuellen Entwicklungen &#8211; die er nicht kennt.</p>
<p>Denn der Autor stürzt sich unverblümt auf ein einzelnes Männerrechtsforum, dass er über mehrere Monate verfolgt hat &#8211; das Forum &#8220;Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land&#8221;. ein Forum, das es gut und gerne 10 Jahre gibt &#8211; mit verschiedenen Forenmastern. Derzeit wird es von Rainer Hamprecht und seiner Frau oder Freundin Christine geleitet, verbunden damit sind zwischenzeitlich andere Online-Projekte wie die Wikimannia. Der Ton in diesem Forum ist erschreckend, oft sexistisch, autoritär, rückwärtsgewandt, rechtslastig, die Qualität der Beiträge von oftmals geringem Informationsgehalt oder Niveau oder beidem. Ab und an &#8211; auch das muss man sagen &#8211; gibt es aber auch Beiträge mit interessanten Infos. Ich habe mich in diesem Blog über diese Szene auch das eine oder andere Mal geäußert. Ich verfolge dieses Forum mit Pausen &#8211; das kann man sich nicht andauernd antun &#8211; fast seit Anbeginn.</p>
<p>Kemper kennt (oder erwähnt) weder das Parallelforum wgvdl.<strong>net</strong> noch aus der Historie andere Foren, noch das Agieren von Leuten wie Hamprecht aus dem Usenet. Ich weiß nicht, auf welchem Weg er auf diese Leute aufmerksam geworden ist, seine abschließenden Worte in der Einleitung: &#8220;Mit dieser Publikation liegt nur eine Skizzierung der Männerrechtsbewegung [...] vor&#8221; sind selbst als Skizze nur als Hybris zu sehen. Er benennt als Akteure (Seite 36ff) : <a href="http://www.wgvdl.com" target="_blank">WGVDL</a> &#8211; nur .com, Arne Hoffman (von dem er wohl die Idee hat, es hätte vor 2001 wenig an Maskus im Netz gegeben), das Familiennetzwerk Deutschland, den Väteraufbruch, <a href="http://www.manndat.de" target="_blank">MANNda</a>t, <a href="http://www.agensev.de" target="_blank">AGENS</a> und die <a href="http://forum.piratenpartei.de/viewforum.php?f=150" target="_blank">AG Männer der Piratenpartei</a>. Und das war der Moment, wo ich das Büchlein am liebsten entnervt auf die Seite gelegt hätte.</p>
<p>Er übersieht vollkommen in der Historie die <a href="https://groups.google.com/group/de.soc.familie.vaeter/topics?hl=de&amp;lnk" target="_blank">de.soc-Gruppen</a>,die sich mit Familien &#8211; und Genderthemen befasst haben. Im Usenet herrschte schon immer ein rauer Ton. Hamprecht hat lange Zeit im Usenet agiert, teilweise mit unterirdischen Beiträgen. Er weiß offenbar nichts von der Ende der 1990er, Anfang der 2000er existierenden Szene von Familien- und Genderforen, die mit teilweise denselben Akteuren breit diese Problematiken diskutiert haben. Oft genug auch schon damals &#8211; es ist keine neue Entwicklung &#8211; mit stark rückwärtsgewandten oder offen rechten Ansätzen. Viele dieser Foren waren bei <a href="http://parsimony.net/" target="_blank">parsimony</a> angesiedelt, ein ehemaliger Kostenloshoster für Foren, bei dem auf einfachem Weg ein kostenloses Forum anlegen konnte. Die Forensoftware glich der Threadanzeige, die heute noch von wgvdl.com verwendet wird.  Und wenn er denkt, er hat mit wgvdl. com schon das Schlimmste gesehen, was es in dieser Hinsicht an Maskuverlautbarungen gibt, dann kennt er weder wgvdl.net noch feminismuskritik.eu. Letzteres &#8211; die &#8220;Blaue Burg&#8221; genannt &#8211; ist das Forum von Max, dem Busfahrer. Max ist nicht bereit, sich an normale, zwischenmenschliche Kommunkationsregeln bei differierenden Meinungen zu halten. Die Sprache ist ätzend, tw. offen rechts, verächtlich, beleidigend &#8211; und das mit Absicht. Im Zusammenspiel mit Nick, der Katholiszismus vom Kaliber kreuz.net verbreitet fast ein Ort, der vom Verfassungsschutz beobachtet gehört. Blaue Burg und wgvdl.net gehören zusammen. Man muss es nicht lesen, aber damit man weiß, auf welchem Niveau man sich <a href="http://www.wgvdl.net/forum/index.php?id=7899" target="_blank">dort</a> bewegt:</p>
<blockquote><p>Da es nicht auszuschliessen ist, daß sich der eine oder der andere Gutmensch in dieses Forum hier verirrt, stelle ich hiermit Folgendes klar:</p>
<p><strong><em>Alle rassistischen, sexistischen oder sonstwie diskriminierenden Aussagen und Witzchen stehen alleine deswegen in diesem Forum, damit ihr zerebralspastischen Pisser euch aufregt. Dauernde Empörung verkürzt euer Leben. Deswegen sind die genannten Beiträge sinnvoll im Sinne der geistigen Volksgesundheit. Möge dieses Forum dazu beitragen, daß euch faschistoide Zensurheinis und Gesinnungsterroristen möglichst bald der Herzschlag trifft. Auf daß euch der Teufel hole &#8230;</em></strong></p></blockquote>
<p>Heute existieren von diesen vielen ehemaligen Foren nur noch wenige. Ich möchte explizit den <a href="http://forum.isuv.de/" target="_blank">ISUV</a> (Interessenverband Unterhalt und Familienrecht) nennen, dessen Foren überwiegend eine echte Hilfestellung sind. Auch dort ist der Ton nicht immer angenehmen, aber irgendwo muss manchmal die Wut hin, die man hat, wenn man eine üble Trennung hinter sich, vor sich hat oder mittendrin steckt. Früher bei parsimony, hat dem ISUV die Trennung vom ehemaligen Forenmaster zu deutlich mehr Seriosität verholfen.  Und wer in den hasserfüllten Tiefen der Väterrechtsbewegung eintauchen will, der kann sich bei <a href="http://www.pappa.com" target="_blank">pappa.com</a> umtun. Pappa.com war 1999 schon eine üble Gemeinde, manche der dort Schreibenden finden sich auch bei wgvdl wieder und man kann dort im &#8220;Politik&#8221;forum solch erbauliche Sachen lesen wie:</p>
<blockquote><p><a href="http://papa.com/paPPa-Forum/viewtopic.php?f=6&amp;t=29416&amp;sid=2c3fa5a57e1bf8c77559bfedd9141401">Deutschland stirbt aus. Dank den 69´ern und dem Feminazismus</a></p>
<p><a title="Verfasst: Mo Dez 10, 2007 17:56:24" href="http://papa.com/paPPa-Forum/viewtopic.php?f=6&amp;t=11549&amp;sid=2c3fa5a57e1bf8c77559bfedd9141401">Kinderleichensammel Thread</a></p></blockquote>
<p>Auch im Familienrechtsbereich tummeln sich Beiträge, die sich auch darum drehen, wie man um den Kindesunterhalt rumkommt.</p>
<p>Es gibt noch weitere Websites, so den <a href="http://www.vaeterwiderstand.de/" target="_blank">Väterwiderstand</a>, Monika Ebelings Lieblingsseite Väternotruf, dessen ehemaliger Vorstand grade wegen <a href="http://www.az-web.de/lokales/euregio-detail-az/1730745" target="_blank">Kindesmissbrauchs verurteilt</a> wurde und so weiter und so fort. Früher gab es weitere Familienrechtsforen wie DAS Familienrecht oder den <a href="http://www.exentreff.de" target="_blank">Exentreff</a>, der sich vor allem an Expartener beiderlei Geschlechts wandte. Kemper benennt das alles weder noch scheint er es zu kennen. Er hängt sich am angeblich größten Forum auf und an der Person Hoffman &#8211; der zu Aktionismus neigt, aber noch nie übers Bücher schreiben hinaus gekommen ist. Und unterzöge man seinem &#8220;Sind Frauen die besseren Menschen&#8221; mal einer wissenschaftlichen Analyse, würde es keiner mehr freiwillig lesen &#8211; Hoffman bezieht sich gerne auf sich selbst.</p>
<p>So ist (r)echt Kerle ein Büchlein, das die Anschaffung nicht lohnt und eine verpasste Chance &#8211; mehr Licht ins Dunkel der rechten Männerszene zu bringen. Man kann eigentlich nur auf eine 2. Auflage hoffen, in der all die Lücken, die hier genannt wurden und noch viele weitere darüber hinaus, geschlossen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=1434&amp;md5=fd4c5afdaf8c284dbbd65cb51529d581" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/rechte-kerle-buchkritik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zukunftskonferenz</title>
		<link>http://joergrupp.de/zukunftskonferenz/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/zukunftskonferenz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 17:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNEs]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik und Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Mitbewerber]]></category>
		<category><![CDATA[Cochise]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
		<category><![CDATA[EIDG]]></category>
		<category><![CDATA[familie]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNE]]></category>
		<category><![CDATA[Illusionen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Pit Budde]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftskonferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joergrupp.de/?p=1374</guid>
		<description><![CDATA[Auch schon wieder ne Woche her ist die grüne Zukunftskonferenz. Ein Ort, an dem man (grüne) Politik weiter denken kann, teilweise sagenhaften Input erhält, nicht nur im Rahmen von gewissen Zwängen auf Parteitagen (Losverfahren, vor mehreren hundert Leuten 3 Minuten reden, thematisch eingeschränkt, ...) diskutieren kann - mit Fachleuten, mit der Parteispitze, mit Parteifremden. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Fzukunftskonferenz%2F&title=Zukunftskonferenz&desc=Auch+schon+wieder+ne+Woche+her+ist+die+gr%C3%BCne+Zukunftskonferenz.+Ein+Ort%2C+an+dem+man+%28gr%C3%BCne%29+Politik+weiter+denken+kann%2C+teilweise+sagenhaften+Input+erh%C3%A4lt%2C+nicht+nur+im+Rahmen+von+gewissen+Zw%C3%A4ngen&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p><img class="alignleft" title="Zukunftskonferenz" src="http://antriebzukunft.de/wp-content/themes/k2/header_bg-trans.png" alt="" width="497" height="179" />Auch schon wieder ne Woche her ist die <a href="http://antriebzukunft.de/" target="_blank">grüne Zukunftskonferenz</a>. Ein Ort, an dem man (grüne) Politik weiter denken kann, teilweise sagenhaften Input erhält, nicht nur im Rahmen von gewissen Zwängen auf Parteitagen (Losverfahren, vor mehreren hundert Leuten 3 Minuten reden, thematisch eingeschränkt, &#8230;) diskutieren kann &#8211; mit Fachleuten, mit der Parteispitze, mit Parteifremden. Traditionell am Ende eine Runde mit Externen, die die Konferenz bewerten und nochmal ein paar allgemeine Sätze zu Grüns sagen. Dieses Jahr mit viel Applaus bedacht mit Ulrike Herrmann, die ganz klar einerseits die Art der debatte begrüßte, aber auch (im Rückblick) auf die fehlende Aufarbeitung rot-grüner Regierungspolitik monierte &#8211; vor allem da ja noch teilweise dieselben Personen agieren wie 1998-2005. Dazu aber an anderer Stelle mehr.</p>
<p>Sehr beeindruckt hat mich die Keynote von <a title="Saskia Sassen" href="http://antriebzukunft.de/saskia-sassen/">Saskia Sassen</a> (Soziologin an der Columbia University und LSE, Autorin).</p>
<p>Ich habe an zwei Workshops teilgenommen, an einem zur <a href="http://antriebzukunft.de/thesenpapiere/wege-zu-einer-solidarischen-und-geschlechtergerechten-gesellschaft/" target="_blank">Geschlechtergerechtigkeit</a>, weil diese Thematik ja nach wei vor mein politisches Hobby ist und ich nach wie vor eine sehr große Einseitigkeit meiner Partei in Genderfragen wahrnehme. Hier wollte ich auch als Mitunterzeichner des grünen <a href="http://blog.gruene-nrw.de/2010/04/09/maennermanifest/" target="_blank">Männermanifests</a> Präsenz zeigen und dazu beitragen, den nächsten Schritt zu gehen, der langsam in Planung kommt. Es war auch notwendig, noch einmal darauf hinzuweisen, dass Männer genausowenig wie Frauen eine eigenständiges Recht auf Grundsicherung bei Hartz IV haben &#8211; auch wenn Frauen vermutlich stärker davon betroffen sind. Am Ende trifft es aber das Paar, das zusammenlebt &#8211; und nicht nur die Frau alleine. Mein Hinweis, dass Männer immer noch früher sterben als Frauen und man dort,wo klassische Rollenbilder in der Gesellschaft stärker abgefragt werden als bei uns, bspw. in Osteuropa, feststellt, dass die SChere noch weiter auseinadergeht, nämlich auf ca. 15 Jahre, wurde von Irmingard Schewe-Gerigk lapidar mit dem Hinweis beantwortet, dass die ja wohl selbst dran schuld sind &#8211; sie rauchten und tränken mehr und kümmerten sich (hier wie dort) weniger um die Gesundheitsvorsorge. Diese Antwort hat doch einiges an Empörung hervorgerufen, auch im Laufe der Konferenz wurde ich noch mehrfach angesprochen von Leuten &#8211; Männer wie Frauen &#8211; die sich diesen Satz völlig unmöglich fanden &#8211; und der wohl das Nichthandeln der Politik diesbezüglich begründen sollte. Auch finde ich, kann man das Bildungsproblem bei Jungen nciht damit wegdiskutieren, dass die beruflichen Chancen von Jungen auf den etwas höheren stufen der Karriereleiter besser sind. Ich habe darauf hingewiesen, dass im niedrigqualifizierten Bereich beide Geschlechter gleich betroffen sind. Frauen etwas mehr von Teilzeitarbeit &#8211; aber auch das liegt an den klassichen Rollenbildern, die es zu überwinden gilt.</p>
<p>Was ich verstehen kann &#8211; und was von rechten Männerrechtlern ja auch leider immer wieder gefodert wird &#8211; ist die Angst, dass Frauenprojekte zugunsten Männerprojekten diesbezglich zurückgefahren werden. Das halte ich für falsch &#8211; und trete an diesem Punkt den rechten Maskus ja auch entgegen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Es muss beides möglich sein. Schön auch, dass so ein neuer Kontakt zu Dag Schölper vom Bundesforum Männer entstanden ist.</p>
<p>Der zweite Workshop drehte sich um <a href="http://antriebzukunft.de/thesenpapiere/urheberinnenrecht-informationsfreiheit/" target="_blank">Urheberrecht und Meinungsfreiheit</a>. Hier hatte ich eine Begegenung der dritten Art. Grundsätzlich aber vorweg: das Papier war eine gute Diskussionsgrundlage, durch die sehr wenig spezifierzte Festlegung natürlich auch provokant. Der Austausch auf dem Podium bewegte sich in bekannten Dimensionen.  Unsäglich aber der wiederkehrende Brötchenvergleich mit der Raubkopie. Auf dem Podium vertreten war Pit Budde, Musiker. Ich kenne ihn noch aus meiner Jugend. Er hat bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cochise_%28Deutsche_Band%29" target="_blank">Cochise</a> mitgewirkt, unter anderem mit so Titeln wie &#8220;Jetzt oder nie, Anarchie&#8221; oder das Sommerliedchen &#8220;Letztn Somma warn ma schwimmen&#8221; wo es um das illegale Schwimmen an einem Baggerseee geht. Dorthin kommt man wohl nur, wenn man ein Loch in einen Zaun schneidet. Die Übereinstimmung zu Musikdownloads war ihm nicht nahe zu bringen, er hat ja zuvor schon davon gesprochen, wenn man die Schutzfristen auf Grundstücke übertrage, sollten gekaufte Grundtücke nach 3 Jahren wieder in den Allgemeinbesitz übergehen. Zu &#8220;<a href="http://www.songtext4free.de/songtext-Cochise-Jetzt-Oder-Nie--Anarchie-1112081.html" target="_blank">wir brauchen keine Gesetze, die uns knebeln</a>&#8221; stünde er aber immer noch&#8230;.Hmm, da bin ich jetzt ein bißchen desillusioniert.</p>
<p>Ich glaube schon, dass man einen Weg finden muss, wie KünstlerInnen eine angemessene Vergütung für ihre Werke erhalten. Kulturflatrate oder die von der eidg beschlossene Förderung der <a href="http://de.creativecommons.org/" target="_blank">CC</a>-Verfahren halte ich da eine gute Lösung. Menschen, die &#8220;illegal&#8221; downloaden zu kriminalisieren mit der Begründung &#8220;die bekaluen mich&#8221; (Budde) halte ich für grundfalsch. KünstlerInnen müssensich an die Gegebenheiten, wie sie heute sind, anpassen. MusikerInnen speziell: man kauft heute eher keine Hardware mehr (LPs, CDs) mit kunstvollen Covern und Inlays, sondern oft genug nur Daten. Wenn die niemand findet &#8211; dann muss sich der/die KünstlerIn eben überlegen, wie man das macht, dass man gefunden wird. Ein gutes Beispiel dafür ist &#8211; gut vergleichbar zu Budde &#8211; die schwäbische Rockband <a href="http://www.anyonesdaughter.de/" target="_blank">Anyone&#8217;s Daughter</a>. Ich beziehe den Newsletter, kriege so jede Neuveröffentlichung mit und kaufe, wenn mir danach ist &#8211; und zwischenzeitlich kann ich sogar downloaden, wenn ich will. So geht das. (und ganz ehrlich: das Remaster von Piktor&#8217;s Verwandlungen war ein echtes Geschenk an den Fan).</p>
<p>Fazit: eine tolle Konferenz, die von mir aus gerne jedes Jahr stattfinden könnte. Aber gerne lieber zweitägig &#8211; es hätte noch weitere Workshops gegeben,die ich gerne besucht hätte. Und ein Alleinstellungsmerkmal der grünen Partei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=1374&amp;md5=c014ff207fc19d4287768a8266c59b42" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/zukunftskonferenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Monika Ebeling in Goslar</title>
		<link>http://joergrupp.de/monika-ebeling-in-goslar/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/monika-ebeling-in-goslar/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 May 2011 17:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNEs]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Goslar]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Maskulismus]]></category>
		<category><![CDATA[Monika Ebeling]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joergrupp.de/?p=1321</guid>
		<description><![CDATA[Die Männerbewegung Maskulisten haben einen neuen Helden. Ach, was red ich, sogar eine Heldin. Sag noch mal einer, die wären engstirnig. Monika Ebeling heißt sie und sie war Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar.

Kurz zur Geschichte, die ja vielfach im Netz und den Medien kursiert ist: Frau Ebeling hat ihren Job ernst genommen und sich für ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Fmonika-ebeling-in-goslar%2F&title=Monika+Ebeling+in+Goslar&desc=Die+M%C3%A4nnerbewegung+Maskulisten+haben+einen+neuen+Helden.+Ach%2C+was+red+ich%2C+sogar+eine+Heldin.+Sag+noch+mal+einer%2C+die+w%C3%A4ren+engstirnig.+Monika+Ebeling+hei%C3%9Ft+sie+und+sie+war+Gleichstellungsbeauftrag&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p>Die <del>Männerbewegung</del> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maskulisten">Maskulisten</a> haben einen neuen Helden. Ach, was red ich, sogar eine <strong>Heldin</strong>. Sag noch mal einer, die wären engstirnig. <a href="http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/impressum/">Monika Ebeling</a> heißt sie und sie war Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar.</p>
<p>Kurz zur Geschichte, die ja vielfach im Netz und den Medien kursiert ist: Frau Ebeling hat ihren Job ernst genommen und sich für Frauen und Männer eingesetzt. Von ihrem Amt wurde sie nach einem Antrag der Linksfraktion im Goslaer Gemeinderat abberufen. Denn sie tat etwas, was durchaus ungewöhnlich ist für Gleichstellungsbeauftragte: sie setzte sich auch für Männer ein und widersetzte sich einseitiger Frauenförderung bzw. dem einseitigen Schutz von Frauen vor Disksriminierungen.</p>
<p>So hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass bei einer Kinderschutzwoche es durchaus unangebracht ist, Brötchentüten mit dem Text: &#8220;Gewalt an Frauen und Kindern kommt nicht in die Tüte&#8221; bei den Bäckern zu verwenden und doch die Frauen weglassen sollte oder geschlechtsneutral formulieren sollte. Ich denke auch, dass man bei einer <strong>Kinder</strong>schutzwoche durchaus den Fokus auf den Kindern lassen kann &#8211; denn diese werden durchaus auch Opfer von Frauen &#8211; und zwar, wenn man Studien glauben darf, zur Hälfte.</p>
<p>Im Handbuch der Wanderausstellung zu Gewalt in Paarbeziehungen stellte sie fest, dass dort <strong>entgegen der Datenlage</strong> ausschließlich von Männern als  Täter und Frauen als Opfern die Rede war. Dies kritisierte sie.</p>
<p>Zwei Punkte, die ich für unsterstützenswert halte. Sie hat in diesen Punkten recht: Frauen sind TäterInnen auch bei Kindern, da in erheblichem Maße und bei Männern, da nicht so stark. Zum letzten Punkt gibt es differierende Zahlen, ich persönlich beziehe mich dabei in aller Regel auf die Zahlen der Pilotstudie &#8220;<a href="http://gewalt-gegen-maenner.de/">Gewalt gegen Männer</a>&#8220;, die von ca. 5-10% ausgeht. Die Maskus reden davon, dass hier eine Gleichverteilung herrscht &#8211; die Realität &#8211; Krankenhausbelegungen, keine Männerhäuser &#8211; spricht da eine andere Sprache. Und bei Kindern halte ich die pauschale Vereinahmung der Kinder durch Feminstinnen in der Gewaltfrage für Opferverhöhnung.</p>
<p>Was sie allerdings veranlasst hat, auf die völlig dubiose Seite des &#8220;Väternotrufs&#8221; zu verlinken, verstehe ich nicht. Es gibt sachliche Informationen zu Väterfragen im Internet, <a href="http://www.vaeter.de">vaeter.de</a> bspw. hätte es sicherlich getan.</p>
<p>Erschreckend finde ich, dass die <a href="http://www.gruene-goslar.de/stadtrat-goslar/?expand=299673&amp;displayNon=1">GRÜNEN in Goslar</a> finden <strong>Benachteiligung von Männern</strong> aufzeigen und „beseitigen“ sei nicht ihr politischer Wille. Ich finde schon, dass man die Benachteiligung jedes Individuums aufzeigen und beseitigen muss, ob ein Mann, eine Frau, ein Kind, ein Junge, ein Mädchen, Transsexuelle und so weiter (sorry fürs &#8220;mitmeinen&#8221;) betroffen sind.</p>
<p>Ich finde es schade, dass angesichts der richtigen Feststellung, dass die Gleichberechtigung der Frau nach wie vor nicht erreicht wird, fälschlicherweise davon ausgegangen wird, die Gleichberechtigun des Mannes wäre erreicht. Gender Mainstreaming bezeichnet den Versuch, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen (wikipedia). Alle Geschlechter sind in irgendeiner Weise von Benachteiligung betroffen. Man sollte die beiden Problemfelder daher nicht gegeneinander aufrechnen oder zu vergleichen versuchen. Denn es sind grundlegend verschiedene Dinge &#8211; wobei manchmal des einen Vorteil des anderen Nachteil bedeutet. Was die Emotionaliät in die Debatte bringt. Leider. Wir grünen Männer haben ja an anderer Stelle versucht, mehr <a href="http://www.maennermanifest.de">Sachlichkeit in die Debatte</a> zu bringen &#8211; wobei hier auch der nächste Schritt notwendig ist.</p>
<p>Frau Ebeling könnte etwas <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/sie-hat-ihr-amt-falsch-verstanden/">ungeduldig</a> gewesen sein &#8211; wie dieser taz-Artikel aufzeigt. Möglicherweise war sie auch nicht diplomatisch in ihrem Vorgehen. Sicherlich hat sie sich mit Agens und IGAF auf die Seite von Rechtspopulisten geschlagen. Und vermutlich haben einige überreagiert &#8211; meine grünen FreundInnen aus Goslar auf jeden Fall schon <em>(update: in der Aussage, Gleichberechtigung vn Mänenrn wäre nicht das politische Ziel)</em> . Ich kenne das aus eigener Erfahrung &#8211; es ist nicht immer leicht mit diesem Thema.  Aber es sollte möglich sein, dass beide Seiten &#8211; sodenn es denn tatsächlich welche sind, wenn man Extremisten außen vor lässt &#8211; Verständnis für die jeweils andere Seite aufbringt. Das scheint mir nach dem Fall Ebeling notwendiger denn je.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=1321&amp;md5=6cac514b46fadea2dfe4f3ec4a2fe8e5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/monika-ebeling-in-goslar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>100</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Familie</title>
		<link>http://joergrupp.de/familie/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/familie/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 19:06:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Elternzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Männerrechtler]]></category>
		<category><![CDATA[moderne Väter]]></category>
		<category><![CDATA[mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Özdemir]]></category>
		<category><![CDATA[Palmer]]></category>
		<category><![CDATA[Ratzmann]]></category>
		<category><![CDATA[Schröder]]></category>
		<category><![CDATA[vaterschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joergrupp.de/?p=1165</guid>
		<description><![CDATA[Frau Schröder kriegt ein Baby. Andrea Nahles hat ihres schon. Zwei Nachrichten aus dem Bundestag, die in der Presse landeten. Kerstin Andreae, grüne MdB ist übrigens auch wieder schwanger. Das sind nicht die einzigen "Bundesbabys", die es gibt und gegeben hat.

Dass über das allererste Ministerinnenbaby der Geschichte der Bundesrepublik etwas breiter berichtet wird, scheint ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Ffamilie%2F&title=Familie&desc=Frau+Schr%C3%B6der+kriegt+ein+Baby.+Andrea+Nahles+hat+ihres+schon.+Zwei+Nachrichten+aus+dem+Bundestag%2C+die+in+der+Presse+landeten.+Kerstin+Andreae%2C+gr%C3%BCne+MdB+ist+%C3%BCbrigens+auch+wieder+schwanger.+Das+sind&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p>Frau Schröder kriegt ein Baby. Andrea Nahles hat ihres schon. Zwei Nachrichten aus dem Bundestag, die in der Presse landeten. <a href="http://www.kerstin-andreae.de/" target="_blank">Kerstin Andreae, </a>grüne MdB ist<a href="http://www.kerstin-andreae.de/" target="_blank"> </a>übrigens auch wieder schwanger. Das sind nicht die einzigen &#8220;Bundesbabys&#8221;, die es gibt und gegeben hat.</p>
<p>Dass über das allererste Ministerinnenbaby der Geschichte der Bundesrepublik etwas breiter berichtet wird, scheint mir dabei nachvollziehbar. Ist ja schon was. Nur, Frau Schröder beweist bei dieser persönlichen Sache überdeutlich, dass sie in diesem, ihrem eigenen Ressort, noch dazu jetzt, persönlich &#8220;betroffen&#8221; so gar nicht weiß, wovon sie redet, wofür sie zuständig ist, wo es klemmt.</p>
<blockquote><p>Wir werden dann vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele  andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert  sind.</p></blockquote>
<p>Darauf eingegrenzt muss man ihr fast automatisch widersprechen. Organisatorisch wird das für die Ministerin und ihren Staatssekretär überhaupt kein Problem sein. Da muss sie nur ihre Vorgängerin im Amt fragen, wie das Leben mit Kindermädchen (oder -junge) im Haus ist und diese Herausforderungen sind ad acta gelegt. Und wer würde schon der Ministerin einen Kitaplatz verweigern wollen &#8211; im Bundestag? Niemand. Nein, organisatorische Probleme wird sie keine haben. Sie nicht und ihr Mann auch nicht. A propos: ihr Mann. Über den berichtet so gut wie niemand. Wie er das hinkriegt. Nein, warum auch.</p>
<p>(Was sie bekommen werden, wie alle anderen Eltern in derselben Situation, ist: das Problem, das Kind jeden morgen loszulassen. Für mich war und ist das immer das Schwierigste gewesen. Wegzugehen. Zumindest in der ersten Zeit. Und manchmal auch heute noch. Ich weiß, sie sind gut aufgehoben. Eine gute Betreuung. Ein förderndes Umfeld, viel besser, als wir das jemals könnten. Und dennoch.)</p>
<p>Frau Schröders Entscheidung ist das modernste, was je aus ihrem Ministerium zu hören war. Der Rest war rückwärtsgewandt, teilweise falsch, teilweise fatal. Zu begrüßen ist zwar ihr Engagement für Männer und Jungs &#8211; aber dass sie es zu Lasten der Frauen tut, grottenfalsch. Und nun dies.</p>
<p>Ich vermisse bei Frau Schröder, dass ihr Mann ihr nicht nur <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sepyOQdT2Zo" target="_blank">von der Seite ins Mikrofon souffliert</a>, sondern dass er mit ihr da hinsteht und über seine Auszeit spricht. Ich erwarte Elternzeit &#8211; mindestens zwei Monate. Und ich würde von der Presse erwarten, dass sie ihn mal stellt. Fragen stellt. Die Fragen, die man ihr stellt: machen Sie einfach so weiter? Wie kriegen Sie das auf die Reihe. Was passiert, wenn ihr jeden Morgen schlecht ist: kümmern Sie sich um sie? Gehen Sie in Elternzeit? Wer bleibt daheim, wenn das Kind krank wird?</p>
<p>Berichterstattung über Väter gibt es selten. Außer bei uns Grünen. <a href="http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/tuebingens-ob-palmer-beginnt-die-elternzeit--34473114.html" target="_blank">Boris Palmer</a>: Elternzeit. <a href="http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1516360.html" target="_blank">Cem Özdemir</a>: Elternzeit. <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Von-der-Leyen-feiert-gruenen-Baby-Aussteiger_aid_611060.html" target="_blank">Volker Ratzmann</a>: Kandidatur-Aus um den Bundesvorsitz für die Karriere der Frau &#8211; gefeiert von Frau Schröders Vorgängerin.</p>
<p>Es ist gut, dass Kristina Schröder ein Baby bekommt. Denn es zeigt, dass es nicht mehr das Karreire-Aus sein muss für eine Frau &#8211; so eine Geburt. Eine Entwicklung, die sie dem Feminismus zu verdanken hat, den sie so ablehnt. Aber dass sie die mediale Aufmerksamtkeit nicht <strong>mit</strong> auf ihren Mann lenken kann, zeugt von Unreife und Unfähigkeit in ihrem Amt und ist gleichzeitig fatal für die moderne Familienpolitik &#8211; womit sie deutlich macht, dass sie dafür nicht steht. Nicht für eine partnerschaftliche Elternschaft &#8211; und damit auch nicht für die Recht der Männer, für die sie doch angeblich eintritt.</p>
<p>Übrigens: so einseitig negativ wie der <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4854/wir-kriegen-ein-bundesbaby?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=twitter&amp;utm_campaign=Feed%3A+DerSpiegelfechter+%28Der+Spiegelfechter%29" target="_blank">Spiegelfechter</a> mag ich es nicht sehen &#8211; und so erstmal positiv wie <a href="http://antjeschrupp.com/2011/01/19/ein-hoch-auf-schroders-schwangerschaft/" target="_blank">Antje Schrupp</a> auch nicht &#8211; obwohl sie die richtigen Fragen schon andeutet. Aber beide Beiträge zum gleichen Thema sind lesenswert.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=1165&amp;md5=8a5a0eae251267eb349bf9db3e09712d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/familie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grüne Familienpolitik</title>
		<link>http://joergrupp.de/grune-familienpolitik/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/grune-familienpolitik/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 18:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNEs]]></category>
		<category><![CDATA[Cochemer Modell]]></category>
		<category><![CDATA[EGMR]]></category>
		<category><![CDATA[elterliche Sorge]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Görgülü]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[sorgerecht]]></category>
		<category><![CDATA[unehelich]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltsvorschuss]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joergrupp.de/?p=1013</guid>
		<description><![CDATA[Seit nunmehr 12 Jahren kämpfe ich innerhalb der grünen Partei um eine gerechtere Familienpolitik, die einen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen von Frauen, Männern und vor allem Kindern schafft. In einem wegweisenden Urteil hat in diesem Jahr der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Verbesserung der rechtlichen Stellung von ledigen Vätern gegenüber Müttern und geschiedenen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Fgrune-familienpolitik%2F&title=Gr%C3%BCne+Familienpolitik&desc=Seit+nunmehr+12+Jahren+k%C3%A4mpfe+ich+innerhalb+der+gr%C3%BCnen+Partei+um+eine+gerechtere+Familienpolitik%2C+die+einen+Ausgleich+zwischen+den+berechtigten+Interessen+von+Frauen%2C+M%C3%A4nnern+und+vor+allem+Kindern+&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p>Seit nunmehr 12 Jahren kämpfe <a href="http://www.ka-news.de/nachrichten/profil/Joerg-Rupp-Gruener-Kaempfer-fuer-Maennerrechte;art93,388321" target="_blank">ich</a> innerhalb der grünen Partei um eine gerechtere Familienpolitik, die einen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen von Frauen, Männern und vor allem Kindern schafft. In einem wegweisenden Urteil hat in diesem Jahr der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Verbesserung der rechtlichen Stellung von ledigen Vätern gegenüber Müttern und geschiedenen Vätern verlangt.</p>
<p>Nun hat die grüne <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/032/1703219.pdf" target="_blank">Bundestagsfraktion</a> einen Antrag zur Umsetzung eben dieses Urteils eingebracht. Ich habe diesen Antrag sorgfältig gelesen. Er gefällt mir in weiten Teilen  gut, aber es gibt auch Kritikpunkte. Diese Kritikpunkte brechen in  meinen Augen den von uns GRÜNEN immer propagierten Kurs des Gender  Mainstreamings, weil er einseitig Männer in eine schlechtere Position  bringt bzw. einseitig als Verursacher benennt:</p>
<p>Punkt 1 sowie der gesamte Antrag räumt Vätern keine Möglichkeit ein,  die Vaterschaft einzuklagen. Was hilft ein Klagerecht auf gemeinsame  elterliche Sorge, wenn vorher schon die Frau durch einfache Nichtnennung  des Vaters jegliche rechtliche Handlungsmöglichkeit des nichtehelichen  Vaters aushebeln kann?</p>
<p>Darüber hinaus fehlt die dringend notwendige Einspruchsmöglichkeit gegen  eine Freigabe des gemeinsamen Kindes zur Adoption, sofern die Mutter den  Namen des Vaters nicht nennt. (<a href="http://willkuer.vafk.de/Tagebuch.htm" target="_blank">wie im Falle Görgülü</a>)</p>
<p>Die Mediation sollte verpflichtend entsprechend dem <a href="http://www.ak-cochem.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=70&amp;Itemid=35" target="_blank">Cochemer Modell</a> verankert werden.</p>
<p>Wenn das Kind ein eigenständiges Recht auf Übernahme und Ausübung der  elterlichen Sorge durch beide Eltern haben soll, dann muss es auch einen  unabhängigen, eigenen Anwalt haben.</p>
<p>Der Gewaltschutz sollte vor allem für Kinder explizit benannt werden,  weil Kinder zur Hälfte Opfer von Gewalt durch Frauen werden. Natürlich ist der Schutz von allen im Verfahren Beteiligten zu gewähren.</p>
<p>Der Teil mit dem Unterhaltsvorschussgesetz benennt einseitig Männer als  Unterhaltsschuldner, obwohl prozentual mehr Frauen unterhaltssäumig  sind. Selbst wenn man das nicht annähme, gibt es genügend Fälle, um hier  beide Geschlechter zu benennen. Das nicht zu tun, ist fahrlässig, falsch  und politisch ein Skandal. Darüber hinaus verkennt dieser Teil, dass  selbst bei massiver Sanktionsandrohung und Einschaltung auch privater  Inkassounternehmen nur bis ca 1/3 aller Unterhaltsvorschussbeträge  <a href="https://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1857.6835535/index.htm" target="_blank">rückholbar</a> (ein Beispiel aus Bayern) waren. Dazu gibt es genügend Untersuchungen aus den letzten  Jahren. Und es liegt nicht an der Zahlungsunwilligkeit &#8211; diese UnterhaltszahlerInnen können schlicht nicht bezahlen. Insofern muss die Einschränkung des Unterhaltsvorschusses auf 72  Monate bzw. max 12. Lebensjahr aufgehoben werden und Unterhaltsvorschuss uneingeschränkt  bis zur Vollendung des 25. LJ &#8211; analog zur Unterhaltspflicht bei Hartz  IV &#8211; bezahlt werden.</p>
<p>Schade, dass man die innerparteiliche Fachlichkeit so wenig abruft.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=1013&amp;md5=6a8ec0098a7408c22b44171865ffa808" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/grune-familienpolitik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warnung vor dem Netz</title>
		<link>http://joergrupp.de/warnung-vor-dem-netz/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/warnung-vor-dem-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 09:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik und Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[sexuelle Belästiung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joergrupp.de/?p=920</guid>
		<description><![CDATA[Heute morgen in SWR1: IHK Karlsruhe und Verdi warnen Auszubildende davor, private Bilder bei Facebook, VZ etc. pp einzustellen. Frau Lang von der IHK bemühte auch gleich ein gern genommenes Beispiel: "Wollen Sie wirklich, dass Ihr Chef Bilder von Ihnen sieht, in denen Sie leicht bekleidet mit nem Bier an der Strandbar zu sehen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Fwarnung-vor-dem-netz%2F&title=Warnung+vor+dem+Netz&desc=Heute+morgen+in+SWR1%3A+IHK+Karlsruhe+und+Verdi+warnen+Auszubildende+davor%2C+private+Bilder+bei+Facebook%2C+VZ+etc.+pp+einzustellen.+Frau+Lang+von+der+IHK+bem%C3%BChte+auch+gleich+ein+gern+genommenes+Beispiel%3A&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p>Heute morgen in SWR1: IHK Karlsruhe und Verdi warnen Auszubildende davor, private Bilder bei Facebook, VZ etc. pp einzustellen. Frau Lang von der IHK bemühte auch gleich ein gern genommenes Beispiel: &#8220;Wollen Sie wirklich, dass Ihr Chef Bilder von Ihnen sieht, in denen Sie leicht bekleidet mit nem Bier an der Strandbar zu sehen sind?&#8221; Denn jetzt, nach der Urlabuszeit, droht offensichtlich Gefahr für den Job oder das Renommée, wenn man in sozialen Netzwerken Bilder vom Urlaub einstellt, anstatt zum Diaabend einzuladen. Denn, die Personalverantwortlichen, die loggen sich mit Pseudonymen ein und checken so heimlich, was ihre Angestellten (oder BewerberInnen) so in ihrer Freizeit treiben.</p>
<p><a href="http://www.joergrupp.de/wp-content/uploads/2010/08/2648544238.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-921" title="2648544,238" src="http://www.joergrupp.de/wp-content/uploads/2010/08/2648544238.jpg" alt="2648544,238" width="190" height="205" /></a>Begleitend hat der SWR eine Straßenumfrage gemacht. Klar, jede Antwort der an der Stimme als junge Menschen &#8211; männlich wie weiblich &#8211; identifizierbare Interviewte, stellt bedenkenlos Bilder vom Urlaub oder von Parties ins Netz. Und, das böse Netz vergisst nichts. Ausrufezeichen.</p>
<p>Diese Propagandamaschine ist sehr unehrlich. Ich persönlich finde zwar auch, dass es Bilder gibt, die man besser nicht ins Netz stellt. Aber dass man wie selbstverständlich davon ausgeht, dass Personalverantwortliche erstens sich die Zeit nehmen, andauernd hinter ihren Angestellten herzuspionieren, ist schon ne interessante Aussage einer Vertreterin der IHK. Woher hat sie wohl ihre Infos? Und dass man außerdem davon ausgeht, dass man in Personalabteilungen davon ausgeht, dass das Personal kein Privatleben hat, nun, das halte ich für schlicht ignorant. Außerdem habe ich auch schon gehört, dass, gibt es keine Infos in sozialen Netzwerken, man in manchen Personalabteilungen davon ausgeht, dass mit einem was nicht stimmt, vor allem, wenn man zur jüngeren Generation (also jünger als ich:-) gehört.</p>
<p>Mir scheinen diese Ratschläge schlicht von einer Haltung dem Internet gegenüber zu sprechen, die mit deutlichem Misstrauen und Unverständnis auf diejenigen herabblickt, die moderne Kommunikationsmittel nutzen, um mit FreundInnen und Bekannten Kontakt zu halten. Menschen, die einerseits mittels Handy, PC und Telefon (manchmal gelichzeitig) kommunizieren, tun das halt auf andere Art und Weise, als man das &#8220;früher&#8221; getan hat. Die Mittel sind da und jeder nutzt sie nach eigenem Gutdünken. Dazu gehört auch das Teilen privater Informationen. Früher hat man halt in der Schule oder an anderen öffentlichen Plätzen über den Urlaub geredet und mit derselben Selbstverständlichkeit teilen Menschen eben Bilder von sich und ihren Erlebnissen. Mich erinnern diese ständigen Warnungen an die Warnungen vor Büchern oder Filmen oder dem Fernsehen.</p>
<p>Am Ende des Beitrags wurde es dann aber doch etwas heftig: mit derselben Frauenfeindlichkeit, mit denen früher Vergewaltungen an kurzen Röcken festgemacht wurden (selbst schuld!) und die Verantwortung für die Tat vom Täter aus das Opfer projeziert wurde, erzählte eine Frau von einer Freundin, die sexuell belästigt wurde. Nicht,w eil der Belästiger nicht in der Lage war, die Grenzen einzuhalten. Sondern weil die Freundin ein Bild, auf dem sie leicht bekleidet (im Bikini?) zu sehen war. Was man im Sommer in jedem öffentlichen Schwimmbad sieht. Leicht bekleidete Menschen. Und dahört für mich dann der Spaß auf. Sowas ist nicht nur frauenfeindlich, sondern zeugt von einer Prüderie, wie ich sie von Klischées übe die USA her kenne.</p>
<p>Wie gesagt, nicht jedes Bild muss ins Netz. Aber dieses gefährliche Netz &#8211; als hätte es vor dem Internetzeitalter keine sexualisierten Straftaten gegeben &#8211; das existiert doch in den Phantasien dieser Menschen, die solches propagieren. Und wenn ich auf dnem Fest mit Freunden feiere und mein Chef kommt vorbei &#8211; kann passieren &#8211; ja, was soll ich dann zukünftig tun, folgte ich den Thesen der Frau von der IHK? Zu Hause bleiben?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=920&amp;md5=00f98de0f6f4f4f87a34ae7984835ba8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/warnung-vor-dem-netz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zweierlei Maß?</title>
		<link>http://joergrupp.de/zweierlei-mass/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/zweierlei-mass/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 07:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS-Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Nadja Benaissa]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[ungeschützter Geschlchtsverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joergrupp.de/?p=908</guid>
		<description><![CDATA[  Nadja Benaissa Diese Woche erging das Urteil gegen Nadja Benaissa, die einen Mann beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem HIV-Virus angesteckt hat. Ich denke mal, dass die Details hinreichend bekannt sind. Zwei Dinge treiben mich in dieser Sache um:

Erstens: Vorverurteilung und Schlüsselloch

Da ist einerseits eine prominente Frau, eine gutaussehende (soweit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Fzweierlei-mass%2F&title=Zweierlei+Ma%C3%9F%3F&desc=++Nadja+Benaissa+Diese+Woche+erging+das+Urteil+gegen+Nadja+Benaissa%2C+die+einen+Mann+beim+ungesch%C3%BCtzten+Geschlechtsverkehr+mit+hoher+Wahrscheinlichkeit+mit+dem+HIV-Virus+angesteckt+hat.+Ich+denke+mal%2C&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><dl class="wp-caption alignleft" style="width: 201px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img title="Nadja Benaissa" src="http://c3.ac-images.myspacecdn.com/images01/90/l_070d89497969b85c4f983c488ae697d2.jpg" alt="Nadja Benaissa" width="191" height="135" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Nadja Benaissa</dd>
</dl>
<p>Diese Woche erging das Urteil gegen <a href="http://www.myspace.com/nadjabenaissa" target="_blank">Nadja Benaissa</a>, die einen Mann beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem HIV-Virus angesteckt hat. Ich denke mal, dass die Details hinreichend bekannt sind. Zwei Dinge treiben mich in dieser Sache um:</p>
<p><strong>Erstens: Vorverurteilung und Schlüsselloch</strong></p>
<p>Da ist einerseits eine prominente Frau, eine gutaussehende (soweit man das anhand der Pressefotos beurteilen kann), ehemals erfolgreiche Frau, die zwar mit der Band &#8220;No Angels&#8221; große Popularität erfuhr, andererseits offenbar, soviel kann der Berichterstattung entnehmen, mit ihrem Leben im Glitzerschein nicht wirklich zurecht gekommen ist. Jetzt stand sie vor Gericht. Und natürlich stürzt sich nicht nur der Boulevard auf die Geschichte dieser Frau.  Teilweise genüsslich. Respektvolle Berichterstattung fand ich im Nachhinein unter anderem in diesem <a href="http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/nadja-benaissas-entbloessung/" target="_blank">taz-Artikel</a>.</p>
<blockquote><p><em><span id="hauptspalte">Benaissa  hat Liebhaber, so viel  wird in den Zeugenbefragungen deutlich, denen  sie ihre Infektion  offenbarte, und es gibt andere, denen sie sie  verschwieg. Warum sie so  vorgeht und was dahinter steckt, ist nicht  Gegenstand in den  öffentlichen Vernehmungen. Dass Schuld, Scham, Druck  durchs Management  der No Angels, dass Angst oder das teils muslimisch  geprägte Elternhaus  Benaissa in Zwangssituationen brachten, dass zudem  Alkohol im Spiel war, wird erwähnt. Was es jedoch mit einer Frau macht,  die zum Zeitpunkt  eines Teils der Delikte noch Teenager war, ist nicht  Gegenstand der  Betrachtung. </span></em></p></blockquote>
<p><span>Ich hatte in dem, was ich von diesem Prozess wahrnahm, durchaus das Gefühl, dass vor allem der &#8220;Sex Sells&#8221;- Anteil an dieser Geschichte ausgebreitet wurde. Und natürlich schwang der Vorwurf immer mit. Die Hintergründe interessierten nicht weiter. Und es erinnerte mich an den Fall Kachelmann. Prominent. Angeklagt. Eingesperrt. Verdacht(!) via Staatsanwalt veröffentlicht. Wo bleibt da die Unschuldsvermutung und damit der Schutz der Bürgerin Nadja Benaissa vor der möglichen falschen Anklage?</span></p>
<p><span>Interessant dabei: am Ende schien es so zu sein, dass die Ansteckung des ehemaligen Sexualpartners tatsächlich aufgrund der Seltenheit des Virustypes festzustellen war. Aber als man sie Karsamstag 2009 eingesperrt hatte, war  auf <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,619197,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> Folgendes lesen:</span></p>
<blockquote><p><em>&#8220;Der absolute Nachweis, dass Person A die Person B mit HIV infiziert  hat, ist nach einigen Jahren mit medizinischen Mitteln nicht mehr zu  führen&#8221;, sagte der Bochumer Professor für Dermatologie und Allergologie  SPIEGEL ONLINE. Dafür mutierten die Viren in beiden Körpern zu stark &#8211;  insbesondere wenn sich die Betreffenden Therapien unterzögen.</em></p>
<p><em>Wie aus Justizkreisen verlautete, soll der letzte sexuelle Kontakt  Benaissas zu dem Mann, der sie angezeigt hat, im Frühjahr 2004  stattgefunden haben.</em></p></blockquote>
<p>Trotz dieser offensichtlich massiven Zweifel daran, eine eventuelle &#8220;Schuld&#8221; überhaupt nachweisen zu können, implizierte der Haftrichter &#8220;Wiederholungsgefahr&#8221; und sperrte sie ein. Da war das Urteil im Kopf wohl schon gesprochen. Jetzt hat sie zwei Jahre auf Bewährung bekommen. Und das ist falsch. Denn verurteilt wurde sie schon: mit ihrer Festnahme und der Berichterstattung darüber wird sie &#8211; wie zuletzt Kachelmann &#8211; öffentlich vermutlich immer mit dem Makel behaftet sein. Die Berichterstattung zeichnete das Bild einer Frau, der es egal war, mit wem sie ins Bett ging und unter Alkohol war es ihr auch egal &#8211; so die Botschaft. An diesem Pranger wird Frau Benaissa wohl noch lange stehen. Ob ihr ein Weg zurück zur Musik und/oder die Öffentlichkeit offen steht, wage ich zu bezweifeln. Dafür wäre sie nicht zu verurteilen, sondern zu entschädigen. (geradezu zynisch erscheint mir, dass ihre vermutlich geringere Lebenserwartung strafmildernd wirken soll)</p>
<p><strong>Zweitens: die Schuldfrage.</strong></p>
<p>Die Aidshilfe kritisiert das Urteil völlig zu Recht. Verantwortlich für die Verhütung sind die (in diesem Fall) beiden Sexualpartner.  Wäre dies selbstverständlich gewesen, dann stellte sich die Frage gar nicht, ob sie hätte etwas sagen müssen. Aber es ist die gleiche Moralvorstellung, die damit einhergeht. Wäre sie aufgrund dieses Verkehrs schwanger geworden, hätte man ihr zugerufen: &#8220;selbst schuld, hätteste mal verhütet&#8221;.  Viele Männer gehen scheinbar davon aus, dass ihre Sexualpartnerinnen sie über alle Risiken des Geschlechtsverkehrs aufzuklären haben. Dabei kennen sie sie doch &#8211; sollte man meinen. Männer wissen, dass Frauen schwanger werden können. Männer wissen, dass es AIDS gibt und dass ein neuer Partner ein Vorleben hat &#8211; auch ein sexuelles. Hofft man. Nun aber schäumt sie, die maskulistische Männerwelt (die auch gerne mal den Samenraub als böse Absicht kommuniziert &#8211; das ist, wenn Frauen, die doch eigentlich verhüten sollen, nur damit sie Kindergeld und Kindesunterhalt bekommen, schwanger werden).  <a href="http://maskunaut.blogspot.com/" target="_blank">Einer</a> schreibt zur Kritik der Aidshilfe:</p>
<blockquote><p>Es ist schwer nachzuvollziehen, wie es zu einer solchen Reaktion seitens  der AIDS-Hilfe kommen konnte. Schließlich handelt es sich hier um eine  Organisation, die sich öffentlich für Prävention einsetzt. Wie kann eine  solche Organisation sich schützend vor eine Person stellen, die  wissentlich andere infiziert, also genau das Gegenteil dessen tut, wofür  die AIDS-Hilfe eigentlich steht. Zumal es sich bei Benaissa um eine  prominente Person mit Vorbildfunktion handelt, an der sich junge  Menschen orientieren. Welches Signal setzen die Justiz, die AIDS-Hilfe,  und die Medien? Lautet die Botschaft &#8220;Es ist OK, wenn Du Deine Partner  ansteckst, sie sind selbst schuld wenn sie Dir vertrauen&#8221;?</p></blockquote>
<p>was <span style="text-decoration: line-through;">natürlich</span> leider in einschlägigen Foren unkritisch wild beklatscht wird. (Und angesichts der vielen Bilder, die es von dieser Frau gibt, fand ich es offenbarend, dass dieser Maskunaut ein Posing-Bild genommen hat) Diese Männerwelt sieht natürlich nicht ein, dass ein Mann seinen Teil zur Verhütung und zum Schutz vor AIDS beizutragen hat.</p>
<p>Womit allerdings die einzig berechtigte Kritik an der Kritik der AIDS-Hilfe anzubringen wäre. In vergleichbaren Prozessen gegen Männer hören wir eine solche Kritik nicht.  Zu diesem <a href="http://www.jurablogs.com/de/aids-prozess-fuenfeinhalb-jahre-gefaengnis" target="_blank">Fall</a></p>
<blockquote><p><em>Im Januar 2007 wurde ein HIV-infizierter Mann vom Landgericht Würzburg  zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Kenianer hatte mit  mehreren Frauen ohne Kondom geschlafen und ihnen nichts von seiner  Infektion erzählt. Das Gericht verurteilte den 38-Jährigen wegen  versuchter und gefährlicher Körperverletzung in neun Fällen. Zwei seiner  Ex-Freundinnen steckten sich mit dem HI-Virus an.</em></p></blockquote>
<p>findet sich bei der AIDS-Hilfe keine Meldung, keine Kritik. (Juristisch stellt sich die Frage, warum die Staatsanwaltschaft nicht die deutsche Frau, bei der er sich angesteckt hat, anklagt). Und das ist nicht in Ordnung. Denn die AIDS-Hilfe müsste sich bei allen entsprechenden Fällen zu Wort melden, nicht nur bei Promis. Und sie müsste sich auch zu Wort melden, wenn ein Mann betroffen ist. Für beides finde ich weder Pressemeldungen noch irgendwas auf der Seite der AIDS-Hilfe. Natürlich sagen sie, dass alle Partner verpflichtet sind, sich zu schützen. Aber in diesem Sinne Partei ergreifen tun sie nur für die öffentliche Frau.</p>
<p>Update:</p>
<p><strong>Trotz Aids-Erkrankung ungeschützten Sex<br />
48 Jahre alter Mann muss für 18 Monate hinter Gitter — Keine der Frauen angesteckt</strong></p>
<p>titelt <a href="http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/trotz-aids-erkrankung-ungeschutzten-sex-1.150227" target="_blank">nordbayern.de</a> am heutigen 07.09.2010. Der Fall ist vergleichbar. Nur stand keine Prominente Frau vor Gericht, sondern ein männlicher Migrant, der zudem offenbar noch Unterstützung durch Dolmetscher benötigte. Verurteilt wurde der Mann zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Von einer Selbstverantwortung der Frauen, Schutz vor Schwangerschaft oder Aids, war im Verfahren offenbar nicht die Rede. Und auch über Verlautbarungen der AIDS-Hilfe konnte ich bislang nichts finden. Zweierlei Maß. Ganz offensichtlich.</p>
<div id="nbLogo"><a href="http://www.nordbayern.de/"><br />
</a></div>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=908&amp;md5=022e02aab4f72a2900465f6d85cb7359" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/zweierlei-mass/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>18</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Väter</title>
		<link>http://joergrupp.de/vater/</link>
		<comments>http://joergrupp.de/vater/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 08:17:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gender]]></category>
		<category><![CDATA[bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[familie]]></category>
		<category><![CDATA[familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[geschlechterverhältnisse]]></category>
		<category><![CDATA[heteronormativität]]></category>
		<category><![CDATA[kind]]></category>
		<category><![CDATA[mutter]]></category>
		<category><![CDATA[mutterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[sorgerecht]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[vaterschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joergrupp.de/?p=866</guid>
		<description><![CDATA[Ein uneheliches Kind hatte ich. Das vierte ist unehelich geboren. 2003. Nicht 1987. Und ich erinnere mich noch sehr genau an die Prozedur, als wir die gemeinsame Sorge eintragen lassen wollten. Wir gingen gemeinsam zum Jugendamt, nachdem wir einen Termin bekommen hatten und wurden dann beraten. Wie gesagt, ich hatte schon 3 größere Söhne ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding-top:5px;padding-right:0px;padding-bottom:5px;padding-left:0px;;">
											<iframe
												style="height:25px !important; border:0px solid gray !important; overflow:hidden !important; width:550px !important;" frameborder="0" scrolling="no" allowTransparency="true"
												src="http://www.linksalpha.com/social?blog=Blog+GR%C3%9CN-%28p%29puR&link=http%3A%2F%2Fjoergrupp.de%2Fvater%2F&title=V%C3%A4ter&desc=Ein+uneheliches+Kind+hatte+ich.+Das+vierte+ist+unehelich+geboren.+2003.+Nicht+1987.+Und+ich+erinnere+mich+noch+sehr+genau+an+die+Prozedur%2C+als+wir+die+gemeinsame+Sorge+eintragen+lassen+wollten.+Wir+gi&fc=333333&fs=arial&fblname=like&fblref=facebook&fbllang=de_DE&fblshow=1&fbsbutton=1&fbsctr=1&fbslang=en&fbsendbutton=0&twbutton=1&twlang=de&twmention=JoergRupp&twrelated1=&twrelated2=&twctr=1&lnkdshow=noshow&lnkdctr=1&buzzbutton=1&buzzlang=en&buzzctr=1&diggbutton=1&diggctr=1&stblbutton=1&stblctr=1&g1button=1&g1ctr=1&g1lang=de">
											</iframe>
										</div><p>Ein uneheliches Kind hatte ich. Das vierte ist unehelich geboren. 2003. Nicht 1987. Und ich erinnere mich noch sehr genau an die Prozedur, als wir die gemeinsame Sorge eintragen lassen wollten. Wir gingen gemeinsam zum Jugendamt, nachdem wir einen Termin bekommen hatten und wurden dann beraten. Wie gesagt, ich hatte schon 3 größere Söhne und hatte lange Kämpfe geführt, auch um regelmäßigen Umgang zu erreichen, der nicht willkürlich von der Mutter abgesagt werden konnte oder um den Umzug eines Sohnes zu mir zu ermöglichen, gegen den ausdrücklichen Wunsch der Mutter (bei gemeinsamer Sorge) bzw. Unterhaltszahlungen zu erreichen (da hab ich zwar jedes Verfahren gewonnen, aber nie Unterhalt erhalten)&#8230;.</p>
<p>Meine damalige zukünftige Frau wurde nach meinem kurzen Gespräch sehr intensiv vom Jugendamtsmitarbeiter &#8220;beraten&#8221;. Und erst als sie sagte, sie räume mir selbstverständlich jetzt die gemeinsame Sorge ein, da sie angesichts der Streitigkeiten aus meiner ersten Ehe vermute, dass sie es mir im Falle einer Trennung nicht mehr zugestehen würde, hörte der Jugendamtsmitarbeiter (ein Mann!) auf, sie vor diesem Schritt zu <strong>warnen</strong>.</p>
<p>Ich bin kein perfekter Vater, sowenig wie die Mütter meiner Söhne perfekte Mütter sind. Ich mache Fehler, raste auch mal aus, schimpfe, verliere die Geduld. Aber ich gebe mir Mühe, es gut zu machen. So gut es geht. Kümmere mich. Sorge mich. Handle. Ich liebe meine leiblichen Söhne über alles. Und auch der verlorene Stiefsohn ist nicht vergessen.</p>
<p>Vor dem Hintergrund meiner eigenen Erfahrungen mit Scheidung, Trennung und den Folgen und meinen Anschauungen in 10 Jahren (Internet-)Foren und Selbsthilfe mit Männern und Frauen in diesem Kontext kann ich das <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710011,00.html" target="_blank">gestrige Urteil</a> (SPON-Artikel) des BVerfG zur gemeinsamen elterlichen Sorge auch für uneheliche Väter nur begrüßen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich würde mir wünschen, dass die gemeinsame Sorge die Regel ist, mit der geringen Einschränkung eines Vetorechts eines der beiden Elternteile, das ausschließlich von Familiengerichten behandelt werden darf.</p>
<p>Interessant finde ich die Debatte drumherum: von <a href="http://tinyurl.com/2e47re6" target="_blank">Antje Schrupp</a>, die sich irgendwie nicht so recht davon lösen will, dass man Männern sagen muss, was ein guter Vater ist (<em>Männer sollten einmal darüber nachdenken, was genau sie sich eigentlich  unter Vaterschaft vorstellen und was ihnen daran wichtig ist</em>), gleichzeitig aber den Weg aufmacht in Richtung <a href="http://www.familienvertrag.de" target="_blank">Familienvertrag,</a> denn es kann ja auch andere Elternkonstelletationen als nur VaterMutterKind geben. In der <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/printressortsheute/?year=2010&amp;month=08&amp;day=06&amp;letters=1" target="_blank">taz</a> dagegen findet sich ein differenziertes Bild auf der Leserbriefseite, wobei die rückwärtsgewandte Sicht mancher Frau dabei eher erschreckt. Und auch <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/08/05/elf-satze-zum-sorgerecht/" target="_blank">Till Westermayer</a> findet 11 interessante Sätze zum Urteil. Man hat wohl gerne Männern gesagt, dass sie gute Väter sein sollen, jetzt, wo sie es wollen, scheint das auch irgendwie nicht richtig zu sein &#8211; ich vermute, weil Väter (wie ich) selbst bestimmen, auf welche Art sie Kinder erziehen.</p>
<p>Dabei bleibt doch eins gewiss: es gibt zunehmend andere Formen des Zusammenlebens als die klassische Ehe. Dieser Tendenz muss die Gesellschaft endlich Rechnung tragen. Dass die Bundesregierung nun aktiv wird, dazu aber ein Urteil des EuGH sowie des Verfassungsgerichts braucht, um diesen Missstand zu beheben &#8211; und da nehme ich sieben rot-grüne Jahre nicht aus &#8211; ist dabei eine Schande. Und auch wenn der Familienvertrag irgendwann kommen wird, wird es nicht unnötiger werden, die Folgen strittiger Trennungen gesetzlich und gerichtlich abzufedern. Dazu gehört auch ein Konzept wie das <a href="http://www.ak-cochem.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=70&amp;Itemid=35" target="_blank">Cochemer</a> oder andere Modelle &#8211; und für die, die es dann immer noch nicht können, klare Gesetzesregelungen und vor allem einklagbare Konsequenzen. Und selbst wenn es mir geholfen hätte &#8211; die Grenzen zu Zwangsarbeit für Unterhaltsschuldner oder Wegzugbegrenzungen sollten dabei nicht überschritten werden &#8211; höchstens durch die Pflicht zur Kostenübernahme des Wegziehenden.</p>
<p>Wichtig ist aber, dass mit diesem Urteil ein weiterer Wegstein auf dem Weg zur gleichberechtigten Elternschaft erreicht ist. Langfristig, ich bin mir sicher, werden sich mehr Eltern darauf einigen, Umgang und Aufenthalt im Sinne des Kindes zu regeln.</p>
<p><strong>Update 11.08.: </strong></p>
<p>die Debatte bekommt dabei natürlich teilweise bizarre Züge.  In der <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&amp;dig=2010%2F08%2F11%2Fa0057&amp;cHash=6f7bd82318" target="_blank">taz</a> melden sich jetzt Frauenhausvertreterinnen, die die Sorge ins Feld führen, <span id="hauptspalte">das gemeinsame Sorgerecht mit ledigen Vätern sei eine  Gefahr für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Als würde der Trauschein Schutz vor häuslicher Gewalt gewähren. Darüber hinaus wird die Durchsetzung des Umgangsrechts bemängelt. Ich hab einen Leserbrief dazu geschrieben: </span></p>
<blockquote><p><em>Selbstverständlich müssen Gewaltopfer geschützt werden. Und es ist eine berechtigte Forderung, dass Frauenhausadressen geheim bleiben müssen. Aber wenn es um die Kinder geht, um elterliche Sorge, dann steht das eben hintendran und nicht vornedran. Dann muss der Kontakt eben über Dritte wie Großeltern oder Jugendamt gewährleistet werden. Denn die Strafe für Körerverletzung heißt nicht: lebenslanger Kinderentzug oder Entväterung. Darüber hinaus bleibt windmühlenartig zu wiederholen: Kinder werden zu gleichen Teilen Opfer von Gewalt durch Männer und Frauen. Wenn eine Frau ihr Kind drischt, soll man sie dann auch davon ausschließen, über die Schule ihres Kindes eine Entscheidung treffen zu dürfen? Oder ihr lebenslang den Kontakt zu ihrem Kind untersagen dürfen?</em></p></blockquote>
<p>Auch die <a href="http://maedchenmannschaft.net/ledige-vater/" target="_blank">Mädchenmannschaft</a> beschäftigt sich mit dem Thema, auch hier überwiegt der Eindruck, dass Frauen sich jetzt zwar schon lange keine Familienpatriarchen mehr wünschen, aber selbst gerne noch die Definitionsmacht darüber hätten, wie dend ein Vater zu sein habe. Und klar wird gleichzeitig gefordert, dass Väter doch bitteschön erstmal ihren Pflichten nachkommen müssten. Also, Rechtstaat hin oder her: erst wenn alle Väter sich so um ihre Kinder kümmern, wie Frauen das gerne hätten, dann können alle Väter, auch die, die sich jetzt schon kümmern wollen, das Recht auf gemeinsame Sorge zugesprochen werden. &#8220;Sippen&#8221; (Sippe=Mann)haft gibt es nicht mehr in diesem Staat, dachte ich. Ein getrennt von der Mutter und den Kindern lebender Vater gehört aber scheinbar grundsätzlich zur unzuverlässigen Sorte. Fast alle Väter wollen sich kümmern. 50% der Väter aber verlieren im ersten Jahr nach der Trennung den Kontakt zu ihren Kindern. Warum wissen wir nicht. Aber der alleinige Grund ist sicher nicht ein Nicht-Wollen. Ich vermute eher Vorschriften, Besserwisserei, Kontaktabbruch durch die Mutter und Willkür und Streit &#8211; und bei manchem Vater sicherlich die Schmerzen, die mit dem von oben verordneten 14-tägigen Umgangsrecht einhergehen. Ich hab sehr oft &#8220;Ain&#8217;t no sunshine&#8221; gehört, nachdem ich die Jungs zurück gebracht hatte.  Und das hielt oft noch tagelang an. Trennten sich alle friedlich, gäben sich Mühe, im Sinn ihrer Kinder zu entscheidden &#8211; diese Diskussion wäre gar nicht notwendig. Fazit: Rollen zu überwinden erfordert Mut zur Reflektion von allen Beteiligten.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://joergrupp.de/?flattrss_redirect&amp;id=866&amp;md5=5ce1f012268b49f7e6e574c1e37b0b1a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://joergrupp.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://joergrupp.de/vater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

