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Der Tag der Heimat

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Es war Tag der Heimat in Karlsruhe.

Versöhnung könne nur auf dem Boden der Wahrheit stattfinden, so Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech am Samstag beim „Tag der Heimat“ im Karlsruher Kongresszentrum zu den rund 700 Gästen.

schreibt die ka-news. Dass ausgerechnet Rech solche Äußerungen nach den Vorfällen um Stuttgart 21 von sich lässt, zeigt eigentlich, welchen Typ Politiker Rech vertritt. Es belegt seine Ahnungslosigkeit über informierte BürgerInnen. Die 700 Gäste mögen ihm geglaubt haben. Ich gehörte zu den wenigen AktivistInnen, die ihn mit Trillerpfeiffen begrüßen wollte. Im Vorfeld seiner Rede betraten wir dann den Weingärtnersaal im Kongresszentrum, um uns selbst ein Bild von den Vertriebenen zu machen. Da ich mit Gesangverein und Blasmusik groß geworden bin und letzteres immer noch mache, hat mich das alles wenig schockiert.

Auffallend fand ich die vielen Landkarten mit einem Deutschland in den Grenzen vor 1937. Und auffallend fand ich, dass dort das Lied der Deutschen auslag. Ohne Kennzeichnung, ohne Dichter. Aber natürlich mit allen drei Stophen. Natürlich hat das niemand gesungen. Insofern war das juristisch alles einwandfrei. Aber ich frage mich: wieso muss das denn ausliegen? Was ist der Grund? Und den, im Zusammanhang mit den jüngsten Vorfällen um den BdV und die Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ und deren Vertreter bzw. ihrer Präsidentin Erika Steinbach, würde ich allzugern wissen. Und natürlich gibt es da einen Zusammenhang zwischen den Ewiggstrigen, deren Leidensgeschichte ich gar nicht anzweifeln möchte und dem Auslegen der Landkarten und dem Text mit der ersten Strophe.

Und  ich frage mich schon: sind die gut integriert?

Wählen gehen

Ultrakurzblog:

Da lese ich heute morgen in der taz folgenden Satz in der Berichterstattung über die Demonstration gegen Atomkraft in Berlin:

Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, sagte, die Demonstranten repräsentierten nicht die Mehrheit der Bevölkerung. Union und FDP hätten die Bundestagswahl vor einem Jahr mit der klaren Ansage gewonnen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern zu wollen.

Das passiert, wenn man nicht wählen geht. In Umfragen wird seit Jahren bestätigt, dass die Mehrheit für den Austieg aus der Atomkraft ist. Aber viele gehen aus Frust über die Politik generell nicht wählen, die Wahlbeteiligung sinkt seit Jahren. Nun werden ihre Stimmen einfach im Verhältnis auf das Gesamtergebnis umgelegt. Das macht mich jetzt zwar verdrossen, aber andere hoffentlich so sauer, dass sie das nächste mal wählen gehen anstatt ihre Stimme abzugeben.