das Problem heißt Sexismus

und nicht „Straftaten von Ausländern“.

Eine große Gruppe von Männern, alkoholisiert, weitgehend unbehelligt von der Polizei, lässt es in der Silvesternacht richtig krachen – und greift in kleineren Gruppen immer und immer wieder Frauen an, um sie mittels des Antanztricks um Handys, Bargeld zu erleichtern und in diesem Fall mittels einer besonders widerlichen Abart: sexuelle Übergriffe.

Der Antanztrick geht so:

Während einer jemanden als scheinbaren alten Bekannten überschwänglich begrüßt, ihn dabei spontan antanzt oder hochhebt, drängeln sich die anderen heran.

Anscheinend wurde diese Variante benutzt, weil die Ablenkung garantiert zu 100% funktioniert – geht der Täter einer Frau an die Wäsche gehe, hat sie andere Sorgen als ihren Geldbeutel.

Wenn man sich die unterschiedlichen Videos anschaut, die es zu diesem Silvesterabend am Kölner Dom gibt, oder den Polizeibericht liest, dann wird eines deutlich: die Polizei hat die Situation entweder unterschätzt, oder war schlicht durch zu geringe Präsenz nicht in der Lage, die Versammlung entweder aufzulösen oder für die Sicherheit der Menschen dort zu sorgen.

31.12.2015 – 21 Uhr: Auf dem Bahnhofsvorplatz und der Domtreppe befinden sich bereits 400 – 500 augenscheinlich alkoholisierte Personen, die durch aggressives Verhalten auffallen. Es handelt sich in der Mehrzahl um Männer, die unkontrolliert Böller und Raketen abbrennen und diese zum Teil gegen Unbeteiligte einsetzen.

31.12.2015 – 23 Uhr: Die genannte Menschenmenge ist auf über tausend Menschen angewachsen. Es handelt sich bei den Anwesenden größtenteils um Männer, die unter anderem durch Alkoholkonsum bereits enthemmt sind. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern nimmt immer mehr zu. Raketen werden häufig absichtlich in die Menge geschossen. Die Stimmung wird zunehmend aggressiver.

Es waren also insgesamt über tausend Menschen auf dem Platz und es konnten auch noch 2 Stunden nach den ersten gefährlichen Vorkommnissen weiterhin Straftaten verübt werden – das abschießen von Raketen in eine Menschenmenge hinein nimmt schwere Verletzungen bei Getroffenen in Kauf, die Polizei schaut über einen so langen Zeitraum zu, räumt die Treppe und den Bahnhofsplatz – allerdings erst um 23:30 Uhr. Gleichzeitig hat sie wohl nicht erkannt, dass sich unter diesen tausend Menschen eine erhebliche Anzahl – wenn die Berichte stimmen, dann kann man von rund hundert Männern ausgehen – bekannter Trickdiebe, Straftäter, polizeibekannte Personen, befinden.

Diese Personen werden als „nordafrikanisch“ aussehend – eine ungenaue Beschreibung, die vermutlich auf italienischstämmmige, auf türkischstämmige, ich würde sagen,  irgendwie „fremd“ aussehende Menschen zutreffen kann. So ein Südländer halt.

Aber wir wissen nichts über diese Personen. Es gibt bis heute keine genaue Beschreibung der Tätergruppe. Der Antanztrick ist zugegebenermaßen ein bekannter Trick, den vor allem der als „nordafrikanisch“ beschriebenen Tätergruppe zugeordnet wird.  Eine Gruppe von Menschen, so wie sie beschrieben wird, ist immer wieder anzutreffen. Eine Horde junger Männer, respektlos, kriminell, gewaltbereit, stark in der Gruppe. Und mit einem zweifelhaften Frauenbild. Dieses Bild ließe sich problemlos übertragen auf andere Gruppen junger Männer. Ich fand solche Ansammlungen schon immer komisch, vor allem als Mann. Und ich kenne sie gut, diese Ansammlungen. Ich kenne sie von Fasching, ich kenne sie von Straßenfesten, ich kenne sie aus Fußballstadien, ich kenne sie von anderen Veranstaltungen, bei denen viel Alkohol konsumiert wird, wenige Frauen dabei sind – höchstens ein paar „laute“ Frauen. Sie trinken, pöbeln, machen sich lustig und reißen sexistische Witze, wer seiner Missbilligung ihnen gegenüber Ausdruck verleiht, wird angepöbelt, mit Gewalt bedroht. Man macht große Bogen um sie – und es ist egal, welcher Nationalität oder Abstammung sie haben – es ist immer wieder dasselbe. Alkohol ist dabei ein wesentlicher Beschleuniger für Enthemmung.

Diese Gruppen Männer haben eines gemeinsam, über Alters- und Nationalitätsgrenzen hinweg: ein Frauenbild, dass sie meinen lässt – spätestens unter Alkohol, wenn zivilisatorische Schranken unwichtiger werden – dass Frauen zu beeindrucken sind, wenn man sie antatscht. Dass es okay ist, wenn man auch nach dem 5. Nein immer noch behaupten kann, dass sie vermutlich, nein, ganz sicher doch „Ja“ meint. Dass Frauen betrachten, als Objekt, nicht als Subjekt, in Ordnung ist. Wieso sonst gäbe es nackte Busen in der BILD und zum Glück noch im europäischen Playboy? Oder eben, dass man es sich unter Alkohol erlauben könne, sowas zu tun.

Foto: https://pixabay.com/de/users/isabellaquintana-457900/

Foto: https://pixabay.com/de/users/isabellaquintana-457900/

Wir müssen also über zwei Dinge reden, nein, doch besser über drei:

  1. Wie können Frauen im öffentlichen Raum vor sexuellen Übergriffen geschützt werden. Wo fängt (und das sag ich ganz bewusst) bewusster und unbewusster Sexismus an.
  2. Wie kann es geschehen, dass sich eine ganze Menge polizeibekannter Kleinkrimineller treffen und Straftaten (Taschendiebstahl, seit Max der Taschendieb nun wirklich eine Straftat, die bekanntermaßen keine Nationalität bei den Tätern kennt) unter den Augen der Polizei durchführen
  3. Und wie kann es sein, dass sexuelle Belästigung in dem beschriebenen Maße bis hin zur Vergewaltigung unter den Augen vieler anderer Menschen, die ja auch noch da gewesen sein müssen (Augenzeugen berichten von einer dramatischen Silvesternacht in Köln., stattfinden können – ohne dass jemand einschreitet.

 

Wir müssen über Männlichkeiten reden, über Sexismus und über die Art und Weise, wie damit umgegangen wird.  Und wir müssen endlich darüber reden, wie eine Debatte über ein solches Geschehen – und weitere, wie auf der Reeperbahn, so entgleisen kann.  Wie kann es am Ende passieren, dass angesichts der dürren Faktenlage der Innenminister über Abschiebungsgründe für geflüchtete Personen spricht? Wieso ist der eigentlich noch im Amt?

Denn wenn wir diese Debatte so führen, dass wir anerkennen, dass Sexismus keine Frage der Herkunft ist – was sich angesichts der Vorfälle auf Oktoberfesten, Cannstatter Wasen, Karneval, Fasching und so weiter ja auch kaum leugnen lässt – sondern eine Frage, welche Frauenbild dahinter steckt, dass sich Männer immer noch meinen, sie könnten sich einfach nehmen, was sie wollen. Woher kommt diese Respektlosigkeit? Und mal ehrlich: Sex mit jemandem, der nicht mitmacht, sich gar wehrt, weint, schreit oder stillschweigend und wie erstarrt über sich ergehen lässt? Die Grenzen so überschreiten, dass man einer Frau an intime Stellen greift mit – ja, mit welchem Ziel? Glauben die tatsächlich, man könnte einer Frau in die Bluse oder Hose fassen und die wird davon so elektrisiert, dass sie über ihn herfällt? Oder geht es nur um die Berührung? Und dann? „Ich hab’s angefasst?“ Ja, toll. Und weiter? Ernsthaft?

Ich verstehe es nicht und lese es doch immer wieder. Steckengeblieben in der Entwicklung, in der man alle Dinge greifen und anfassen muss – also so ungefähr bei einem Jahr?

Und ein Kommentar zu all den Rechten, die jetzt aufschreien. Die dieses widerliche Ereignis ausnutzen für rechte Hetze gegen Migranten, gar Flüchtlinge.  Wie ist denn Euer Frauenbild? Wie behandelt Ihr Frauen? Setzt Ihr Euch für Gleichberechtigung ein – oder höre ich nicht aus Eurer Ecke seit Jahr und Tag, dass man mit dem Genderzeugs aufhören müsse? Klassische Rollenverteilung? Frauen sollen wieder Frauen sein und Männer Männer?

Eine andere Variante ist die völkische Frau, die brav ihre Mutterrolle erfüllt, einen Rock trägt und sich dem Mann unterordnet – also das traditionell nazistische Vorbild bedient: Die Frau gehört an den Herd und hat viele Kinder zu kriegen.

All das ist das Gegenteil von dem, was notwendig ist, all das ist das, was zu sowas führt. Ihr wisst das. Und wenn Ihr es nicht wisst, solltet ihr am besten die Klappe halten (was ich vermute, schließlich lese ich jetzt auch schon in diversen rechten Gruppen bei Facebook „mit“).

Und zu guter Letzt: die Täter müssen gefasst werden, die Täter müssen bestraft werden. Aber damit ist das alles nicht zu Ende. Mit den Flüchtlingen hat all das nichts zu tun. Lasst uns endlich über Rollenbilder reden. Und immer und immer wieder über Seximus. Und seine Verharmlosung.

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23 Gedanken zu „das Problem heißt Sexismus

  1. Paul Burger

    Glasklare Analyse, Kompliment Herr Rupp!
    So treffend als wären Sie direkt dabei gewesen, mein Respekt!

    Aber falls Sie doch mal wieder aufwachen und vom grünen Sofa runterkommen, sollten Sie sich vielleicht mal den ein oder Bericht wie

    z.B.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article150735341/Die-meisten-waren-frisch-eingereiste-Asylbewerber.html

    zu Gemüte führen.

    Zwei Zitate daraus zur Antwort auf Ihre „Punkte“:

    „Aus dem Papier ergibt sich nämlich ebenfalls, dass es sich bei den Tätern zu einem Großteil um Asylbewerber handelt: „Bei den

    durchgeführten Personalienfeststellungen konnte sich der überwiegende Teil der Personen lediglich mit dem Registrierungsbeleg als

    Asylsuchender des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ausweisen. Ausweispapiere lagen in der Regel nicht vor.“

    „In einem weiteren Punkt widersprechen in der Silvesternacht eingesetzte Beamte der offiziellen Darstellung. Es heißt, den Tätern sei es

    primär darum gegangen, Passanten zu bestehlen. Die sexuellen Belästigungen seien nur nebenbei passiert. „In Wirklichkeit verhielt es

    sich genau umgekehrt“, so Kölner Polizisten zur „Welt am Sonntag“. „Vorrangig ging es den meist arabischen Tätern um die

    Sexualstraftaten oder, um es aus ihrem Blickwinkel zu sagen, um ihr sexuelles Amüsement. Ein Gruppe von Männern umkreist ein

    weibliches Opfer, schließt es ein und vergreift sich an der Frau.“

    In einem Punkt muss ich Ihnen allerdings recht geben, es handelte sich bei den Tätern tatsächlich überwiegend nicht um „Nordafrikaner“
    sondern:

    „Rund 100 dieser Personen seien kontrolliert worden; etliche von ihnen seien der Wache zugeführt und in Gewahrsam genommen

    worden. Bislang hat die Kölner Polizeispitze nicht berichtet, dass die Polizei Täter festnahm oder in Gewahrsam nahm. Die

    Personenkontrollen ergaben, berichten Kölner Polizisten weiter: „Nur bei einer kleinen Minderheit handelte es sich um Nordafrikaner,

    beim Großteil der Kontrollierten um Syrer.“

    Zur Erinnerung: Das sind die, welche Merkels Freibrief zur deutschen Rentenaufbesserung erhalten haben.

    Also bitte weiter so mit Ihren „Analysen“, und die rosarote Brille nicht weiter als „eine Armlänge“ vom grünen Sofa weglegen.

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  2. Daffy

    Also jetzt mal ehrlich, sind Sie wirklich so naiv?

    „Woher kommt diese Respektlosigkeit?“

    Hier beantworten Sie doch Ihre eigene Frage…

    „Klassische Rollenverteilung? Frauen sollen wieder Frauen sein und Männer Männer?

    Eine andere Variante ist die völkische Frau, die brav ihre Mutterrolle erfüllt, einen Rock trägt und sich dem Mann unterordnet – also das traditionell nazistische Vorbild bedient: Die Frau gehört an den Herd und hat viele Kinder zu kriegen.“

    … nur schließen Sie durch Ihre Scheuklappen die Möglichkeit aus, dass solches Gedankengut auch einen anderen als politisch rechten/nazistischen Hintergrund haben kann.

    „Denn wenn wir diese Debatte so führen, dass wir anerkennen, dass Sexismus keine Frage der Herkunft ist…“

    Was meinen Sie woher ein solches Gedankengut denn kommt?
    Nur aus rechtsradikalen, deutschtümelnden Köpfen oder nicht vielleicht doch auch aus islamisch/christlich/traditionell geprägten patriarchalischen Strukturen wo der Erstgeborene der „Kleine Prinz“ ist der sich alles erlauben kann? Und der nie ein anderes Bild gesehen hat als dieses …

    „die völkische (islamische/christliche/traditionelle) Frau, die brav ihre Mutterrolle erfüllt, einen Rock(Kopftuch/Schleier/Burka/etc.) trägt und sich dem Mann unterordnet – also das traditionell nazistische (islamistische/christliche/traditionelle) Vorbild bedient: Die Frau gehört an den Herd und hat viele Kinder zu kriegen.“

    Und wo lernen Menschen denn ihre Wertvorstellungen? Natürlich dort wo sie aufwachsen, im sozialen Umfeld in dem sie leben. Kurz gesagt:

    Dort wo ihre Herkunft ist.

    Vor ein paar Monaten haben Sie schon einen großen Schritt getan „Ich erkläre meinen Rücktritt aus dem Parteirat von Bündnis 90/Die GRÜNEN Baden-Württemberg“, machen Sie jetzt den nächsten und legen Sie Ihre Scheuklappen gegenüber der Realität ab.

    Antworten
    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Aus Männerköpfen. Die anders sozialisiert wurden als ich. Mit Nationalität und Religion hat das rein gar nichts zu tun. Sonst wäre es nicht so verbreitet

      Antworten
      1. Daffy

        „Aus Männerköpfen.“

        Ah ja, das erklärt jetzt natürlich alles.
        Dann Frage ich mich und auch Sie doch gleich, warum in den letzten Jahren zu Silvester solche Fälle nie in diesem Ausmaß stattgefunden haben? Männer die anders als Sie sozialisiert wurden gab es zu diesen Zeiten ja auch schon in Köln.

        Aus meiner Sicht machen Sie es sich aber mit Ihrer Antwort zu einfach.
        Wie ich oben schon erwähnt habe findet die Sozialisierung dort statt wo man aufwächst. Und das beinhaltet nun mal Herkunft und Religion.

        Wären Sie z.B. irgendwo bei Flensburg auf dem Land geboren und aufgewachsen, wären Sie ganz anders sozialisiert als wenn Sie in Berlin gelebt hätten. Nichts desto trotz, wären Sie sehr wahrscheinlich mit einem Menschenbild aufgewachsen in welchem Frauen die gleichen Rechte wie Sie haben.

        Von daher hat es also nicht wirklich etwas mit „Männerköpfen“ zu tun, sondern, wie Sie auch richtig erkennen, mit einer anderen Sozialisierung. Und die hat nun mal recht wenig mit dem „Ding zwischen den Beinen (sprich: Männer)“ zu tun, sondern fängt mit der kleinsten sozialen Einheit, der Familie, an und hört heutzutage leider meistens immer noch mit der Nation/Religion auf.

        Antworten
        1. Daffy

          PS:

          Eigentlich negieren Sie mit Ihrer Antwort ja auch gleich Ihre oben getätigte Aussage:

          „Und ein Kommentar zu all den Rechten, die jetzt aufschreien. Die dieses widerliche Ereignis ausnutzen für rechte Hetze gegen Migranten, gar Flüchtlinge. Wie ist denn Euer Frauenbild? Wie behandelt Ihr Frauen?“

          Dies bezieht sich doch eindeutig auf Herkunft bzw. politische oder religiöse Weltanschauung, oder nicht?

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          1. Jörg Rupp Beitragsautor

            Nein, auf die jeweilige Person. Es ist sicherlich Illusion, dass sie auf dem Flensburger Land so anders sozialisiert werden, dass sie mehr oder weniger automatisch Frauen gleichberechtigt behandeln oder Sexualverbrechen nicht vorkommen.

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  3. RealSatire

    Daffy, bei Rupp hilft es nichts, faktenbasiert zu argumentieren. Was er nicht hören will, hört er nicht. Da können dutzende Frauen deutschlandweit (oder gar Hunderte?) sexuell belästigt werden und er kommt auf nichts Besseres, als dieses schäbige Verhalten mit dem Oktoberfest zu vergleichen! Dümmer geht immer.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Nicht mit dem Oktoberfest. Mit der sexuellen Belästigung von Frauen durch Männer. Mit dem Oktoberfest als Beispiel.

      Antworten
      1. Realist

        Sie haben mit „Ihrer“ Antwort bewiesen, dass Sie nichts begriffen haben! Und spotten über das Leid all der Frauen, die von Migranten, Flüchtlingen belästigt und missbraucht worden. Auf keinem Oktoberfest kamen derart massive sexuelle Belästigungen vor! Ihr Vergleich ist eine schamlose und unerträglich sexistisch-frauenfeindliche Einstellung! Aber passt zu Ihnen! Wiederholungstäter, gell?! Ich sage nur Frau Suder.

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        1. Jörg Rupp Beitragsautor

          Doch, auf Oktoberfesten ist noch schlimmer. Da gibt es sogar einen eigenen Raum, der sich nur um Opfer dieser Attacken kümmert: Der Bedarf ist groß: Im Jahr 2013 hat „Sichere Wiesn“ 156 Opfer betreut, darunter zwei Vergewaltigungsopfer. Und die Frau heißt Suding und ich habe mich entschuldigt. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass es eine sexistische Kampagne war.

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  4. RealSatire

    Herr Rupp, da Sie anscheinend komplett den Realitätssinn verloren haben, hier ein paar Faktenupdates: allein in der Silvesternacht liegen für Köln mittlerweile mehr als 500 Anzeigen vor! Lt. Focus sind mittlerweile in mehr als 12 deutschen Städten Übergriffe von Nordafrikanern, Arabern auf hiesige Frauen von der Polizei dokumentiert! Und Sie kommen jetzt mit falsch interpretierten Zahlen vom Verein „Sichere Wiesn“ und vergleichen 154 „Opfer“ mit der aktuellen Situation?! Dümmer geht immer! Das beweisen Sie erneut! Die 154 „Opfer“ sind im Übrigen 154 Frauen und Mädchen, denen VORBEUGEND geholfen wurde (Quelle: http://www.sicherewiesn.de/cms-medien/presse/pressemitteilungen/2013/pm06_2013_Ende_mit_Logo.pdf)!!!

    Sie sind einfach nur realitätsblind. Aber völlig.

    Was Frau Suding angeht: SIE waren die Ursache einer vermeintlichen „sexistischen Kampagne“!!

    Antworten
    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Wir warten mal, was dabei raus kommt. Zwischen Anzeige und tatsächlicher Verurteilung liegen ja oft Welten.
      Das Oktoberfest war nur EIn Beispiel für den täglich existierenden Sexismus und die tagtäglichen sexuellen Gewalttaten gegenüber Frauen in diesem Land. Das gab es schon,bevor auch nur ein Migrant Deutschland betreten hat. Im Übrigen wundert mich die Aufregung kaum: im 3. Reich waren es die Juden, die die Finger nicht von doitschen Frauen lassen konnten, dann die Gastarbeiter oder die US-Soldaten.

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          1. RealSatire

            Spielen Sie jetzt „Ich hab das größere Förmchen“? Wie wäre es, wenn Sie ansatzweise mal über sich selbst und Ihre offenbar nicht vorhandene Kritikfähigkeit nachdenken? Wieso Sie mir „Rassismus“ vorwerfen, erstaunt mich schon. Es sei denn, es handelt sich um einen Rupp’schen Rassismusbegriff, der alle und jeden treffen kann, die nicht mit Ihrer Meinung konform gehen. Das nennt man auch totalitären Meinungsfaschismus, Herr Rupp!

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  5. Paul Burger

    Hier noch was zur Auffrischung Ihrer Erkenntnisse bezüglich „Es gibt nichts Neues. Genaues weiß man nicht. Außer, dass es Männer waren.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article150857513/Das-wissen-die-Ermittler-ueber-die-Koeln-Tatverdaechtigen.html#disqus_thread

    Erlich gesagt errinnern mich die Schilderungen der Augenzeugen von Köln und anderen Städten eher an die Erzählungen meiner Großeltern vom Frühjahr ’45 als die Nordafrikaner (genauer gesagt Marokkaner) hier im badischen „zu Gast“ waren als ans Oktoberfest.

    Antworten
    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Ich stimme Ihnen zu, dass es fast ausschließlich Personen mit Migrationshintergrund waren. Die Frage ist nur: was hat der mit der Tat zu tun? Und in Deutschland haben wir tagtäglich so viele Übergriffe mit sexueller Gewalt, die verharmlost wird – gerade bei Veranstaltungen wie dem Oktoberfest – nach dem Motto: „hätteste den langen Rock angezogen, mach doch die Bluse zu, das ist doch bloß Spaß“…. dass wir kaum aufs hohe Ross steigen können bzw. ein solches Verhalten etwas mit der Herkunft zu tun hat. Es hat was mit Sexismus zu tun, offenbar mit viel Alkohol und einer versagenden Polizei.

      Antworten
      1. RealSatire

        Noch etwas für Sie zum Lernen Herr Rupp. Damit auch Sie ggf. verstehen, dass Religionshintergrund und Sexismus sehr wohl etwas miteinander zu tun haben!
        Sogar aus der Taz!:
        http://www.taz.de/!5062688/

        Zum Thema „Gleichberechtigung von Frauen in der arabischen Welt“ etwas zum Schmökern von der Bundeszentrale für politische Bildung: http://www.bpb.de/apuz/27418/die-muslimische-welt-und-der-westen?p=all):

        Noch 2 Suren auf die Schnelle, die für jeden NIchtblinden deutlich die Herabwürdigung von Frauen zeigen.

        [Sure 2,Vers 223] Die Weiber sind euer Acker, geht auf eueren Acker, wie und wann ihr wollt, weiht aber Allah zuvor euere Seele.

        [Sure 2,Vers 187] Es ist euch erlaubt, in der Nacht der Fastenzeit eueren Frauen beizuwohnen, denn sie sind euch und ihr seid ihnen eine Decke. Allah weiß, dass ihr euch dieses (mit Mühe nur) versagt habt, aber in seiner Güte erlässt er euch dies. Darum beschlaft sie jetzt und begehrt, was Allah euch erlaubt hat.

        Antworten
        1. Jörg Rupp Beitragsautor

          Ihr letzter Beitrag. Grundsätzlich hat Sexismus und sexuelle Gewalt und Religionshintergrund etwas miteinander zu tun, da haben Sie durchaus recht. Religiöse sind anfälliger dafür – denn Religion hat genauso wie sexuelle Gewalt etwas mit Machtausübung zu tun. Deshalb ist es auch überwiegend ein männliches Problem. Im Gegensatz zu Ihnen weiß ich aber, dass davon nicht nur der Islam betroffen ist, sondern eben auch die christliche oder die jüdische Religion. Am Beispiel der Regensburger Domspatzen können wir gerade sehen, wie sehr. Und dabei geht es nicht um Frauen, sondern um Kinder.
          Ihre Auslassungen triefen vor der Angst vor dem muslimischen Mann, ebenso wie die ganzen anderen Kommentatoren. Erinnert sehr an die Nazis, die nicht ruhten, dem jüdischen Mann ähnliche Absichten zu unterstellen.
          Der Leib ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. Sie sind ein veritables Beispiel dafür.
          Jeder weitere Beitrag von Ihnen wird gelöscht – bemühen Sie sich nicht. Ich bin da sehr konsequent. Und ich kann Ihre IP sehen und auch damit umgehen – faken geht also nicht.

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  6. hintermbusch

    Wie war das eigentlich mit dem, ich sage das jetzt ganz bewusst, „unbewussten“ Sexismus, als Sie von „Titten und Beinen“ getwittert haben?
    Es fällt mir auf, wenn Leute salbungsvoll von hehren Begriffen sprechen, als wären sie Erklärungen oder Lösungen für reale Probleme. In Wirklichkeit lassen Sie ja selbst durchblicken, dass Sexismus letztlich nur eine Vielzweckwaffe ist. Mit Sexismus-Vorwürfen kann man FDP-Politiker abschießen, mit eigenem Sexismus FDP-Politikerinnen lächerlich machen und zu guter letzt kann man mit hohlem Geschwätz von Sexismus auch noch wunderbar reale Probleme für echte Menschen im wirklichen Leben weglabern.

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