Die Waffenlobby hat gewonnen

Noch immer laufen einem Schauer über den Rücken, wenn man an den Amoklauf von Winnenenden denkt. Noch immer packt mich die kalte Wut, wenn ich an die Verantwortungslosigkeit denke, die Tim K.’s Vater an den Tag legte, als er seine Waffen nicht richtig aufbewahrt hat – unzugänglich für sein minderjähriges Kind. Und ich bin sehr froh, dass er jetzt angeklagt wird und ich wünsche, dass es gelingt, ihn zu verurteilen. Aber diese Anklage ist, ein klares Zeichen, wie es auch die Mutter eines der getöteten Kinder sieht:

„Wir sind froh über die Anklage.“ Gisela Mayer vom Aktionsbündnis Amoklauf ist die Erleichterung anzumerken. „Alles andere“, sagt die Mutter der getöteten Nina, „wäre unerträglich gewesen“. Diese Entscheidung aber zeige, wie wichtig die elterliche Verantwortung eingeschätzt wird, „das ist ein klares Signal“.

Klar ist aber auch, dass diese Schuld erst ein Gericht beurteilen muss.

Nichtsdestotrotz finde ich heute morgen in meiner BNN in einem bemerkenswerten waffenkrka (und so Sachen stehen auch bundesweit anderswo in der Presse) folgende Sätze:

[…]Nun hatte das Land im Oktober eine Kontrollaktion vornehmen lassen, wobei im Landkreis 25 Waffenbesitzer ausgewählt wurden. Bei zwölf konnte kontrolliert werden. Die Beanstandungsquote: 25 Prozent. Dreimal gab es Probleme mit der Aufbewahrung. Landesweit gab es weitaus mehr Probleme, weiß Schlusche. Bei 1 079 Kontrollen musste 576-mal reklamiert werden. Im Regierungsbezirk waren es 37 Prozent.[…]

37% Beanstandung bei Waffenkontrollen. Ich höre sie noch, die Aufschreie und Debatten vor der Bundestagswahl. Ich kann sie noch sehen, die Damen und Herren SchützenInnen, die mich als grünen Politiker im Wahlkampf lauthals beschimpft haben, in Rheinstetten, in Ettlingen, in Bretten, ….dass ich für die Einschränkung der Bürgerrechte wäre, weil ich der Meinung sei – und das auch so vertreten habe – dass niemand zu Hause eine Waffe brauche und diese getrennt von der Munition zentral aufbewahrt werden müsse. Der Fall Tim K. sei doch nur ein Einzelfall, die Schützen seien eigentlich alle verantwortungsbewusste Waffenbesitzer. Sind sie offensichtlich nicht. Sie bewahren ihre Waffen nicht korrekt auf, zu einem relevanten Teil. Das erfordert Maßnahmen – aber die sind von dieser Regierung nicht zu erwarten. Es müssen wohl erst erneut Menschen sterben, damit sie endlich erkennen, dass Waffen nicht in Hände verantwortungsloser Zeitgenossen gehören, die „hinterher“ dann doch wieder nur „auch entsetzt“ darüber sind, wie „sowas“ passieren konnte – und die bitte keine weitere Gängelung wollen.

Nein, die einzige Antwort auf solche Berichte kann nur sein: Waffen raus aus den privaten Haushalten. Waffenbesitz und der verantwortungslose Umgang mit ihnen ist kein Kavaliersdelikt, sondern den verantwortungslosen Besitzern müssen die Knarren abgenommen werden – bevor noch mehr passiert. Und es muss dringend das Personal eingestellt werden, damit das auch kontrolliert werden kann. Denn bundesweit hört man ja nur eines: es gibt nicht genügend Polizisten, die das kontrollieren können – geschweige denn durchsetzen. Die gibt es nicht, weil kein Geld da ist, sie einzustellen. Und da wieder Steuern senken – wie krank ist das denn?

So muss man leider sagen: Die Waffenlobby hat mithilfe der CDU und der SPD gewonnen – verloren haben wir alle.

Update:

Auch zum Jahresende eine Nachricht, die trotz aller vehementen Verneinungen der Waffenlobbyisten erneut bestätigt, dass Waffenbesitzer offenbar keinerlei Einsehen in die Notwendigkeit haben, Wafen ordnungsgemäß aufzubewahren:

Viele Verstöße bei Waffenkontrollen

Bei der Hälfte der stichprobenartig kontrollierten Waffenbesitzer im Land sind 2009 Verstöße festgestellt worden. Wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte, wurden bislang 1.150 Waffenbesitzer kontrolliert und davon 584 Fälle beanstandet. […]

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5801390/1j138cp/index.html

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200 Gedanken zu „Die Waffenlobby hat gewonnen

  1. Jens Kemper

    Dieser Artikel strotzt ja nur so von den typischen unbewiesenen und unrealistischen Klischees und Vorurteilen: Waffenlobby, Schützen beschimpfen Politiker, Knarren, Waffen raus aus Privathaushalten. Schlimm!

    Die einzige Antwort kann nur sein, dass Sie sich einmal ganz genau die von Ihnen zitierten Statistiken ansehen:

    Sind die Beanstandungen denn wirklich bei Schützen aufgetreten, so wie Sie hier mal so schnell behaupten? Oder bei Jägern? Oder waren es wohl doch eher bei Altbesitzer (aus Zeiten eines lockeren Waffenrechtes) und Erben, die damals frei eine Waffe kaufen konnten und sich nachher nie mehr darum und um die Einhaltung des im Laufe der Zeit strenger gewordenen Gesetzes gekümmert haben? Bitte scheren Sie nicht alle Leute über einen Kamm!

    Welche „Mängel“ gab es denn überhaupt zu beanstanden? War denn wirklich in der Mehrzahl der Fälle ein Zugriff durch Unberechtigte auf die Waffe möglich? Oder hat meistens nur einfach das Typenschild des Tresors gefehlt, und der Kontrolleur konnte die Sicherheitsstufe nicht auf den ersten Blick erkennen?

    Wer wurde denn kontrolliert? Da vorher alle Waffenbesitzer angeschrieben und ein Nachweis der korrekten Aufbewahrung eingefordert wurde, wurden doch nur die kontrolliert, die darauf nicht oder ungenügend geantwortet hatten. Es wurde also eine Vorauswahl getroffen! Viel weniger als 1% der Waffenbesitzer konnten keine gesetzeskonforme Aufbewahrung nachweisen und wurden deshalb kontrolliert! Also sagt die Zahl „37%“ gerade einmal gar nichts über die Gesamtmenge aus!

    Das neue Waffengesetz will ja gerade durch diese Kontrollen die schwarzen Schafe aus dem Verkehr ziehen, so dass nur noch die übrig bleiben, die sich gesetzeskonform und damit sicher verhalten. Deshalb kann der Erfolg solcher Aktionen selbstverständlich kein Anlass für weitere Verschärfungsforderungen sein.

    Insbesondere dann nicht, wenn man wieder einmal die zentrale Aufbewahrung fordert. Waffen sind in Privathaushalten immer noch sicherer aufbewahrt als zentral, da momentan kein Krimineller weiß, wo er einbrechen müsste! Und da kann auch die modernste Alarmanlage nicht helfen, wenn der Schließberechtigte gewaltsam gezwungen wird, die Tür zum zentralen Lager zu öffnen. Etwas mehr Realismus müsste man von Politikern eigentlich erwarten können.

    Zu Ihrem Schlusssatz:
    Verloren haben wir alle erst dann, wenn weiterhin von so sachunkundigen und ideologisch gesteuerten Menschen Politik gemacht wird.

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    1. joerg

      Herr Kemper,
      Sie mögen mir nicht glauben, aber das beschimpfen hat tatsächlich stattgefunden. Aber ich finde es sehr nett, dass Sie hier nochmal das Verfahren beschreiben:

      Da vorher alle Waffenbesitzer angeschrieben und ein Nachweis der korrekten Aufbewahrung eingefordert wurde, wurden doch nur die kontrolliert, die darauf nicht oder ungenügend geantwortet hatten.

      Das ist ja ne wirksame Kontrolle. Man stelle sich vor, der Straßenbahnfahrer sagt per Lautsprecher durch, dass ab der übernächsten Haltestelle ein Kontrolleur einsteigen würde. Da hätten wir sehr wenig Schwarzfahrer.

      Waffen haben in Privathaushalten nichts verloren. Das mögen Sie ideologisch nennen, ich nenne es die einzig mögliche Konsequenz aus den immer wieder vorkommenden Vorfällen mit Waffen in Privatbesitz. Denn obwohl die Überprüfungen angekündigt wurden, gab es trotzdem noch jede Menge Beanstandungen. Man fasst es nicht. Das ist ja so, als kaufte man trotzdem keine Karte mehr oder stiege nicht aus. Mir zeigt es vor allem: kein Unrechtsbewusstsein bzw. die Sicherheit, dass es keine Konsequenzen gäbe.

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      1. Jens Kemper

        Nur noch eins, ich möchte Ihren Blog nicht als Diskussionsforum missbrauchen.

        Ich kann schon irgendwie nachvollziehen, dass so manchem nach wochenlanger Hetze irgendwann mal die Hutschnur platzt. Denn wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Aber trotzdem gehen Beschimpfungen natürlich überhaupt nicht, keine Frage! Aber daran sollte sich auch jeder der Diskussionspartner halten.

        Natürlich ist das eine wirksame Kontrolle. Wozu muss man denn die Leute kontrollieren, die bereits die gesetzeskonforme Aufbewahrung nachgewiesen haben (= beim Ruf des Schaffners sofort den Fahrschein vorgezeigt haben)? Und das waren mehr als 99% der Waffenbesitzer in BaWü! Die von Ihnen zitierte Statistik verschweigt das gekonnt, aber wer die absoluten Zahlen kennt, der kann sich das schnell ausrechnen.

        Was die Kontrollen in jedem Fall schaffen (wir sehen es gerade) ist, dass die „schwarzen Schafen“ ihre Waffen los sind, entweder durch freiwillige Abgabe (= steigen vor der Kontrolle aus der Straßenbahn aus) oder durch Einziehen (= werden bei der Kontrolle aus der Bahn geworfen und bestraft). Und wer nach der Ankündigung noch schnell einen Fahrschein kauft (= gesetzeskonform aufbewahrt), der ist dann ja auch kein Problem mehr.

        Die Kontrollen werden nach einem ersten „Großreinemachen“ gar keine Mängel mehr finden. Dann ist das erklärte Ziel erreicht, dass Waffen nur noch gesetzeskonform verwahrt sind. Was ja auch völlig richtig so ist.

        Jedem aktiven Sportschützen/Jäger/Sammler ist doch daran gelegen, die Gesetze einzuhalten, um seinem Hobby weiterhin nachgehen zu können. Diese Leute sind ja auch durch ihre Vereine/Verbände über die jeweiligen Gesetzesänderungen informiert.

        Und genau aus diesem Grund ist es am wahrscheinlichsten, dass Aufbewahrungsmängel bei den Altbesitzern und Erben aufgetreten sind, die nicht organisiert und damit nicht unbedingt über die neueste Gesetzeslage informiert gewesen sind. Das entschuldigt natürlich nicht die fahrlässige Aufbewahrung!

        Es kann doch nicht sein, dass Menschen, die schon immer gesetzeskonform handeln und gehandelt haben, plötzlich aus den Verfehlungen einzelner anderer Menschen ein Nachteil entsteht. Bestrafung der Übeltäter: ja. Aber Bestrafung aller für die Tat eines Einzelnen: nein! So etwas darf in einem Rechtsstaat nicht möglich sein.

        Insofern kann man aus den momentan so populistisch aufbereiteten Vorfällen mit legalen Waffen auf keinen Fall ableiten, dass Waffen in Privathaushalten grundsätzlich nichts verloren hätten. Die zentrale Aufbewahrung war noch nie eine Alternative, wie oben erläutert. Aber da Sie immer noch darauf herumreiten, ist jetzt auch dem letzten Zweifler klar, dass sachliche Argumente für Sie keine Rolle spielen – es sind nun einmal lediglich ideologische Motivationen.

        Und von den Vorfällen mit illegalen Waffen (jährlich ca. 25x so viele wie mit legalen Waffen [legale Waffen = inklusive Dienstwaffen von Polizei und Bundeswehr!], siehe BKA-Statistik) sprach und spricht komischerweise niemand! Denn hier ist der einzige Ansatzpunkt, die Sicherheit in unserem Land nachhaltig und spürbar zu erhöhen!

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        1. joerg

          Hallo Herr Kemper,

          ganz zu meiner bisherigen Argumentation passt doch erneut dieser Artikel beim SWR:

          Viele Verstöße bei Waffenkontrollen

          Bei der Hälfte der stichprobenartig kontrollierten Waffenbesitzer im Land sind 2009 Verstöße festgestellt worden. Wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte, wurden bislang 1.150 Waffenbesitzer kontrolliert und davon 584 Fälle beanstandet. […]

          http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5801390/1j138cp/index.html

          Antworten
  2. NeutrinoPower

    Ich bin zwar auch nicht für Waffen, aber jeder mit Waffenschein, sollte das Recht dafür haben eine zu besitzen und sich im Notfall auch damit verteidigen können dürfen. Das Vorhandensein von Waffen ist eigentlich nie die Ursache eines Mordes, sondern der, der die Waffe in der Hand hat.
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/03/es-sind-die-medikamente-und-nicht-die.html
    War es Tim K. überhaupt?:
    http://stammtischstuttgart.blogspot.com/2009/09/film-andreas-hau-winnenden.html
    http://www.medienanalyse-international.de/ergaenzendzuwinnenden.html

    Gruß NeutrinoPower

    Antworten
    1. joerg

      Ich weiß nicht so recht, warum sich irgendwer gegen irgendwas verteidigen meint zu müssen. Mir sind keine Presseberichte bekannt, nachdem es wildwestartige Situationen gegeben hätte, ind er sich Zivilisten schießend das Leben gerettet haben. Waffen haben in Privathaushalten nichts verloren – dann hat auch keiner Zugang und all diese Kinder könnten noch leben. Punkt.

      Antworten
          1. Harald Wischewski

            Warum nicht? Mit gezieltem Einsatz von Brandsätzen sind Opferzahlen möglich, die Taten wie Winnenden verblassen ließen.

            Antworten
      1. Matze

        Hallo Herr Rupp,

        als typischer Grünen Politiker dürfen Sie alle Argumente so auslegen wie es Ihnen gerade in den Kram passt. Wenn man auch nur 3 Sekunden darüber nachdenken, welchen Blödsinn Sie in dem Blog verzapfen, sollten Sie spätestens beim Durchlesen selber drauf kommen.

        Der typische Grüne steht wie immer über den Dingen, er ist Richter und Staatsanwalt in einem, alle sind schlecht nur der Grüne ist die Lichtgestalt.

        Sie haben den Schuldigen für den Amoklauf schon gefunden, wer anders kann das sein, als der Vater, der die böse Waffe nicht weggeschlossen hat.

        Dieser Mann hat am 11 März alles Verloren, wofür er sein Leben lang gearbeitet hat und auch er hat einen Sohn verloren. Zweifelsfrei muss er sich dem Vorwurf stellen, die Waffe nicht ordnungsgemäß verschlossen haben, aber glauben Sie wirklich, dass dieser Mann nicht schon genug bestraft ist? Wie viel Jahre wollen Sie Ihn einsitzen lassen 5, 10, lebenslang, oder warum nicht die Todesstrafe?
        Sie wollen doch nur Rache, einen Sündenbock und das ist in meinen Augen erbärmlich.

        Ich frage Sie als Sozialpädagoge, wo sind denn Ihre Lösungsansätze – wir verbieten wie in GB alle Kurzwaffen? Seit dem Verbot hat sich die Zahl der Straftaten mit Schusswaffen in GB VERDOPPELT. Ach ja, das wollen Sie jetzt wieder nicht hören – passt ja auch nicht so ganz zu Ihren Hasstriaden gegen Bürger, die noch nie in ihrem Leben auffällig waren und nur aus diesem Grund vom Staat die Erlaubnis bekommen haben, Waffen zu besitzen.

        Nein, Herr Rupp heult lieber in seinen Blog rum „Die Waffenlobby hat gewonnen“. Ist das alles was die Grünen können? Was wäre denn gewesen, wenn Tim K. mit dem Porsche seines Vaters in eine Schülergruppe gerast wäre? Würden wir dann heute lesen „Herr Rupp fordert ein Verbot privat genutzter Killer PKWs“ und im nächsten Satz „Die Autolobby hat gewonnen…“. Haben die Sie Herr Rupp, oder die Grünen eigentlich jemals irgendeinen sinnvollen Vorschlag gemacht, also einen pragmatischen außer 2 500 000 legalen Waffenbesitzer für die Tat eines Einzelnen verantwortlich zu machen.
        Es gab in diesem Jahr übrigens auch zwei weitere Amok-Läufe an deutschen Schulen, beide mit Brandbomben und Hieb und Stichwaffen. Warum erkennen Sie nicht endlich das Problem, oder versuchen eine Antwort darauf zu finden, was junge Menschen zu so einer Tat veranlasst? Nicht die Tatwaffe ist das Problem – es ist immer noch der Täter, da sollten Sie zuerst ansetzten.

        Zum Thema Statistiken haben Ihnen bereits genug Vorposter geantwortet und Sie haben tatsächlich eindrucksvoll bewiesen, dass Sie auch bei dem Thema nur Ihre Interpretation gelten lassen, tja so sind Grüne eben, Mathematik und Prozentrechnen ist da nicht so gefragt.
        Aber da sitzen Sie ja mit vielen unserer Medienvertretern im gleichen Boot, da kommt es auch nur auf die Quote an. Sonst würde man ja nicht täglich an Tim K. erinnert werden, durch irgendeinen Bericht, wo Reporter Halbwahrheiten verkaufen auf dem „Bild Dir Deine Meinung!“ Niveau.

        Zu Ihrem Schuss-Satz möchte ich sagen – wir werden alle verlieren, wenn wir uns nicht den Problemen stellen und lieber mit dem Finger auf andere zeigen.

        Antworten
        1. joerg

          Ja, wir werden alle verlieren, wenn wir uns nicht dem Problem stellen. Sie verlieren nicht einen Satz darüber , was statt dessen getan werden soll. Alles soll also so bleiben, wie es ist. Das dachte ich mir schon.
          Und da Sie ansonsten beleidigend sind, werde ich nicht weiter auf Ihren Beitrag eingehen. Sie dürfen es gerne nochmal versuchen, ohne „Blödsinn“, „rumheulen“ etc.

          Antworten
          1. Matze

            Herr Rupp,

            sollte Ihnen mein Beitrag beleidigend vorkommen, so möchte ich mich bei Ihnen in aller Form entschuldigen und Ihnen auch meine Anerkennung ausdrücken, dass Sie sich einer öffentlichen Diskussion stellen.

            Die Antwort, war mit Sicherheit nicht beleidigend gemeint, ehr eine emotionale Reaktion auf Ihren Artikel, der leider viele fachliche Fehler aufweist und von einer sehr einseitigen Sicht geprägt ist.

            Als aktiver Sportschütze kann ich Ihnen versichern, dass unter meinen Kollegen das Thema Waffenaufbewahrung sehr ernst genommen wird, da gerade wir das höchste Interesse daran haben, dass durch unser Hobby keine Personen gefährdet werden.

            Ich habe dazu Rat bei der kriminalpolizeiliche Beratungsstelle gesucht und um eine persönliche Beratung gebeten. Bei der Begehung der Örtlichkeiten wurden keinerlei Beanstandungen festgestellt, dies wurde mir anschließend schriftlich bestätigt, eine Kopie wurde auch dem zuständigen Ordnungsamt zugesandt.

            In unserem Verein haben sich zahlreiche Schützen an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle gewandt, bei keinem einzigen wurde ein Verstoß gegen Aufbewahrungs-Vorschriften festgestellt.

            Guten Rutsch – und auf ein 2010 mit mehr Toleranz

            Antworten
            1. joerg

              Hallo Matze,
              ich bin nicht so empfindlich, ich muss mich aber hier in meinem Blog nicht unbedingt auf diese Art angreifen lassen. Emotionen gehören dazu und insofern ist alles okay.
              Wenn es jede/r s machen würde wie Sie bzw. es in Ihrem Verein getan wird, könnte ich dem toleranter gegenüber stehen. Ich sehe aber immer die grundsätzliche Frage. Und die bleibt bei mir: wozu braucht man eine Waffe im Haus? Die endet bei mir jedes Mal mit einer Antwort: es gibt keinen Grund.

              Ich kann lediglich den Presseberichten – oder Antworten des Ministeriums auf Anfragen im Landtag – entnehmen, was ich verlinkt habe. Und insofern bleibe ich skeptisch. Und werde weiterhin meine Mehrheiten suchen. Mehr Toleranz ist aber immer auch auf allen Seiten notwendig. Und ich sags mal so: man muss ja nicht die Kritik an denen, die sich nicht an Vorschriften halten, auf sich beziehen. Sondern diese schwarzen Schafe genauso kritisieren. Das schrieb ich an anderer Stelle: dazu höre ich von Schützen, Jägern einfach zu wenig. Und ich werde zukünftig darauf achten, dass ich ebenfalls betone, dass es leute gibt wie Sie, die sich in diesem Bereich vorbildlich verhalten.
              Schöne Grüße

              Antworten
      2. Matthias Brecht

        > Mir sind keine Presseberichte bekannt, nachdem es wildwestartige
        > Situationen gegeben hätte, ind er sich Zivilisten schießend das
        > Leben gerettet haben

        Nun, dass sollte man mit der Familie von Dominik Brunner diskutieren. Er hätte nach ihrer Meinung wohl auf das Gewaltmonopol des Staates vertrauen und sich nicht einmischen sollen.

        Nach meiner persönlichen Meinung hätte er als _unbescholtener_ Bürger das Recht haben müssen eine legale Schusswaffe zu führen.

        Antworten
        1. joerg

          Auf was wollen Sie hinaus. Dass jeder Bürger eine Waffe bei sich tragen darf? Wenn er nur unbescholten ist? Definieren Sie „unbescholten“ – und wer soll das entscheiden….

          Antworten
          1. Matthias Brecht

            > Wenn er nur unbescholten ist?
            > Definieren Sie “unbescholten”

            Na, Sie als „Politiker“ sollten schon wissen was man juristisch unter „unbescholten“ versteht.

            Antworten
            1. joerg

              Ich weiß, dass es kein Kriterium geben kann, um das zu beurteilen – mit dem Ziel, Waffenträgerschaft zu ermöglichen. Ich bin sicher, der gestrige Amokläufer war auch „unbescholten“, bis ihm das mit der vermutlichen Eifersucht dazwischenkam.
              Aber das war doch gar nicht die Frage: die Frage ist, welchen Maßstab Sie anlegen würden, um das zu erlauben. Und wie stellen Sie sich alles weitere vor. Hätte Herr Brunner die Jugendlichen einfach abknallen sollen?

              Antworten
          2. Matthias Brecht

            Da ihrer Blog-Software defekt ist hier meine Antwort auf ihren Beitrag vom 1.1.2010 19:26Uhr

            Ibrahim Shukupolli wurde bereits 2001, 2004 und 2007 wegen Körperverletzung u. ä. verurteilt und war somit nicht „unbescholten“. Wie es funktioniert, können sie sehen in dem sie über den Tellerrand schauen. Aber ich beende für mich die Diskussion. Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg in der Grünen Partei 🙂

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          3. Volker Zell

            Hallo Herr Rupp,
            wenn es um die Entscheidung geht, wer bei uns eine Schußwaffe besitzen dürfte, könnte es durch eine einfache gesetzliche Regelung entsprechend
            z.B. der Führerscheinregelung erfolgen. Obwohl z.B. alleine durch das
            Freizeitvergnügen Motorradfahren jährlich ein vielfaches an Personen getötet oder schwerst verletzt werden als durch legale Schußwaffen (wissen Sie eigentlich einen Grund, wieso jemand Motorrad fahren oder ein Motorrad besitzen muß – außer einem lebensgefährlichen Hobby zu fröhnen), würde niemand auf den Gedanken kommen, Motorradfahren zu verbieten.
            Also analog Führerschein folgende Regelung (und damit auch die Kritiker
            zufrieden sind, ein paar Verschärfungen:

            1. Mindestalter 21 Jahre
            2. Keine Vorstrafen
            3. Sachkundelehrgang
            4. Deutscher Staatsangehöriger
            5. Fester Aufenthaltsort
            6. Nachweis Haftpflichtversicherung
            7. Nachweis Aufbewahrung
            8. ärztliche Bescheinigung, dass in den letzten x-Jahren keine psycholog.
            Behandlung erfolgte bzw. dass keine med. Bedenken bestehen.
            9. keine Mitgliedschaft bei verbotenen Organisationen.
            10. Nachweis über Herkunft, Besitz und Verkauf der Waffe
            (berechtigter Personenkreis)

            Sofern diese Voraussetzungen vorliegen (wobei man sich über Details auch
            streiten könnte) sollte der Berichtiung zum Besitz einer Schußwaffe (das
            ständige Führen könnte man evtl. noch gesondert regeln) nichts entgegen-
            sprechen.

            Wobei ich davon ausgehe, dass eh nur ein kleinerer Teil der Bevölkerung
            (Sie gehören sicherlich auch nicht dazu) sich überhaupt eine Schußwaffe
            kaufen würde, dürfte sich das Gefährdungspotential im Vergleich zu heute
            mit 20 – 40 Mill. illegalen Waffen auch nicht sonderlich erhöhen. Und wie es
            bei allen verbotenen Sachen ist: lieber 100 legale Waffen als 10 illegale,
            sie müssen dem interessierten Bürger nur die Möglichkeit geben, die Waffe
            legal zu erwerben.

            Antworten
            1. joerg

              Hallo Herr Zell,
              der Vergelich zwischen einem Fortbewegungsmittel und einer tödlichen Waffe ist in meinen Augen nicht zulässig – denn es hadnelt sich bei Verkehrsopfern ja um ein völlig anders geartetes Problem.
              Ihre Liste liest sich ja nett.
              Warum 21? Warum nicht 40? Oder 13?
              Vorstrafen? In Hinblick auf was? Betrug? Verkehrsverstoß? Welcher Zeitraum?
              Sachkunde – ok.
              Deutscher? Aha. Warum nicht Europäer? Oder US-Bürger?
              Fester Aufenhaltsort? UNd wenn er eine Zweitwohnung besitzt?

              ärztliche Bescheinigung? In Hinblick auf was. WEr will medizinische Bedenken definieren? Depression -, Diabetes, Burn Out, Knochenbruch?
              Ah, und wer einer Organisation angehört, die verboten wird, der muss dann die Waffe abgeben?

              Alles regelbar, sicher: doch es geht hier nicht um Besitz. Es geht mir um Aufbewahrung. Ich will keine mehr in Privathaushalten.

              Antworten
          4. Volker Zell

            Lieber Herr Rupp, kein Mensch verlangt, dass Sie in Ihrem Privathaushalt eine Waffe aufbewahren – aber andere denken halt anderst. Im übrigen gibt es in Deutschland 40 Mill. Haushalte und geschätzte 20 Mill. illegale Waffen, die garantiert nicht sicher in einem Panzerschrank aufbewahrt sind (sind sowieso illegal und nicht gemeldet, da kommt auch garantiert kein Kontrolleur). Sie können sich jetzt mal ausrechnen, in wieviel Mill. Haushalten eine von diesen Illegalen „Knarren“ (wie Sie so schön sagen) wohl vorhanden sind. Da fällt mir doch der alte Sponti-Spruch aus den 70igern ein: Legal – illegal – scheißegal.
            Übrigens, wissen Sie eigentlich, woher die aus den 68 entstandene RAF ihre
            Waffen bezogen hat? Oder haben die nur mit dem Nudelholz ihre Anschläge verübt?

            Antworten
            1. joerg

              Nein, Herr Zell, ich weiß es nicht, woher die RAF ihre Waffenbezogen hat. Ich denke, gestohlen, auf dem Schwarzmarkt erworben, in den Ausbildungslagern erhalten. Aber ich lehne die Taten der RAF ab – mir fehlt jetzt der Zusammenhang, wieso Sie mich das fragen. Und ich verstehe nicht, was das Nichteinhalten von Regeln durch angeblich sachkundige Personen damit zu tun haben soll, dass es illegale Waffen gibt. Für Waffenbesitz gibt es Regeln, die sind einzuhalten. passiert das nicht, müssen Konsequenzen her. Was ist daran so schwer?

              Antworten
          5. Volker Zell

            Sehen Sie Herr Rupp, so langsam werden wir uns doch einig. Diejenigen Waffenbesitzer, die sich an die Regeln halten, lassen wir in Ruhe ihrem Hobby nachgehen, und diejenigen die dagegen verstossen, die müssen halt mit Konsequenzen rechnen. Wieso werden aber nur die überprüft, die Ihre
            Waffe gemeldet haben, während derjenige, der seine Waffe nicht meldet,
            ungeschoren davon kommt, obwohl er eigentlich derjenige ist, der gegen die Regeln verstößt. Finden Sie das gerecht? Wie bereits schon einmal gesagt:
            40 Mill. Haushalte, 20 Mill. illegale Waffen, also müsste sich in fast jedem 2. Haushalt was finden lassen. Nachdem Sie ja gegen eine Private Aufbewahrung von Waffen sind, möchte ich von Ihnen jetzt doch einmal wissen, ob das für illegale Waffen für Sie nicht gelten soll, bzw. wie Sie das umsetzen möchten?

            Antworten
  3. Aldinger

    Es ist doch seltsam, das bei „ach Gott so vielen Schusswaffen“ in deutschen Haushalten, Mordwaffe Nr.1 das Küchenmesser ist?
    Es ist doch seltsam das bei ca. 2 Million Waffenbesitzern (legalen!) kaum etwas passiert, wärend Strapenverkehrsteilnehmer jedes Jahr tausende Menschen töten.
    Es ist doch seltsam das jählich zehntausende ungeborene Kinder getötet werden, ohne das sich jemand aus Ihrer Partei darüber aufregt.
    Es ist doch seltsam das Ihre Partei gegen die unangemeldete Kontrolle von Moscheen sind wo zum Heilige Krieg aufgerufen wird, aber unangemeldete Kontrollen bei Schützen und Jägern befürworten.

    Antworten
    1. joerg

      Ein Küchenmesser ist keine Waffe. Nicht im Grundsatz. Mit einem Gewehr können sie keine Karotten schälen. Was sollen also diese unsinnigen Vergleiche?
      Immer wieder bestätigt: eine sehr relevante Anzahl von Waffenbesitzern hat kein Einsehen in die Notwendigkeit, die Aufbewahrungsvorschriften einzuhalten. Da die Gefahr zu groß ist, müssen sie allen entwaffnet werden. So schnell wie möglich.

      Antworten
      1. Aldinger

        Was ist der prinzipelle Unterschied zw. einen Küchenmesser und einen Kurzschwert (Sax, Gladius etc.)? Wo ist der Unterschied ob jemand mit mit einer Schußwaffe oder mit einer Stichwaffe getötet wird? Wenn Sie 20.000 Besitzer anschreiben, 2000 keinen Nachweis bringen und wenn es bei denen dann gerade mal 50% Beanstandungen gibt, so ist das keine „relevante Anzahl“ nach Ihrer Argumentation, müßte man die Partei „Die Grünen“ verbieden, da es dort, wie in jeder anderen gesellschaftlichen Gruppe, eine „relevante Anzahl“ von Straftätern gibt.

        Antworten
        1. joerg

          Wenn ich Überprüfungen ankündige, kriege ich mit Sicherheit eine hohe Anzahl an korrekten Aufbewahrungen – man kann ja mal für den Tag der KOntrolle die Knarre aus dem Nachttisch in den Tresor legen. Dass es trotzdem noch zu über 50% Beanstandungen kommt, ist horrend, ja unerträglich. Vielleicht sollte man, bis die Entwaffnung durchgesetzt ist, jede Waffe einziehen, bei der es Beanstandungen zur Aufbewahrung gab.

          Antworten
  4. Patrick

    Ich kann dem nur zustimmen:
    Es kann doch nicht sein, dass Menschen, die schon immer gesetzeskonform handeln und gehandelt haben, plötzlich aus den Verfehlungen einzelner anderer Menschen ein Nachteil entsteht. Bestrafung der Übeltäter: ja. Aber Bestrafung aller für die Tat eines Einzelnen: nein! So etwas darf in einem Rechtsstaat nicht möglich sein.

    Denn um im Bild zu bleiben: Sonst müssten Straßenbahnen auch verboten werden, wenn Schwarzfahrer erwischt werden….

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    1. joerg

      Es geht hier nicht um einzelne Menschen, sondern um eine relevante Anzahl innerhalb der Gruppe Waffenbesitzer. Nach Winnenden, dem kurz danach stattgefundenen Amoklauf in einem Gericht zeigen die Kontrollen – angekündigte – dass weiterhin kein Unrechtbewusstsein besteht. Die einzig logische Konsequenz: entwaffnen.

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      1. Aldinger

        Unrechtbewusstsein ? Von was? Wollen Sie wieder die Sippenhaftung für alle Sportschützen und Jäger einführen? Sowas gabs mal unter den Nazis!
        Die Mehrzahl der kontrollierten waren Altbesitzer und Erben, die sich mit den ständig wechselnden Bestimmungen im Waffengesetzt i.d.R. nicht einmal auskannten, Sie selber kennen warscheinlich nicht einmal den Unterschied zw. Waffenschein und Waffenbesitzkarte

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        1. joerg

          Wer redet von Sippe? Der Waffeneigentümer ist verantwortlich und dieser Verantwortung muss er gerecht werden. Das schaffen offenbar im Kreis Waiblingen mehr als 50% der Kontrollierten nicht. Mir ist es wurscht, wenn jemand eine Waffe erbt und sich nicht auskennt. Da erwarte ich von Behören Informationen an den Erben und vom Erben, dass er sich um seine Bildungslücke kümmert. Und den Einzug der geerbten Waffen, bis alle Lücken geschlossen sind.

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  5. Kalle

    Herr Rupp;-geht,s denn noch ?
    Sie;-als Vertreter einer Partei, die mitverantwortlich ist für die“ Rückführung der Bundeswehrsoldaten-in Zinksärgen“.
    Und alles aus „Humanitären Gründen“
    Die Mehrheit der Bundesbürger will das nicht;-na ja.
    Sind wohl politisch unreif?
    Hatten Sie etwa längere Zeit Kontakt zur „Linken“-der Nachfolge-Nachfolgepartei der SED ? ?
    Wer steht als nächstes auf der Liste;-der von Ihnen zu bekehrenden? ?
    Oder haben Sie;-seit der letzten Bundestagswahl irgendwelche Minderwertigkeits????????

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    1. joerg

      Kalle, es geht noch. Warum Sie jetzt den Afghanistankrieg anführen, erschließt sich nicht. UNd selbstverstänldich habe ich Kontakt zur Linken – als politischen Gegner. Auch zu anderen Parteien, die ehemalige Blockparteien aufgenommen haben wie die CDU und die FDP.
      Zum Rest: wenn Sie irgendwo ein Niveau gefunden haben, dürfen Sie es gerne nochmal versuchen.

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  6. Alfred Holzapfel

    Sehr geehrter Herr Rupp,
    wenn Ihre grüne Umweltverbessererfraktion mal richtig nachdenken würde, müsste sie zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, daß nicht die Waffe in des Amokläufers Hand die Menschen tötet sondern der Mensch am Abzug.
    Daraus folgt, wenn Sie zur Besinnung kommen, könnten Sie vielleicht mal darüber nachdenken, wie man einen jungen Menschen davon abhalten könnte überhaupt an einen Amoklauf zu denken. Sie und Ihre Gesinnungsgenossen basteln an Auswirkungen herum ohne auch ur ein eiziges mal auf die Ursachen der Amoklkäufe einzugehen. Diese Thematik Ist Ihnen anscheinend zu schwierig, weil davon nichts in der Presse vorgekaut wird.
    Einen schönen Jahreswechsel mit hoffentlich Zeit zum Nachdenken wünscht Ihnen
    Alfred Holzapfel

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      1. Dr. Hans Mayr

        Sehr geehrter herr Rupp,

        Versuchen Sie es einmal mit einem Deutschkurs. Wenn man keine Argumente hat, wäre es sinnvoller, wenn Sie Blogeinträge, die Sie nicht beantworten können, einfach löschen würden. Ich lege Ihnen für das kommende Jahr 2010 zwei Sachen nahe:

        1. Informieren Sie sich, bevor Sie über ein Thema schreiben ausreichend, dann können Ihnen Blamagen wie diese erspart bleiben.

        2. Wenn Sie das Geld haben und nicht wieder mit einer Scheidung zu tun haben, melden Sie sich BITTE für einen Deutschkurs an (ihre linken Genossen haben da sicher gute Adressen parat und Plätze gibt es genug, denn die Ausländer machen eh keine Kurse).

        Hochachtungsvoll,

        Ihr Dr. Hans Mayr

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  7. PanzersStOffz

    Lieber Grünen-Ideologe,
    nachdem Sie bereits zweimal folgenden Unsinn zitiert haben:
    „Bei der Hälfte der stichprobenartig kontrollierten Waffenbesitzer im Land sind 2009 Verstöße festgestellt worden. Wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte, wurden bislang 1.150 Waffenbesitzer kontrolliert und davon 584 Fälle beanstandet.“
    Was denn jetzt. 2009 Verstöße, bei 1150 Kontrollierten, oder 584, oder wie ….
    Wenn die politisch korrekte Journalie in einer Pressemitteilug noch nicht einmal in der Lage ist einwandfreies unmissverständliches Deutsch zu kommunizieren …

    Und Hetze wird nicht dadurch besser, dass ständig Adjektive wie „unerträglich“ verwendet werden.
    Übrigens: den Begriff der Zuverlässigkeit, den heute unser Waffengesetz ziert, und die jeder Schütze besitzen muss, den hat Adolfs Bürokratie erfunden. Damals war jemand zuverlässig, der in der Partei war. Gut dass der Begriff heute wieder im Waffengesetz ist. Dann muss zum passenden Zeitpunkt nicht mal mehr ein Gesetz geändert werden, nur noch Ausführungsbestimmungen und die Definiton von „zuverlässig“.
    Kleine Frage: hält man Sie in Ihrer Partei für zuverlässig?

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  8. Uner

    Hallo Jörg,

    richtiger Blogeintrag. Die Fraktion der empörten hat hier noch nicht ein Argument geliefert wozu Waffen in den Privathaushalten gebraucht werden.

    Auch in meinem Umfeld gibt es Schützen. Was man da immer wieder zu hören bekomme lässt einen nur den Kopf schütteln. Da gibt es angeblich Waffen im Nachttisch, oder man will tausende Schuss Munition zuhause haben. Wenn dann einer nach Tims furchtbaren Amoklauf einer mit Stolz verkündet „So eine habe ich auch, seht ihr das ist eine der gefährlichsten Waffen der Welt“ weiß man gar nicht mehr was man sagen soll.

    Natürlich gibt es viele Vernünftige unter den Schützen und natürlich sind nicht nur die Waffen der Schützen ein Problem sondern JEDE sich in einem Privathaushalt befindliche Waffe.
    Wahrscheinlich sind bei den Altbesitzer die Zustände meist Schlimmer als bei den Schützen und Jägern.

    Dochn sollte nicht vergessen das:

    Robert S., der Amokläufer von Erfurt, Mitglied in einem Schützenverein war !

    Tim K. der Amokläufer von Winnenden das schießen im Schützenverein seines Vater übte und mit diese waffe dann auch zum Mörder wurde !

    Martin P Amokläufer von Bad Reichenhall im Wald mit der Waffe seines Vater (Mitglied in einem Schützenverein)den Waffengebrauch übte !

    Michael F. der in Brandenburg sich selbst und seinen Internatsleiter tötete hierzu die Waffe seines Vater (Mitglied in einem Schützenverein) benutze !

    Doch eins ist auch wichtig, ein Verbot der Waffen in Privaten Haushalten wird Amokläufe nicht verhindern. Wahrscheinlich wird man das nie können. Zu Vielschichtig sind die Ursachen für solche Tragödien. Es ist falsch dass sich die Diskussion darum sich meist nur um den Waffenbesitz und die sogenannten Killerspiele beschränkt.
    Dennoch hätte der 16 jährige Tim in der schwäbischen Provinz ohne Zugriff auf eine scharfe Waffe kaum ein Blutbad in dem Ausmaß ausrichten können.

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    1. Matthias

      „Die Fraktion der empörten hat hier noch nicht ein Argument geliefert wozu Waffen in den Privathaushalten gebraucht werden.“

      Das muß die Fraktion der „Empöhrten“ auch garnicht. In einem freiheitlichen Staat muß eine Einschränkung der Freiheit begründet werden und nicht die Gewährung der Freiheit.

      „Doch eins ist auch wichtig, ein Verbot der Waffen in Privaten Haushalten wird Amokläufe nicht verhindern. Wahrscheinlich wird man das nie können. Zu Vielschichtig sind die Ursachen für solche Tragödien. Es ist falsch dass sich die Diskussion darum sich meist nur um den Waffenbesitz und die sogenannten Killerspiele beschränkt.“

      Da sind wir uns einig. Ich frage mich nur, wo die geheuchelte Änderung unserer Gesellschaft bleibt, die in Zukunft helfen soll Massenmorde zu verhindern? Oder schlägt sich die erhoffte Änderung nun wiedereinmal in der Verschärfung des Waffenrechts nieder?

      Antworten
      1. joerg

        Das eine zu tun heißt das andere nicht zu lassen. Die Funktion einer Waffe ist es, zu töten. Eine Schusswaffe, die noch alleine durch ihre in der Tötungsmaschinerie optimierte Nachladefähigkeit oder Schnellschussmöglichkeit hebt sich da durchaus auch von anderen Waffen ab.

        Meiner Meinung nach.

        Vielleicht muss man das nochmal betonen. Denn es geht mir letztendlich darum, für meine Position Mehrheiten zu erreichen. Das muss mir nicht gelingen – siehe meine aktuelle Analyse – kann aber. Dazu muss, braucht man mich oder meine Partei auch gar nicht z wählen. Aber in einer Demokratie ist es üblich, andere Meinungen zu haben, diese auch zu vertreten ohne dafür übelst beschimpft zu werden. Mein Eindruck aus dem Wahlkampf bleibt und wurde nur noch verstärkt. Waffenlobbyisten ist nicht an einem Dialog gelegen, sondern nur, den Status Quo zu erhalten – kommen noch so viele Menschen durch Leichtsinn oder verantwortungslose Handhabung um.

        Antworten
        1. Matthias

          „Das eine zu tun heißt das andere nicht zu lassen.“
          Ääähh.. OK.

          „Die Funktion einer Waffe ist es, zu töten.“

          Technisch gesehen, nein. Die Funktion einer Schußwaffe ist es ein festes, flüssiges oder gasförmiges Projektil durch einen Lauf zu treiben.
          WAS damit dann gemacht wir hängt vom Benutzer ab. In meinem Falle ist das Scheiben löchern und wird -außer in einem hoffentlich nie eintretenden Notwehrfall- auch dabei bleiben.

          „Eine Schusswaffe, die noch alleine durch ihre in der Tötungsmaschinerie optimierte Nachladefähigkeit oder Schnellschussmöglichkeit hebt sich da durchaus auch von anderen Waffen ab.“

          Mal im Ernst:
          Also ohne Nachlademöglichkeit wäre das Sportschießen ja auch langweilig, oder!? Und Schnellschüsse kenne ich nicht. Laut AWaffV sind Deutschüsse als Sportschütze verboten. Daraus ergibt sich, daß ich immer gezielt schieße.

          Ich halte einmal dagegen: Ein mit einer Schußwaffe Bewaffneter hat in einer Distanz unter 8-9 Metern gegen jemanden mit einem Messer kaum eine Chance. In Tests zeigte sich, das 85% der Personen nicht einmal bemerkten, daß sie mit einem Messer attackiert wurden. 10% waren nicht in der Lage auf die bemerkte Bedrohung rechtzeitig zu reagieren und nur 5% gelang es sich auf der Distanz gegen ein Messer mittels Schußwaffe rechtzeitig zur Wehr zu setzen (Vergleiche Frank B. Metzner- Combat-Schießen, bitte nageln Sie mich nicht auf die %-Werte fest).
          In Verbindung damit ist interessant, daß „nur“ 40% aller mit einer Schußwaffe angegriffenen Personen sterben, doch 60% aller mit Messern angegriffenen.
          Dies in Kombination mit der Tatsache, daß man ein Messer garnicht nachladen muß, die Waffe immer bereit zum Angriff ist und aufgrund der Klinge für einen Verteidiger im Gegensatz zur Schußwaffe auch nicht greifbar ist sollte Ihnen nunmehr zu denken geben Ihre Küchenmesser weiterhin ausserhalb eines Klasse B Tresors aufzubewahren!

          „Meiner Meinung nach. “
          Darf ich fragen, worauf Ihr Fachwissen beruht? (Ernst gemeinte Frage.)

          „Vielleicht muss man das nochmal betonen. Denn es geht mir letztendlich darum, für meine Position Mehrheiten zu erreichen. Das muss mir nicht gelingen – siehe meine aktuelle Analyse – kann aber. Dazu muss, braucht man mich oder meine Partei auch gar nicht z wählen. Aber in einer Demokratie ist es üblich, andere Meinungen zu haben, diese auch zu vertreten ohne dafür übelst beschimpft zu werden.“

          Keine Frage und das Verhalten einiger Leute hier finde ich auch nicht OK, doch den Schuh ziehe ich mir genausowenig an wie die Sippenhaft, in die Ihre Parteigenossen uns 2009 genommen haben.
          Irgendwie kann ich aber auch verstehen, daß einigen Waffenbesitzern oder auch einfach nur normalen Bürgern die Hutschnur reißt, wenn sie sehen, wie ein solch tragisches Ereignis, wie in Winnenden, medial und politisch ausgeschlachtet wird.

          „Mein Eindruck aus dem Wahlkampf bleibt und wurde nur noch verstärkt. Waffenlobbyisten ist nicht an einem Dialog gelegen, sondern nur, den Status Quo zu erhalten – kommen noch so viele Menschen durch Leichtsinn oder verantwortungslose Handhabung um.“

          Ich habe Grüne Politiker angeschrieben und um eine Kontaktaufnahme gebeten um das WaffG erörtern zu können. Zu einem Großteil bekam ich nichteinmal eine Antwort.
          Was den Leichtsinn angeht, so kann ich Ihnen dazu nur meine persönliche Einstellung nennen: Waffen gehören im entsprechenden Behältnis nach Vorschrift des WaffG aufbewahrt. Ende.
          Was die verantwortungslose Handhabung angeht, so wüsste ich gerne, was Sie damit im Detail meinen. Mir wäre zumindest nämlich nicht bekannt, daß Waffenbesitzer für viele Tote sorgen, indem sie die aktive Handhabung ihrer Waffe nicht ausreichend beherrschen.
          Schlußendlich bleibt zur Gewichtung von Fallen wie in Winnenden zusagen, daß bei der Menge an besessenen Waffen die Zahl der Opfer verhältnismäßig gering ist. ganz im Gegenteil zu Messern z.B.- Damit wären wir dann wieder bei Ihnen in der Küche…

          Falls die Freunde von Messern übrigens gerade die Krätze bekommen sei hier noch einmal deutlich gesagt: Ich selbst schätze ein scharfes Messer, das ich stets dabei habe und möchte es nicht missen und die von mir angeführten Beispiele dienen lediglich dazu zu verdeutlichen, daß man jeden Gegenstand schlechtreden kann- Auch wenn er sich in den Händen eines gesetzestreuen Bürgers befindet.

          Eine Frage zum Abschluß: Wenn Sie einfach alle Waffen (Hinweis: Das Verbot beträfe dann nur anständige Bürger, die Verbrecher würden ihre Waffen behalten) verbieten könnten, würden Sie dies unter Berücksichtigung ALLER Folgen tun? Wie schätzen Sie die Auswirkungen ein?

          Antworten
          1. joerg

            Wie gesagt, Schusswaffen wurden nicht erfunden, um Schützenfeste auszutragen, sondern um zu töten. Das ist letztendlich ihr einziger Zweck. Und Sie sehen schon an diesem Blog, dass es schwer ist, alle Fragen zu beantworten, selbst mit Büro. Aber sei’s drum:
            Ja, ich würde alle Waffen in Privatbesitz verbieten. Das Gewaltmonopol des Staates ist ein hohes Gut, bedarf aber gleichzeitig einer intensiven demokratischen Begleitung.

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        2. Harald Wischewski

          „Die Funktion einer Waffe ist es, zu töten.“

          Die Funktion einer Schusswaffe ist es ein Projektil möglichst wiederholgenau in eine vom Benutzer vorgegebene Richtung zu beschleunigen. Was sich am Ende der Flugbahn befindet, entscheidet nicht die Waffe, sondern der Benutzer.

          „Eine Schusswaffe, die noch alleine durch ihre in der Tötungsmaschinerie optimierte Nachladefähigkeit oder Schnellschussmöglichkeit hebt sich da durchaus auch von anderen Waffen ab.“
          Mal davon abgesehen, dass der Satz mir grammatikalisch Probleme bereitet, darf man fragen, was optimierte Nachladefähigkeiten und Schnellschussmöglichkeiten sind? Alles, was schneller als ein Vorderlader (1 Schuss pro Minute) funktioniert? Alles was schneller als eine Repetierwaffe (ca. 15 Schuss pro Minute) funktioniert? Alles was schneller als eine halbautomatische Waffe (ca. 50-100 Schuss pro Minute) funktioniert? Alles, was schneller als ein modernes militärischesSturm- oder Maschinengewehr (ca. 800-1200 Schuss pro Minute) funktioniert? Alles, was schneller als eine Waffe nach dem Gatling-Prinzip (ca. 2000-4000 Schuss pro Minute) funktioniert? Alles, was nach dem Metal Storm Prinzip (> 1 Mio. Schuss pro Minute) funktioniert?
          Als technisch unkundiger Laie sollte man mit Forderungen vorsichtig sein.

          „Aber in einer Demokratie ist es üblich, andere Meinungen zu haben, diese auch zu vertreten ohne dafür übelst beschimpft zu werden.“

          Zunächst einmal möchte ich zum Thema Demokratie und Meinung den Karbarettisten Dieter Nuhr zitieren, der sehr trefflich (wenn auch recht zugespitzt) formulierte:
          „Das haben ja viele falsch verstanden mit der Demokratie. Man DARF zu allem eine Meinung haben. Man MUSS aber nicht. Das ist mir ganz wichtig, dass das mal gesagt wird. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.“
          Auch wenn ich das Zitat nicht wörtlich zu nehmen bitte, aber von einem Politiker erwarte ich, dass er sich über ein Thema zunächst (möglichst unvoreingenommen) informiert, BEVOR er Forderungen stellt. Ihre Ausführungen zeigen aber überdeutlich, dass Sie von der Materie Waffen, Waffentechnik und Waffenrecht keinerlei Kenntnis haben.

          „Waffenlobbyisten ist nicht an einem Dialog gelegen, sondern nur, den Status Quo zu erhalten – kommen noch so viele Menschen durch Leichtsinn oder verantwortungslose Handhabung um.“

          Waffenlobbyisten interessieren sich für das Waffenrecht kein bischen. Waffenlobbyisten exportieren Millionen von Waffen in Krisenstaaten oder „befreundete“ Staaten und verdienen damit sehr viel Geld. Ein Waffenlobbyist interessiert sich nicht für Legalwaffenbesitzer, die bringen keinen Umsatz. Warum eine Flinte an einen Jäger verkaufen, wenn man 50.000 Sturmgewehre, hunderte Panzer oder Kampfflugzeige inclusive Wartungsvertrag an eine Armee oder (über Umwege) einen afrikanischen Warlord verkaufen kann?
          Was Sie als Waffenlobby bezeichnen sind zwei Millionen Sportschützen, Jäger, Waffensammler und Berufswaffenträger – oder wie ich sie nenne: Staatsbürger.

          Und was die „noch so vielen“ Opfer von Schusswaffen betrifft, so kommen in Deutschland statistisch gesehen pro Jahr etwa 100-120 Menschen durch Schusswaffen ums Leben. Der überwiegende Anteil (>95%) davon durch illegale Schusswaffen, die durch kein Waffengesetz der Welt reguliert werden können. Lediglich 5-10 Fälle von Mord bzw. Totschlag pro Jahr werden mit legalen Schusswaffen verübt. (Quelle: Kriminalitätsstatistik des Statistischen Bundesamtes & Jahrenbericht zur Waffen- und Sprengstoffkriminalität des Bundeskriminalamtes).
          Angesichts von 10 Millionen legalen und geschätzt 20 Millionen illegalen Waffen in Deutschland sind die Zahlen verschwindend gering, auch wenn singuläre Ereignisse wie Winnenden medial ausgeschlachtet einen anderen Eindruck erwecken mögen.

          Die Grundrechte (das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit beinhaltet auch das Recht Waffen zu besitzen und dieses gesetzeskonform zu benutzen) von zwei Millionen Bundesbürgern angesichts solch geringer Fallzahlen einschränken zu wollen, ist einer freiheitlichen Gesellschaft nicht würdig.

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          1. joerg

            Oh, verharmlosen sie doch nicht den Zweck einer Waffe. Das ist doch lächerlich, peinlich sogar. Und dieses Nuhr-Zitat ist ja durchaus spannend. WER entscheidet denn, ob ich eine Meinung zum Waffenrecht haben DARF. Sie? Sie meinen, ich habe keine Ahnung – weil ich nicht Schütze bin bzw. kein Waffenexperte. Aber wissen Sie was: ich bin Bürger dieses Landes und daneben jemand, der Kinder in der Schule hat – damit bin ich genug Experte für Demokratie und Amokläufe, dass ich sagen kann, dass ich nicht möchte, dass irgendein durchgeknallter Waffennarr, der meint, IHM passiere das nicht, dass sein Sohn die Knarre etc. pp….
            Ihre Statistiken interessieren einfach nicht – denn NIEMAND möchte Ereignisse wie in Erfurt, Winnenden oder Landshut oder sonstwo erneut in Kauf nehmen. Niemand. Da können Sie schönreden wie Sie wollen. Da können Sie Ihre Lobbyisten zu verbürgerlichen versuchen. Dialektik üben. Hier bei mir im Blog kommen Sie damit keinen Schritt weiter.
            Mir geht es nach wie vor um die überheblichen Typen, die meinen, Sie können Kindern Zugang zu Waffen möglich machen. Eine Familie wurde ausgelscht, weil das Kind Zugang zu Waffen hatte UND in der Lage war, damit umzugehen. Viele Kinder sind gestorben, weil irgendsoein Idiot es nicht gecshafft hat, seine Knarre ordnungsgemäß wegzuschließen und sogar noch dem Herrn Sohn tausende Schuss Munition gekauft hat. Das lässt sich nicht verharmlosen, das lässt sich auch nicht dialektisch schönreden oder gar relativieren durch irgendwelche Vergleiche. Insofern sollten Sie vielleicht ebenfalls „einfach mal die Klappe halten“ – denn von der Angst, die diese Taten hervorrufen, weil sie nicht verhinderbar sind, weil es immer dolche Deppen wie Tim K’s Vater gibt (in meinen Augen), davon haben Sie offensichtlich keine Ahnung.
            Alles was ich fordere ist, Privathaushalte zu entwaffnen, kein Verbot der Schützenvereine, kein Verbot von Schützenfesten, kein Verbot von Waffen an und für sich. Ich finde aber, wie sind alle angehalten, solche Taten so unmöglich wie möglich zu machen.

            Antworten
      1. joerg

        Im konkreten Fall hat er sich allerdings für eine Pistole entschlossen. Und daher hätte er ohne die unsachgemäße Aufbewahrung der Waffe und seine Kenntnisse, die er sich im Schützenverein angeeignet hat, die tat in der Form nicht ausüben können. Punkt.

        Antworten
        1. Matthias Brecht

          Er hat sich entschlossen einen Massenmord (keinen Amoklauf) zu begehen, er hätte eine eine Möglichkeit gefunden den Plan zu realisieren, unter Umständen noch effektiver als mit einer Schusswaffe. Nicht das ich glaube, dass es bei ihnen etwas in ihrem Weltbild ändert. Punkt

          Bei mir hat es etwas verändert, durch das Verhalten und den Äußerungen der Grünen und sozialdemokratischen Politiker, habe ich zum ersten mal in meinem Leben CDU/FTP gewählt. 🙂 Das WaffG ist ein idealer Indikator welche Einstellung Politiker zur Freiheit haben.

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    2. Matthias

      „Ja, ich würde alle Waffen in Privatbesitz verbieten. Das Gewaltmonopol des Staates ist ein hohes Gut, bedarf aber gleichzeitig einer intensiven demokratischen Begleitung.“

      Und gleichzeitig behaupten Sie, es ginge Ihnen nicht darum das Sportschießen in Deutschland zu verbieten. Was für ein Unfug!

      Gegen das Gewaltmonopol halte ich mal gegen:

      GG Artikel 20: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“

      Noch Fragen?

      Das Sie sich übrigens als Waffen- und Amokexperte sehen lässt mich höchstens müde grinsen. Sie haben weder von Waffen, noch von sozialen Problemen unserer Gesellschaft die geringste Ahnung.
      Tun Sie Sich selbst bei dieser peinlichen Aktion hier einen Gefallen und hören Sie auf! Hören Sie bitte einfach auf weitern Unsinn zu verzapfen!

      Antworten
      1. joerg

        Ach Matthias,
        schrieb ich irgendwo, dass ich Experte bin? Nein. Aber ich habe gelernt, dass Waffenbesitzer offensichtlich sogar das dritte Reich herandführen, bevor sie drüber nachdenken, ob man auch nur EINEN einzigen kritischen Satz zum Ergebnis dieser Kontrollen äußert.

        Und Sie sollten vielleicht noch einmal mit ein paar Stunden Gemeinschaftskunde oder zumindest etwas Lesen versuchen:
        „Das Gewaltmonopol des Staates bezeichnet die ausschließlich staatlichen Organen vorbehaltene Legitimation, physische Gewalt auszuüben oder zu legitimieren. Es ist ein Prinzip aller modernen Staaten und gilt als eine der Grundlagen für das Funktionieren des Rechtsstaates.“ (wikipedia)

        Ich rede trotzdem nach wie vor über diese Presseberichte über Beanstandungen bei Kontrollen bei Waffenbesitzern, wonach diese zu rund 50% gegen die Artikel nachlesen. Wie es dazu kommen konnte, dass diese Amokläufe stattfinden konnten, da gibt es vielerlei Ursachen. Eine davon war im Falle Winnenden die scheinbar nicht sachgemäße Aufbewahrung der Waffe durch den Vater und der Zugriff des Jungen darauf. Deshalb ist zurecht Anklage gegen den Vater erhoben worden.

        Wissen Sie: Sie müssen meine Blogbeiträge nicht lesen.

        Antworten
        1. Matthias

          „Ach Matthias,“

          Och Mensch Jörg…

          Da hast Du es geschrieben:

          „Aber wissen Sie was: ich bin Bürger dieses Landes und daneben jemand, der Kinder in der Schule hat – damit bin ich genug Experte für Demokratie und Amokläufe, dass ich sagen kann, dass ich nicht möchte, dass irgendein durchgeknallter Waffennarr, der meint, IHM passiere das nicht, dass sein Sohn die Knarre etc. pp….“
          Wie das Gewaltmonopol -so wie Sie es beschrieben haben- mit meinem Waffenbesitz zusammenhängt verstehe ich ehrlichgesagt nicht.
          Ich stelle das Recht der Staatsorgane Personen zu inhaftieren und abzuurteilen nicht in Frage. Dieses Prinzip wird auch von Waffenbesitzern nicht in Frage gestellt. Ich frage mich also, was das ganze soll.

          „Wissen Sie: Sie müssen meine Blogbeiträge nicht lesen.“

          Und zum Glück muß ich die Grünen (noch) nicht wählen…

          Antworten
  9. sgtypo3

    Hallo,

    ich selbst bin überhaupt kein Freund von Schusswaffen und sehe nur sehr wenige Bereiche in denen Ihnen in meinen Augen eine Daseinsberechtigung zusteht, und der private Haushalt zählt nicht dazu.
    In meinem Bekanntenkreis gab es vor einigen Jahren einen Todesfall aus jugendlichem Leichtsinn wegen einer nicht ausreichend sicher verwahrten Pistole.

    Ob ein generelles Verbot von Waffen in Privathaushalten der richtige Weg ist, weiß ich nicht. Mich erinnert aber die Art der Argumentation in diesem Beitrag stark an die Killerspieldebatte. Viele unbescholtene Bürger werden diffamiert aufgrund von Fehlverhalten einiger weniger, wofür dann wieder die Amokläufe herhalten müssen, die für die Allgemeinheit eine bedeutend geringere Gefahr darstellen, als beispielsweise dünnflüssiges Lampenöl. Und wenn jetzt wieder der „relevante“ Teil kommt, würde ich mir wünschen, dass Sie zunächst das Argument einiger Vorposter entkräften es handle sich eher um 37% von 1% als um 37% von 100%.

    Viele Grüße

    Antworten
    1. joerg

      Es ist ähnlich emotionalisiert wie in der Killerspieldebatte, das merken Sie an den Reaktionen. Mein grßes Problem ist und bleibt, dass jeder der Amokläufe an Schulen in Deutschland mit nicht vorschriftsmäßiger Aufbewahrung von Waffen zu tun haben. Und mein anderes Problem bleiben die Nichteinhaltung von Vorschriften bei Kontrollen.
      Natürlich wird nur ein Bruchteil der Waffenbesitzer überhaupt kontrolliert. Dazu findet man genügend Berichte im Netz, z. B. hier: http://nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/1286360/details_8.htm
      Bei diesen wenigen angekündigten Kontrollen werden aber noch in jedem zweiten Fall Verstöße gegen die Vorschriften festgestellt. Persönliche Erfahrungen mit Schützen kommen dazu: in einem Fall war man bereit mir für kleines Geld eine Schusswaffe zu esorgen, wenn ich wolle.
      Daher bleibe ich dabei: Privathaushalte müssen entwaffnet werden.

      Antworten
      1. Matthias

        „Mein grßes Problem ist und bleibt, dass jeder der Amokläufe an Schulen in Deutschland mit nicht vorschriftsmäßiger Aufbewahrung von Waffen zu tun haben.“

        In Emsdetten ging es weniger um die Aufbewahrung als vielmehr um aller Wahrscheinlichkeit nach geschmuggeltes Schwarzpulver aus den Niederlanden zur Benutzung von Vorderladerwaffen und um illegalen Waffenbesitz (Siehe illegal besessenes KK-Gewehr).

        In Erfurt hat die Behörde schlicht geschlafen und hätte Robert S. (Per Gesetz!) schon auf die Füße treten müssen.

        Für Winnenden haben Sie natürlich recht: Ein TEIL des Puzzles ist die falsche Aufbewahrung einer Schußwaffe gewesen.

        Was ich viel interessanter finde: Jedes mal ist es eine allgemeinbildende Schule gewesen. Eine seltsame Häufung, finden Sie nicht auch?
        Irgendetwas muß also dem Täter die Motivation verschafft haben an seine ehemalige Schule zu gehen um Rache für etwas dort erfahrenes zu nehmen.
        Die viel interessantere Frage ist also: Was zur Hölle wird in den Schulen unseren Kindern zuteil???

        Antworten
        1. joerg

          Die Frage nach der Hölle der Kinder ist natürlich die logische Konsequenz. Ich habe als Schüler, als Vater und als Lehrer selbst die Ohnmacht erlebt, wenn dieses System einem nicht wohlwollend gegenübertritt. Es ist am Ende eine Mischung aus Unfähigkeit, Eitelkeit und falsch verstandener Solidarität.
          Dies ist ein Teil des Ganzen, dazu kommen natürlich andere Teile. Hin – nicht wegsehen. Sich wehren können. Hilfe erfahren. Perspektiven finden. UNd viele mehr.
          Aber betrachten Sie unsere Welt: noch immer bestimmen militärische Rituale unsers Staatsempfänge. Es gibt wieder Orden und Ehrendenkmäler. Waffen (zum Guten) zum Töten benutzen spiegelt sich in so vielen Filmen wieder. Selbstjustiz findet sich in so vielen hochgelobten Filmen – Tarantino ist da ein unglaubliches Beispiel.
          Aber bevor ich jetzt ins philosoohieren komme, breche ich da lieber ab.

          Antworten
        2. Matthias

          „Aber betrachten Sie unsere Welt: noch immer bestimmen militärische Rituale unsers Staatsempfänge. Es gibt wieder Orden und Ehrendenkmäler.“

          Ist der Vergleich nicht etwas sehr weit hergeholt?
          Duch Militärempfänge entschließt sich sicher kein 18 Jähriger dazu in seiner ehemaligen Schule „aufzuräumen“.

          „Waffen (zum Guten) zum Töten benutzen spiegelt sich in so vielen Filmen wieder.“

          „Selbstjustiz findet sich in so vielen hochgelobten Filmen – Tarantino ist da ein unglaubliches Beispiel.“

          Tarantino spielt -meiner Meinung nach- oft mit ähnlichen Urbedürfnissen wie auch Stephen King. Nehmen wir einmal Kill Bill: Ein Film über Rache, grenzenlose Rache.
          Künstlerisch ist der Film mit verschiedensten Stilen und Kameraführungen sehr gut umgesetzt und sehenswert. Und die Themenwahl ist ja auch nicht von hinter dem Mond: Rachegefühle gehören zum Menschen dazu, so ist es nunmal (leider).
          Kill Bill auf der Ebene zu verstehen, daß dort jemand sich seinen Weg bahnt um ein Ziel zu erreichen (koste es was es wolle) ist sicherlich nicht Sache eines 14 Jährigen (Zumindest meistens nicht). Von daher sind hier wieder die Eltern gefragt. Muten die Eltern einem Kind soetwas zu? Ja oder Nein? Sofern das Kind die Reife dafür besitzt ist dagegen nichts einzuwenden, schließlich handelt es sich um einen Thematisch äußerst interessanten Film.
          Hier pauschal zu urteilen lehne ich genauso ab wie pauschal zu urteilen alle Waffen wären „böse“.
          Jetzt aber ersteinmal einen guten Rutsch und viel Freude mit einer Menge wohlwollend eingesetztem Schießpulver!

          Antworten
          1. joerg

            Ich für meinen Teil finde Tarantinos Filme gewaltverherrlichend. Und der Zugriff auf nicht altersgemäße Filme ist für Jugendliche noch leichter als auf Waffen. Punkt.

            Antworten
        3. Matthias

          „Ich für meinen Teil finde Tarantinos Filme gewaltverherrlichend.“

          Ich nicht. Und jetzt? Hauen Sie mir jetzt Eine runter? XD

          „Und der Zugriff auf nicht altersgemäße Filme ist für Jugendliche noch leichter als auf Waffen. Punkt.“

          Der Zugriff auf Waffen ist für Jugendliche außer in Ausnahmen und beim Schießen in einer Schießstätte überhauptgarnicht gesetzlich vorgesehen und wird auch nicht praktiziert, ganz abgesehen davon, daß der Überlasser einer Waffe sich strafbar machen würde! Punkt! (Vgl. WaffG- Die Artikel suche ich ihnen gerne heraus)

          Bitte! Wenn Sie keine Ahnung von der Materie haben, dann hören Sie auf davon zu reden!

          Antworten
          1. joerg

            Auch über Tarantino kann man unterschiedlicher Meinung sein. Deswegen muss man dann aber nicht gewalttätig werden.
            Ja, das sagen Sie jetzt mal den Opfern des Amoklaufs von Winnenden. Da hat sich doch der Junge tatsächlich ganz illegal die nicht ordnungsgemäß verwahrte Waffe seines Vaters genommen. Mit bekanntem Resultat.

            Antworten
        4. Matthias

          „Ja, das sagen Sie jetzt mal den Opfern des Amoklaufs von Winnenden. Da hat sich doch der Junge tatsächlich ganz illegal die nicht ordnungsgemäß verwahrte Waffe seines Vaters genommen. Mit bekanntem Resultat.“

          Der vater hat rechtswidrig gehandelt und ist demnach zu bestrafen.
          Quizfrage: WAS soll ich bitteschön den Opferfamilien aus Winnenden sagen!?!?
          Was habe ich mit dem Fehlverhalten eines anderen zu tun??

          Antworten
  10. Dr. Hans Mayr

    Sehr geehrter Herr Rupp.

    Man sieht wieder, welchen Schwachsinn ungebildete, nichtstudierte Menschen wie Sie verfassen können. Ich wäre mal an der Einführung eines Verbots der Dummen in Deutschland interessiert. Stattdessen fordert Ihre „Partei“ immer Waffenverbote, da sie glaubt, dass diese irgendetwas verhindern könnten. Dass Waffengesetzverschärfungen nur den legalen Waffenbeistzern schadet, jedoch keinerlei Einfluss auf die illegalen Waffenbesitzer hat, ignorieren Sie einfach.

    Nehmen Sie sich das bitte zu Herzen.

    Hochatungsvoll,

    Dr. Hans Mayr

    Antworten
    1. Matthias

      Sehr geehrter Herr Dr. Mayr,

      eine Passage aus Ihrem Text möchte ich gerne einmal hervorheben:

      „Man sieht wieder, welchen Schwachsinn ungebildete, nichtstudierte Menschen wie Sie verfassen können.“

      Herzlichst möchte ich mich bei Ihnen dafür entschuldigen, daß ich -wie auch viele andere Waffenbesitzer- kein abgeschlossenen Studium besitze.
      Wahrscheinlich gehe ich recht in der Annahme, daß Sie sich besser fühlen würden, wenn Sie nicht derart ungebildete Leute in Ihrer Gefolgschaft hätten.
      Auch dafür meine Entschuldigung.
      Ich hoffe Sie können trotzdem damit leben und vielleicht sogar noch eine Empfehlung von einem Nicht-Studierten „einstecken“:
      Hören Sie auf Ihren Gesprächspartner von vornherein als vollkommen deppert darzustellen! Ihren Kommentar zu lesen bereitet ja fast genausoviel Kopfschmerzen wie den Beitrag intus zu haben, dem wir Ihre geistigen Entgleisungen überhaupt erst verdanken!

      Antworten
  11. Waldmeister

    Herr Rüpp,

    was ist denn mit den Haushalten, in denen es keine minderjährigen Personen gibt (die in Einzelfällen ihre Probleme mit der Schusswaffe meinen lösen zu können) – würden sie dort von Ihrer Ansicht „keine Waffen in Privathaushalten“ abgehen oder trauen Sie als Politiker dem mündigen gestandenen Bürger nicht über den Weg?

    Sanfte Grüße

    Antworten
    1. joerg

      Nein, ich halte grundsätzlich die Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten für nicht angemessen und zu gefährlich. Solche Taten http://www.stern.de/panorama/bluttat-in-landshut-koch-erschiesst-schwaegerin-im-gericht-660324.html sind nur mit Entfernungswaffen möglich. Das hat nichts mit „über den Weg trauen“ zu tun. Ich glaube, dass die meisten Schützen zuverlässige Personen sind. Leider ist ein Auswahlverfahren über Wafefnbesitzkarte und Waffenschein offesichtlich nicht ausreichend und die Schützenvereine beschönigen auch lieber, als das sie nach einer Lösung mit suchen.

      Antworten
      1. Dr. Hans Mayr

        Sehr geehrter Herr Rupp!

        Hitler hätte Ihre Einstellung glaube ich gut gefallen sagte er doch einst:

        „Der grösste Unsinn, den man in den besetzten Ostgebieten machen könnte, sei der, den unterworfenen Völkern Waffen zu geben. Die Geschichte lehre, dass alle Herrenvölker untergegangen seien, nachdem sie den von ihnen unterworfenen Völkern Waffen bewilligt hatten.“

        Ich glaube, Sie wären damals ein fabelhafter Parteigenosse gewesen. Für welche Partei möchte ich nicht sagen. GRÜN war sie sicher nicht!

        Hochatungsvoll,

        Ihr Hans Mayr

        Antworten
  12. Ulrich Lüderitz

    Sehr geehrter Herr Rupp,
    ich frage mich die ganze Zeit, was an den „GRÜNEN“ wählbar sein soll, wenn Repräsentanten wie Sie, immun gegen Fakten zu sein scheinen. Ich habe ein Hobby, und das ist Schießsport. Und das wird auch so bleiben. Denn 2 Millionen Schützen, Jäger, Sammler etc. werden sich ihr Hobby sicherlich nicht von absurdem Gedankengut eines GRÜNEN vermiesen lassen.
    Ich wünsche einen schönen Tag und bitte, ersparen Sie mir Ihre übliche Antwort.
    Hochachtungsvoll
    Ulrich Lüderitz

    Antworten
    1. joerg

      Sehr geehrter Herr Lüderitz,
      ich hab nichts gegen Ihr Hobby, das dürfen Sie von mir aus gerne weiter ausüben. Ich hätte nur gerne, dass Ihr Schießgerät woanders als in Ihrem Nachttisch aufbewahrt wird.
      Einen guten Start 2010
      Jörg Rupp

      Antworten
      1. Ulrich Lüderitz

        Sehr geehrter Herr Rupp,
        ich finde es erstaunlich, wie gut Sie sich in meinem Nachttisch auszukennen meinen. Aber auch hier irren Sie wieder. Alle Sportgeräte sind sicher aufbewahrt und bieten keinen Zugriff für Jugendliche, die keine Perspektive in ihren Elternhäusern oder Schulen finden. Ich finde es ausserdem sehr generös, dass ich meinen Sport „von Ihnen aus gerne weiter ausüben darf“
        Auch Ihnen einen guten Rutsch.
        Ulrich Lüderitz

        Antworten
  13. Dr. Hans Mayr

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    Was machen Sie, sollte nun keine Linkslinke Partei an die Macht kommen, sondern etwas vergleichbares wie vor 70 Jahren? Und stellen Sie sich vor, die kämen dann und würden Sie und Ihre Familie „abholen“ kommen. Was würden Sie dann tun? Ihre Familie und Ihre (neue) Frau mit Ihren erlernten Karatekicks beschützen? Schämen Sie sich für Ihre Einstellungen Herr Rupp!

    Antworten
  14. Matthias

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    beim lesen des Textes überkam mich irgendwie der Eindruck, daß sie leider nicht nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit handeln.

    Verhältnismäßigkeit bedeutet, daß eine Einschränkung im Verhältnis zur Gefahr (z.B.) bestimmt werden muß und stellt die Basis eines jeden modernen Rechtsstaats dar.

    Beim Massenmord von Winnenden kamen 15 Menschen ums Leben. Das ist Fakt.
    Die Ursachen hierfür sind in verschiedensten Themenbereichen zu finden.
    Ein Themenbereich -von vielen- ist die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schußwaffen. Leider kam der Vater den schon damals geltenden gesetzlichen Regelungen nicht nach uns somit erlangte sein Sohn Zugriff auf die Waffe.

    In diesem Falle kann man darüber nachdenken die Aufbewahrungsvorschriften besser zu kontrollieren.
    Am ende des Denkprozesses wird man allerdings zu der Einsicht kommen, daß das Automobil, das Küchenmesser oder auch ein normaler Gegenstand des täglichen Gebrauchs öfters benutzt wird um Menschen schwer zu verletzen oder zu töten als eine erlaubnispflichtige Schußwaffe in Privatbesitz. Letzendlich ist es so, daß die Aufweichung des GG gegenüber der Kontrolle der Aufbewahrung eines eben nicht ist: Verhältnismäßig.
    Es ist schlicht unverhältnismäßig. Dies mag ob der 15 verlorenen Menschenleben nicht befriedigend sein, doch es ist nun einmal so.
    Obwohl 10.000.000 legale Waffen in Deutschland besessen werden geschieht damit kaum etwas und selbst von den ca. 20.000.000 illegal besessenen Waffen hört man kaum etwas.
    Wie bereits gesagt: Die Straßen Deutschlands müssten bei gleichem Maßstab, den Sie anlegen, eigentlich nurnoch als Schlachthaus zu bezeichnen sein bei 4000-5000 Verkehrstoten jedes Jahr.
    Trotzdem ist Ihre Forderung: Raus mit den Waffen aus privaten Haushalten!
    Wie kommt das?
    Erklären kann ich mir dies nur, indem ich ins blaue Spekuliere, denn auf einer auf Fakten basierenden Meinung scheint Ihr Eindruck nicht zu fußen:
    Meine Vermutung ist, daß hier -wie auch sonst so oft- erfolgreich Angst in Ihnen geschürt wurde. Angst, die aus Unwissenheit erwächst.
    Ob Sie schon einmal in die Benutzung einer Waffe eingewiesen wurden weiß ich nicht. Ich kann es ihnen aber nur empfehlen. Wissen ist Macht und das trifft auch in diesem Falle zu.
    Trauen Sie Sich und anderen ruhig die Verantwortung eine Waffe richtig zu handhaben zu- genauso, wie Sie Sich zutrauen sicher Auto zu fahren, eine Familie zu gründen und geschäftsfähig zu sein. All dies erfordert Verantwortung und die allermeisten Waffenbesitzer sind sehr verantwortungsvoll im Umgang mit Waffen und werden Ihnen dies sicher gerne live unter Beweis stellen.
    Bitte machen Sie Sich erst selbst ein genaues Bild, bevor Sie weiterhin aburteilen und Äußerungen der Medien unreflektiert übernehmen.
    Vielen Dank.

    MfG
    ein Sportschütze

    Antworten
  15. PanzersStOffz

    Hallo,
    alle meine Waffen – ich bin Sammler – haben weniger Menschen getötet als die Ski von Herrn Althaus (nämlich keine, ich Sammler und Sportschütze!).
    Und der Herr Althaus ist schon wieder auf der Piste.
    Wenn Sie also Missionieren wollen wenden Sie sich bitte an den Ski-Kollegen. Achja, ich vergaß, der gehört ja zur Nomenklatur, und die darf nicht nur tun was sie will sondern sich auch mit Bodygards umgeben die unbewaffnet sind – wir haben ja schließlich eines der schärfsten Waffengesete der Welt! (Ironiemodus aus)

    Antworten
    1. joerg

      Hoffen wir, dass es mit ihren Waffen so bleibt. Was Unfälle wie der von Herrn Althaus in dieser Argumentation zu suchen hat, weiß ich nicht. Ich ziehe aber daraus meine eigenen Schlüsse – zum Beispiel, ob ich Sie ernst nehmen kann. Was ich nicht kann. Weitere Antworten werden Sie von mir auch nicht mehr erhalten.

      Antworten
  16. Norbert Helfinger

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    mit Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen. Um es vorweg zu nehmen, ich bin kein Wähler der GRÜNEN, dennoch gebe ich gerne zu, dass einige politische Lösungen und Ideen Ihrer Partei nicht immer verkehrt sind und sein müssen. Ich glaube es gibt nur wenige Themen in der derzeitigen politischen Landschaft die so leidenschaftlich diskutiert werden wie das Waffenrecht. Mit der Folge, dass es eben hierzu nur ein PRO und ein CONTRA gibt, ein „Zwischending“ ist offensichtlich nicht möglich. Ich halte dies persönlich auch nicht für dramatisch, solange man einige demokratische Spielregeln sowohl bei PRO wie auch bei CONTRA einhält und genau daran fehlt es in der gezeigten Streitkultur.

    Was mich persönlich stört ist immer die Pauschalierung und diese üblen Bezeichnungen Lobby! Warum nicht einfach einmal Interessenvertretung? Meinen Sie nicht auch, dass dies eine freundlichere Anrede ist? Ach ja, ich bin nicht auf dem Kreuzzug und es muss nicht jeder Haushalt mindestens drei Waffen besitzen und selbstverständlich darf man seine persönliche Meinung haben und schlichtweg auch gegen Waffen sein, ohne dass mir dieser Mensch nur deswegen unsympathisch wäre.

    Man kann sich auch trefflich über den Sinn und Unsinn von jedem Hobby bzw. Sportart streiten. Nur, weil ich z.B. etwas gegen Schusswaffen habe kann dies noch lange nicht bedeuten, dass diese zu verbieten sind, bzw. der Schießsport grundsätzlich abgeschafft gehört. Das ist in etwa genauso, wie man das Verbot von Fußballspielen fordern würde, nur weil ständig Ausschreitungen zu nehmen.

    Ich möchte mich an dieser Stelle auch nicht über Frau Künast und Ihrem legendären Auftritt in den Medien „Für was brauchen wir in Deutschland Sportschützen“ auslassen, es geht um Ihren Blog und Ihre Meinung.
    Allerdings und da hört es mit dem hohen und absolut schützenswerten Gut der Meinungsfreiheit auf, ist es mehr als verwerflich, wenn nachgewiesene empirische Untersuchen –die Gegenteiliges belegen- ignoriert und im Rahmen der jeweiligen Zielverfolgung absichtlich falsch präsentiert werden. Selbstverständlich dürfen Sie Ihre eigene persönliche Meinung vertreten, nur wenn ich Ihren Artikel lese, dann werden Realitäten so dargestellt wie man sie gerne hätte und nicht wie sie Sind. Die von Ihnen zitierte Statistik ist nichtssagend. Sie suggeriert dem unbedarften Leser, dass in dem von Ihnen zitierten Regierungsbezirk von 1.079 Kontrollen 576 mal reklamiert werden musste. Was heißt das? Wenn Sie eine solche Thematik als Politiker öffentlich aufgreifen (und dass ist eben der Unterschied zum Privatman), dann darf der öffentliche Leser auch eine Kommentierung erwarten. Ich bin seit fast dreißig Jahren bei einer Sicherheitsbehörde beschäftigt und kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass das was Sie offensichtlich suggerieren wollen – 1.079 Kontrollen = 576 Verstöße gegen das Waffengesetz = 37 % verantwortungslose Zeitgenossen, schlichtweg falsch ist. Ich bin durchaus geneigt Ihnen Recht zugeben, wenn Sie sagen, dass die nicht korrekte Verwahrung einer Schusswaffe dazu führte, dass diese Tat (zumindest so) möglich gewesen ist. Nur wollen Sie mit Ihrer Schlussfolgerung in Ihrem Blog allen Ernstes behaupten, dass im besagten Falle 576 Schusswaffen verbotswidrig gelagert worden sind?
    Beanstandungen heißen, dass z.B. ein Wertbehältnis keine Zertifizierung mehr hat und der kontrollierende Verwaltungsbeamte nicht sagen kann ob das Behältnis die geforderte Norm erfüllt. Der Bürger ist in diesem Falle und nicht die Ordnungsbehörde nachweispflichtig. Ich denke ich verrate hier keine „Staatsgeheimnisse“ wenn ich Ihnen sage, dass solche Tatbestände oftmals der Grund von Beanstandungen und der besagten Nachkontrolle sind. Ich will aber auch gar nicht in Abrede stellen, dass es auch heute noch Zeitgenossen gibt, die Forderungen des Waffengesetzes offensichtlich wenig interessieren. Da gebe ich Ihnen uneingeschränkt Recht, hier besteht Handlungsbedarf.
    Nur über die Art wundere ich mich, insbesondere bei einer Partei denen ja Bürgerrechte und Schutz des Individiums über Alles gehen. Ist einer Demokratie gibt es keine „Sippenhaft“. Jeder ist juristisch für seine Verfehlungen verantwortlich und auch da gebe ich Ihnen Recht – „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“.

    Sehen Sie es mal so, es wäre völlig ungerecht alle Mandatsträger der GRÜNEN mit einem CEM ÖZDEMIR gleich zusetzen und zu behaupten, dass dort alle Mandatsträger Ihre „dienstlich“ erworbenen Bonusmeilen für Flüge und Zugreisen der Familie zukommen lassen? Es war das Fehlverhalten eines Einzelnen, der dafür zu Recht verantwortlich gemacht wurde und nicht das Verhalten von Politikern einer ganzen Fraktion. Oder sehe ich das Falsch?

    Ferner würde ich Sie bitten wenn Sie schon über eine Ihnen offensichtlich nicht bekannte Materie diskutieren, doch wenigstens einmal die Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Ich halte es zunächst nicht für Schlimm diese nicht im Detail zu kennen. Wenn ich mich allerdings in einer Sache engagieren will oder möchte, sollte man bei Diskussionen schon über etwas Sachkenntnis und nicht nur Meinung verfügen. Hier können Sie sich einmal einen Überblick verschaffen, warum gerade die Forderungen Ihrer Partei eben das besagte Problem so nicht lösen.

    http://www.visier.de/bilder/pdf/positionspapier_22.08.09.pdf

    Für ein persönliches und sachliche Gespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Im zweiten und letzten Teil meiner Anmerkung möchte ich auf eine Passage ihres Blogs eingehen. Sie behaupten:

    „Nein, die einzige Antwort auf solche Berichte kann nur sein: Waffen raus aus den privaten Haushalten. Waffenbesitz und der verantwortungslose Umgang mit ihnen ist kein Kavaliersdelikt, sondern den verantwortungslosen Besitzern müssen die Knarren abgenommen werden – bevor noch mehr passiert.“

    Dies ist wieder eine solche plaktive Forderung die eigentlich jeder sachlichen Grundlage entbehrt. Gut – man kann es so sehen, aber bislang konnte mir noch keiner Ihrer Kolleginnen und Kollegen sachlich erklären, wie denn dann eine Aufbewahrung von den Schusswaffen auszusehen hätte. Eine solche Forderung ist die eine Sache, darüber könnte man auch sachgerecht diskutieren, die Umsetzung eine andere. Im Regelfall endet die Diskussion mit eben an dieser Stelle. Es geht mir nicht darum Sie zu überreden oder platt „zu schwätzen“. Es geht darum sachlich die Problematik anzugehen und meiner Meinung nach ist nicht der legale Waffenbesitz das Grundproblem sondern eher das Versagen einer vernünftigen Wertevermittlung dieser Gesellschaft an die jungen Menschen. Das Waffengesetz ist nur ein Teil einer Lösung. Eine solche zu finden, sollte unser aller Ziel sein und nicht die pauschalierte Beschimpfung einer ganzen Bevölkerungsgruppe.

    In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr – und denken Sie einfach einmal in Ruhe darüber nach.

    Mit freundlichen Grüßen

    Norbert Helfinger

    Antworten
  17. Uner

    Sehr oft kommt in Gesprächen mit Waffennarren das Argument mit dem Auto oder dem Küchenmesser kann man auch jemanden umbringen. Aber Zwischen diesen Beispielen und einer scharfen Schusswaffe gibt es einen entscheidenden Unterschied.
    Solche Schusswaffen sind zum TÖTEN gemacht oder will mir ernsthaft jemand erzählen die wurden erfunden um auf Scheiben zu schießen ?
    So etwas sollte in keinem Privaten Haushalt zu finden sein !

    Antworten
    1. Matze

      Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die einen militärischen Hintergrund haben und heute auch Zivil genutzt werden. Z.B.: Radar, Raketen, Sonar Strahltriebwerke die Liste kann beliebig erweitert werden.

      Es ist aber leider eine Tatsache, dass mehr Menschen durch Küchenmesser oder im Straßenverkehr getötet werden, als durch legale Waffen. Jeder Fall, bei dem ein Mensch sein Leben verliert ist tragisch, aber es wird nie eine 100% Sicherheit geben. Bewahren Sie Ihre Autoschlüssel zusammen mit Ihren Küchenmessern besonders verschlossen auf? Natürlich nicht.
      Der Gesetzgeber erlaubt unter bestimmen Voraussetzungen den Besitz von Waffen. Dazu wird der Besitzer verpflichtet diese in Schutzbehältnissen aufzubewahren.
      Wo, als nicht zuhause sollen denn dann die Waffen Ihrer Meinung nach aufbewahrt werden?

      Im Schützenhaus ?
      Bei der Polizei?
      Rathaus?
      Im Forsthaus?
      Wie regeln Sie den Transport zum Schießstand, Wettkämpfe finden in unterschiedlichen Vereinen statt?
      Wie kann man die Waffe zu Reparatur bringen?
      Wie und wo warte/ reinige ich die Waffen?

      Beantworten Sie bitte diese Fragen und denken Sie über den Nutzen und die Folgen nach, bevor Sie Antworten. Wahrscheinlich werden Sie zum Schluss komen, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum Sicherheitsgewinn steht.

      Guten Rutsch

      Antworten
      1. joerg

        ICH muss zunächst einmal gar keine konkrete Lösung finden. Das würde ich gemeinsam – so denn eine Gesetzesänderung durchkäme und ich daran beteiligt wäre – zusammen mit den SChützen und den Fachleuten lösen wollen. Die Waffen müssten zentral und ausreichend gesichert aufbewahrt werden, getrennt von der Munition. Und ob der Nutzen für mich groß genug wäre, das entscheide ich gerne selbst. Und ich bin der Meinung, dass diese Unbequemlichkeiten zumutbar sind. Nebeneffekt: die wenigen Waffen, die dann noch in Haushalten verbleiben (Polizisten, Jäger, …) können gut kontrolliert werden. Nutzen daher: hoch.

        Antworten
        1. matze

          Herr Rupp,

          sind überhaupt an einer Diskussion interessiert?
          Bisher höre ich von Ihnen weder Vorschläge noch scheinen Sie bereit zu sein auf Argumente einzugehen. Die Basis Ihrer Informationen ist dünn, eine unabhängige Meinung holen Sie sich wohl nicht ein und bedienen sich der Aussagen der Presse.
          Mich erinnert das Vorgehen etwas daran, als seiner zeit Herr Tiritin das Dosenpfand eingeführt hat. Die Idee an sich nachvollziehbar, die Umsetzung war katastrophal, den Bürger bescherte es hohe Kosten und der Nutzen für die Umwelt = Null. Hätte man vorher darüber nachgedacht – es hätte kein Dosenpfand gegeben!

          Schade, ich hoffte mit Ihnen konstruktiv Diskutieren zu können? Damit erfüllen Sie wenigsten das Klischee der Grüne – bei mir jedenfalls.

          Ihre Partei bleibt für mich unwählbar!

          Antworten
          1. joerg

            Wenn die Basis Ihrer Argumente das Dosenpfand ist, mit dem Herr Trittin eine Verordnung der Kohlregierung umgesetzt hat und damit sogar nur Ausführender war, auch recht.
            Selbstverstänldich bin ich an einer Diskussion interessiert und ich habe gelernt, dass es sehr verantwortungsvolle Waffenbesitzer gibt, die auch kritisch auf ihre nicht so sorgfältigen Kameraden schauen. Ich habe aber auch gelernt, dass die hier schreibenden Schützen tausend Gründe, von denen keiner zu hanebüchen sein kann (Messervergleich), finden, um das Versagen dieser Waffenbesitzer zu rechtfertigen. Von den Beschimpfungen ganz abgesehen – aber da wiederholt sich ja nur das, was ich schon aus dem Wahlkampf kenne.
            Konstruktivität ist keine Einbahnstraße, Matze.

            Antworten
  18. Waldmeister

    Schusswaffen sind nicht zum töten gemacht in dem Sinne, dass sie mit Beschwörungsformeln besprochen werden und ihnen dann ein böser Geist innewohnt.
    Es ist erst einmal ein simpler Massebeschleuniger (wie auch ein Auto), der ganz normal produziert wird und im Privatbereich, also für Sport und Jagd, für „friedliche Zwecke“ eingesetzt wird.
    Das sollte man einfach mal so zur Kenntnis nehmen.
    Nichtsdestotrotz haben Waffenbesitzer natürlich eine besondere Verantwortung zu verhindern, dass mit ihren Geräten etwas geschieht, so dass eine sichere Aufbewahrung unter ihrer Kontrolle (und dezentral) obligatorisch sein muss.
    Gewalttäter werden sowieso einfach das Tatmittel auswechseln (Messer, Axt, Brandsatz, Sprengsatz usw.) oder sich auf dem Schwarzmarkt bedienen. Der erste „Schulamoklauf“ in Deutschland geschah mit einem Flammenwerfer!

    Antworten
    1. joerg

      Ich kann Ihnen zwar mit einem spaten den SChädel einschlagen, aber versuchen Sie mal, mit einer Schusswaffe ein Feld umzugraben. Insofern hängt es tatsächlich vom Benutzer ab – aber der Zweck ist der des Tötens und daher haben Waffenbsitzer -richtigerweise Eigentümer ein besondere Verantworteung – der sie, wie man der Presse entnehmen kann, in einer relevanten Zahl offensichtlich nicht gerecht werden. Daher bin ich für eine Entwaffnung.

      Antworten
      1. Harald Wischewski

        Mit einem Klavier kann ich auch kein Feld umgraben. Werfe ich es aber vom Balkon meiner Wohnung jemandem auf den Kopf, ist der vermutlich tot. Sollte man daher auch Klaviere verbieten? Auch mit meinem Fernseher und dem PC kann ich kein Feld umgraben, das gleiche gilt für meine Badewanne und sämtliche Handtücher im Schrank. Für jedes dieser Geräte fällt mir aber eine Möglichkeit ein, jemandem damit Schaden zuzufügen. Alles verbieten?

        Übrigens … wenn jemand einen Waffenschrank oder gar ausgemusterten Banktresor aus den 70er Jahren besitzt und darin seine Waffen aufbewahrt, dann ist das nach dem geltenden Waffenrecht ein Verstoß gegen die Aufbewahrungsvorschriften. Dass solche Schränke aber oft stabiler und schwerer zu öffnen sind als moderne Schränke mit Zertifizierung, ist für den Kenner der Materie ebenfalls kein Geheimnis. Interessanterweise weigert sich übrigens das Innenministerium standhaft nähere Angaben zu den so gerne zitierten Kontrollen zu machen – ein Schelm, wer böses dabei denkt. Könnte dabei etwa heraus kommen, welche Klientel man da besucht hat und um welche Art von Verstößen es sich in den meißten Fällen gehandelt hat? Ein 40 Jahre altes Luftgewehr aus dem Versandhauskatalog mit der falschen Feder neben dem Tresor, in dem die sonstigen Waffen vorschriftsmäßig verschlossen sind, ist da schon ein Verstoß. Aber ich will Sie nicht weiter mit Fakten verwirren.

        Antworten
        1. joerg

          Ja, schön dass sie diese Fakten hier so benennen. Aber wenn es diese Vorschriften gibt, warum hält man sich denn nicht daran? Es geht hier schließlich um die Aufbewahrung tödlicher Waffen. Sie zeigen hier anhand ihrer Fakten wundervoll auf, wie selbstherrlich man einerseits unter Waffenbesitzern ist und wie scheinheilig andererseits. Noch immer höre ich kein Wort der Kritik an denen, die dagegen verstoßen.

          Antworten
  19. Michael Patzelt

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    es gibt Menschen, die bekommen Schuldgefühle, wenn sie auf einen Käfer treten.
    Und es gibt Menschen, die treten das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung mit Füssen und zweifeln an Gottes Gerechtigkeit, wenn sie einen Schnupfen bekommen.
    Zum neuen Jahr wünsche ich Ihnen von Herzen eine Erkältung, die sich gewaschen hat.
    Vielleicht haben sie dann mal Muße darüber nachzudenken, daß Ihre persönlichen Ansichten nicht für ein ganzes Volk gelten müssen!
    Sie wollen durch Ihre Arbeit Ihr Weltbild einem ganzen Staat aufzwängen.
    Politiker sind Diener ihrer selbst, alles andere ist Heuchelei und Anmaßung.
    Vergessen Sie dabei nicht: die Parteien und Politiker brauchen jeden Wähler, die Wähler aber nicht jede Partei und jeden Politiker.
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für das Neue Jahr etwas mehr Toleranz und vor allem Sachverstand.
    Schließen möchte ich mit einem fast 2000 Jahre alten Zitat:

    „Lasset uns nicht Lehrer wählen, welche Worte mit großer Schnelligkeit daher rollen und in Gemeinplätzen sich drehen und Marktschreier sind, sondern die, welche durch ihr Leben lehren.“
    Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr.)

    Mit freundlichen Grüßen Michael Patzelt

    Antworten
    1. joerg

      Herr Patzelt,
      ich lebe in einer Demokratie in der jeder seine Meinung äußern kann, für seine Meinung werben, sich dafür Mehrheiten suchen kann und diese dann im besten Falle auch am Ende in ein Gesetz, eine Vorschrift oder sonstwas mündet. Daher sind Ihre Auslassungen hier undemokratisch und eine weitere Diskussion darüber erübrigt sich. Und so wenig wie die WählerInnen jede Partei brauchen, so wenig brauchen Parteien jede/n WählerIn. Oder um es anders zu formuilieren: man will sich auch gar nicht von jedem/r wählen lassen.
      Ich wünsche Ihnen daher etwas mehr Demokratieverständnis.
      Viele Grüße
      Jörg Rupp

      Antworten
  20. Jagdazubi

    Hallo Hr. Rupp,

    Sie befassen sich doch keine einzige Sekunde mit den Ursachen der Schulattentate. Wir mussten im abgelaufenen Jahr 2009 drei dieser Taten zur Kenntnis nehmen, der tragischste davon zweifellos in Winnenden. Da stellt sich doch die Frage WARUM passieren diese Taten? Eines haben die Taten alle gemeinsam. Sie werden nicht spontan verübt, sondern die Täter bereiten diese von langer Hand vor. Wo sind denn da die ELTERN? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es aufmerksamen Eltern entgeht, was der Filius respektive Filia macht.

    Nur mit ein klein wenig Rücksichtnahme auf den gesundheitlichen Zustand des späteren Täters von Ansbach hätte diese Tat eben dort verhindert. Ein Timeout in der neurologischen Station des Krankenhauses wäre ratsamer gewesen, als ein Durchpeitschen zum Abitur in einer Eliteschule!

    Zu Tim K: auf den Schauprozess gegen seinen Vater bin ich gespannt. Ich schreibe deshalb vom Schauprozess, weil eigentlich der Vater den daraus resultierenden Strafbefehl bezahlt hat. Jetzt will man an ihm zur Abschreckung und Verwarnung aller Waffenbesitzer halt an ihm noch ein gewaltiges Exempel statuieren. Die brennende Frage ist nicht, warum er seine Pullover mit der Pistole aufgerüstet hat, sondern ob es ihm und/oder seiner Frau nicht bewusst war, was mit seinem Sohn in der Schule wirklich geschah. Und wenn er es wusste, dann wird die Frage sich stellen, warum er seiner Fürsorgepflicht als Erziehungsberechtigter nicht hinten nach kam. Nachhaltige Intervention bei der Schulleiterin wäre eigentlich die richtige Konsequenz gewesen. Letztere und ihr Kollegium könnten auch nicht all zu gut dastehen, wenn sich tatsächlich das Mobbing durch Mitschülerinnen gegen den Tim als Motiv für die Tat herausstellt!

    Ich dachte Sündenböcke gibt es nur in Diktaturen. So musste ich im vergangenen Jahr leider feststellen, dass auch unsere Demokratie so etwas kennt. Offenbar aus zwei Diktaturen nichts, aber gar nichts gelernt. Es ist ein Skandal hoch drei, wie sich Politiker medienwirksam insbesondere aus dem rot – rot – grünen Lager zu Lasten von Jäger, Sammler und Schützen mit sich überschlagenden Repressalien profilieren wollten. Gott sei Dank ging die Rechnung nicht auf. Ihre Fraktion im Bundestag ist derzeit die Kleinste und das ist auch im Augenblick gut so. Waffenbesitzer werden auch künftige Wahlentscheidungen von der Haltung einer Partei zum Waffenbesitz abhängig machen. Nach der Wahl ist schon wieder vor der Wahl!

    Trotzdem ein gutes neues Jahr
    Jagdazubi

    Antworten
    1. joerg

      Jagdazubi,
      ich schrieb nicht über den Amoklauf, sondern über die Fürsorgepflicht beim Aufbewahren von Waffen, die offensichtlich bei einem relevanten Teil der überpürften Waffenbesitzer nicht sehr ausgeprägt ist.
      Ohne Zugang zu Waffen hätte dieser Amoklauf nicht stattfinden können – daher ist es kein Schauprozess, sondern es wird die Mitschuld des Vaters, der es zugelassen hat, dass sein Sohn Zugang zu dieser Waffe hatte, festgestellt – oder eben nicht.

      Antworten
      1. Jagdazubi

        Soweit ich weiß, haben in BaWü ca. 1% der Leaglwaffenbesitzer nicht oder nur sehr mangelhaft geantwortet. Wenn 1% in absoluten Zahlen ca 1.100 Waffenbesitzer sind, dann haben wir rund 100.000 Waffenbesitzer im Ländle. So dreimal können Sie raten, bei wem die Ordnungsämter zuerst eine Kontrolle durchgeführt haben. Bei den 1.100, die nicht geantwortet haben. Aus diesen 1.100 sind 50% aufgefallen. Auf die Gesamtzahl umgelegt ist das mal gerade ein halbes Prozent. Daraus allen Waffenbesitzer in Deutschland gleich wieder einen Strick drehen? Wie lange wollen die Grünen noch Klausurtagung auf der Oppositionsbank haben?

        Damit versuchen Sie im Übrigen auch die selbe Masche von Hr. Jansen (BDK) aufzugreifen, von dem man seit dem Ausbruch in Aachen so gar nichts mehr hört. Er fordert Waffen nur noch in Behördenhänden. Die Justizbehörden in NRW haben eigentlich ihre waffenrechtliche Zuverlässigkeit verloren. Zwei Monsterkeiler zu Gärtnern gemacht, tolle Leistung. Stelle fest: „Sehr zuverlässig!“

        Zum Tim: Was wäre denn gewesen, wenn sich der Tim einen Schlüssel erschlichen oder Kombination von dem Safe ausgespäht hätte? Der langgehegte ENTSCHLUSS zum Attentat ist der Tat vorausgegangen. Deshalb schrieb ich auch von URSACHEN, MOTIVEN und von der offensichtlichen Vernächlässigung der Eltern. Mit der Mißachtung der Aufbewahrungsvorschriften einerseits und der offenkundigen Vernachlässigung des Sohnes andererseits hat Jörg K. alles verloren, was er erreicht hat. Eigentlich ist er für sein Handeln besraft genung. Wieviel Jahre soll er kriegen? Lebenslänglich unter Berücksichtigung der Schwere der Schuld?

        Antworten
  21. Frank Lingen

    Guten Tag, Herr Rupp.

    Mir wird Angst und Bange bei dem Gedanken, daß Ihre Partei eines Tages exekutive Macht in Händen halten könnte.

    Eine Waffe zu besitzen, gehört nicht nur in Amerika zu den Grundrechten eines jeden leumündigen Bürgers !

    Wir haben alle schon einmal von der Geschichte lernen müssen, was passieren kann, wenn der Staat seine Bürger entwaffnet…. 1933 – 1945.

    Denken Sie doch einmal darüber nach.

    Frank Lingen

    Antworten
    1. joerg

      Guten Morgen Herr Lingen,
      ich finde nicht, dass es ein Grundrcht ist, eine tödliche Waffe zu besitzen.
      Und Sie dürfen sich sicher sein, dass mir angesichts der derzeitigen Regierung auch der Angstschweiß ausbricht, täglich, wenn ich Zeitung lese.
      Ich weiß nicht genau, was Sie uns mit dem Nazivergleich sagen wollen – aber dass die deutschen BürgerInnen WiderstandskämpferInnen geworden wären, hätten sie nur jede/r eine Waffe gehabt – das ist gefährlicher Unfug. Und das wissen Sie auch.
      Jörg Rupp

      Antworten
      1. Jagdazubi

        Hallo Hr. Rupp,

        was Sie wollen ist ebenfalls der aller größte Unfug aller Zeiten. Jede demokratische Gesellschaft hat ihre Feinde. Die kommen nicht so sehr von aussen, sondern von innen. Mir schwindlig,angst und bange wenn ich die anschwellenden Zahlen über die Neonazis und der Linken – falls Sie es vergessen haben sollten: vor 20 Jahren hieß der Verein noch SED! – lese. Mit anderen Worten uns fehlt die Abschreckung auf breiter Front durch die Bürgerschaft. Denn das jetzt gültige Waffengesetz entwaffnet nur den rechtschaffenen Bürger, spielt aber den Extemisten sehr in die Hände. Wenn wir auf die Gutmenschen, so wie Sie, hören, dann werden wir uns bald sehr schmerzlich an die Worte von Ernst Jünger erinnern: „Ein Volk, das keine Waffen tragen will, wird Ketten tragen!“ Wer Ernst Jünger war -> s. Wikipedia.

        Antworten
        1. joerg

          Ein Wort zur Linken: die CDU und die FDP haben ihre ostdeutschen Blockparteien in ihre Partei integriert, ohne auch nur ansatzweise zu hinterfragen, was denn deren Rolle im Unrechtssystem war.
          Ich teile Ernst Jüngers Ansichten in Hinblick auf das Zitat nicht. Wie definieren Sie „Gutmensch“?

          Antworten
      2. Frank Lingen

        Sehr geehrter Herr Rupp,

        vorab gestagt, ich möchte keinesfalls den Eindruck erwecken, ich sei der rechten Szene zugewandt. Dem ist nicht so !

        Erfreulich finde ich, dass Sie meinem Kommentar durch Ihre antwort eine gewisse Wertschätzung entgegen bringen und die nehme ich gerne zum Anlaß meine, zugegebenerweise provokante These, durch den Hinweis auf unsere deutsche Vergangenheit, ein wenig mehr aus meiner Sichtweise der Dinge, zu präzisieren.

        Lassen wir vorweg einmal mögliche, parteipolitische Differenzen beiseite und betrachten die Thematik ein wenig nüchterner.

        Sportschützen und Jäger, sowie sonstige Personen, welche in Deutschland legalen Umgang mit Schusswaffen haben, sind, und da müssen Sie mir einfach beipflichten, seitens der Behörden mehr als nur gläsern. Sie sind in jeder erdenklichen Form überprüfbar und bekannt.

        Kein Bürger erhält den legetimen Zugang zu Schusswaffen ohne festen Wohnsitz, ohne Überprüfung der geforderten, sicheren Aufbewahrung, ohne behördliche Überprüfung seiner Zuverlässigkeit nach dem WaffG. und ohne Nachweis seiner Sachkunde.

        Von der Antragstellung auf die Erteilung einer Erlaubnis nach dem WaffG. bis hin zu dem seit Neustem geltenden Betretungsrecht der Behörden für die Wohnung eines Erlaubnisinhabers (welches mithin den Art. 13 GG insoweit einschränkt), hat der Inhaber einer entsprechenden Erlaubnis gegenüber einem Normalbürger deutlich mehr Pflichten als Rechte.

        Dies mag dem Außenstehenden aufgrund der jüngeren Vergangenheit als ein „in Kauf zu nehmendes Übel“ vorkommen, jedoch für meine Person als rechtstreuem Bürger, ist gerade dieser letzte Schritt des Staates in meine absolute Privatsphäre ein absolutes „Unding“.

        Nur aufgrund der Tatsache das ich als Waffenbesitzer und Jäger über Sportgeräte und Werkzeuge zur Jagd verfüge, stehe ich mich vor dem „heiligsten“ aller Gesetze unserer Republik deutlich schlechter, als ein gemeiner Verbrecher, dessen Privaträume nur und ausschließlich mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss betreten werden dürfen.

        Ein bislang nie da gewesener Eingriff in die Privatsphäre von 2,5 Mio. Bürgern.

        Sie und Ihre Partei haben dieses Gesetz im Bundestag mitgetragen und sind für allein aufgrund dieses Umstandes unwählbar.

        Zu meinem Hinweis auf die Zeit des Nationalsozialismus und das Waffenverbot von 1938…. nun es ist sicher schwierig dahingehend Mutmaßungen anzustellen, ob sich durch den Besitz von Schusswaffen durch die Bürger etwas hätte verhindern lassen, nur ganz ausschließen kann man es auch nicht.

        Nicht ohne Grund gibt es einen entsprechenden Zusatz in der Verfassung der Vereinigten Staaten um den Bürgern im Falle eines tyrannischen Systems die Chance zu geben, sich zur Wehr setzen zu können. Ich halte diesen Umstand keinesfalls für „gefährlichen Unfug“, denn der Bürger ist sich immer noch selbst bestimmt und muss die Möglichkeit besitzen, sich im Falle eines drohenden Unrechtes durch den Staat oder durch eine Gruppe von Personen, zusammen mit anderen dagegen zur Wehr setzen zu können…. und nicht nur mit der Mistgabel und der Sense ! Ich rede hier jedoch keinesfalls der Selbstjustiz das Wort, es geht um Ausnahmesituationen.

        Jedes freie Land Europas hat seine Freiheit und Demokratie mit der Waffe erstritten und verteidigt diese auch mit der Waffe. Auch Deutschland tut dies aktuell in Afganistan, um nur ein Beispiel zu nennen.

        Nach meiner Meinung fehlt in Ihrer Aussage zu „tödlichen“ Schusswaffen, ein wenig der Hintergrund.

        Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass jede Schusswaffe tödlich sein kann.

        Es kommt nach meiner bescheidenen Meinung jedoch keineswegs auf die Waffe an sich, sondern viel mehr auf die Intention der Person an, die die Waffe führt und was diese Person damit vor hat.

        Es macht demnach ebenso wenig Sinn, einer Gruppe staatstragender, überprüfter Personen den Zugang zu Schusswaffen zu verwehren bzw. zu erschweren.

        Personen, die keinen Zugang zu Schusswaffen haben, sind sicherlich in der Lage, so sie denn ein Verbrechen planen, sich passendes Tatwerkzeug zu besorgen.

        KFZ, Äxte, Pfeil und Bogen, Messer, Eispickel, Schraubenzieher selbst Herstellungsanleitungen für Sprengstoffe finden sich in geeigneten Medien zuhauf… allesamt tödliche Waffen, die sich in ihrer Verfügbarkeit deutlich schneller und in größerer Menge beschaffen lassen als eine legale Schusswaffe.

        Wenn es Ihnen also um zu Verfügbarkeit des Tatmittels Schusswaffe geht, so gehe ich lediglich mit Ihnen dahingehend „à jours“, dass für die sichere Aufbewahrung vorhandener Schusswaffen, der Erlaubnisinhaber ausreichend Sorge zu tragen hat.

        Ich für meine Person tue das mit nicht unbeträchtlichem, finanziellen Aufwand.

        Aufgrund Ihrer generellen, ablehnenden Einstellung zum Thema Schusswaffen, muss ich einfach für mich feststellen, dass Sie den Sinn des Waffengesetzes in Deutschland nicht wirklich verstanden zu haben scheinen.

        Jedem einzelnen Bürger dieses Staates steht nach Überprüfung seiner Sachkunde, seiner persönlichen Zuverlässigkeit und körperlichen Eignung nach dem Waffengesetz und nach Feststellung der ausreichend vorhandenen Sicherungssysteme für die beantragte Genehmigung der Erwerb und Besitz einer Schusswaffe zu. Sei es nun für sportliche, jagdliche, sammlerische oder andere Zwecke zu. Der Bürger muss seiner Erlaubnisbehörde den entsprechenden Grund für den Erwerb einer Waffe nur entsprechend glaubhaft machen.

        Ich sehe darin somit ein entsprechendes Recht auf Waffenbesitz und keinesfalls ein „Privileg“, da jedem Bürger frei steht, sich mit dem Thema Waffenbesitz zu beschäftigen und einen entsprechenden Antrag zu stellen.

        Lieber Herr Rupp, ich hoffe, Sie sind einigen meiner Argumente sachlich zugänglich.

        Mit freundlichen Grüßen

        Frank Lingen

        Antworten
        1. joerg

          Hallo Herr Lingen,
          ich verstehe das alles schon, ich teile es jedoch nicht. Für mich ist und bleibt eine Schusswaffe etwas, das zum Töten gemacht wurde. Ich kann verstehen, dass Schützen ihre Waffen mit nach Hause nehmen wollen, aber ich finde, es eine in Kauf zunehmende Erschwerniss, diese zentral gesichert, getrennt von der Munition zu lagern, weil eine besondere Gefahr von Waffen ausgeht.
          Ich gehe konform bei Pfeil und Bogen oder Armbrüsten, vor allem letztere sind durchaus ernst zu nehmende Distanzwaffen. Aber der Vergleich zu Werkzeugen und Autos geht fehl – denn das relativiert doch zu sehr. Wissen Sie, ich kann Ihnen auch mit meinem Mixer den Schädel einschlagen.
          Trotz allem schauen auch Sie erneut nur auf die Forderungen, die erhoben worden sind nach den Amokläufen. Leider gibt es auch bei Ihnen keinen kritischen Kommentar zu den Presseberichten.

          Und ein letztes Wort zur Geschichte: es gibt Situationen, da können wohl nur Waffen sprechen. Es gibt und gab skrupellose Menschen, die nicht anders zu stoppen sind. Aber das ist Aufgabe des Staates. Nicht die der Sportschützen und Jäger.

          Antworten
  22. Rennleitung

    Yeap,

    1:0 für uns.

    Gruß

    Rennleitung

    P.S.: Ich habe meine Waffen extra zum Pappe lochen bauen lassen. Und zu nix anderem;-)

    Antworten
    1. Jack

      Ja, eine Schlacht wurde gewonnen, jedoch nicht der Krieg. Und wie so oft haben alle freiheitsliebende und gesetzestreue Bürger ein Stück Freiheit verloren. Was mich dabei so entsetzlich ist, dass sich die Politiker der Grünen vor diesen Karren zur Unterdrückung und Beschneidung von Grundrechten (hier §13GG) haben spannen lassen.

      Gruß
      Jack

      Antworten
  23. Homer Simpson

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    ich finde es schade, dass Sie allein die ca. 1,4 Millionen Mitglieder des DSB (Deutscher Schützenbund) [4 größter Sportverband in Deutschland], legale Waffenbesitzer die alleine in diesem Dachverband organisiert sind, als „Waffenlobbyisten“ bezeichnen. Viele Vereine sind Traditionsvereine, sie bestehen meist schon mehr als 100 Jahren. Es steht nicht die Waffe, sondern Kameradschaft im Vordergrund.
    Haben Sie sich überhaupt schon eingehend und tiefgreifend mit dem Schützenwesen beschäftigt oder pauschalisieren Sie? Vielleicht sollten Sie auch einmal mit Ihrem ortsansässigen Schützenverein in Kontakt treten. Aber da Sie ja schon öffentlich so agiert haben, ist es sicherlich mehr als fraglich, ob Sie dort überhaupt noch offene Türen einrennen.

    Ein kleiner Denkanstoß: war es nicht Ihr Außenminister, der folgende Aktionen der Bundeswehr mitgetragen hat:
    Kosovo
    Afghanistan
    Meines Erachtens ist die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee, was gibt es denn für Aktionspotentiale um die Sicherheit der deutschen Bevölkerung in Afghanistan zu verteidigen? Wurden wir von Afghanistan militärisch in einem Erstschlag angegriffen? Jetzt heißen „Bündnis90/Die Grünen“ in der Opposition diese Afghanistan-Mission nicht gut, doch als Koalitionspartner wurde es gebilligt? Komische (politische) Welt!

    Liegt dass Hauptproblem nicht in der Verrohung unserer Gesellschaft, die solche Tragödien wie Winnenden oder München als Auswüchse verursachen? Ist es nicht Ihre prinzipielle Aufgabe als Politiker sich solchen essentiellen Fragen zu stellen und primär nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen? Wäre es denn nicht politisch sinnvoll, folgende Problemfelder anzugehen:
    kein Ausbildungsplatz / Arbeitslosigkeit
    Leistungsdruck
    Entgeldproblematik
    um der wachsenden Gewaltbereitschaft den Nährboden zu entziehen? Dies wäre eine mögliche und politische sinnvolle Aufgabe Ihrer Partei. Viel Erfolg meinerseits vorab an Sie und Ihre Partei.

    Vor 15 und mehr Jahren gab es auch schon legale Waffen in privater Hand, doch es gab nach meinem Wissensstand keine Amokläufe. Damals stimmte noch das soziale Gefüge, man hatte auch als Jugendlicher noch eine Zukunftsperspektive und zudem ein sehr hohes Gut, nämlich auch Rückhalt und Geborgenheit im familiären Umfeld. Die Werte wie Anstand und Moral hatten noch einen Stellenwert in der Gesellschaft. Aber solche Größen sind altertümlich und altbacken, haben somit in unserer heutigen modernen Egoisten-Gesellschaft nichts mehr zu suchen.

    Aber jetzt hat man den Sündenbock ja ganz schnell (oberflächlich) und politisch korrekt gefunden: die legalen Waffenbesitzer sollen es ausbaden. Dies wird medial aufbereitet – leider meist ohne ausreichend zu recherchieren, da kann eine Waffenbesitzkarte schnell mal zu einem Waffenschein werden ….. Wenn interessiert es, dass Fakten verdreht werden, wenn sich die Schlagzeile publikumswirksam vermarkten lässt?

    Über eine sachliche Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Sportschütze

    Antworten
    1. joerg

      Guten Tag Her Sportschütze,
      ich weiß gar nicht, was Sie jetzt wieder in meine Aussgen hineininterpretieren. Alle Schützenvereine sollen weiter existieren können.
      Es geht hier um die immer wieder erscheinenenden Pressemeldungen, nach denen Waffenbesitzer ofefnbar in großer Zahl gegen die Vorschriften zur Aufbewahrung verstoßen. Um mehr nicht.
      Ich teile Ihre Auffassung in Hinblick auf das soziale Gefüge in der Gesellschaft und sehe auch das – ebenso wie das Schulsystem – als Mitverursacher der Amokläufe.
      Und zu Afghanistan: ich habe schon immer die Meinung vertreten, dass der Kriegseinsatz dort falsch war – ebenso wie im Kosovo.
      Jörg Rupp

      Antworten
      1. Nighthawk

        Hallo Herr Rupp,
        wenn Sie die Entscheidungen Ihrer Partei nicht mittragen können oder wollen, warum sind Sie dann noch in der Partei?

        Antworten
        1. joerg

          Weil ich ein Demokrat bin. Und ich nicht dazu neige, aufzugeben. Es geht ja hier um eine Einzelentscheidung. Und schließlich haben es die Kriegsgegner in der Partei erreicht, dass die Auseinandersetzung mit diesen Kriegen permanent stattgefunden hat. Eine Partei kann nie zu 100% das abdecken, was man selbst möchte. Auch dort muss man für seine Meinungen Mehrheiten suchen. Und in der grünen Partei finden wie in keiner anderen Partei Diskussionen um den Weg, um die Programm statt mit einer einmaligen Form der Basisdemokratie – die zu erhalten ebenfalls eine Aufgabe ist.

          Antworten
        2. Nighthawk

          Hallo Herr Rupp,
          Ihr Verständniss von Demokratie kann ich nicht verstehen. Sie bekämpfen einen Sport, der von ca 2 Millionen Bürgern ausgeführt wird, mit allen Mitteln. Darunter auch mit, wie oben bereits aufgeführt verfälscht dargestellten Statistiken.
          Ist das demokratisch??
          Was Ihnen nicht passt muss abgeschaft werden. Diese Grundhaltung hat mit Demokratie nichts zu tun: Das ist Diktatur in Reinstform.
          Ich war einst auch Grünwähler solange sich das Thema um Umweltschutz gedreht hat, was unberstitten eine Kernkompetenz Ihrer Partei ist. seit Ihre Partei aber meint sie seien, unter anderem, die Sicherheitsexperten überhaupt, ist die Partei für mich nicht mehr akzeptierbar und somit auch nicht mehr wählbar.
          Ich bin übrigens kein Waffenbesitzer, wehre mich aber gegen jede Einschränkung der persönlichen Freiheit meiner und der, der allgemeinheit.
          Und der Besitz von Waffen ist für mich ein Grundrecht und kein Privileg, ob es Ihnen passt oder nicht.

          Antworten
          1. joerg

            ich bekämpfe keinen Sport, ich bekämpfe die häusliche Unterbringung von Waffen bei Leuten, die sich nicht an die Vorschriften halten. Lesen Sie doch und bringen Sie nicht Ihre vorgefasste Meinung hier vor.
            Es gibt kein Grundrecht auf Waffenbesitz. Aber wir leben in einer Demokratie, sie können diese Meinung haben, Sie vertreten und auch dafür Mehrheiten suchen. Da geht es nicht um „passen“ oder nicht.

            Ich denke, das reicht jetzt aber auch.

            Antworten
        3. Nighthawk

          Hallo Herr Rupp,
          Sie bekämpfen nicht die häusliche Unterbringung von Waffen bei Leuten, die sich nicht an die Vorschriften halten, (das wäre auch mein Interesse), Sie bekämpfen die häusliche Unterbringung allgemein, und das kann und will ich nicht akzeptieren.
          Und wenn ich eine vorgefasste Meinung habe , dann ist das „meine“ Meinung, und die habe Sie in einer Demokratie auch zu akzeptieren, wie ich auch Ihre meinung akzetiere. Was aber nicht heist, dass ich sie auch gut finden muss.
          Und mir reicht es noch lange nicht.

          Antworten
      2. Volker Zell

        Hallo Herr Rupp, diese schon bereits öfters zitierte Pressemeldung hat für mich ebensoviel Aussagekraft wie Beispielsweise die Meldung, daß beim örtlichen Volksfest alle Autofahrer, die soeben das Bierzelt verlassen haben, auf Alkoholkonsum kontrolliert wurden und 50 % der kontrollierten mindestens 0,5 Prom. Alkohol im Blut hatten. Würden Sie daraus schließen, daß 50 % aller Deutschen abends besoffen Auto fahren?

        Antworten
        1. joerg

          Haben Sie so eine? Und ja, ich würde in dem Fall vermuten, dass die Hälfte aller Autofahrer, wenn sie in ein Festzelt gehen, soviel Alkohol trinken, dass sie 0,5 0/000 haben.. Und ich würde nicht verbieten, Bier auszuschenken, sondern das Fahren unter Alkoholeinfluss. Dieses scharf kontrollieren und damit dafür sorgen, dass Alkoholfahrten zurückgehen. Und wer sich nicht dran hält, kriegt den Führerschein weg. Nun, vielleicht wäre das eine Alternative für das Waffenrecht. Von mir aus. Dann müsste man allerdings dafür sorgen, dass möglichst alle kontrolliert werden können. Unangekündigt.

          Antworten
  24. Michael Patzelt

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    ich zitiere Sie: „Guten Tag Her Sportschütze,
    ich weiß gar nicht, was Sie jetzt wieder in meine Aussgen hineininterpretieren. Alle Schützenvereine sollen weiter existieren können.“
    Nun zitiere ich Sie abermals: „Interessant, dass man, anstatt den Schützenverein zu verbieten, der Schusswaffen verherrlicht, nun versucht, den Jugendlichen ihr Hobby per Gemeinderat zu versauern.“
    Entschuldigen Sie bitte, aber darin sehe ich doch einen gewissen Widerspruch. Und wie kommen Sie darauf, daß in „den Schützenvereinen“ Waffen verherrlicht werden? Bitte setzen Sie sich doch einmal sachlich und unvoreingenommen mit dem Schützenwesen auseinander. Ich denke, das sind Sie den Menschen schuldig. Betrachten Sie bitte die Dinge etwas differenzierter, auch wenn Sie den Schießsport nicht mögen. Das ist Ihr gutes Recht, aber dann daraus Verbote ableiten zu wollen halte ich für sehr überzogen und engstirnig. Die Welt ist bunt, und das ist gut so.
    Weiterhin ihre Worte: „Fakt ist und bleibt, dass nicht alles, für das die Gemeinderäte kein Verständnis aufbringen, schlecht ist oder “verboten gehört”. Man mag sich darüber streiten, ob man “sowas” mag oder nicht –“
    Nun, das Wort „Gemeinderäte“ könnte man auch durch das Wort „Politiker“ ersetzen, meinen Sie nicht auch?
    Denken Sie bitte noch mal über Ihre eigenen Worte und ihren tieferen Inhalt nach.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Patzelt

    Antworten
    1. joerg

      Herr Patzelt, Sie haben recht – wenn Sie den Zusammenhang ausblenden. Wenn man das eine verböte, müsste man das andere auch verbieten – so war das gemeint. Da ich aber grundsätzlich diese ewige Verbieterei nicht abkann, finde ich, muss es Regeln geben: bei der Waffenaufbewahrung welche und wenn die nicht eingehalten werden eben Versschärfungen und bei LAN-Parties bspw. eine Informationspflicht, Beratung, Diskussionen.
      Aber ich sehe, es war wohl etwas missverständlich formuliert. Ich hoffe, ich konnte das klarstellen.

      Antworten
  25. Jagdazubi

    Original von Jörg Rupp
    Ein Wort zur Linken: die CDU und die FDP haben ihre ostdeutschen Blockparteien in ihre Partei integriert, ohne auch nur ansatzweise zu hinterfragen, was denn deren Rolle im Unrechtssystem war.

    So und was war mit David Conbendith und Joschka Fischer??? Waren Heilige und Erzengel! Zwar haben die Bündnis Grünen das Glück keine „Blockflöte“ geschluckt zu haben, das mag für Sie in dem Punkt ein Vorteil sein, aber schauen Sie bei einigen Ihrer Ikonen nicht tiefer!

    Original von Jörg Rupp
    Wie definieren Sie “Gutmensch”?

    In Abwandlung von Göthe: Ein Gutmensch ist ein Mensch, der nur Gutes will und dabei das Gegenteil erreicht ! Wem spielt denn Ihre Forderung in die Hände? Doch nur der Unterwelt und den Extremparteien. Sie brauchen bei der Linken doch nur genauer hinhören, wie inbrünstig sie die Entwaffnung der Bürgerschaft fordert! Erfurt, Winnenden etc. sind dort nur willkommene Anlässe um eine weitere Entwaffnung der Bürger zu fordern, um spätter die Diktatur des Proletariates widerstandslos restaurieren zu können.

    Original von Jörg Rupp
    Ich teile Ernst Jüngers Ansichten in Hinblick auf das Zitat nicht.

    Dazu gebe ich Ihnen folgende Urlaubsempfehlung: Viewöchige Reise nach Nordkorea und dann wissen Sie, warum Ernst Jünger zu der Ansicht kam.
    Vielleicht teilen Sie hinterher auch seinen Standpunkt.

    Antworten
    1. joerg

      ich verstehe Ihr Posting so, dass Sie eine grundlegende Ablehnung für irgendwie Linke haben bzw. was Sie als links oder so definieren. Nun, dann ist das so. Und Verschwörungstheorien habe ich noch nie geteilt. Und schon in meiner Jugend fand ich „geh doch rüber“ nicht irgendwie ein halbwegs intelligentes Argument. Oder was halten Sie von: ziehen Sie doch mal in den USA in eine Wohnwagensiedlung. ….Machen Sie’s gut.

      Antworten
      1. Jagdazubi

        Ich hätte gegen einen solchen Aufenthalt auch nichts. Ich wäre zumindestens im Besitze einer Green Card und bin damit je nach Bundesstaat auf Waffen erwerbsberechtigt. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich die Grundlagen des Schießens dazu gehört auch die sichere Handhabung der Waffe mir angeeignet. Also ich hätte da dort keine Angst.

        Aber zu Ihrem Erstaunen ich war in den USA und habs unbehelligt überlebt. Genauso wei ich auch jeden Schweizurlaub ebenfalls unbehelligt überlebt habe.

        Zum ersteren: Ich habe eine grundlegende Abneigung gegen alle Nachfolgeparteien der NSDAP, der KPD/DKP und der SED. Ich hoffe, dass ich mich hiermit glasklar positioniert habe. Politisch bin ich derzeit eher bei der FDP zu suchen.

        Antworten
        1. joerg

          Klar haben Sie sich positioniert. Aber die FDP hat auch SED-Nachfolgemitglieder resp. ehem. Blockflöten in ihren Reihen. Was nun? Ebenso wie die Linke ehem. WASGler – und das waren fürwahr nicht alles Kommunisten.

          Antworten
  26. Susanne

    Ach Jörg, du strampelst dir hier wirklich einen ab. Es ist ein Phänomen, welche Nebenschauplätze man trifft mit einem einzelnen Kritikpunkt.
    Es schwarz-weiß wird, statt Graustufen wahrzunehmen.

    Ich fühle mich an zwei andere Themen erinnert, bei denen Diskussionen ähnlich ablaufen. Vermutlich liegen sie mir thematisch näher 😉
    -> Magersucht, die Debatte über ihre Ursachen und das große Von-sich-weisen, dass das Losschicken und Abbilden unglaublicher dünner Models und Size-Zero-It-Girls auch nur irgendeine Beteiligung am Frauenbild junger Mädchen haben könnte.
    Und das eigene Erleben vor 20 Jahren, wie schnell lesbisch bzw. Frauen zugewandt sein (sei es emotional und/oder sexuell) mit männerhassend gleich gesetzt wird (nunja, irgendwann bleibt das bei manchen Reaktionen dann auch nicht mehr aus *fg*). Da wird an einer Ecke gekratzt und auf einmal fühlt sich das Gegenüber wie in einem Laugenbad komplett entblösst.

    Meine hier diskutierenden Herrn, ich finde es erleichternd, dass die Diskussion irgendwann eine Ebene gefunden hat, die trotz unterschiedlicher Meinungen und Be-/Empfindlichkeiten noch Stil hat. Während mir zu Beginn selbst als völlig Unbeteiligte sich der Magen herumgedreht hat. Das Schöne an unterirdischen Beiträgern (und das mag für Beiträgerinnen in anderen Blogs/Foren ebenfall so gelten) ist allerdings, dass sie sich bald selbst entlarven.

    Ein schönes Wochenende allen

    Susanne
    (@Herr Zell: übrigens Motorradfahrerin. Als Fortbewegungs- und Transportmittel. Und manchmal auch nur zum Vergnügen. Trotzdem kann auch ich die Raser und schnell-durch-die-Kolonnen-Fahrer nicht leiden.
    Ich habe keine Statistik zu Hand, wenn ich allerdings die Zeitungsartikel der letzten Monate gedanklich Revue passieren lasse, dann passieren leider mehr Unfälle, an denen MotorradfahrerInnen beteiligt sind, durch Unachtsamkeit von AutofahrerInnen, als durch das Verhalten der Zweiradfahrenden. Ich sehe nun den Einwand kommen: warum dann sich der Gefahr aussetzen, relativ ungeschützt – im Vergleich zum Auto – sich auf so ein Ding setzen. Ja, und dann sind wir wieder auf dem Punkt, um den es hier auch geht: wo ist die Grenze? Wo muss ich auf mich selbst gucken, wo besteht die Gefahr, dass ich/mein (nicht-)Handeln zur Gefahr werde/wird? )

    Antworten
    1. Volker Zell

      Sehr geehrte Frau Susanne, bitte entschuldigen Sie, dass ich wieder mit dem dummen Vergleich Motorrad – Schußwaffe gekommen bin – Es sind eben 2 Dinge, die in meinen Augen viel Ähnlichkeit haben: Beides sind Gegenstände aus Metall und Plastik, beides ungemein gefährlich in falschen Händen, Lebensnotwendig (ausser für bestimmte Berufe) sind sie für NIEMAND, aber mit beidem kann man ein Hobby bestreiten, das unheimlich viel Spass macht. Wobei es eben leider so ist, dass (zumindest in D.) durch Motorräder ein vielfaches von dem an Personen geschädigt werden als durch Schußwaffen. Womit ich Verständnisprobleme habe, und was mir von den Waffengegner auch noch nie vernünftig erklärt werden konnte, ist die „Hysterie“, wenn es um die Gefährlichkeit von Waffen geht. Wenn man rein nach Statistiken und Zahlen
      geht, liegt das objektive Verletzungs- bzw.Gefährundungspotential, das von im Privatbesitz befindlichen Waffen ausgeht weit hinter dem zurück, was bei andere Gegenstände des täglichen Lebens (Dinge mit denen wir täglich umgehen, und die oft „genauso unnötig“ wie Waffen sind) anstandslos akzeptiert wird. Hier kommt dann wieder die berühmte Kette, die bei Auto anfängt und mit Zigarette aufhört. Glücklich könnten wir uns dann schätzen, wenn mit unseren rd. 40. Mill. Kraftfahrzeugen so wenig passieren würde wie mit den geschätzten 30. Mill. privaten Schußwaffen. Nachdem Sie selbst Motorradfahrerin sind, nur noch eine Frage: Wie oft wurden Sie in Ihrem Leben
      bisher durch andere Auto- oder Motorradfahrer gefährdet und wie oft durch einen Sportschützen oder Jäger mit seiner Waffe? Wieviele Personen aus Ihrem Bekanntenkreis wurden bei Motorradunfällen verletzt oder getötet – Im Gegenzug, wieviele wurden durch Schußwaffen bedroht, verletzt oder getötet? Was halten Sie aus eigener Erfahrung in der Realität für gefährlicher?
      Im Voraus vielen Dank für eine Antwort.

      Antworten
      1. Susanne

        Lieber Herr Zell,

        lassen Sie mich schmunzeln 🙂
        Denn Sie wissen ja im Voraus, dass meine Antwort auf Ihre letzten Fragen so lauten wird, dass das Motorrad schlechter abschneiden wird.
        So gerne ich selbst Vergleiche heranziehe, um zu versuchen, dem anderen Gegebenheiten mittels seinen sonstigen Erfahrungen verständlicher zu machen: sie hinken leider immer (nein, mein Motorrad ist nicht lebensnotwendig. Aber Fortbewegungs-/Transportmittel, wenn Bus und Bahn nicht ausreichen. Ich habe kein Auto).

        Waffen, und das ist ja hier im Verlauf offensichtlich, sind ein sehr emotional besetztes Thema. Ob sich die beiden Seiten, die sich da gegenüber stehen, von Statistiken überzeugen lassen? Kaum. Ich kann, ähnlich wie Herr Rupp, der Faszination des Schießens nichts abgewinnen (so wie Sie vermutlich dem Motorrad fahren). Das Wichtigste an „Werkzeugen“, die verletzend/tödlich einsetzbar sind, ist die ordentliche Handhabe.

        Weder fahre ich z.B. betrunken Motorrad, noch haben Sie Ihre Waffe (so, und jetzt weiß ich auch gar nicht mehr, ob Sie Waffenbesitzer sind oder nicht) einfach so rumliegen. Das ist ja oft das Schwierige an Diskussionen: wenn sich die, die es betrifft, nicht beteiligen bzw. nicht interessieren (in diesem Fall: die illegalen Waffenbesitzer).

        Nun von meiner Seite eine Frage, weil ich es nicht weiß und mich zuvor auch nicht beschäftigt hat: in Schützenhäusern, da werden doch sicher auch Schusswaffen aufbewahrt (ich nehme nicht an, dass jede/r immer eine eigene hat). Und vermutlich sehr sicher. Da ich wirklich wirklich wirklich nicht glaube, dass wir hier in D. zu unserem persönlichen Verteidungsfall eine Schusswaffe im Haus haben sollten (wenn ja: wozu?), frage ich mich ebenfalls wie Herr Rupp, warum diese nicht sicher verwahrt in den Schützenhäusern bei den anderen aufbewahrt werden könnten?

        Zur Eventualität, dass man zur persönlichen Verteidigung eine Schusswaffe zu Hause benötigt (Einbrecher?): vermutlich geschehen in Deutschland weitaus mehr Beziehungstaten, die mit schweren Verletzungen oder Tötungen enden als Überfälle durch Unbekannte. Meistens sind die Frauen die Verletzten/Getöteten. Das Fazit wäre: Frauen, bindet Euch bloß nicht? (aber jetzt haben wir ja wieder so einen unseligen Vergleich)

        Grüße

        Susanne

        Antworten
        1. Susanne

          Noch ein Nachtrag, weil mir das jetzt durch den Kopf geht.

          Das Bauchgrummen wegen der Waffen, wissen Sie, für mich unterscheiden sich schon hier mehrfach genannten Gegenstände, die tödlich eingesetzt werden können. Sowohl zum eigenen als auch zum fremden Schaden.

          Küchenmesser:
          negativ: kann töten/verletzen
          positiv: der Gatte und die Kinder bekommen eine anständige Mahlzeit auf den Tisch, die Kartoffeln sind geschält und der verdammt harte Kürbis kleingeschnitten

          Seil/Kabel:
          negativ: kann töten/verletzen
          positiv: Stromversorgung, Auto abschleppen, Gummiboot anbinden, dem Schneemann einen Gürtel verpassen, Paket schnüren

          Motorrad/Auto:
          negativ: kann töten/verletzen
          positiv: Fortbewegungs- und Transportsmittel, Hobby (und den umweltkritischen Aspekt will ich da gar nicht unterschlagen)

          Äxte:
          negativ: kann töten/verletzen
          positiv: nun ja, da kann ich ja Schiller zitieren. Obwohl heute, falls nicht ein Garten vorhanden ist, in einem normalen Haushalt keine Axt mehr da sein wird

          Schusswaffe:
          negativ: kann töten/verletzen
          positiv: Hobby (Zielgenauigkeit, Konzentration) -> kann aber nicht im Hinterhof ausgeübt werde (zu gefährlich), sondern in entsprechenden Räumlichkeiten/Schützenhäusern.
          Warum also nicht dort aufbewahren, wo sie eingesetzt werden?

          Konnte ich ein bisschen verständlicher machen, wo es mich drückt?

          Antworten
        2. Volker Zell

          Liebe Frau S.,
          das Problem in D. liegt meiner Ansicht nach darin, dass die überwiegende Mehrheit aller Bundesbürger in ihrem Leben noch nie eine Schußwaffe in der Hand gehabt oder damit geschossen haben sondern diese nur aus den einschlägigen Krimis im Fernsehen oder Kino kennen. Dort, und seltsamerweise auch bei deutschen Filmen (haben die Produzenten nie was vom Deutschen Waffenrecht gehört) liegen diese Dinger ja ständig in der Schreibtischschublade oder sind in der Hosentasche und es wird geschossen was das Zeug hergibt. Wie wäre es mal, wenn unsere ganzen Waffengegner diese Filme boykottieren würden (einfach umschalten, so wie ich auch)
          Was ich damit sagen will, die Realität sieht bei uns ganz anderst aus und zum
          Thema Selbstverteidigung mit einer Schußwaffe bitte ich Sie, dies gleich ganz zu vergessen, da es bei unserer derzeitigen Rechtsprechung eine diffizielle
          Angelegenheit ist, ob sie ungeschoren davonkommen, wenn sie sich mit einer Schußwaffe verteidigen. Lieber 100 Euro auf den Tisch legen und den Einbrecher bitten zu verschwinden.

          Zu Ihrer Frage wegen der Waffenaufbewahrung in Schützenhäusern:

          Was wollen Sie mit dieser Aufbewahrung bewirken?

          a) Diebstahlschutz

          Wenn sie der Meinung sind, dass sie ihre Schußwaffen trotz
          Lagerung im Tresor zu Hause nicht sicher genug aufbewahren können
          (Einbruchgefährtete Wohnlage, häufige Abwesenheit, alleinstehend)
          könnten sie dies als alternative für sich in Erwägung ziehen.

          b) Waffe steht dem Inhaber nur in der Schießanlage zur Verfügung

          Utopie, da der Waffenbesitzer die Waffe auch für Schießwettkämpfe
          auf anderen Schießanlagen benötigt und die Waffe somit zumindest
          für diesen Tag ausserhalb der Schießanlage verbringen muß, d.h.
          er die Waffe wieder „privat zur Verfügung“ hätte.

          Im übrigen bin ich mir nicht sicher, ob Ihnen bewußt ist, welches Kontingent
          an Waffen ein Schützenverein mit nur 100 aktiven Mitgliedern besitzt.
          Hier kommen gut und gerne 400 – 500 Schußwaffen zusammen (je nach
          Disziplinen). Für jeden dieser Schützen müsste der Verein einen eigenen
          Stahlschrank vorhalten (sie können diese Waffen nicht einfach zusammen
          in einen großen Stahlschrank schmeissen). Allein der Tresorraum für diese
          Waffenmenge dürfte jeder größeren Bank zur Ehre gereichen. Dazu kommt
          der Aufwand für die Waffenausgabe und Rücknahme. Ich persönlich würde
          mich weigern, für ein derartiges Verfahren die Verwantwortung zu über-
          nehmen.

          Ich vermute, viele unserer ungedienten Parlamentarier haben den Eindruck,
          im Schützenhaus geht es zu wie bei der Bundeswehr, wo einmal im
          Monat 40 Mann zum Schießen die Gewehre Nr. 1-40 abholen und
          gegen Rückgabe der Abholnummer wieder zurückgeben. So ist es
          halt nicht in einem Schützenverein.

          Und zum Schluß wieder meine Frage: Was bringt es der öffentlichen
          Sicherheit, wenn die 8.000.000 registrierten Waffen zentral in Schützenhäusern gelagert worden, damit sich unsere liebe Halb- und
          Unterwelt wie bei Waffen-Frankonia ihre Beutestücke aussuchen kann
          während die restlichen 20.000.000 nicht registrierte Waffen weiterhin
          zu Hause im Kleiderschrank oder Nachttischschublädchen aufbewahrt werden.

          Antworten
        3. Volker Zell

          Hallo Frau S. zu Ihrem Beitrag um 21:20
          für mich zählen eigentlich nur nachweisbare Fakten:
          Und hier gibt es einwandfrei belegte nachweisbare Zahlen

          Wieviele Personen sind pro Jahr zu Schaden gekommen durch:

          a) Messer
          b) Seile/Stricke
          c) Motorräder/Autos
          d) Äxte, Beile, Hämmer
          e) Schußwaffen
          f) sonstige Haushaltgeräte
          g) Arzneimittel

          Hier haben wir objektiv meßbare Vergleichszahlen, und nur nach dem sollte
          sich unser Verhalten richten – alles andere ist irrational.

          Antworten
        4. Susanne

          Lieber Herr Zell,

          vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Antwort.

          Wie gesagt, ich hatte mich bisher nicht damit beschäftigt, deswegen meine Fragen und sie haben ja viel dazu geschrieben.

          400-500 Schusswaffen sind ein Wort. Das bedeutet also, dass in einer Kleinstadt ungefähr solch eine Menge an legalen Waffen vorhanden sind? Da muss ein unbedarftes Hasenherz wie ich dann erst recht schlucken – ob Ihre Info da nicht nach hinten los ging 😉

          Nein, diese Dimension war nicht in meiner Vorstellung, diese Aufbewahrung einer solchen Menge hat Grenzen bzw. stellt eine Herausforderung dar (trotzdem eine für Sie vielleicht blöde Frage, die ich natürlich ergooglen könnte: wie groß ist ein Waffentresor?).

          Wie geschieht die Aufklärung von Besitzern nicht registrierter Waffen? Es wurde hier ja auch ein paar Mal von den „geerbten Waffen“ geschrieben. Wie sind die Sanktionen, wenn eine nicht registrierte Waffe gefunden wird?

          Ich hätte jetzt noch einige andere Fragen, z.B. was den Reiz des Schießens ausmacht, allerdings möchte ich Herrn Rupps Blog nicht endgültig breit treten.

          Bezüglich der als Waffe verwendbaren Haushaltsgeräte etc: Nein, hier widerspreche ich Ihnen, auch wenn sie es für irrational halten. Der Gebrauch dieser Gegenstände ist für den Alltag relevant. Eine Schusswaffe nicht.

          @Nighthawk: da hat sich jetzt einiges mit Herrn Zell überschnitten, die Antworten von Ihnen beiden sind ja inhaltlich gleich.

          Ich möchte jetzt mich gern wieder zurück halten, es ist Herrn Rupps Blog. Aber ich danke Ihnen für Ihre Antworten.

          Antworten
        5. Volker Zell

          Liebe Frau Susanne,

          Faszination des Schießens – Fassen Sie sich ein Herz und fahren Sie mal
          zum nächsten Schützenverein, und fragen, ob Sie dort ein paar
          Schnupperschüsse mit dem Gewehr, der Pistole oder auch mit einem
          Bogen machen können.
          Und wenn es Ihnen doch nicht gefällt, ab auf`’s Motorrad und ein paar
          Runden auf dem Asphalt gedreht; wer weiß, wie lange es noch geht und ein
          paar besondere Aktivisten auf die Idee kommen, dies auch noch verbieten zu wollen (Sie wissen schon – Umweltschutz, Lärm, Krach, Gestank usw.)
          Als ich vor 40 Jahren mit dem Schießen angefangen habe war das Leben
          in Deutschland in dieser Beziehung auch noch freier als heute und damals hätte sicherlich auch keiner geglaubt, wie die Verhältnisse in der heutigen Zeit sind.
          In diesem Sinne noch einen schönen Abend
          Volker Zell

          Antworten
        6. Susanne

          😉
          Nein Herr Zell, zum Schießen habe ich wirklich keine Ambitionen.
          Und was das Motorrad betrifft: es braucht weniger Benzin als ein Auto und irgendwie muss dieses verdammte Katzenstreu ja in die Wohnung kommen. Aber der Umwelt wäre die Schlepperei per Fahrrad verträglicher, ich steh den Grünen schon recht nah 😉

          Antworten
        7. Matthias

          „Ich hätte jetzt noch einige andere Fragen, z.B. was den Reiz des Schießens ausmacht“

          @Susanne:
          Der Reiz des Schießens besteht für mich beim Präzisionsschießen darin es zu erreichen, daß in dem Moment, in dem der Schuß bricht die Visierung in der Mitte der Scheibe liegt.
          Klingt banal, jedoch verbirgt sich hinter dem Erreichen dieses Ziels eine Menge Schießtechnik und vor allem Konzentration und Willensstärke.
          Insbes. beim Großkaliberschießen ist es schwer den Abzug nicht durchzureißen, denn: Man ist ja nicht doof und weiß, was beim Schuß passiert, man weiß, daß es einen lauten Knall gibt. Trotzdem den Abzug langsam und sauber nach hinten zu ziehen ist die Herausforderung.

          Beim dynamischen IPSC Schießen liegt für mich die Faszination darin Bewegungen zu sparen. Dies klingt im ersten Moment vollkommen kirre, doch ist es bei dieser Disziplin so. IPSC lebt vom Bewegungsökonomie. Das man zwischendurch nun auchnoch schießen muß verkompliziert die ganze Sache natürlich. Hierbei ist vor allem die Taktik wichtig. (Einfach einmal ein wenig googlen, es findet sich zu IPSC einiges)

          Dies sei nur einmal GROB dargestellt. Ich könnte Ihnenim persönlichen Gespräch wohl stundenlang mit dem Thema auf die Nerven gehen… 😉

          Danke für Ihr ernst gemeintes Interesse! Es tut gut Bürger zu sehen, die nicht schon auf dem Zug der medialen Hetze sind!

          Antworten
        8. B. Koch

          „Waffen, und das ist ja hier im Verlauf offensichtlich, sind ein sehr emotional besetztes Thema.“
          Ein Motorradfahrer würde genauso reagieren, wenn man ihm sein Hobby unmöglich machen will. Im Übrigen geht es nicht einmal um die Waffe an sich, sondern allgemein um Freiheitsrechte. Ich würde mir auch andere Hobbies nicht einfach verbieten lassen, wenn es dafür keinen rationalen Grund gäbe. Das Waffengesetz ist ein hervorragender Indikator dafür, wie es um die Freiheitsrechte eines Staates und damit dessen Vertrauen in den Bürger bestellt ist. Es ist aber längst nicht das einzige Gebiet, auf dem der Bürger sich inzwischen vom Staat permanent bevormundet und in seinen Grundrechten unnötig eingeschränkt fühlt.

          „Ob sich die beiden Seiten, die sich da gegenüber stehen, von Statistiken überzeugen lassen?“
          Es steht jedem frei die von mir genannten Zahlen des Statistischen Bundesamtes und des Bundeskriminalamtes zu überprüfen. Für die Argumente von Waffengegnern sind mir keine derart zuverlässige Quellen bekannt. Auch gibt es sehr umfangreiche Studien wie die Lott-Studie, deren Zahlenmaterial öffentlich verfügbar ist.

          „Kaum. Ich kann, ähnlich wie Herr Rupp, der Faszination des Schießens nichts abgewinnen (so wie Sie vermutlich dem Motorrad fahren).“
          Ich muss dem Motorradfahren gar nichts abgewinnen können. Ich muss auch nicht verstehen, was die Faszination beim Baseballspielen oder beim Ultimate Fighting (um ein ebenfalls sehr umstrittenes Beispiel zu nennen) ausmacht. Ich gestehe aber jedem anderen Menschen zu, all dies zu tun, was auch immer er tun möchte, solange er damit nicht die Rechte eines anderen Menschen verletzt. Ein Motorradfahrer, der sich an die StVO hält, fügt mir keinen Schaden zu. Ein Baseballspieler, der mit seinem Schläger auf einen Lederball eindrischt, schadet niemandem. Ein Ultimate Fighting Kämpfer, der diesen Sport im Ring mit einem Gegner ausübt, der dort ebenfalls aus freiem Willen kämpft, fügt niemand unbeteiligtem Schaden zu. Warum also sollte ich solche Aktivitäten verbieten oder einschränken wollen, wenn sie mir keinen Schaden zufügen. Ich muss nicht verstehen, was andere tun oder lassen – es genügt, wenn ich es toleriere.

          „Das Wichtigste an “Werkzeugen”, die verletzend/tödlich einsetzbar sind, ist die ordentliche Handhabe.“
          Korrekt.

          „Das ist ja oft das Schwierige an Diskussionen: wenn sich die, die es betrifft, nicht beteiligen bzw. nicht interessieren (in diesem Fall: die illegalen Waffenbesitzer).“
          In diesem Fall BIN ich aber eben doch betroffen. Denn MEINE Rechte sollen wegen der Verfehlungen einzelner anderer eingeschränkt werden. Mein Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wurde kürzlich abgeschafft. Mein Grundrecht auf freie Ausübung des Sports ist bereits seit 2003 nicht mehr vorhanden (der Schießsport ist die einzige Sportart, in der der Staat sich das Recht herausnimmt Sportordnungen zu genehmigen).

          „Nun von meiner Seite eine Frage, weil ich es nicht weiß und mich zuvor auch nicht beschäftigt hat: in Schützenhäusern, da werden doch sicher auch Schusswaffen aufbewahrt (ich nehme nicht an, dass jede/r immer eine eigene hat). Und vermutlich sehr sicher.“
          In der überwiegenden Zahl von Schützenhäusern lagern bestenfalls einige Druckluftwaffen. Scharfe Schusswaffen aufzubewahren stellt sehr hohe Anforderungen an die Sicherungseinrichtungen und mit steigender Waffenzahl wächst der Aufwand ungleich stärker. Das Problem mit der schieren Anzahl von Waffen in einem größeren Verein wurde bereits thematisiert (es kommen schnell hunderte Waffen zusammen).
          Ein weiteres Problem ist der Anreiz auf Kriminelle, den solche Ansammlungen ausüben würden. Der Lagerort ist jedem bekannt, der im Telefonbuch die Adresse des örtlichen Vereins nachschlägt. Um eine große Anzahl von Waffen abzusicher, wäre ein finanzieller Aufwand nötig, den ein normaler Verein unmöglich leisten kann. Außerdem würde selbst ein rund um die Uhr bewachtes Schützenhaus keine wirkliche Sicherheit bieten. Das beweisen z.B. Raubüberfälle auf Bundeswehr Depots, die sogar von bewaffnetem Personal bewacht werden. Wie soll da ein Schützenhaus ohne derartiges Personal Schutz vor Kriminellen bieten? Ich erinnere im Übrigen nur an den Fall in Eislingen, wo zwei Jugendliche die Kleinkaliberwaffen des örtlichen Schützenhauses stahlen und damit eine Familie auslöschten. In der Folge dieser Tat gab es vermehrt Einbrüche in Schützenhäusern, weil Kriminelle damit rechneten dort ebenfalls an Waffen heranzukommen. Zum Glück wurden meißt nur Druckluftwaffen gestohlen, da keine Feuerwaffen aufbewahrt wurden.
          Das nächste Problem ist die Wettkampf-Thematik. Für einen bundesweiten Wettkampf stehe ich z.T. nachts um 3:00 Uhr auf, packe meine Waffen ein und fahre mehrere Stunden zum Austragungsort. Soll etwa nachts um 4:00 Uhr der Waffenwart im Schützenhaus auf mich warten um mir meine Waffen auszuhändigen? Gegen Abend ist dann der Wettkampf zu Ende und ich mache mich auf den Heimweg. Es wird nicht selten schon mal 2:00 Uhr nachts, bis ich von der langen Fahrt zu Hause bin. Soll dann der Waffenwart schon wieder auf mich warten? Außerdem habe ich meine Waffen noch gar nicht gereinigt, gewartet und ggf. repariert. Soll der Waffenwart etwa nochmals mehrere Stunden warten, bis ich das im Schützenhaus erledigt habe? Was ist, wenn ich Chemische Reinigungsmittel (z.B. zum Lösen von Bleirückständen) über Nacht einwirken lassen muss? Am nächsten Morgen schon wieder den Waffenwart von seinem Arbeitsplatz abziehen, damit ich ins Schützenhaus zum Reinigen kann?
          Weiterhin bin ich gesetzlich verpflichtet sicherzustellen, dass niemand außer mir selbst Zugriff auf meine Waffen hat. Wie soll das funktionieren, wenn eine Waffenkammer gemeinsam genutzt wird? Ich will nicht, dass jemand einfach meine Waffen in die Hand nimmt, selbst wenn er sie nicht aus der Kammer mitnehmen könnte.
          Weiterhin ist es erforderlich mit meinen Waffen regelmäßig sog. Trockentraining zu machen. D.h. die ungeladene Waffe wird in den Anschlag genommen, die Abzugskontrolle wird trainiert, ebenso die Handhabung der Waffe. Dies muss man wie jeder Leistungssportler regelmäßig tun. Wenn meine Waffe im 25km entfernten Schützenhaus liegt, kann ich kein Trockentraining mehr betreiben und meine Leistung wird sich deutlich verschlechtern.
          Wer soll überhaupt freiwillig die Verantwortung für so eine Waffenkammer übernehmen? Ich würde das niemals tun, denn wenn eine Waffe fehlt oder beschädigt wird, dann bin ICH verantwortlich und mir drohen juristische Probleme. Ganz zu schweigen davon, welchem Risiko ich mich als Verantwortlicher aussetzen würde. Jeder im Verein weiß dann, dass ich Zugang zum Waffenraum habe. Sollte tatsächlich jemand mit einer Waffe eine Straftat planen, wird es also als erstes mich angreifen um Zugriff auf die Waffe zu bekommen. Das gleiche gilt auch für Kriminelle. Jeder größere Schützenverein hat heute eine Homepage, auf der der Vorstand vorgestellt wird. Jeder Kriminelle hat dort also eine tolle Informationsquelle, wer der zuständige Waffenwart ist.

          Und bevor jetzt die Frage kommt, warum man dann nicht wenigstens die Munition im Schützenhaus aufbewahren kann, schreibe ich gerne nochmal einen sehr langen Abschnitt darüber, warum auch das in der Praxis unmöglich ist. 😉 Das Thema Munition ist nämlich noch um einiges komplexer.

          „Da ich wirklich wirklich wirklich nicht glaube, dass wir hier in D. zu unserem persönlichen Verteidungsfall eine Schusswaffe im Haus haben sollten (wenn ja: wozu?), frage ich mich ebenfalls wie Herr Rupp, warum diese nicht sicher verwahrt in den Schützenhäusern bei den anderen aufbewahrt werden könnten?“
          Ich denke, das habe ich gerade mehr als deutlich dargestellt. Im übrigen ist die Schusswaffe als Verteidigungsmittel in Deutschland eine Utopie. Laut Gesetz muss ich die Waffe verschlossen und ungeladen im Tresor aufbewahren – getrennt von der Munition. Um die Waffe einzusetzen müsste ich also zuerst den Waffentresor öffnen und die Waffe entnehmen. Dann öffne ich den Munitionsschrank, entnehme die Munition, lade die Waffe … und ein potentieller Angreifer ist inzwischen entweder an Altersschwäche gestorben oder aber längst geflüchtet. Ganz davon zu schweigen, dass Einbrecher das Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben (ich rechne nicht mit ihrem Erscheinen, sie dagegen schon). Bevor ich minutenlang an meinen Waffenschränken herum fummeln würde, würde ich lieber meine Turnschuhe anziehen und weglaufen – das geht wesentlich schneller.

          „vermutlich geschehen in Deutschland weitaus mehr Beziehungstaten, die mit schweren Verletzungen oder Tötungen enden als Überfälle durch Unbekannte.“
          Diesbezüglich empfehle ich mal einen Kriminologen zu befragen. In der Kriminologie ist es unstrittig, dass bei Beziehungstaten (und Affekttaten) immer dasjenige Tatmittel eingesetzt wird, welches gerade verfügbar ist. Das Fehlen eines bestimmten Tatmittels hat nicht zur Folge, dass die Tat nicht verübt wird, es hat lediglich zur Folge, dass die Tat auf eine andere Art und Weise mit einem anderen Tatmittel verübt wird. Darum ist auch das Küchenmesser das mit Abstand häufigste Tatmittel bei Mord- und Totschlagdelikten – es ist in jedem Haushalt verfügbar und schnell zur Hand.

          Antworten
        9. Homer Simpson

          @Susanne:

          Keine Sorge, bei Selbstverteidigung (Einbruch, etc.) rufe ich die Polizei, dass ist denen ihre Aufgabe. Bin doch nicht bescheuert und mache einen auf „John Wayne“ (Westernheld).
          –> Ich schieße auf Pappscheiben und nicht auf Menschen 😉

          Grüße
          Homer Simpson

          Antworten
    1. Nighthawk

      Bei überregionalen Wettkämpfen nachts um 3Uhr?
      Wohl sehr Utopisch.
      Ausserdem dürfte die da gelagerte Menge und Art der Waffen wohl sehr Attraktiv für das Gesindel sein, das eben nicht an Waffen kommen soll.
      Beispiel: Einbruch in bei einem Schützen zu Hause: Beute 3 -x Waffen
      Angehörige im Schützenverein 50 Personen (alle Waffen im Schützenhaus), so jetzt einfach mal die Beute hochrechnen.

      Antworten
      1. Nighthawk

        Hallo,

        kurze Nachfrage.
        Soll dann jeder seinen eigenen Tresor dort haben (Platzbedarf?) oder einen gemeinsamen Waffenraum? Bei gemeinsamen Waffenraum, wer garantiert für die unbeschädigtheit der Waffen?

        Antworten
      2. Homer Simpson

        Hallo Herr Rupp,

        es freut mich, dass wir beide bei den Ursachen von Amokläufen gleicher Meinung sind. In Ihrem Blog wird zur Zeit heftigst diskutiert, so etwas bringt eine Demokratie und die darin etablierte freie Meinungsäußerung mit sich. Der Ton kann dabei auch mal recht ruppig werden, wenn unterschiedlichste Vorstellungen und Interessen aufeinander treffen. Der höfliche Umgangston sollte jedoch gewahrt werden.

        @Nighthawk: Zustimmung bei Diebstahl durch zentrale Lagerung
        Plötzlich haben wir zusätzlich +X illegale Waffen, meist unauffindbar. Waffen, die eigentlich zuvor legal in einer WBK (Waffenbesitzkarte) mit ihrer zugehörigen Seriennummer eingetragen und für das Amt (Waffenbehörde) dadurch eindeutig zuordenbar waren. Eine Dezentralisierung durch die private Verwahrung im Waffenschrank verringert doch Möglichkeiten in einem „Ruck“ +X Waffen „einzusammeln“.

        @Rupp und @Susanne:
        Wäre es für Sie beide vertretbar, dass Waffen weiterhin im privaten Waffenschrank verwahrt werden, wenn diese mit Sicherungen (z.B. Abzugs- oder Laufsperre) versehen und dadurch zusätzlich gesichert sind?

        Mit freundlichen Grüßen
        Homer Simpson

        Antworten
        1. Susanne

          Eigentlich wollt ich ja nicht mehr schreiben… Aber wenn Sie mich jetzt schon zweimal ansprechen 😉

          Zum „John Wayne“: die Frage stellte sich mir, weil weiter oben das Grundrecht auf Waffenbesitz und das mehr oder weniger ständige Mitsichführen angesprochen wurde (mit Beispiel Dominik Brunner). Dass leider Gottes Gewalt und Kriminalität Menschen(leben) bedroht, kann meines Erachtens nicht bedeuten, dass wir uns persönlich aufrüsten dürfen. Nicht, dass ich meine zweite Wange auch noch hinhalten würde – aber deswegen mit einer Waffe rumlaufen (die, wenn ich Pech habe, gegen mich gerichtet werden kann. Es gab früher für Frauen den Ratschlag, Pfefferspray in der Handtasche mitzuführen. Guter Tipp. Die Wahrscheinlichkeit, dass das in die Hose geht, ist wesentlich größer, als das es was nutzt)
          ?
          Ich bin froh, dass Herr Zell lieber den 100 Euro-Schein hinlegt und Sie die Polizei rufen. Sonst würd ich mich wirklich fragen, wo bitte leben wir hier denn tatsächlich.

          Die Schwierigkeit der zentralen Lagerung habe ich ja nun verstanden :-). Zusätzliche Sicherungen, wie Sie vorschlagen – da sind Sie mehr Experte als ich Nichtwissende. Sie und andere Schreiber haben gezeigt, dass sie verantwortungsvoll umgehen. Wie bekommt man aber die Fahrlässigen, die Unwissenden (Erben), die Gedankenlosen oder die John Waynes dazu, wie Sie zu handeln?

          Antworten
        2. joerg

          Sehn Sie meine Herren, ich fände es ja gut, wäre es denn so einfach. Hätte man genügend Personal, mit dem man in einem zeitlich adäquaten Rahmen (z. B. ein Jahr) alle Waffenbesitzer unangekündigt kontrollieren könnte (solange die Ergebnisse der derzeitigen Kontrollen so schlecht sind, sehe ich dazu derzeit keine Alternative), könnte ich damit leben, wenn Menschen, die gegen die Vorschriften bei der Aufbewahrung verstoßen, nach einem Prinzip ähnlich der StVO gemaßregelt würden – von Verwarnungen bis hin zu Bußgeldern, Punktesystem und Wegnahme.
          Sonst bleibt nur zentrale Aufbbewahrung auf Kosten der Schützen mit entsprechender Sicherheitsvorkehrungen. Funktioniert ja bei der Bundeswehr bspw. auch.
          Wie die Aufbewahrung zu Hause technisch sicher gelöst wird, ist letztendlich egal – aber kann dann Sicherheit vom Geldbeutel des Waffenbesitzers abhängig sein?
          Wichtig ist mir auch die getrennte Aufbewahrung von Munition und Waffe.
          Und das es halt manchmal, vor allem bei einem polarisierenden Thema wie dem hier, zu Emotionen in der Debatte kommt, sei’s drum. ich behalte mir dann halt vor entsprechend zu (nicht-)reagieren.
          Ja, und es wäre schön, wenn alle so handelten wie Sie – aber so isses leider nicht. Das wissen Sie auch. Wie erreichen Sie Menschen, die – selbst elebt – kein Interesse an einer ordnungsgemäßen Lagerung haben (alles unnötig!) oder gar dann noch illegale Waffen anbieten (Brauchen Sie eine? Kann ich Ihnen besorgen.)

          Antworten
        3. Nighthawk

          Hallo Homer Simpson,
          was soll der Blödsinn mit der Laufsperre?
          Bevor ich das hier anpreisen würde, wäre eine gründliche Recherche zur „Sicherheit“ angebracht, oder verdienen sie etwa Geld damit?

          Antworten
  27. Michael Patzelt

    Sehr geehrter Herr Volker Zell,
    Sie haben den Punkt h) vergessen:
    Alkohol.
    Eine Droge. Man kann es drehen, wie man möchte, Alkohol gehört zu den Drogen. Eine legale, einverstanden.
    Aber wie viele Menschen kommen im Jahr allein in Deutschland durch mittelbaren oder auch unmittelbaren Mißbrauch dieser Droge ums Leben?
    Wie viele Familien zerbrechen an der Folge des Alkoholmißbrauchs?
    Wiie viele Verkehrstote haben wir durch Alkoholmißbrauch zu beklagen?
    Wie viele Koma-Jugendliche haben wir jedes Jahr?j (Früher gab es dies Phänomen wesentlich seltener, nicht, weil keine Statistik darüber geführt wurde, es gab sie auch, aber in sehr sehr geringem Maße, darum geht es!)
    We viele Frauen hätten auf ein blaues Auge oder einen eingeschlagenen Kiefer verzichten dürfen, gäbe es keinen Alkohol?j
    Wie viele Politiker fallen heutzutage öffentlich durch Alkoholmißbrauch auf im Gegensatz zu früheren Jahren?
    Oder war früher die Politik einfach zu dröge und zu dumm, diese Dinge öffentlich zu machen, zu erkennnen und dagegen anzugehen?
    Dann waren sie alle Versager!
    Wie viele Frauen fristen ein trauriges Dasein im Frauenhaus, wegen Alkohol?
    Männerseits und Weiberseits, das gibt sich nichts. Und nun könnten wir mit den Zigaretten weitermachen…..

    Sehr verehrter Herr Rupp,
    die Welt wird nicht durch Verbote gerettet, sondern durch liebevolle Erziehung und das Herz am richtigen Fleck. Durch Courage und durch Verständnis, durch Akzeptanz und Toleranz auch für die Dinge, die nicht unserem persönlichen Weltbild entsprechen.
    Mein Vater war eine Waffe. Dafür brauchte er kein Metall und kein Pulver. Seine Hand und sein Bamusstock reichten aus, um die Handflächen aufplatzen zu lassen.
    Wollen wir nun deswegen Bambusstöcke verbieten?
    Es liegt doch immer an der Person, die ein Werkzeug als das benutzt, wofür es eben gedacht ist. Oder es mißbraucht! Deswegen ist das Werkzeug nicht schlecht und muss deswegen auch nicht verboten werden.
    Eine Sportwaffe ist keine Kriegswaffe. Dafür wurde sie nicht gemacht. Natürlich kann man sie mißbrauchen, so wie ich eigentlich Alles mißbrauchen kann, auch Menschen.
    Menschen hintergehen. Menschen lügen. Menschen foltern. Menschen mißbrauchen. Menschen töten. Menschen sind geschichtlich gesehen einfach nur ganz grausame Wesen, die alles unterwerfen, was nicht ihrem persönlichen Menschenbild oder Machtanspruch entspricht.

    Aber Menschen sind auch etwas ganz anderes. Sie sind höchst soziale Wesen. Sie reflektieren, sie differenzieren, sie denken nach und stellen sich selbst in Frage, sie können sich streiten und dennoch gemeinsame Ziele verfolgen, sie können sich küssen und lieben, sie können sich schlagen und wieder vertragen, sie können sich verheiraten, scheiden und dennoch die besten Freunde bleiben.
    Vor allem haben sie die Macht, sich zu lieben!!!!
    Diese Eigenschaft wird der Menscheit das Überleben sichern. Es gibt viele Dinge, die man als Schwäche auslegen könnte, die aber zu gegebener Zeit eine Kraft entwickeln, die jeder Beschreibung spottet!
    Menschen sind different. Das ist gut und richtig so.
    Menschen streiten um differente Ansichten.
    Das ist wichtig und richtig so!
    Menschen haben ihren Standpunkt, vertreten und verteidigen ihn. Das ist richtig und wichtig so!
    Aber unsere Verantwortung fängt nicht erst dann an, wenn ein Kind in den Brunnen gefallen ist. Wenn ein Kind in den Brunnen fällt, so ist nicht der Brunnen schuld, auch nicht der, der den Brunnen gegraben hat, zumal ein Brunnen etwas lebensnotwendiges ist (bitte beiße Dich nicht daran fest, es würde mich enttäuschen!), es sind wir, die wir nicht fähig waren, dem Kind Notwendigkeit, Nutzen und Gefahren des Brunnens deutlich zu machen, es sind wir, die wir unsere Kinder zu früh alleine zum Brunnen gehen ließen.
    Der Brunnen ist wichtig. Welchen Namen er auch haben möge und welche Gestalt er auch annehmen mag.
    Das Leben ist voller Brunnen. Lehren wir unsere Kinder, mit den Brunnen sinnvoll und mit Bedacht umzugehen, so braucht sich kein Kind vor einem Brunnen zu fürchten, sondern lernt ihn als Freund und Kamerad kennen.
    Seien wir selbst ein Brunnen für unsere Kinder, wenn sie fallen, fangen wir sie auf.
    Merkst Du was?
    Es ist alles nicht so einfach, aber vieles redet sich schön daher. Schön daherreden ist so leicht…..
    Sauber leben, mit ehrlicher Toleranz…. ungleich schwerer.
    Du tust den Sportschützen und auch den Jägern einen Bärendienst, wenn Du weiter an Deinen Zielen festhälst, so wie Du sie eben definierst.
    Vor allem aber tust Du der Freiheit, dem höchsten Gut, welches wir haben, einen Bärendienst.
    Gut gemeint ist nicht immer gut getan, bitte denke immer daran!
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Dir zu diesem Thema eine Auszeit nehmen würdest, mal ganz entspannt Schützenvereine in Deiner Heimat besuchen und unvoreingenommen mit diesen Deinen Mitmenschen freundlich und ohne persönliche Vorbehalte diskutieren würdest.
    Es geht mir nicht darum, Dich auf irgendeine Seite, wie auch immer, ziehen zu wollen. Es geht mir nur darum, Dinge und Ansichten auch mal von einer anderen Seite betrachten zu können. Was Du daraus machst, ist und bleibt Deine Entscheidung.
    Ich höre in vielen Deiner Worte so etwas wie eine Anklage heraus.
    Sei den Menschen gegenüber, denen Du etwas nehmen möchtest, bitte so fair, ihre Position ausgiebig darlegen zu können.
    Und räume ihnen das Recht ein, nicht Deiner Meinung zu sein.
    Es ist ihr Recht, so wie es Dein Recht ist, anderer Meinung zu sein.

    Ich habe andere Ansichten als Du. Ich würde manches oder vieles anders machen. Aber nicht dadurch, daß ich den Menschen nehmen und verbieten würde. Wenn ich verändern will, dann durch Überzeugung. Und selbst wenn ich überzeuge, heißt das noch lange nicht, daß ich Recht habe!!!!!!
    Aber ich überzeuge nicht per Dekret!
    Warum?
    Weil ich in diesem Moment eine Doktrin erschaffen hätte.
    Damit käme ich persönich nicht zurecht, für Andere ist das eine leichte Übung.
    Aber eine Doktrin ist immer eine Vergewaltigung.

    Das ist nicht mein Ding…

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Patzelt

    Antworten
    1. joerg

      Ich verstehe Sie, Herr Patzelt, oder Michael vielmehr – Sie duzen mich ja. 🙂 Natürlich haben Sie in vielem Recht aber Ihr Posting sprengt jetzt einfach den Rahmen des Blogs. Man muss in einer Demokratie nicht alles teilen und kann trotzdem ein Bier zusammen trinken und lachen.
      Und manchmal, leider, reicht eben Überzeugung nicht. Daher brauchen wir Gesetze, Regeln. Und das Nichteinhalten dieser Regeln muss Konsequenzen haben. Und auch über die kann man sich wieder streiten. Fair streiten ist gut.

      Antworten
  28. Michael Patzelt

    Nachtrag:
    Meinen ehrlichen Respekt und meine Hochachtung gegenüber Herrn Rupp, daß er sich dieser Diskussion (nun ja, er hat sie ja selbst angezettelt ) stellt und auch Postings beantwortet, die an die Grenzen der Höflichkeit gehen und diese sogar überschreiten!
    Üblich ist das nicht, und das möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich würdigen!
    Auch wenn ich absolut anderer Meinung bin als Herr Rupp!!
    Jedoch zeichnet es ihn aus als einen Menschen, der zu seiner Meinung offen und öffentlich steht und bereit ist, sie in persönlichem Gespräch zu erläutern und zu verteidigen. Ich mag nicht seine Ansichten, aber ich mag diese Courage!
    Hut ab!!

    Antworten
    1. joerg

      Dankeschön. So verstehe ich das mit der Politik und mit einem Blog. Wobei, das muss ich einschränkend zugestehen, dies in der Form nur möglich ist, weil ich ein paar Tage frei habe.

      Antworten
  29. Harald Wischewski

    Da die Blog-Software leider meine Antwort auf den Beitrag von Susanne nicht anzunehmen scheint (das gleiche Problem hatte ich gestern bereits), hier meine Antwort als neuer Beitrag:

    „Waffen, und das ist ja hier im Verlauf offensichtlich, sind ein sehr emotional besetztes Thema.“
    Ein Motorradfahrer würde genauso reagieren, wenn man ihm sein Hobby unmöglich machen will. Im Übrigen geht es nicht einmal um die Waffe an sich, sondern allgemein um Freiheitsrechte. Ich würde mir auch andere Hobbies nicht einfach verbieten lassen, wenn es dafür keinen rationalen Grund gäbe. Das Waffengesetz ist ein hervorragender Indikator dafür, wie es um die Freiheitsrechte eines Staates und damit dessen Vertrauen in den Bürger bestellt ist. Es ist aber längst nicht das einzige Gebiet, auf dem der Bürger sich inzwischen vom Staat permanent bevormundet und in seinen Grundrechten unnötig eingeschränkt fühlt.

    „Ob sich die beiden Seiten, die sich da gegenüber stehen, von Statistiken überzeugen lassen?“
    Es steht jedem frei die von mir genannten Zahlen des Statistischen Bundesamtes und des Bundeskriminalamtes zu überprüfen. Für die Argumente von Waffengegnern sind mir keine derart zuverlässige Quellen bekannt. Auch gibt es sehr umfangreiche Studien wie die Lott-Studie, deren Zahlenmaterial öffentlich verfügbar ist.

    „Kaum. Ich kann, ähnlich wie Herr Rupp, der Faszination des Schießens nichts abgewinnen (so wie Sie vermutlich dem Motorrad fahren).“
    Ich muss dem Motorradfahren gar nichts abgewinnen können. Ich muss auch nicht verstehen, was die Faszination beim Baseballspielen oder beim Ultimate Fighting (um ein ebenfalls sehr umstrittenes Beispiel zu nennen) ausmacht. Ich gestehe aber jedem anderen Menschen zu, all dies zu tun, was auch immer er tun möchte, solange er damit nicht die Rechte eines anderen Menschen verletzt. Ein Motorradfahrer, der sich an die StVO hält, fügt mir keinen Schaden zu. Ein Baseballspieler, der mit seinem Schläger auf einen Lederball eindrischt, schadet niemandem. Ein Ultimate Fighting Kämpfer, der diesen Sport im Ring mit einem Gegner ausübt, der dort ebenfalls aus freiem Willen kämpft, fügt niemand unbeteiligtem Schaden zu. Warum also sollte ich solche Aktivitäten verbieten oder einschränken wollen, wenn sie mir keinen Schaden zufügen. Ich muss nicht verstehen, was andere tun oder lassen – es genügt, wenn ich es toleriere.

    „Das Wichtigste an “Werkzeugen”, die verletzend/tödlich einsetzbar sind, ist die ordentliche Handhabe.“
    Korrekt.

    „Das ist ja oft das Schwierige an Diskussionen: wenn sich die, die es betrifft, nicht beteiligen bzw. nicht interessieren (in diesem Fall: die illegalen Waffenbesitzer).“
    In diesem Fall BIN ich aber eben doch betroffen. Denn MEINE Rechte sollen wegen der Verfehlungen einzelner anderer eingeschränkt werden. Mein Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wurde kürzlich abgeschafft. Mein Grundrecht auf freie Ausübung des Sports ist bereits seit 2003 nicht mehr vorhanden (der Schießsport ist die einzige Sportart, in der der Staat sich das Recht herausnimmt Sportordnungen zu genehmigen).

    „Nun von meiner Seite eine Frage, weil ich es nicht weiß und mich zuvor auch nicht beschäftigt hat: in Schützenhäusern, da werden doch sicher auch Schusswaffen aufbewahrt (ich nehme nicht an, dass jede/r immer eine eigene hat). Und vermutlich sehr sicher.“
    In der überwiegenden Zahl von Schützenhäusern lagern bestenfalls einige Druckluftwaffen. Scharfe Schusswaffen aufzubewahren stellt sehr hohe Anforderungen an die Sicherungseinrichtungen und mit steigender Waffenzahl wächst der Aufwand ungleich stärker. Das Problem mit der schieren Anzahl von Waffen in einem größeren Verein wurde bereits thematisiert (es kommen schnell hunderte Waffen zusammen).
    Ein weiteres Problem ist der Anreiz auf Kriminelle, den solche Ansammlungen ausüben würden. Der Lagerort ist jedem bekannt, der im Telefonbuch die Adresse des örtlichen Vereins nachschlägt. Um eine große Anzahl von Waffen abzusicher, wäre ein finanzieller Aufwand nötig, den ein normaler Verein unmöglich leisten kann. Außerdem würde selbst ein rund um die Uhr bewachtes Schützenhaus keine wirkliche Sicherheit bieten. Das beweisen z.B. Raubüberfälle auf Bundeswehr Depots, die sogar von bewaffnetem Personal bewacht werden. Wie soll da ein Schützenhaus ohne derartiges Personal Schutz vor Kriminellen bieten? Ich erinnere im Übrigen nur an den Fall in Eislingen, wo zwei Jugendliche die Kleinkaliberwaffen des örtlichen Schützenhauses stahlen und damit eine Familie auslöschten. In der Folge dieser Tat gab es vermehrt Einbrüche in Schützenhäusern, weil Kriminelle damit rechneten dort ebenfalls an Waffen heranzukommen. Zum Glück wurden meißt nur Druckluftwaffen gestohlen, da keine Feuerwaffen aufbewahrt wurden.
    Das nächste Problem ist die Wettkampf-Thematik. Für einen bundesweiten Wettkampf stehe ich z.T. nachts um 3:00 Uhr auf, packe meine Waffen ein und fahre mehrere Stunden zum Austragungsort. Soll etwa nachts um 4:00 Uhr der Waffenwart im Schützenhaus auf mich warten um mir meine Waffen auszuhändigen? Gegen Abend ist dann der Wettkampf zu Ende und ich mache mich auf den Heimweg. Es wird nicht selten schon mal 2:00 Uhr nachts, bis ich von der langen Fahrt zu Hause bin. Soll dann der Waffenwart schon wieder auf mich warten? Außerdem habe ich meine Waffen noch gar nicht gereinigt, gewartet und ggf. repariert. Soll der Waffenwart etwa nochmals mehrere Stunden warten, bis ich das im Schützenhaus erledigt habe? Was ist, wenn ich Chemische Reinigungsmittel (z.B. zum Lösen von Bleirückständen) über Nacht einwirken lassen muss? Am nächsten Morgen schon wieder den Waffenwart von seinem Arbeitsplatz abziehen, damit ich ins Schützenhaus zum Reinigen kann?
    Weiterhin bin ich gesetzlich verpflichtet sicherzustellen, dass niemand außer mir selbst Zugriff auf meine Waffen hat. Wie soll das funktionieren, wenn eine Waffenkammer gemeinsam genutzt wird? Ich will nicht, dass jemand einfach meine Waffen in die Hand nimmt, selbst wenn er sie nicht aus der Kammer mitnehmen könnte.
    Weiterhin ist es erforderlich mit meinen Waffen regelmäßig sog. Trockentraining zu machen. D.h. die ungeladene Waffe wird in den Anschlag genommen, die Abzugskontrolle wird trainiert, ebenso die Handhabung der Waffe. Dies muss man wie jeder Leistungssportler regelmäßig tun. Wenn meine Waffe im 25km entfernten Schützenhaus liegt, kann ich kein Trockentraining mehr betreiben und meine Leistung wird sich deutlich verschlechtern.
    Wer soll überhaupt freiwillig die Verantwortung für so eine Waffenkammer übernehmen? Ich würde das niemals tun, denn wenn eine Waffe fehlt oder beschädigt wird, dann bin ICH verantwortlich und mir drohen juristische Probleme. Ganz zu schweigen davon, welchem Risiko ich mich als Verantwortlicher aussetzen würde. Jeder im Verein weiß dann, dass ich Zugang zum Waffenraum habe. Sollte tatsächlich jemand mit einer Waffe eine Straftat planen, wird es also als erstes mich angreifen um Zugriff auf die Waffe zu bekommen. Das gleiche gilt auch für Kriminelle. Jeder größere Schützenverein hat heute eine Homepage, auf der der Vorstand vorgestellt wird. Jeder Kriminelle hat dort also eine tolle Informationsquelle, wer der zuständige Waffenwart ist.

    Und bevor jetzt die Frage kommt, warum man dann nicht wenigstens die Munition im Schützenhaus aufbewahren kann, schreibe ich gerne nochmal einen sehr langen Abschnitt darüber, warum auch das in der Praxis unmöglich ist. 😉 Das Thema Munition ist nämlich noch um einiges komplexer.

    „Da ich wirklich wirklich wirklich nicht glaube, dass wir hier in D. zu unserem persönlichen Verteidungsfall eine Schusswaffe im Haus haben sollten (wenn ja: wozu?), frage ich mich ebenfalls wie Herr Rupp, warum diese nicht sicher verwahrt in den Schützenhäusern bei den anderen aufbewahrt werden könnten?“
    Ich denke, das habe ich gerade mehr als deutlich dargestellt. Im übrigen ist die Schusswaffe als Verteidigungsmittel in Deutschland eine Utopie. Laut Gesetz muss ich die Waffe verschlossen und ungeladen im Tresor aufbewahren – getrennt von der Munition. Um die Waffe einzusetzen müsste ich also zuerst den Waffentresor öffnen und die Waffe entnehmen. Dann öffne ich den Munitionsschrank, entnehme die Munition, lade die Waffe … und ein potentieller Angreifer ist inzwischen entweder an Altersschwäche gestorben oder aber längst geflüchtet. Ganz davon zu schweigen, dass Einbrecher das Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben (ich rechne nicht mit ihrem Erscheinen, sie dagegen schon). Bevor ich minutenlang an meinen Waffenschränken herum fummeln würde, würde ich lieber meine Turnschuhe anziehen und weglaufen – das geht wesentlich schneller.

    „vermutlich geschehen in Deutschland weitaus mehr Beziehungstaten, die mit schweren Verletzungen oder Tötungen enden als Überfälle durch Unbekannte.“
    Diesbezüglich empfehle ich mal einen Kriminologen zu befragen. In der Kriminologie ist es unstrittig, dass bei Beziehungstaten (und Affekttaten) immer dasjenige Tatmittel eingesetzt wird, welches gerade verfügbar ist. Das Fehlen eines bestimmten Tatmittels hat nicht zur Folge, dass die Tat nicht verübt wird, es hat lediglich zur Folge, dass die Tat auf eine andere Art und Weise mit einem anderen Tatmittel verübt wird. Darum ist auch das Küchenmesser das mit Abstand häufigste Tatmittel bei Mord- und Totschlagdelikten – es ist in jedem Haushalt verfügbar und schnell zur Hand.

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  30. Volker Zell

    Hallo Herr Rupp, Sie haben es richtig ausgedrückt: ALLE Waffenbesitzer
    regelmäßig unangemeldet kontrollieren. Diejenigen Waffenbesitzer (10%?), die Ihre Waffen zwar registriert haben, aber auf den Fragebogen der Waffenbehörden entweder gar nicht oder derartig geantwortet haben, dass ein Verstoss gegen die Aufbewahrungsvorschriften anzunehmen war, wurden inzwischen ja auch teilweise kontrolliert (daher auch die ominösen 50 % Verstöße). Was aber immer untergeht sind die Besitzer der geschätzten 20 – 30 Mill. illegalen Waffen, die es lt. Auskunft der GdP in Deutschland geben soll.
    Und die sind es doch auch, die keinen Tresor haben und ihre Waffen im Kleiderschrank oder Nachttisch aufbewahren, bzw. in der Hosentasche haben.
    Wie stellen Sie sich vor, diesen Personenkreis ebenfalls kontrollieren zu wollen, wenn Sie von ALLEN Waffenbesitzern schreiben. Wollen Sie alle diejenigen kontrollieren, die keine Waffe gemeldet haben? Jede Wohnung durchsuchen? Oder macht es Sinn, immer nur die gleichen zu kontrollieren,
    die bereits x-mal überprüft sind? Das ist zwar der einfachere Weg und kann medienpolitisch besser ausgeschlachtet werden aber ob das Ergebnis den Aufwand lohnt, läßt mich stark zweifeln. Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass man sich auf die rd. 3 Mill. gesetzestreuen Legalwaffenbesitzer festbeißt (deren Namen hat man ja) um so von den restlichen 20 Mill. ablenken zu können.

    Antworten
    1. joerg

      Hallo Herr Zell,
      jetzt bleiben Sie mal bei den Tatsachen. Lesen Sie nochmal die Presseberichte und Sie werden feststellen, auch wenn Sie es lieber ausblenden wollen, dass auch legale Waffenbesitzer gegen die Aufbewahrungspflichten verstoßen. Sie müssen das nicht vermischen, damit es besser aussieht für diejenigen, die bisher keine Verstöße begangen haben. Ich möchte nicht jeden Bürger verdächtigen. Aber ich möchte gerne alle Waffenbesitzer regelmäßig kontrollieren lassen, bis die Verstöße nicht mehr so eklatant im Verhältnis zu den Kontrollen sind.
      Und damit mach ich jetzt Ende hier, wir drehen uns im Kreis.
      Schöne Grüße
      Jörg Rupp

      Antworten
      1. Nighthawk

        Hallo,

        soso, alle Waffenbesitzer kontrollieren. Und wie schon oben gefragt, wollen Sie die illegalen Waffenbesitzer kontrollieren? Diese Antwort sind Sie noch schuldig.
        Oder gibt es vielleicht sogar Gründe warum Sie nicht antworten können oder wollen?
        Wenn einem die Argumente ausgehen sich einfach davonzumachen ist einfach, aber zuzugeben, dass man nicht mehr dagegen Argumtieren kann ist schon verdammt schwer, und kommt einer persönlichen Niederlage gleich die man nicht akzeptieren will, gell?

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        1. joerg

          wieso soll ich denn auf einen derartig bescheuerten Einwurf antworten? Wer illegale Waffen besitzt, dem müssen sie abgenommen werden, wenn man das feststellt. Ist doch klar. Da die sich ja nicht melden, müsste man alle Bundesbürger kontrollieren. Das ist nicht angemessen. Ende der Debatte. Sie dürfen gerne noch ein paar Weisheiten in den leeren Raum werfen.

          Antworten
        2. Der Gute

          Sehr geehrter Herr Rupp,

          Ihre Argumentation ist mir vollkommen unzugänglich.

          Ich muss leider von einem Schutz der ILLEGALEN Waffenbesitzer durch den Staat und seine Organe ausgehen.

          Wenn sie umrechenen, dass 20 Millionen illegale Waffen etwa in jedem 2. oder 3. Haushalt in der BRD (ca. 40 Millionen Haushalte) eine ILLEGALE Waffe bedeuten, so erscheint es mir vollkommen unverständlich wieso die Organe mit einem riesigen Aufwand ca.100.000 falsch aufbewahrte legale Waffen zu verfolgen.

          Schon einfachste Erkenntnisse über vornehmlich im ILLEGALEN Waffenbesitzerbereich anzutreffende Personenkreise und Strukturen liessen mit einfachsten Mitteln sicherlich MILLIONEN von Hausdurchsuchungen rechtfertigen. Diese hätten dann sicherlich eine Trefferquote von mehr als 50%.
          Hierbei sprechen wir dann aber nicht von vielleicht „unsachgemässer Aufbewahrung“ in alten, eigentlich sicheren Tresoren – welche einfach nur nicht nach 1996er Normen zertifiziert sind.

          Sondern wir sprechen von wirklich kriminellen Subjekten welche die Waffe nicht nur falsch aufbewahren sondern diese auch zu kriminellen Zwecken bereit sind einzusetzen.

          Hiervor verschliesst die Politik die Augen – genauso wie vor den Toten, die WÖCHENTLICH durch die Anwendung dieser illegalen Waffen deutschlandweit zu beklagen sind.

          Legale Waffenbseitzer sind nachgewiesenermassen äusserst loyale Bürger, welche noch nicht einmal 2 x eine rote Ampel in den letzten 15 Jahren überfahren durften. Denn schon dieser Tatbestand reicht aus um die Vermutung der Zuverlässigkeit negativ zu bescheiden.

          Und wie schnell man hier einmal zu schnell gefahren ist und dort einmal eine rote Ampel übersehen hat ist Ihnen als ehemaliger Taxifahrer doch sicherlich bewusst.

          Warum wird also mit einem riesigen Aufwand das Heer der legalen Waffenbesitzer schikaniert während die illegalen Kalaschnikows und Tokarevs (fand man eine illegale Pistole nicht mal bei einem Ihrer Parteikollegen im Auto?) einfach übergangen werden.

          Hier wird mit Kanaonen auf Spatzen geschossen und das wirkliche Gefährdungspotential wird vollkommen ausser Acht gelassen.

          Ein grobes Versagen unserer Politik.

          Beste Grüsse und alle Gute für das neue Jahr

          DerGute

          Antworten
      2. Volker Zell

        Lieber Herr Rupp, bleiben wir bei den von Ihnen angegebenen Tatsachen. Auszug aus Ihrem verlinkten Presseartikel:

        „Zuvor waren die Waffenbesitzer aufgefordert worden, etwa mit Kaufquittungen oder Fotos zu belegen, dass sie die Aufbewahrungsvorschriften einhalten. Die 2.085 Adressaten, die sich nicht bei den Waffenbehörden meldeten, werden nun von den Kontrolleuren überprüft.

        Im Rems-Murr-Kreis, Landkreis von Winnenden, dem Ort des Amoklaufs, kontrollierten die Behörden 65 Waffenbesitzer. Hier gab es in rund einem Drittel der Fälle Beanstandungen. Betroffen waren vor allem Personen, die Waffen geerbt hatten oder diese zu einer Zeit gekauft hatten, als dafür noch keine Waffenbesitzkarte vorgeschrieben war.“

        1: es wurden nur legale Waffenbesitzer kontrolliert

        2: es wurden nur diejenigen kontrolliert, die beim vorher durchgeführten
        Anschreibeverfahren aufgefallen sind, also diejenigen, bei denen man von
        einem Verstoß ausgehen konnte (so wie ich das herauslese landesweit 2085 Waffenbesitzer von wieviel 100.000?)

        3: Der angegebene Personenkreis (Erben und Altbesitzer – Waffen wurden vor
        1973, also vor über 37 Jahren erworben) dürfte inzwischen vermutlich so alt sein, dass er andere Sorgen hat, als sich wegen eines alten KK-Gewehres ständig mit einem Waffenrecht auseinanderzusetzen, dass vermutlich selbst diejenigen, die es zusammengeschustert haben, nicht mehr überblicken.

        Dass Sie aber daraus den Schluß herleiten, „die Waffenbesitzer“ hätten keinerlei Notwendigkeit gesehen, ihre Waffen ordentlich aufzubewahren, finde ich schon ein starkes Stück – meinen Sie im Ernst, diesen Satz glaubt Ihnen jemand?

        Aber lassen wir es, ich glaube, wir werden uns ohnehin nie einig.
        Trotzdem noch einen schönen Abend.
        Volker Zell

        Antworten
        1. joerg

          Ja, mehr als die Hälfte derjenigen, die kontrolliert wurden, waren auffällig. Weil nachlässig. Einfache Frage: wie umgehe ich eine Kontrolle? Indem ich mich melde, wenn ich angeschrieben werde.
          Ja, und diese Waffenbesitzer haben es nicht eingesehen, dass man eine Waffe vorschriftsgemäß aufbewahren muss. Ich weiß, die sind alle nicht im Schützenverein.
          Wissen Sie, diese Verharmloserei macht mich krank.

          Antworten
        2. Christian Stahl

          Mit einfachem melden ist es eben nicht getan. Die Behörde will einen Nachweis. Sei es in Form einer Kaufrechnung, wo die Sicherheitsklasse angegeben wird, oder Photos des Typenschildes, sowie des Schrankes, sowohl von aussen als auch von Innen. Desweitern muss der Aufbewahrungsort der Munution nachgewiesen werden. Mit einem einfachen Brief an die Behörde mit dem Satz „Ich bewahre meine Waffen in einem Waffenschrank auf“ ist es nicht getan. Ausserdem wollen die Behörden es ja nicht dabei belassen nur die zu kontrollieren, die nicht auf deren Schreiben geantwortet haben, sondern sie wollen ja alle kontrollieren.

          Antworten
          1. joerg

            und da haben wir ja auch die bisherige Krux an der Sache. Es gibt nicht genügend Personal, um alle zu kontrollieren. Leider. Ich würde vor Ort einen Kaufbeleg sehen wollen.

            Antworten
        3. Christian Stahl

          Und was, wenn auf dem Kaufbeleg keine Sicherheitsklasse angegeben ist? Ich glaube nämlich nicht, das der Baumarkt um die Ecke andere Kaufbelege bei Waffenschränken ausdruckt. Was ist denn, wenn nach mehrmaligem umziehen sowohl auf der Behörde, als auch bei sich selbst Unterlagen verschwunden sind und ein Beleg nicht mehr da ist? Da muss eben mal ein Photo reichen. Es sei denn, es werden wirklich mehr Kontrolleure eingestellt. Aber woher das Geld nehmen? Die Gemeinden müssten dann eben an anderer Stelle einsparen. Aber wo? Vielleicht bei Kitas wie es jetzt schon der Fall ist. Oder soll die Hundesteuer nochmals erhöht werden? Wo soll Ihrer Meinung nach denn nun Geld eingespart werden, um sämtliche Waffenbesitzer zu kontrollieren.
          Und malganz nebenbei. Wenn dann schon alle registrierten Waffenbesitzer kontrolliert werden, möchte ich, dass dann bei Ihnen auch eine Kontrolle durchgeführt wird. Denn statistisch gesehen, könnten Sie auch jemand von denen sein, der noch vom Opa einen alten K98 auf dem Dachboden hat, von dem er nichts weiss.

          Antworten
          1. joerg

            Also bitte Herr Stahl. Das Kaufbelegproblem wird sich schon lösen lassen. Vielleicht durch einen Aufkleber im Schrank. Und auf die Belege müssen Sie halt gut aufpassen. Sie können ja beglaubigte Kopien irgendwo aufbewahren. Woher das Geld für Kontrolleure nehmen? Ich würde für eine Waffen- und Munitionssteuer plädieren und die Förderung von Schützenvereinen daran binden, dass sie die Mitglieder kontrollieren. Mein Vorschlag. Sie können aber gene andere Ideen haben und am Ende sehen wir – in einem demokratischen Prozess – was dabei heraus kommt.
            Tja, das Haus meines einen Opas steht leider mehr, daher kann ich nicht drin wohnen und im anderen wohnt meine Cousine.
            Sie haben aber recht – und das war mir ja auch neu – was tun mit Altbesitzern, die Waffen haben, die nirgends registriert sind? (ich dachte immer, dass alle Waffen registriert sind, bis auf die, die bewusst illegal bezogen werden, oder gestohlen werden).
            Tja, entweder durchsuchen wir jedes Haus in Deutschland nach Waffen – kommt Ihnen das sehr realistisch vor? – oder wir erlassen ein Gesetz, dass die Meldepflicht bis Datum xyz vorschreibt und verhängen für jede Waffe, die danach auftaucht, strenge Strafen wegen unerlaubtem Waffenbesitz. Auch auf Erben. Könnte ich mir vorstellen. Man könnte ja erwarten, dass jemand, der eine Waffe erbt, diese irgendwie registrieren lässt oder unbrauchbar machen lässt. So als verantwortungsvoller MitbürderIn. Haben Sie auch nen Vorschlag?

            Antworten
        4. Christian Stahl

          Das mit dem Aufkleber macht die Behörde doch jetzt. Wenn kein Kaufbeleg mehr da ist, oder aus diesem die Sicherheitsklasse nicht hervorgeht, verlangt sie ein Photo des Schrankes von innen. Dort ist nämlich bei jedem neuen Waffenschrank ein Typenschild angebracht, mit Seriennummer, Hersteller, Baujahr, Gewicht, DIN-Nummer und Sicherheitsklasse. Dieses Schild muss leserlich ausgedruckt werden. Die kontrolliert wurden, waren oftmals diejenigen, in deren Schränken kein Typenschild ist, oder die DIN-Nummer nicht mehr der aktuellen entspricht.
          Ich habe im Grunde genommen nicht gegen Kontrollen. Wogegen ich etwas habe, sind die verdachtunabhängigen und unangekündigten Kontrollen. Bei jedem Verbrecher braucht die Polizei einen Verdacht und eine Anordnung, um das Haus zu betreten. Nur bei mir, einem ständig überprüften und gestzestreuen Bürger braucht sie das nicht. Und das stört mich gewaltig. Komisch übrigens, dass sich Ihre Partei gegen verdachtsunabhängige Kontrollen ausgesprochen hat, aber eben nur bei Moscheen. Aber das ist ein anderes Thema.

          Antworten
          1. joerg

            Herr Stahl, mich zwickt das mit der Ungleichbehandlung bei der Überwachung auch. Und zwar nicht wenig. Auch als Ergebnis dieser Debatte hier.
            Aber angesichts der real stattgefundenen Amokläufe und eben dieser Presseberichte sehe ich keine andere Möglichkeit. Natürlich gibt es am Ende keine 100% Sicherheit.
            Vielleicht sollte man das Schießen mit scharfer Munition außer für Dienstwaffenträger generell verbieten und in Schützenvereinen nur noch Lasergewehre zulassen. Da gibt es ja scheinbar schon Möglichkeiten (http://www.tsv-essern.de/page.php?page=presse&id=2681&reload_coolmenus). Dann könnte man nämlich den Verkauf von Munition verbieten.

            Antworten
        5. Christian Stahl

          Und wenn Sie den Bericht gelesen hätten, wüssten Sie auch, wozu die Lichtgewehre, wie sie eigentlich heissen, da sind. Wir haben bei uns im Verein auch ein solches Gehwehr und auch eine Pistole. Die werden mehrmals im Jahr rausgeholt. Z.B. zum Sommerfest oder Stadtfest. Dort bieten wir Kindern an, den Schiesssport mal auszuprobieren. Quasi zum reinschnuppern. Das gute an diesen „Waffen“ ist nämlich, dass sie unter Spielzeug fallen und es keine Altersbeschränkung gibt. Aber mit dem wirklichen Schiessen hat es wenig zu tun.
          Was mich auch zwickt ist, warum niemand von den Waffengegner ein Gesetz fordert, wonach man Autoschlüssel oder Reinigungsmittel wegschliessen soll. Jährlich kommen dabei nämlich weit mehr Menschen zu schaden, als durch „Amokläufe“. Aber wahrscheinlich sagt man hier, das man zwar keine 100% Sicherheit hat, aber die, welche man hat reicht aus. Bei legalen Waffen haben wir ein Sicherheit, die über 99% liegt. Ubd diese reicht Ihnen nicht aus? Wenn ich Kinder hätte, wäre meine grösste Angst die, dass sie auf dem nach Hause Weg von der Schule von einem besoffenen und/oder Raser überfahren werden. Aber das sie von einer legalen Schusswaffe getötet werden, daran würde ich nicht denken.

          Antworten
          1. joerg

            Naja, ich kann diesen Vergleich von Autos, Reinigungsmittel und Waffen nicht ernst nehmen, tut mir leid. Liegt vermutlich in der Natur der Sache.
            Ich bin sicher, gäbe es nur noch diese Lichtgewehre würden sich die Hersteller schon dran machen, einen möglichst realistischen Schusseffekt hinzubekommen.

            Ich glaube, wir kommen nicht weiter Herr Stahl. Ich will keine Waffen. Punkt. Über die Überwachung mache ich mir aber nochmal ein paar Gedanken.

            Antworten
        6. Christian Stahl

          Wieso können Sie den Vergleich mit Autos nicht ernst nehmen. Kommt jetzt wieder das Argument der „Zweckbestimmung“. OK der Zweck eines Autos ist es von A nach B zu gelangen. Dann erklären Sie bitte den Angehörigen der Opfer vom 30.04.09 im niederländischen Apeldoorn, dass man die Tat des Verrückten ja nicht so ernst nehmen dürfte, da die Zweckbestimmung seines Tatmittels ja eine ganz andere war.

          Antworten
        7. Christian Stahl

          Noch was zu dem Argument mit der Waffen-und Munitionssteuer. Dann will ich aber auch, dass es eine extra Fussballfan-Steuer gibt. Ich bin nämlich nicht bereit, als Nicht-Fussballfan mit meinen Steuergeldern die Hundertschaften von polizisten zu beszahlen, die ja teilweise schon bei Regionalspielen von Nöten sind. Machen Sie Ihren Parteikollegen im Bundestag doch mal diesen Vorschlag. Aber davor haben wohl alle Politiker die Hosen voll, denn ich bezweifle, das man bei der nächsten Wahl die 5% Hürde überhaupt schaffen würde. Aber 1,5-2,0 Mio legalen Waffenbesitzern kann man ja neue Steuern aufdrücken.

          Antworten
          1. joerg

            Bin ich ganz bei Ihnen – ich finde auch, dass, wer Millionengehälter zahlt, auch gerne die Polizeieinsätze bei Sportveranstaltungen zahlen kann.

            Antworten
  31. H. Wischewski

    Leider lässt die Blog-Software nicht zu direkt auf Susannes Beitrag zu antworten, daher an dieser Stelle:

    „Waffen, und das ist ja hier im Verlauf offensichtlich, sind ein sehr emotional besetztes Thema.“
    Ein Motorradfahrer würde genauso reagieren, wenn man ihm sein Hobby unmöglich machen will. Im Übrigen geht es nicht einmal um die Waffe an sich, sondern allgemein um Freiheitsrechte. Ich würde mir auch andere Hobbies nicht einfach verbieten lassen, wenn es dafür keinen rationalen Grund gäbe. Das Waffengesetz ist ein hervorragender Indikator dafür, wie es um die Freiheitsrechte eines Staates und damit dessen Vertrauen in den Bürger bestellt ist. Es ist aber längst nicht das einzige Gebiet, auf dem der Bürger sich inzwischen vom Staat permanent bevormundet und in seinen Grundrechten unnötig eingeschränkt fühlt.

    „Ob sich die beiden Seiten, die sich da gegenüber stehen, von Statistiken überzeugen lassen?“
    Es steht jedem frei die von mir genannten Zahlen des Statistischen Bundesamtes und des Bundeskriminalamtes zu überprüfen. Für die Argumente von Waffengegnern sind mir keine derart zuverlässige Quellen bekannt. Auch gibt es sehr umfangreiche Studien wie die Lott-Studie, deren Zahlenmaterial öffentlich verfügbar ist.

    „Kaum. Ich kann, ähnlich wie Herr Rupp, der Faszination des Schießens nichts abgewinnen (so wie Sie vermutlich dem Motorrad fahren).“
    Ich muss dem Motorradfahren gar nichts abgewinnen können. Ich muss auch nicht verstehen, was die Faszination beim Baseballspielen oder beim Ultimate Fighting (um ein ebenfalls sehr umstrittenes Beispiel zu nennen) ausmacht. Ich gestehe aber jedem anderen Menschen zu, all dies zu tun, was auch immer er tun möchte, solange er damit nicht die Rechte eines anderen Menschen verletzt. Ein Motorradfahrer, der sich an die StVO hält, fügt mir keinen Schaden zu. Ein Baseballspieler, der mit seinem Schläger auf einen Lederball eindrischt, schadet niemandem. Ein Ultimate Fighting Kämpfer, der diesen Sport im Ring mit einem Gegner ausübt, der dort ebenfalls aus freiem Willen kämpft, fügt niemand unbeteiligtem Schaden zu. Warum also sollte ich solche Aktivitäten verbieten oder einschränken wollen, wenn sie mir keinen Schaden zufügen. Ich muss nicht verstehen, was andere tun oder lassen – es genügt, wenn ich es toleriere.

    „Das Wichtigste an “Werkzeugen”, die verletzend/tödlich einsetzbar sind, ist die ordentliche Handhabe.“
    Korrekt.

    „Das ist ja oft das Schwierige an Diskussionen: wenn sich die, die es betrifft, nicht beteiligen bzw. nicht interessieren (in diesem Fall: die illegalen Waffenbesitzer).“
    In diesem Fall BIN ich aber eben doch betroffen. Denn MEINE Rechte sollen wegen der Verfehlungen einzelner anderer eingeschränkt werden. Mein Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wurde kürzlich abgeschafft. Mein Grundrecht auf freie Ausübung des Sports ist bereits seit 2003 nicht mehr vorhanden (der Schießsport ist die einzige Sportart, in der der Staat sich das Recht herausnimmt Sportordnungen zu genehmigen).

    „Nun von meiner Seite eine Frage, weil ich es nicht weiß und mich zuvor auch nicht beschäftigt hat: in Schützenhäusern, da werden doch sicher auch Schusswaffen aufbewahrt (ich nehme nicht an, dass jede/r immer eine eigene hat). Und vermutlich sehr sicher.“
    In der überwiegenden Zahl von Schützenhäusern lagern bestenfalls einige Druckluftwaffen. Scharfe Schusswaffen aufzubewahren stellt sehr hohe Anforderungen an die Sicherungseinrichtungen und mit steigender Waffenzahl wächst der Aufwand ungleich stärker. Das Problem mit der schieren Anzahl von Waffen in einem größeren Verein wurde bereits thematisiert (es kommen schnell hunderte Waffen zusammen).
    Ein weiteres Problem ist der Anreiz auf Kriminelle, den solche Ansammlungen ausüben würden. Der Lagerort ist jedem bekannt, der im Telefonbuch die Adresse des örtlichen Vereins nachschlägt. Um eine große Anzahl von Waffen abzusicher, wäre ein finanzieller Aufwand nötig, den ein normaler Verein unmöglich leisten kann. Außerdem würde selbst ein rund um die Uhr bewachtes Schützenhaus keine wirkliche Sicherheit bieten. Das beweisen z.B. Raubüberfälle auf Bundeswehr Depots, die sogar von bewaffnetem Personal bewacht werden. Wie soll da ein Schützenhaus ohne derartiges Personal Schutz vor Kriminellen bieten? Ich erinnere im Übrigen nur an den Fall in Eislingen, wo zwei Jugendliche die Kleinkaliberwaffen des örtlichen Schützenhauses stahlen und damit eine Familie auslöschten. In der Folge dieser Tat gab es vermehrt Einbrüche in Schützenhäusern, weil Kriminelle damit rechneten dort ebenfalls an Waffen heranzukommen. Zum Glück wurden meißt nur Druckluftwaffen gestohlen, da keine Feuerwaffen aufbewahrt wurden.
    Das nächste Problem ist die Wettkampf-Thematik. Für einen bundesweiten Wettkampf stehe ich z.T. nachts um 3:00 Uhr auf, packe meine Waffen ein und fahre mehrere Stunden zum Austragungsort. Soll etwa nachts um 4:00 Uhr der Waffenwart im Schützenhaus auf mich warten um mir meine Waffen auszuhändigen? Gegen Abend ist dann der Wettkampf zu Ende und ich mache mich auf den Heimweg. Es wird nicht selten schon mal 2:00 Uhr nachts, bis ich von der langen Fahrt zu Hause bin. Soll dann der Waffenwart schon wieder auf mich warten? Außerdem habe ich meine Waffen noch gar nicht gereinigt, gewartet und ggf. repariert. Soll der Waffenwart etwa nochmals mehrere Stunden warten, bis ich das im Schützenhaus erledigt habe? Was ist, wenn ich Chemische Reinigungsmittel (z.B. zum Lösen von Bleirückständen) über Nacht einwirken lassen muss? Am nächsten Morgen schon wieder den Waffenwart von seinem Arbeitsplatz abziehen, damit ich ins Schützenhaus zum Reinigen kann?
    Weiterhin bin ich gesetzlich verpflichtet sicherzustellen, dass niemand außer mir selbst Zugriff auf meine Waffen hat. Wie soll das funktionieren, wenn eine Waffenkammer gemeinsam genutzt wird? Ich will nicht, dass jemand einfach meine Waffen in die Hand nimmt, selbst wenn er sie nicht aus der Kammer mitnehmen könnte.
    Weiterhin ist es erforderlich mit meinen Waffen regelmäßig sog. Trockentraining zu machen. D.h. die ungeladene Waffe wird in den Anschlag genommen, die Abzugskontrolle wird trainiert, ebenso die Handhabung der Waffe. Dies muss man wie jeder Leistungssportler regelmäßig tun. Wenn meine Waffe im 25km entfernten Schützenhaus liegt, kann ich kein Trockentraining mehr betreiben und meine Leistung wird sich deutlich verschlechtern.
    Wer soll überhaupt freiwillig die Verantwortung für so eine Waffenkammer übernehmen? Ich würde das niemals tun, denn wenn eine Waffe fehlt oder beschädigt wird, dann bin ICH verantwortlich und mir drohen juristische Probleme. Ganz zu schweigen davon, welchem Risiko ich mich als Verantwortlicher aussetzen würde. Jeder im Verein weiß dann, dass ich Zugang zum Waffenraum habe. Sollte tatsächlich jemand mit einer Waffe eine Straftat planen, wird es also als erstes mich angreifen um Zugriff auf die Waffe zu bekommen. Das gleiche gilt auch für Kriminelle. Jeder größere Schützenverein hat heute eine Homepage, auf der der Vorstand vorgestellt wird. Jeder Kriminelle hat dort also eine tolle Informationsquelle, wer der zuständige Waffenwart ist.

    Und bevor jetzt die Frage kommt, warum man dann nicht wenigstens die Munition im Schützenhaus aufbewahren kann, schreibe ich gerne nochmal einen sehr langen Abschnitt darüber, warum auch das in der Praxis unmöglich ist. 😉 Das Thema Munition ist nämlich noch um einiges komplexer.

    „Da ich wirklich wirklich wirklich nicht glaube, dass wir hier in D. zu unserem persönlichen Verteidungsfall eine Schusswaffe im Haus haben sollten (wenn ja: wozu?), frage ich mich ebenfalls wie Herr Rupp, warum diese nicht sicher verwahrt in den Schützenhäusern bei den anderen aufbewahrt werden könnten?“
    Ich denke, das habe ich gerade mehr als deutlich dargestellt. Im übrigen ist die Schusswaffe als Verteidigungsmittel in Deutschland eine Utopie. Laut Gesetz muss ich die Waffe verschlossen und ungeladen im Tresor aufbewahren – getrennt von der Munition. Um die Waffe einzusetzen müsste ich also zuerst den Waffentresor öffnen und die Waffe entnehmen. Dann öffne ich den Munitionsschrank, entnehme die Munition, lade die Waffe … und ein potentieller Angreifer ist inzwischen entweder an Altersschwäche gestorben oder aber längst geflüchtet. Ganz davon zu schweigen, dass Einbrecher das Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben (ich rechne nicht mit ihrem Erscheinen, sie dagegen schon). Bevor ich minutenlang an meinen Waffenschränken herum fummeln würde, würde ich lieber meine Turnschuhe anziehen und weglaufen – das geht wesentlich schneller.

    „vermutlich geschehen in Deutschland weitaus mehr Beziehungstaten, die mit schweren Verletzungen oder Tötungen enden als Überfälle durch Unbekannte.“
    Diesbezüglich empfehle ich mal einen Kriminologen zu befragen. In der Kriminologie ist es unstrittig, dass bei Beziehungstaten (und Affekttaten) immer dasjenige Tatmittel eingesetzt wird, welches gerade verfügbar ist. Das Fehlen eines bestimmten Tatmittels hat nicht zur Folge, dass die Tat nicht verübt wird, es hat lediglich zur Folge, dass die Tat auf eine andere Art und Weise mit einem anderen Tatmittel verübt wird. Darum ist auch das Küchenmesser das mit Abstand häufigste Tatmittel bei Mord- und Totschlagdelikten – es ist in jedem Haushalt verfügbar und schnell zur Hand.

    Antworten
  32. Pingback: Blog GRÜN-(p)puR » Oh leeven Orwell, Vierunachtzich ess noh…

  33. Christian Stahl

    Mal eine kleine Frage am Rande. Wenn Sie herr Rupp schreiben, dass die „Waffenlobby“ gewonnen hat, welche Lobby meinen Sie damit? In Deutschland gibt es keine wirkliche Waffenlobby wie es z.B. in den USA mit der NRA der Fall ist. Es gab mal vor einigen Jahren einen schönen Werbespruch vom Forum Waffenrecht der lautete:“Ich bin die Waffenlobby“. Wenn also diese Waffenlobby gewonnen hat, finde ich dass natürlich sehr gut. Einerseits, weil ich auf der Gewinnerseite bin, andererseits weil dann die Demokratie gewonnen hat. Es war dann nämlich kein grosser Konzern oder ähnliches der die Politiker zum Einlenken bewogen hat, sondern der mündige und gesetzestreue Bürger.

    Antworten
    1. joerg

      Ich meine einerseits die Waffenhersteller/-verkäufer und die Waffennarren. Und es gibt natürlich eine Lobby in D. Und ja, vermutlich sind Sie derzeit bei den Gewinnern. Lobby beinhaltet ja nicht nur einen Konzern, sondern all die, die für etwas eintreten. Und Sie sind möglicherweise kein aktiver Lobbyist.
      Die Demokratie gewinnt immer, solange aus einem demokratischen Prozess ein Ergebnis herauskommt.
      Steht ja irgendwo anders: Demokratie muss weh tun – in diesem Falle mir – dann funktioniert sie (noch).
      (wobei in diesem speziellen Fall ja einfach nur Kontrollpersonal eingestellt werden müsste, was m. E. recht einfach wäre: Vergütung für die Schützenvereine, wenn die ihre Mitglieder prüfen und das dann stichprobenartig ohne Voranmeldung gegenkontrollieren)

      Antworten
      1. Christian Stahl

        Und schon wieder diese Beleidigung „Waffennarren“. Können Sie nicht „Waffenbegeisterte“ oder einfach „Waffenbesitzer“ schreiben.
        Ich bin im übrigen nach Ihrem Verständnis aktiver Lobbyist. Ich habe bei der letzen Wahl nämlich weder die Grünen, die Linken, die SPD oder die CDU gewählt.

        Antworten
        1. joerg

          Für mich ist Waffennarr gar nicht beleidigend gemeint. Ich finde, „Narr“ beschreibt meine Sicht darauf recht gut – ich kann es nämlich überhautp nicht verstehen, dass jemand sich für Waffen begeistert. Ich versteh aber auch nicht, wieso jemand tausende Euros in das Tuning seines Autos stecken muss oder gar zu Formel 1-Rennen geht. Ich bin halt in anderen Dingen ein „Narr“. Sie verstehen vermutlich nicht, warum ich alle 2500 Perry Rhodan in einem Regal aufbewahren muss 🙂 Da bin ich närrisch.
          Naja, ich bin ja auch ein Lobbyist. U. a. ein Anti-AKW-Lobbyist. Mein Einfluss ist allerdings derzeit nicht so sehr groß.

          Antworten
        2. Christian Stahl

          Für mich hat „Narr“ eben einen negativen Beigeschmack. Wahrscheinlich wie für viele andere auch. Schauen Sie einfach mal bei Wikipedia vorbei und schauen was dort unter Narr steht. Eventuell verstehen Sie mich dann.
          Ich kann übrigens sehr wohl verstehen, warum Sie alle Perry Rhodans haben. Ein sehr guter Freund von mir ist auch ein Perry Rhodan Fan. Ich würde ihn aber trotzdem nie als Narr bezeichnen. Ein anderer Freund ist begeisterter Kirchenchorsänger. Eine Freundin ist begeisterte Volleyballspielerin. Das ist ja das Schöne bei Menschen. Jeder hat andere Interessen. Und solange diese Hobbies niemand anderen gefährden, sehe ich keinen Anlass etwas zu kontrollieren oder zu verbieten. Wie ich schon mal geschrieben habe. Mehr als 99% der Straftaten mit Schusswaffen, werden mit illegalen verübt. Daher sehe ich in diesem nicht mal 1% kein wirkliches Gefährdungspotenzial für die Gesellschaft. Denn wenn man danach ginge, müsste man auch Rallys oder Fussballspiele verbieten.

          Antworten
      2. Matthias

        „Ich meine einerseits die Waffenhersteller/-verkäufer und die Waffennarren. Und es gibt natürlich eine Lobby in D. Und ja, vermutlich sind Sie derzeit bei den Gewinnern.“

        „Die Demokratie gewinnt immer, solange aus einem demokratischen Prozess ein Ergebnis herauskommt.“

        Was für ein Unfug. Der Prozess zur verabschiedung des neuen WaffG mag demokratischen „Richtlinien“ gefolgt sein, doch die Entscheidungsfindung war bestenfalls überstürzt. Mir sind bei der Debatte im Innenausschuß bei den sog. „Experten“ die Augen aus dem Kopf gefallen- der von den Grünen geladene Herr hat sich von Herrn Edathy mehrfach verbal Prügel abgeholt, weil er die Anwesenden beleidigte. Tolle Demokratie…

        „Steht ja irgendwo anders: Demokratie muss weh tun – in diesem Falle mir – dann funktioniert sie (noch).“

        ??? Wie bitte? Demokratie muß der einen Seite wehtun, in dem sie das GG nicht achtet und der anderen Seite wehtun, weil der von den Politikern aufgepeitschte Hetzte nicht in dem Maße nachgegangen werden konnte, wie es beliebte!?
        Wo ist darin der Sinn? Alle verlieren bei solch einem Prozess. In dieser „Schlacht“ gab es -mal wieder- nur Verlierer. Noch ein paar mehr von solchen Aktionen und Deutschland hat fertig. Und solcherlei „friendly fire“ läuft in unserer „Demokratie“ doch tagtäglich ab- Gucken wir mal, wann unser politisches System solche Eskapaden nichtmehr verkraftet…

        „(wobei in diesem speziellen Fall ja einfach nur Kontrollpersonal eingestellt werden müsste, was m. E. recht einfach wäre: Vergütung für die Schützenvereine, wenn die ihre Mitglieder prüfen und das dann stichprobenartig ohne Voranmeldung gegenkontrollieren)“

        OK. Jetzt ist echt alles vorbei. Vereine, die die eigenen Mitglieder bespitzeln sollen um dies wohlfein dem Staatsapparat zu melden.
        Wo sind die Smileys hier im Blog? Ich brauche dringend einen, der schreiend wegläuft!

        Das kann doch um Himmels Willen nicht ihr Ernst sein!?

        Antworten
        1. joerg

          Demokratie, Matthias, muss (einer Seite) weh tun, wenn verschiedene Positionen da sind. Denn dann muss eine Seite gewinnen. Oder beide SEiten verlieren in einem Kompromiss. Das tut auch weh. Die letzte Bundestagswahl hat weh getan. Oder die FDP als Regierungspartei tut immer noch weh. Aber ich empfehle Ihnen, zur Schonung ihrer dünnen Demokratennerven, einfach woanders weiter zu lesen.

          Antworten
      3. Frank Lingen

        Sehr geehrter Herr Rupp,

        ich zitiere:

        „wobei in diesem speziellen Fall ja einfach nur Kontrollpersonal eingestellt werden müsste, was m. E. recht einfach wäre: Vergütung für die Schützenvereine, wenn die ihre Mitglieder prüfen und das dann stichprobenartig ohne Voranmeldung gegenkontrollieren“.

        Hierbei lassen Sie einfach außer Acht, daß unsere Städte und Gemeinden hierfür kein Geld haben !

        Ebendfalls können Schützenvereine nicht einfach zu Behörden-Handlangern gemacht werden ! Dies ist NICHT die Aufgabe der Schützenvereine oder Sportverbände ! Außerdem besteht in Deutschland die sog. Vereinsfreiheit, d.h. ich muss als Sportschütze KEINEM Verein beitreten um meinen Sport auszuüben. Ich muss „leider“ lediglich einem Verband angehören.

        MFG

        FLn

        Antworten
        1. joerg

          Nun, während Sie weiterhin daran denken, was warum nicht geht, schau ich lieber, was wie zu machen ist. Ich bin sicher, ich komm weiter als Sie.

          Antworten
        2. Christian Stahl

          Ich versteh ehrlich gesagt nicht, warum etwas getan werden muss. Wie schonmal geschrieben, nichteinmal 1% der Verbrechen mit einer Schusswaffe, werden mit legalen begangen. Wo ist also der Handlungsbedarf?

          Antworten
  34. Michael Patzelt

    Zu den Ausführungen von Herrn Wischewski keine fundierte Stellungnahme???
    Zitat Jörg Rupp: „Ich will keine Waffen. Punkt.“
    Das hört sich aber sehr nach Diktat an, nicht nach einer ernstgemeinten Auseinandersetzung mit anders denkenden Mitmenschen und einer wohlmeinenden Suche nach Kompromissen, mit denen jeder leben kann.
    Mir macht solche Weltansicht Angst.

    Antworten
    1. joerg

      Nein, es bedeutet, dass ich weiterhin dafür einstehen werde, dass das Waffenrecht verschärft werden muss. Das darf ich. Wir leben in einer Demokratie. Und ich denke, ich habe mich jetzt mit gut 170 Beiträgen hier auch wirklich auseinandergesetzt. Vielleicht leigt es einfach an der Wiederholung der schlechten Argumente, dass mich niemand überzeugen konnte. Im Bereich der Überwachung z. B. sagte ich ja, dass sich da was verändert hat.

      Antworten
  35. Matthias

    „Ich glaube, wir kommen nicht weiter Herr Stahl. Ich will keine Waffen. Punkt.“

    Sie MÜSSEN sich ja auch keine Waffen kaufen. Das steht Ihnen ja auch frei in einem freiheitlichen Staat. Nur: Warum sollen andere Menschen genau so denken MÜSSEN wie Sie?

    Ich möchte gerne Waffen besitzen. Mich interessiert wie sie funktionieren, ich mag mit ihnen schießen und mich im sportlichen Wettkampf messen.

    Im Umkehrschluss verlange ich dies jedoch NICHT von Ihnen.
    SO funktioniert eine freiheitliche Gesellschaft und nicht anders.

    So wie es scheint halten Sie nichts von Meinungsfreiheit, Grundrechten oder Recht auf Eigentum. Das Sie trotz allem politisch aktiv sind erschüttert mich.

    Antworten
    1. joerg

      ich wiederhole es ein letztes Mal: wir leben in einer Demokratie, ich darf daher für meine Meinung und entsprechende Mehrheiten kämpfen. Hier in meinem Blog, innerhalb meiner Partei und sonst auch überall. Sie wollen mir ja scheinbar schon das verbieten. Wie es scheint, halten Sie rein gar nichts davon, dass Andersdenkende für ihre Sache einstehen und kämpfen.

      Antworten
  36. Matthias

    „Wie es scheint, halten Sie rein gar nichts davon, dass Andersdenkende für ihre Sache einstehen und kämpfen.“

    Ein Kampf für sinnlose Verbote!? Ein Kampf um Bürger zu drangsalieren?

    „Sie wollen mir ja scheinbar schon das verbieten.“

    „Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.“
    – Voltaire

    Antworten
  37. Volker Zell

    Ich finde diesen Blog beachtenswert. Über 170 Einträge, ich glaube, das hat Herr Rupp noch mit keinem anderen Blog geschafft. Allerdings sind die meisten der Schreiber anderer Meinung als Herr Rupp. Liegt es daran, dass nur die Betroffenen (LWB) schreiben? Oder interessiert dieses Thema den durchschnittlichen Bundesbürger überhaupt nicht?

    Antworten
    1. joerg

      ich vermute mal, dass das eines der Themen ist, die Betroffene gerne zur Tastatur greifen lässt und einfach viele Emotionen drin sind. Was verständlich ist.

      Antworten
  38. Michael Patzelt

    Und ich vermute mal, daß dies ein Thema ist, welches mehr Mitbürger betrifft, als den Grünen lieb ist.
    Emotionen spielen immer dann eine Rolle, wenn es um Dinge geht, die einem warum auch immer wert und teuer sind.
    Aber bei allen Emotionen muss das Recht auf eine andere, eigene, der Allgemeinheit widersprechende Ansicht gewahrt und verteidigt werden. Das ist eben das, was ein Grundrecht ausmacht.
    Meine eigene Meinung soweit zu puschen, daß sie letzten Endes dazu führt, dass bestehende Gesetze in meinem Sinne verschärft werden…. um meine persönliche Meinung durchzusetzen…. auf Kosten der freiheitlichen Selbstbestimmung meiner Mitbürger… sorry, aber das hat doch etwas leicht faschistisches.
    Ich muss nicht mit anderer Leute Ansichten konform gehen, ich muss aber genauso wenig andere Leute unter das Joch meiner persönlichen Ansichten zwingen.
    Aber genau das tust Du, Herr Rupp!!!!
    Pass gut auf Dich auf, sonst landest Du im Strudel der Ignoranz, der Intoleranz, der Mißachtung der Bürgerrechte, der Mißachtung der Freiheit an Sich!
    Kein Mensch erwartet von Dir, daß Du Waffen mögen musst. Jeder hier steht Dir das Recht auf eigene Meinung zu! Auf Selbstbestimmung!
    Fremdbestimmung magst Du nicht, und der freie Bürger mag das auch nicht.
    Was macht Dich dazu, daß Du fremdbestimmen möchtest?
    Du darfst Deine Meinung haben. Das ist gut und richtig und wichtig so!
    Wie würdest Du reagieren, wenn eine Partei sich nun zum Ziel machen würde, grüne Ansichten zu verbieten und/oder mit anderen Mitteln der Macht zu boykottieren und in der Versenkung verschwinden zu lassen?
    Nach Deiner Terminologie ein demokratisches Grundrecht.
    Wenn die Mehrheit dafür ist, was läuft dann schief?
    Du siehst, da ist ein Knick in der Logik.
    Wenn ich meine, persönliche politische Ansichten zu vertreten, engagiere mich und erhalte dann dafür eine demokratische Mehrheit, ist das dann richtig und gut so?
    Nur auf den letzten Satz hätte ich gerne eine Antwort, eine klare und unmißverständliche Antwort.
    Die gesagten Dinge davor sollen nur als Anregung dienen.
    Aber, bitte, darauf eine klare und unmißverständliche Antwort.
    Ich bitte darum, so viel Arsch in der Hose zu haben.

    Mit den besten Grüßen Michael Patzelt

    Antworten
    1. joerg

      Ja, es ist korrekt und richtig, wenn ich meine persönliche Ansicht vertrete und mir dazu eine demokratische Mehrheit suche. Und es ist korrekt und richtig, wenn das jede/r andere ebenfalls tut. z. B. hier: https://epetitionen.bundestag.de/
      Denn um diese demokratische Mehrheit zu erlagen, bedarf es einer Position, die mehrheitsfähig ist. Alles darf verlangt werden, solange es mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Und jedes Gesetz, dass erlassen wird, kann vom BVerfG überprüft werden.
      Und als allerletztes: Ohne Fremdbestimmung geht es eben nicht. Eine Gesellschaft braucht Regeln. Leider.

      Antworten
  39. Michael Patzelt

    „“Und als allerletztes: Ohne Fremdbestimmung geht es eben nicht.““

    Teil meines Nachtgebetes wird sein: „… und Gott schütze uns vor der Fremdbestimmung durch die Grünen, auf daß die Freiheit nicht schon wieder mit Füssen getreten werde und der Faschismus in anderem Gewande wiedergeboren werde!“

    Antworten
    1. joerg

      Herr Patzelt, ich lasse diesen Kommentar stehen, obwohl er gelöscht gehört. Weil er so schön ihre Engstirnigkeit demonstriert. Und Ihr Demokratieverständnis. Jeden weiteren Beitrag Ihrerseits, egal ob beleidigend oder nicht, werde ich ohne Ankündigung löschen.

      Antworten
      1. Christian Stahl

        Aber wenn Sie Waffenbesitzer als „Narren“ bezeichnen ist das ok. Ich empfinde diese Äusserungen Ihrerseit auch als Beleidigung. Aber es ist ja Ihr Blog und da dürfen Sie tun und lassen was Sie wollen.
        Abschliessend noch ein kleines Zitat:
        „Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“ Benjamin Franklin

        Antworten
        1. joerg

          Da sie diesen Begriff scheinbar gerne weiter missdeuten wollen, kann ich Ihnen da nicht helfen. Ich denke, Sie wissen genau, dass ein „Waffennarr“ jemand ist, der sich gerne mit Waffen beschäftigt. Das ist nicht abwertend. Hab ich Ihnen aber schon einmal erklärt.

          Antworten
        2. Christian Stahl

          Was soll ich bitte an diesem Begriff missdeuten? Für mich und viele viele andere ist ein Narr per Definition eine Person, die dumm, unreif, naiv, unwissend und voreingenommen ist. Ein Waffenliebhaber, Waffenfreund oder Waffenbegeisterer wäre meiner Meinung nach ein passenderer Ausdruck für jemanden, der sich gerne mit Waffen beschäftigt. Für mich sind Sie ja auch ein Umweltaktivist und kein Umweltnarr. Wenn Sie eine andere Interpretation des Wortes „Narr“ haben, ist mir dass ziemlich egal. Ich empfinde es aber als Beleidigung Ihrerseits, wenn Sie der mich nicht kennt, als Narr bezeichnet.
          Und falls Sie mich immernoch nicht verstehen wollen, schauen Sie bitte mal hier nach,
          http://de.wikipedia.org/wiki/Narr
          oder falls Sie ein Lexikon bzw. einen Brockhaus besitzen, da rein.

          Antworten
          1. joerg

            Ein Pferde- oder Briefmarkennarr z.B. würde diesen Ausdruck nie als beleidigend werten. Für Pfedenarren gibts sogar ne Homepage. Und so ist auch die Bedeutung, so ist auch der Sprachgebrauch. Ich denke, das wissen Sie.

            Antworten
        3. Christian Stahl

          Dann werden Sie bestimmt nichts dagegen haben, wenn ich Sie als Ökoterroristen bezeichne. Das sind in meinem Sprachgebrauch nämlich Leute, die zur Vertretung ihrer Interessen, ins besondere natürlich in Umweltangelegenheiten, keine Kompromisse eingehen und ihre unfundierten, auf auf Unwissenheit bauenden Meinungen bis zum letzten verteidigen. „Ich will keine Waffen. Punkt.” Nur als kleines Beispiel. Und ich denke mir, das dies nicht nur in meinem Sprachgebrauch so ist.
          Warum ich übrigens zu keinem Kompromiss bereit, liegt daran, weil ich keinen Grund darin sehe, ein bereits sehr strenges Gesetz noch weiter zu verschärfen. Nochmal. Laut BKA werden bei Straftaten mit Schusswaffengebrauch in nichteinmal 1% der Fälle legale, registrierte Waffen benutzt. Und ich sehe nicht ein, warum wegen dieses sehr kleinen prozentualen Anteil nun alle gesetzestreuen Waffenbesitzer schickaniert und bestraft werden sollen.
          Was mich bei Ihnen auch beunruhigt ist, dass Sie sich über die Anklage und die bevorstehende Verurteilung von Tims Vater anscheinend richtig freuen. Der Mann hat seinen Sohn auch schreckliche Weise verloren. Er kann eigentlich nur noch in ein Land ziehen, wo man ihn und seine Familie nicht kennt. Nach Hause kann er nie wieder, denn da wartet wahrscheinlich schon der Mob auf ihn. Finden Sie nicht, das er schon gestraft genug ist? Aber das ist wahrscheinlich in einer Partei so üblich, die einen ehemaligen Steinewerfer zum Aussenminister machte.
          Sie brauchen mir übrigens nicht hierauf zu antworten und mir schreiben, dass auch meine Beiträge in Zukunft kommentarlos gelöscht werden. Das ist mein letzter Beitrag hier.

          Antworten
          1. joerg

            Nein, ich akzeptiere nicht, dass Sie mich einen Terroristen nennen. Was fällt Ihnen eigentlich ein?
            Darüber hinaus wieerholen Sie zum x-ten Male Ihren Sermon, den ich jetzt schon kenne. Diese Amokläufe sind mit legalen, nicht richtig aufbewahrten Waffen ausgeführt worden. Das gilt es zukünftig zu verhindern. Punkt. Und nein, ich, ganz persönlich, will keine Waffen in Privathaushalten. Auch Punkt.
            Und, ja, hoffentlich wird Tim K’s Vater ordentlich bestraft. Nein, er ist nicht genügend bestraft. Nicht mehr, als die Familien, deren Kinder von seinem Sohn ermordet worden sind. Mit seiner Waffe. Die er nicht richtig aufbewahrt hat. Entgegen der Vorschriften. Und das ist seine Verantwortung. Und wenn dazu gehört, dass er wegziehen musste, kann da niemand was dafür, außer ihm. Denn er hat die Waffe nicht richtig aufbewahrt, hat seinem Sohn sogar noch Munition besorgt. Vielleicht muss man Ihnen das nochmal ins Gedaächtnis rufen. Aber ich befürchte, das bewirkt nichts. Daher ist auch die Entscheidung des Herrn Schober für mich nachvollziehbar….
            Aber das Gericht entscheidet. Und nicht ich. Warten wir’s also ab. Es gilt die Unschuldsvermutung, auch für Herrn K.

            Antworten
      2. Matthias

        „Jeden weiteren Beitrag Ihrerseits, egal ob beleidigend oder nicht, werde ich ohne Ankündigung löschen.“

        Da hat wohl jemand Angst sich auseinanderzusetzen!?

        Naja. Ist halt typisch. Andere als Narren beschimpfen, doch die eigene Medizin nicht kosten wollen.

        Antworten
        1. Christian Stahl

          Dasselbe habe ich schon beim Aktionsbündnis aus Winnenden miterlebt. Als ich bei der Computerspieleinsammelaktion da war, habe ich mich mit einer Frau unterhalten. Nach einiger Zeit hat sie dann das Gespräch abgebrochen, mit der Begründung, dass sie nicht von ihrer Meinung abweichen würde und ich nicht von meiner. Und deshalb hat die Diskussion ihrer Meinung nach keinen Sinn mehr gehabt. Ein Meinungsaustausch ist anscheinend für solche Leute dann einer, wenn ich meine Meinung gegen deren austausche. Was mich aber überraschte war, das der einzigste mit dem man sich wirklich unterhalten und auch diskutieren konnte Gerd Mayer war. Hardy Schober kam z.B. kurz zu einer Diskussion hinzu, sagte aber nur:“Oh, Waffenbesitzer.“ Drehte sich um und ging wieder. Soviel zum Thema Diskussionsbereitschaft des Aktionsbündnisses.

          Antworten
          1. joerg

            Ich bin nicht das Bündnis und habe mit dem Bündnis auch nichts zu tun. Sie werden aber weiterhin diese Erfahrung machen. Denn Sie bewegen sich keinen Millimeter, während Sie von anderen erwarten, dass man Ihre Arguement als überzeugend wertet – so mein Eindruck in der Diskussion mit Ihnen und in die gleiche Richtung wie Sie argumentierende Personen. Ich bin um eine Erkenntnis reicher.

            Antworten
        2. joerg

          bei zwischenzeitlich über 180 Beiträgen hier muss ich mir das von Ihnen nicht vorhalten lassen. Und zum Narr ist alles gesagt.

          Antworten
    2. H. Wischewski

      Nach knapp 200 Beiträgen sehe ich eine Seite, die größtenteils sachlich für ihren Standpunkt argumentiert, und einen Grünen-Politiker, der sich für kein einziges Argument interessiert und weiter auf seinem Standpunkt beharrt. Das gleiche wirft er aber der Gegenseite vor. Jeder mag seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Für mich klingt es nach „Bitte verwirren Sie mich in meiner vorgefertigten Meinung nicht mit Argumenten!“

      Allerdings ist dieses Verhaltensmuster nach meiner Erfahrung leider typisch für Politiker des „linken“ Spektrums.

      Antworten
  40. Passionist

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    sehr geehrter Herr Rupp,

    nach der Lektüre dieses Blog-Inhaltes komme ich, für meine Person, zu dem Schluss, das die Positionen zu diesem Thema so kontrovers sind, daß man diesbezüglich lieber einen „break“ machen sollte.

    Ich, für meine Person, bin der langen Argumentationen mit dem politischen Gegner leid und widme mich lieber wieder meiner Passion, der Jagd und meinem Hobby, dem Schießsport.

    Ich lehne jede weitere Diskussion mit Personen ab, die mir und meinen Kreisen ein Gefahren potential für die öffentliche Sicherheit andichten möchten und sich desweiteren erdreisten mir vorschreiben zu wollen, was ich mit meinem Privateigentum zu tun und zu lassen habe.

    Ich bin der Meinung das ich keinerlei Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle !

    Punkt, Aus, Ender der DIskussion !

    Wenn sich das politische Klima in meinem Vaterland wieterhin so stark dem linken Gutmenschentum und vorauseilendem Aktionismus in Sachen vermeintlicher Stärkung der Öffentlichen Sicherheit hin zu weiteren Einschränkungen meiner mir von diesem Staat eigentlich zu garantierenden Bürgerrechte bewegt, dann darf sich dieser Staat künftig darauf einstellen nicht nur mich, sondern viele ebenso liberal eingestellte, bürgerliche Leistungsträger zu verlieren.

    Ich gebe klar einem Staat den Vorzug, welcher mir als Person ein Höchstmaß an Vertrauen schenkt und meine Rechte achtet und sich nict anschickt, mich ständig und permanent mit Gesetzen, Gebühren und Einschränkungen belegt.

    Es wird langsam Zeit das wir uns besinnen und die Rechte des Bürgers gegenüber dem Staat stärken anstatt sie zu beschneiden.

    Jeder soll und muss seine Ansichten vertreten und verteidigen dürfen.
    Jedoch soll doch bitte jeder seine Ansichten so für sich leben, daß diese nicht zur allgemeinen Gefahr für die freiheitliche Entfaltug einer anderen Person wird.

    Will heißen, Grüne, Linke, Konservative und was es sonst noch so gibt sollen alle bitteschön ihr Ding machen, jedoch dem normalen, liberal-konservativem Bürger nicht ihr Gesellschaftsmodell aufdrängen wollen.

    Ich verbitte mir, solange ich als Bürger, Waffenbesitzer, Sportschütze und Jäger keinen Grund zu der Vermutung gebe, durch meinen Waffenbesitz eine Gefahr für andere Bürger zu sein, jedwede Diskussion über mein Privateigentum, d.h. meine Schusswaffen !

    Passionist,
    ein loyaler Bürger meines Vaterlandes

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  41. Michael Patzelt


    So konstatiert das Bundeskriminalamt: „Das Gefahrenpotential der Waffenkriminalität liegt in Deutschland schwerpunktmäßig im illegalen Besitz und Führen von Waffen. Allerdings ist die Anzahl der Straftaten unter Verwendung von Schusswaffen seit dem Jahr 2005 rückläufig, zudem kamen in rund 74% der Fälle des Berichtsjahres [2007] überwiegend erlaubnisfreie Schusswaffen wie Gas-/Alarm- und Luftdruckwaffen zum Einsatz.“ Und eine Stellungnahme des Instituts für Rechtspsychologie an der Universität Bremen erläuterte 2008: „unter kriminalpräventiven und rechtspsychologischen Gesichtspunkten stellen Legalwaffenbesitzer keine Gefahr für die Innere Sicherheit dar“. Von daher können Aktionen wie die Waffenrechtsverschärfung unter ausdrücklicher Berufung auf Winnenden oder spektakuläre Waffenvernichtungsaktionen als zum Zwecke der Amokprävention weitgehend untauglich betrachtet werden.

    Denn bestimmend für eine Amoktat ist offenbar nicht ein Legalwaffenbesitz, sondern die psychische Disposition und Motivation des Täters und es gibt wie aufgeführt zahlreiche Beispiele für Amok- und Mordtaten mit Kleinkaliberwaffen, Stichwaffen, ohnehin verbotenen Kriegswaffen oder aus handelsüblichen Chemikalien selbstgefertigtem Brand- und Sprengstoffen, die kaum in dem Fokus geraten. Folgerichtig konstatierte Sebastian Edathy, der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, in einem Interview „Natürlich gibt es einen großen Respekt vor dem, was die Angehörigen der Opfer von Winnenden jetzt öffentlich gemacht haben, aber gleichwohl muss man die Frage stellen: ist es sinnvoll, diesen Hinweisen zu folgen? Wir haben es bei dem, was in Baden-Württemberg passiert ist, nicht zu tun mit einer gesetzlichen Regelungslücke, sondern mit einem Verstoß gegen geltendes Recht und ich habe ein gewisses Problem darin, die Logik zu erkennen, dass man sagt, weil ein Gesetzesverstoß vorliegt, ändern wir ein Gesetz. Das macht nicht viel Sinn“.

    Quelle: http://jagdwaffennetzwerk.blogspot.com/2009/11/amokverbrechen-schulen.html#more

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  42. Greenhawker

    So, nun ja. Nach so vielen Beiträgen die ich hier gelesen habe, bin ich mir nicht so ganz sicher, was Herr Rupp hier eigentlich bezwecken wollte. Wenn es darum ging Waffenbesitzer auf die Palme zu bringen, dann war der Blog sehr erfolgreich. Allerding mit dem Abschluss, dass Herr Rupp immer noch eine Antwort schuldig ist, wie er gedenkt einen Amoklauf zu verhindern. Die plumpe und populistische Meinungsäußerung: Zitat Jörg Rupp “ Ich will keine Waffen im Privathaushalt“ verhindert keinen Amoklauf. Wobei zu beachten wäre, dass es eigentlich gar keine Amokläufe waren, son bi Es in kleinste Detail geplante Morde. Das Wort Amok setzt eine spontane Tat vorraus.
    Wenn es darum ging seine persönliche Meinung kundzutun ist es auch gelungen, auch wieder mit obigem Ergebnis.
    Wenn es darum ging die Welt sicherer zu machen, oder auch nur unser Land, dann war es wohl ein reinfall. Denn nur mit Meinungsäußerungen kommt man nicht weit. Dazu braucht es etwas mehr, und dieses mehr fehlt anscheinend Herrn Rupp. Vor allem fehlt es daran auch einmal Tatsachen zu Erkennen und diese zu bewerten.
    Was mich hier wundert, es kamen nur Antworten aus dem Lager der Waffenbesitzer, halt stimmt nicht, einen Beitrag einer Waffengegnerin war auch vertreten (die sich anscheinend nicht nur in einer eingefahrenen Spur befand, sondern sich auch die Argumente der Gegenseite anhörte und konstruktive Fragen stellte, und diese auch sachlich kekommen hat.).
    Sie sind anscheined nicht bereit, sich auch nur im geringsten mit den Argumenten ihrer Diskussionsgegner sachlich zu befassen.
    Aus diesem Grund wäre es besser für Sie, statt einem Blog einen Text ohne Kommentarfunktion auf Ihrer Webseite zu veröffentlichen. Da gibt es dann nämliche keine unliebsamen Kommentare und Meinungen, die Sie verwirren könnten.

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