Fairphone 2 – Reparatur und Support – ein Erfahrungsbericht

Vor 14 Tagen hat sich von heute auf morgen das Hauptmikrofon meines Fairphone 2 verabschiedet. Nach der kurzen Zeit ist das leider schon enorm. Ich versuchte es zunächst mit dem üblichen: Neustart, reinigen, mit Druckgas reinigen. Letzteres half – für höchstens 24 Stunden. Versuche jeweils über den VoiceRecorder zeigten: erst ging es – dann ging es nicht mehr.

Eine sehr unangenehme Situation – ich bin ja 50 Jahre alt und ich telefoniere lieber als nur zu whatsappen. Außerdem sind Terminabsprachen nun mal telefonisch einfacher.

Also schreib ich eine Mail an den Support, über das Portal.  Ich bin ein geduldiger Mensch und ganz verliebt in mein Fairphone – allerdings kann ich ungemütlich werden, wenn ich als Kunde nicht so genommen werde, wie ich es servicetechnisch erwarte. Also, noch mit rosaroter Brille schrieb ich eine zweite Mail.

Auch die half nichts – worauf ich auf einen Marketingtweet reagierte – und sich dann endlich der Support meldete. Ich gab Ihnen meine Servicenummer per PN – und wartete erneut.

fairphone_support

Zwischenzeitlich hatte ich mich schon einmal auf der Ersatzteilseite umgeschaut – und mit SChrecken stellte ich fest, dass das Bottom Module ausverkauft war. Das Fairphone ist ja so konzipiert, dass man Einzelteile schnell austauschen kann:

Langlebig

Das Fairphone 2 ist das erste modulare Smartphone auf dem Mark. Ersatzteile sind in unserem Online-Shop erhältlich und etwas ist schnell wieder repariert.

Ich befürchtete schon das Schlimmste und dachte, ich kaufe mir mal für alle Fälle ein gebrauchtes Ersatz-Smartphone, trug ,mich aber in die Benachrichtigungsliste ein, wenn das Modul wieder verfügbar wäre.

Es kam zwar keine Mail – aber gestern früh schaute ich noch einmal danach – und siehe da, es war wieder verfügbar. Also, nichts wie bestellt. Anhand des Trackings konnte ich sehen, wie es näher kam:

und tatsächlich war es heute mittag da.

Zum Glück gibt es Seiten, wo schön und plastisch auch für jemanden mit zwei linken Händen wie mir beschrieben ist, wie man das Modul austauscht – und siehe da, es gelang. Allerdings ging das mit dem Display etwas schwerer als der Beschreibung zu entnehmen, aber es gelang mir, geduldig zu bleiben, bis ich den Kniff raushatte.

Nun hoffe ich mal, dass ich nach der Rücksendung auch mein Geld zurückbekomme. Offensichtlich hat man bei Fairphone zurzeit etwas zu wenig Supporter:

fairphone_support2

Also: es ging alles etwas langsamer und irgendwie hat das alles auch was von „Hilf dir selbst“. Die 30 € für das Modul haben mich nicht umgebracht – aber es ist schon ein wenig strange, dass ich es auslegen musste. Trotzdem bleibt Fairphone ein Produkt, dass aufgrund seiner Philosophie weiter unbedingt unterstützt werden muss. Es war jetzt nichts, woran ich mich sehr stören würde – zumal man offenbar am Service arbeitet.

Ein Telefon mit Signalwirkung

Wir möchten, dass du weißt, wo deine Produkte herkommen. Daher folgen wir den Grundstoffen bis zu ihrem Ursprung und setzen gleichzeitig Verbesserungen in der Lieferkette um.
Das ist es wert. Zumal niemand unfreundlich war.

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12 Gedanken zu „Fairphone 2 – Reparatur und Support – ein Erfahrungsbericht

  1. Realo

    Und Rupp hat wieder was zum Meckern; er regt sich auf über die Reihenfolge der angefahrenen Paket- und Logistikzentren und meint kraft seines Unwissens, die gefahrene Strecke als „unökologisch“ charakterisieren zu können. Man möchte schon „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten“ schreien! und warum: weil Rupp keine Ahnung hat, auf Basis welcher Kriterien die Strecke der Paketlieferfahrzeuge kalkuliert wird!
    Hätte er Ahnung, wüsste er, dass – egal, ob FedEx, DPD, DHL – die zu fahrenden Strecken der gesamten Logistikflotte natürlich strecken- und zeitoptimiert ist, um Strecke, Kosten und gefahrene Kilometer zu sparen. Das nennt man Sustainability.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Also, mal grob 1700 Kilometer waren das über diesen optimierten Weg, den alles interessiert, nur nicht der CO²-Austoß. Knapp 600 Kilometer via Stuttgart, Karlsruhe. Die Kriterien sind mir allerdings schon klar: bestmögliche Ausnutzung der Transportkapazitäten. Die größer gemacht werden, damit der Transport günstiger wird. Darüber kann man druchaus streiten – allerdings auf einem anderen Niveau als Sie das anonym tun. Held!

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      1. realo

        Rupp, Sie Moechtegern. Unwissender Besserwisser. Im Uebrigen kennen wir uns – besser als Sie es wahrscheinlich bis dato vermutet haben.

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        1. Jörg Rupp Beitragsautor

          Da Sie sich nicht outen, ist das sehr unwahrscheinlich – oder noch feiger, als ich bislang dachte. Anonyme Beleidiger hab ich besonders gern

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          1. Realo

            Sie kennen mich und ich kenne Sie – jetzt tun Sie nicht so im Netz, als wüssten wir beide nicht, woher wir uns kennen.

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            1. Jörg Rupp Beitragsautor

              Ich hab überhaupt keine Ahnung, wer Sie sein wollen. Daher kenne ich Sie nicht. Und sie mich auch nicht. Wer mich kennt, ist nicht so feige. Aber vermutlich meinen Sie mit der gleichen Ignoranz, mich zu kennen, mit der Sie mich beleidigen und mir Dinge unterstellen.

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      2. Realo

        Worüber wollen Sie streiten, wenn Sie das Grundproblem nicht verstanden haben?! Selbst 1700 gefahrene Kilometer können (und sind sehr wahrscheinlich) in Gänze „ökologischer“ sein, da die GESAMTMENGE der gefahrenen Kilometer über ALLE auszuliefernden Frachtstücke damit auch den GESAMT-CO2-Ausstoß minimiert!

        Was gibt es da zu streiten? Ihr Einwurf der „Nichtökologie“ ist schlichtweg falsch! Punkt.

        Sie Besserwisser-„Held“.

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        1. Jörg Rupp Beitragsautor

          Das schrieb ich ja schon. Nur, möglicherweise wäre kleinteiligerer Transport ökologisch sinnvoller. Sie argumentieren à la Gigaliner-Befürworter. Ich stelle das in Frage.

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          1. Realo

            „Möglicherweise“ – „Gigaliner“ – sorry, Blödsinn! Ich argumentiere weder pro Gigaliner noch hilft Ihnen ein „Möglicherweise“; Sie haben sich in Ihrem Tweet zu weit aus dem Fenster gelehnt und behauptet, dass die Ihnen zugewiesene Fahrt unökologisch sei, ohne zu wissen, in welchem Kontext mit wie vielen Frachtstücken der Gesamttransport kalkuliert wurde. Die CO2-Bilanz ergibt sich aus der Gesamtsumme der gefahrenen Kilometer über alle Frachtstücke. Das hat per se nichts mit Gigaliner zu tun – kann aber.

            Ich sehe nach wie vor keine Argumente von Ihnen, warum die Ihrige Fahrt mit 1700 KM unökologisch gewesen sein soll. Wie können Sie dies auch behaupten, ohne die dahinter liegende Gesamtlogistikkalkulation zu kennen?!

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            1. Jörg Rupp Beitragsautor

              Das steht da doch. Kleinteiligerer Transport. Ermöglicht direktere Fahrten und ich gehe jede Wette ein – auch die Möglichkeit, Zug anstatt Flugzeug zu nutzen. Ich bin Kaufmann – in sofern ist mir das Thema Auslastung durchaus bewusst. Ich stelle aber in Frage, dass es so sein muss. Denn evtl. liese sich das anders lösen – würde aber dann einen Tag länger dauern. Ich sehe nach wie vor kein Argument, auf das ich nicht auch schon hingewiesen hätte, von Ihnen.

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              1. Realo

                Hört, hört. Rupp ist nun auf einmal Kaufmann. Und damit per se schlauer als dutzende Großlogistiker, die sich seit Dekaden den Kopf zerbrechen, wie sie ihre Transportzeiten und -kosten minimieren.

                Sie sind ein unverbesserlicher Ignorant und Besserwisser. Einfach ekelhaft.

                Au revoir.

              2. Jörg Rupp Beitragsautor

                Sie verstehen nicht, was „in Frage stellen“ und total ablehnen oder gar für Humbug erklären bedeutet. Sie sind einer derer, die meinen, dass man nichts in Frage stellen darf. Geben Sie ne Antwort, die verständlich und nachvollziehbar ist, widerlegen Sie mich – aber hören Sie auf, mich zu beschimpfen. Nichts hätte sich jemals geändert, wenn man die Dinge nicht in Frage gestellt hätte.

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