Gender Mainstreaming – eine Antwort auf eine grüne Pressemitteilung

Liebe Steffi, liebe Anne,

ich reagiere mit einem halboffenen Brief – das heißt, er geht nicht an die Presse, aber in mein Blog und den einen oder anderen Verteiler – auf Eure Pressemitteilung zu den Berichterstattungen zu Professor Amendt und seiner Forderung, die Frauenhäuser abzuschaffen.

In Eurer Pressemitteilung sprecht Ihr von einem „ typischen Männerreflex“ auf die Existenz von Frauenhäusern. Nun, dieser Halbsatz ist der Anlass, mich zu äußern.

Ich bin ein Mann und ich „reflexe“ in diesem Punkt nicht. Ich kenne viele andere Männer, darunter viele grüne Männer, die diesen „Reflex“, der doch so typisch sein soll, nicht drauf haben. Mit dieser Pressemitteilung diffamiert ihr pauschal alle Männer (in Deutschland) – und ich bin ziemlich sicher, dass die überwiegende Mehrheit der in Deutschland lebenden Männer überhaupt nichts gegen Frauenhäuser hat. Amendt steht für einen Teil der sehr radikalisierten Männerbewegung – nicht aller Männerbewegten, sondern nur für einen sehr speziellen Teil. Diese Männer sind unzufrieden mit ihrer Lebenssituation, haben oft sehr schlechte persönliche Erfahrungen mit Frauen gemacht, mokieren sich über Frauenbibliotheken (oder gar Frauenbadetage), als gäbe es sonst nichts auf der Welt, meinen, sie könnten einen erfolgreichen Zeugungsstreik organisieren oder gar die Uhr auf 1899 zurückdrehen. Sie finden die Losung „Frauen und Kinder zuerst“ diskriminierend und erzählen voller Stolz, dass sie auf einem Frauenparkplatz geparkt haben. Amendt ist einer ihrer Wortführer, andere sind Existenzen wie Arne Hoffmann. Ihr findet ihre Verlautbarungen im Internet, in Blogs wie Gendarama, oder Foren wie pappa- oder wgvdl.com (wo ja auch das grüne Frauenstatut als „Rassenstatut“ diffamiert wird). Darunter sind auch Männer aus der evangelikalen oder erzkatholischen Bewegung, die Frauen gerne wieder in aus ihrer Sicht „natürlichen“ Rolle sähen – an Heim und Herd.

Diese Männer stören sich daran, dass es für Frauen Frauenhäuser gibt, aber für Männer, die häusliche Gewalt erlebt haben, keine entsprechende Beratung oder gar Unterkunft. 5% der Männer machen eine solche Erfahrung, stellte das Familienministerium in der rot-grünen Regierungszeit in einer Pilotstudie fest. Und wir haben ja genau auch deshalb in unserem Wahlprogramm die Forderung erhoben, dass dieser Pilotstudie eine ordentliche Studie folgen muss.

Diese Männer bilden sich ein, Frauen würden milder bestraft. Sie denken – und zerren an den Haaren Beweise herbei – wonach es einen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen nicht gäbe. Sie sind keinen Argumenten zugänglich und interessanterweise finden sich auch eine ganze Reihe von Frauen unter ihnen. Dabei sind sie allerdings nicht in der Lage, selbst etwas an dem von ihnen so wahrgenommen Unrecht auf die Beine zu stellen oder sich gar erfolgreich dagegen zu engagieren.

Und diese Leute glauben eben auch, dass „die Emanzen“ das Ruder übernommen hätten – nun, alleine diese Phantasie sagt mehr über ihre Ängste als ihnen lieb sein könnte. Es gibt diese Männer, so wie es immer noch Frauen gibt, die der „Schwanz ab“- Fraktion angehören – oder Männer grundsätzlich verteufeln. Meine eigenen Erfahrungen innerhalb der grünen Partei, als ich begonnen habe, mich um die Vernetzung von Männern zu bemühen, sind mir da noch sehr gegenwärtig.

Ich und viele anderen Männer in diesem Land sind bei Euch in der Frage, dass die Frauenhäuser erhalten bleiben müssen. Auch wenn es glaubwürdige Berichte darüber gibt, dass dort nicht immer nur parteiisch, was legitim ist, sondern auch tatsächlich manchmal auch eskalierend beraten wurde. Doch das ändert nichts an der Notwendigkeit von Frauenhäusern.

Aber bei allem, was Recht ist, und was notwendig ist an öffentlicher Reaktion auf eine Gestalt wie Professor Amendt – Männer wie ich möchten von Euch nicht mit denen in Sippenhaft genommen werden. Ihr tut damit der Männerbewegung, – wie ihr sie bspw. bei der Böllstiftung antrefft – die auf Dialog in der Frage der Geschlechtergerechtigkeit setzt, keinen Gefallen. Die gesellschaftlichen Aufgabenstellungen in Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit oder „Gender Mainstraming“ werden nur Männer UND Frauen und alle anderen gemeinsam lösen können. Eine Klarstellung wäre, denke ich, angebracht.

männergrüne Grüße

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67 Gedanken zu „Gender Mainstreaming – eine Antwort auf eine grüne Pressemitteilung

  1. Nikola T.

    Was soll dieses Betteln bei den GrünInnen? souverän sieht wohl anders aus.

    Soviel Differenzierung wie du hier von den Frauen erbettelst , um nicht mit den Männerrechtlern in einem Topf zu landen, hättest du doch voraussetzen können, wenn die Meinungshoheit des feministisch dominierten nicht schon solche Macht wäre….

    „Diese Männer bilden sich ein, Frauen würden milder bestraft.“ – dafür gibt es doch Belege.

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      1. Nikola T.

        ach was, wer selber so die Klinge führt:

        „mokieren sich über Frauenbibliotheken (oder gar Frauenbadetage), als gäbe es sonst nichts auf der Welt“,

        „erzählen voller Stolz, dass sie auf einem Frauenparkplatz geparkt haben“,

        „Existenzen wie Arne Hoffmann“,

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  2. Jürgen Lehner

    Sehr geehrter Herr Rupp,
    ich kann ihre Einstellung gegenüber Prof. Amendt nicht nachvollziehen,
    ohne dass ich irgendeinem „Männerreflex“ unterliege.
    Schliesslich fordert Amendt lediglich mehr Gleichberechtigung,
    d.h. Familienberatung (und Häuser) für beide Geschlechter
    statt nur einseitige Frauenhäuser.

    Obwohl ich weder irgendeiner „radikalisierten Männerbewegung“ angehöre noch Frauen hinter dem Herd sehen möchte,
    wundere ich mich, wie sie einige Fakten über konkrete Männerbenachteiligung
    (z.B. Sorgerecht, Wehrdienst, siehe z.B. aktuelles Focus Magazin) als frei erfunden abtun.

    Was halten sie nun davon, als einen ersten Schritt, ähnliche Angebote wie Frauenhäuser auch für Männer (oder besser nur für beide Geschlechter) staatlich zu unterstützen? Welcher weiteren Massnahmen halten sie für sinnvoll, um die Benachteiligung nicht nur von Frauen, sondern auch von Männern zu verringern?

    Mit freundlichen Grüssen, J.L

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    1. joerg

      Hallo Herr Lehner,
      wenn sich Männer bitte aufmachen und Männerhäuser gründen und dann staatliche Förderung beantragen, dann werden sie es auch bekommen – Bedarf nachgewiesen versteht sich. Ich zweifle nicht daran, dass es Bedarf gibt. Aber jetzt die Hände in den Schoß legen und zu warten, bis irgend jemand was für einen tut – nö, so nicht – copy & paste von weiter oben. Wehrdienst ist diskrimierend, im Sorgerecht gibt es ebenfalls Diskriminierungen – wir GRÜNE fordern abspw. ein gemeinsames Sorgerecht auch für unverheiratete Eltern – und viele weitere mehr, gegen die ich mich seit Jahren engagiere – vllt. kennen Sie mein derzeit auf Eis liegendes Projekt „Vätergrün“. Da muss ich mir von Ihnen nix erzählen lassen – und sorry, den Focus mit seiner vereinfachenden Berichten lese ich nicht.
      Trotzdem habe ich das irgends „abgetan“ – wussten Sie übrigens, dass die GRÜNEN als einzige Partei im Wahlprogramm fordern, das Ausmaß der Gewalt gegen Männer endlich zu erforschen?

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      1. Goofos

        Hallo Joerg,

        aufgrund des Artikels in der men’s health, wo auch behauptet wurde die Grünen hätten einen eigenen Abschnitt „Männerpolitik“ in ihrem Wahlprogramm, hab ich mir das wahlprogramm angeschaut. Unter dem Punkt „Schutz vor Gewalt“ konnte ich aber nichts finden das darauf hindeutet die Grünen würden bei dem Thema irgendetwas fordern, das Ausmaß der Gewalt gegen Männer endlich zu erforschen. Richtig wäre es natürlich schon das zu fordern. Ich muss aber auch sagen, dass das Wahlprogramm männerpolitischer Sicht wohl eher enttäuschend ist. Ich denke bei dem Punkt „Gleichstellung von Frauen und Männern“ fehlen doch noch so einige Männerthemen, so, dass man die Drohung am Ende „Wer GRÜN wählt, … wählt Feminismus der Neuzeit“ Ernst nehmen sollte. Denn der Schwerpunkt liegt arg auf Frauen und die Männer werden doch sehr Stiefmütterlich behandelt. Was für mich leider unverständlich ist obwohl so viele Männer bei den Grünen sind. Es wäre doch schön wenn die Grünen genau so wie sie eine feministische Partei sind auch eine maskulistische Partei wären, um ebenso die Gleichstellung von Männern gebührend zu vertreten. Ich denke eine Frauenzentriertheit wie derzeit wird dem Thema Gleichstellung von Frauen und Männern nicht gerecht. Umso unverständlicher ist es aus meiner Sicht wie man wie du in deinem Blogeintrag so über Männer herziehen kannst die für Männerrechte einstehen. Ich halte es auch nicht für angebracht Kritik an der Qualität und der Notwendigkeit von Frauenhäusern von Amendt so niederzutreten, denn offensichtlich wollt ihr euch mit Kritik an Frauenhäusern von vorn herein nicht beschäftigen. Üblicherweise würde ich das als typischen Frauenreflex bezeichnen, schon von Anfang an nicht zuhören zu wollen. Eine Klarstellung sollte man eigentlich mal von den Grünen erwarten, ob sie sich überhaupt mit Kritik beschäftigen wollen, oder ob Frauenhäusern narrenfreiheit in jeglicher Form zugesprochen wird.

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        1. joerg

          Hallo Goofos,
          das mit der Männerpolitik ist noch nicht so weit. Es gibt eine Veränderung auch bei uns, aber wie das halt so ist mit Veränderungen – sie brauche Ihre Zeit. Du findest den einen Satz mit der Erforschung der Gewalt gegen Männer auf Seite 186 – der Satz steht da übrigens drin, weil das von mir beantragt wurde. Auch mir fehlt das eine oder andere Männerthema, aber so ist es momentan. Aufhören, da an innergrünen Veränderungen weiterzuarbeiten, werde ich natürlich nicht.
          Amendts Kritik ist in der Form, wie er sie angebracht hat,völlig hanebüchen, „Orte des Männerhasses“ ist falsch. Frauenhäuser sind parteiisch, das müssen sie in erster Linie auch sein – denn nach wie vor ist es doch so, dass Frauen in der Mehrheit Opfer von Männern sind. Auch die Studie „Gewalt gegen Männer“ errechnet ca. 5% von Männern, die Opfer von Gewalt werden. Selbst wenn sich beide schlagen würden, wie -amendt kolportiert, dann landet doch meist die Frau im Krankenhaus. Hast Du dich jemals mit einer Frau unterhalten, die so verprügelt worden ist, über Wochen, Monate, Jahre?
          Auch in Frauenhäusern wird sicher manchmal überreagiert, aber bitte: wer von uns macht nicht schon einmal einen Fehler? Wo Kritik berechtigt ist, muss man sehen, was dran ist und reagieren. Aber nicht so, das war völlig diffamierend und das ist nicht ok.
          Und ich ziehe nicht über diese Männer her, ich beschreibe sie aus meinem Blickwinkel. Das hier ist keine Zeitung, sondern mein Blog. Ich erlebe diese Typen seit vielen Jahren so, wie ich sie beschrieben habe. Es gibt wenige, die überhaupt für Argumente anderer offen sind – Franzjörg Krieg vom VAFK in K’he zum Beispiel, mit dem ich regelmäßig in Kontakt bin.

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      2. Sebastian

        Hallo Jörg,

        ich bin militanter Grün-Wähler, trotz Feminismus und Homophilie bei den Grünen.
        Du schreibst:“und sorry, den Focus mit seiner vereinfachenden Berichten lese ich nicht.“

        Es ist Dir doch klar, daß dies eine Diskreditierung des Focus-Titels über Männerbenachteiligung nach unverbindlichen und pauschalen Kriterien ist. Selbst wenn Adolf Hitler Mitglied der Focus-Redaktion wäre, käme es doch auf die Argumente an.
        Ich sehe bei Dir jedenfalls eine gewisse Abwehr, welche sich durch gewisse Inkonsistenzen in der Argumentation verrät, natürlich nicht durch die Position als solche.

        Könntest Du noch mal erklären, was problematisch an Professor Amendt ist? Ich fand den Artikel in der Welt von ihm gut.

        Du mußt doch auch realisieren, daß Männer in der Situation „sekundärer Benachteiligung“ sind, daß also Männer gar nicht in der Situation sind, wie Frauen es einmal waren. Außerdem denke ich ist das Problem der häuslichen Gewalt heute wesentlich geringer als früher, weil die Menschen als Kinder immer weniger geschlagen werden, diese Gewalt also als Erwachsene weniger reproduzieren.

        Ich finde die Forderung nach „Familienhäusern“ wunderbar, ganz unabhängig von Forderungen einer Männerbewegung. Dies ist doch Argument genug.
        Wenn etwas richtig ist, brauch man doch nicht erst ein demonstrierendes oder forderndes Volk.
        Wie gesagt, die Situation von Männern ist meines Erachtens etwas anders, deshalb kann man auch nicht erwarten, daß das wie mit den Frauen und den Frauenhäusern anno dazumals abläuft.

        Wieso sollte man auch Männerhäuser gründen, wenn schon Frauenhäuser da sind? Und es sich herausstellt, daß dies eine einseitige Angelegenheit ist.
        Ich bin zwar kein Experte, ich halte aber die Aussage wesentlich glaubwürdiger, daß Männer und Frauen etwa zu gleichen Teilen gewalttätig werden.

        Ich habe den Eindruck, daß es hier eine Abwehr bei Ihnen gibt und würde Sie bitten, sich einmal „unkorrekt gegenüber sich selbst“ zu verhalten und beispielsweise den Focus-Artikel zu lesen und die Argumentation von Herrn Amendt ernstzunehmen.

        Nebenbei als Grüner: Ich glaube, die Grünen könnten als Partei sehr davon profitieren, wenn sie sich dem Thema Männer zuwenden. Damit würde das Engagement für eine unideologische Gleichberechtigung (ohne Vorzeichen „Frau“) glaubwürdiger und auch die Grünen als „unkorrekte“ Partei würden meines Erachtens attraktiver und sich auf ihre Wurzeln besinnen.

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        1. joerg

          Hallo Sebastian,
          ich werd jetzt an Deinem Artikel mal hier den Schlussstrich ziehen – wir können gerne nach der Wahl noch weiterdiskutieren.
          „Ich lese keinen Focus“ – ist halt so. Ich muss mir auch nicht noch von einer anderen Zeitschrift die Argumente wiederholen lassen, die ich ja seit Jahren kenne.
          Es gibt Benachteiligungen für Männer wie für Frauen. Ich habe jedoch kein Verständnis für abwegige Debatten über „gefährliche Berufe“ und die „armen“ Männer. und ich habe kein Verständnis für die Forderung nach der Schließung von Frauenhäusern. Meinetwegen auch Familienhäuser, aber nicht statt dessen. Häusliche Gewalt gegen Frauen ist existent, auch in dem beschriebenen Maß. Es gibt auch Gewalt gegen Männer – und alle Studienergebnisse die man bisher hat, sprechen eher dafür, dass es deutlich weniger Männer sind, die grün und blau geschlagen Zuflucht in einem Männerhaus suchen müssten. Es kommt ja nicht nur auf die Gleichverteilung an, sondern auch die Ausprägung. Insofern ist Amendts Forderung zynisch – und insofern kann ich das auch nicht ernst nehmen.
          Wir GRÜNEN Männer sind dabei, uns zu vernetzen. Männerpolitik war halt bislang kein großes Thema, obwohl wir bei der Böllstiftung ein in dieser Thematik sehr gut aufgestelltes Institut haben – aber es gibt erst Ansätze.
          Soweit
          Jörg

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      3. FruchtloseScheinDiskussionMitGenderisten

        Soso, „wenn sich Männer bitte aufmachen und Männerhäuser gründen und dann staatliche Förderung beantragen, dann werden sie es auch bekommen – Bedarf nachgewiesen versteht sich.“

        Und über den Bedarf entscheiden dann gegenderte Verwaltungen – Ergebnis, siehe z. B. hier:
        „Die Beratungsstelle „Männersache“ in Oldenburg muss nach drei Jahren schließen. Dem Trägerverein Männer-Wohn-Hilfe fehlt das Geld, um Personal- und Sachkosten zu decken. Bis zuletzt hatte der Verein erfolglos Förderanträge bei der Stadt Oldenburg gestellt. Die kostenlose Beratungsstelle hat als eine der wenigen Anlaufpunkte in Niedersachsen für Männer in Krisensituationen gegolten. Bei der ausschließlich von Männern geführten Beratung ist es vor allem auch um Probleme in der Familie und Depressionen gegangen.“

        Quelle:
        http://www.sat1regional.de/videos/article/beratungsstelle-maennersache-in-oldenburg-muss-schliessen-200867.html

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  3. Horst

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    auch ich verstehe Ihre Kritik nicht.
    Nein, ich bin kein Patriarch, auch kein Rechter, nein auch niemand der keine Zeit für seine Familie hat, oder Frau und Kind schlägt, sondern einfach nur ein Mann und Vater, der jedoch emanzipiert ist, und daher Gleichberechtigung erwartet, und zwar im Kleinen wie im Großen. Wenn es für geschlagene Frauen staatlich finanzierte Frauenhäuser gibt, erwarte ich das Gleiche für geschlagene Männer. Wenn es einen Frauengesundheitsbericht gibt, aber keinen Männergesundheitsbericht, ist das ebenfalls nicht in Ordnung. Gleiches gilt natürlich für die Wehrpflicht.
    Zu den GRÜNEN:
    Warum gibt es denn ein Frauenstatut, und keines für Männer? Und schaut man sich einmal die letzten Vorschläge der Bundestagsfraktion zum väterlichen Sorgerecht an, werden auch hier Väter immer noch wie Elternteile 2. Klasse behandelt.
    Das es Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, bestreitet niemand ernsthaft. Diese sind aber nicht auf Diskriminierung zurückzuführen, sondern z.B. auf die Wahl des Berufes.
    Nebenbei gefragt: Warum ist es diskriminierend, wenn Frauen weniger als Männer verdienen, wenn doch Ostdeutsche weniger als Westdeutsche verdienen, oder Zeitarbeiter weniger als Festangestellte, die genau den gleichen Job machen?

    http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=2&t=7889&start=660#p143787

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    1. joerg

      Hallo Horst,
      wenn sich Männer bitte aufmachen und Männerhäuser gründen und dann staatliche Förderung beantragen, dann werden sie es auch bekommen – Bedarf nachgewiesen versteht sich. Ich zweifle nicht daran, dass es Bedarf gibt. Aber jetzt die Hände in den Schoß legen und zu warten, bis irgend jemand was für einen tut – nö, so nicht.
      Es gibt ein Frauenstatut, weil die GRÜNEN der Meinung sind, dass Frauen in den Parlamenten und Räten unterrepräsentiert sind. Das Frauenstatut ist sowas wie ne freiwillige Selbstverpflichtung mit dem Ziel, mehr Frauen in die Politik zu bringen. Und die Bundestagsfraktion der GRÜNEN hat vorgeschlagen, dass Eltern grundsätzlich ein gemeinsames Sorgerecht haben sollen. Im Übrigen empfehle ich die Lektüre des Wahlprogramms.
      Alle Ihre Beispiele zu Lohnunterschieden sind diskriminierend und das kritisieren wir auch. Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es, die Gründe sind vielfältig. Einfach „die Wahl des Jibs“ anzuführen, genügt dabei nicht – fragen Sie sich einfach mal, warum „typische“ von Frauen gewählte Berufe so viel schlechter bezahlt werden. Das ist struktureele Diskriminierung.
      Jörg Rupp

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      1. Horst

        Hallo Jörg,

        Ihre Antwort ist genau die Art von Antwort, die ich kritisiere:
        Männer sollen SELBST aktiv werden und sich um die Beseitigung ihrer Diskriminierung SELBST kümmern. Werden dagegen Frauen diskriminiert, ist es ein gesellschaftliches Problem, welches durch Regelungen und Gesetze auf Staatskosten gelöst oder abgemildert werden. So stelle ich mir als emanzipierter Mann Gleichberechtigung eigentlich nicht vor. Schauen Sie sich z.B. die Statistik zur häuslichen Gewalt in Berlin an: Fast 1/3 der Täter sind weiblich. Daraufhin gab es mehrere Anfragen an den Senat warum es keine Männerhäuser gibt. Antwort: Kein Bedarf.
        Abgesehen davon gibt es schon längst politische Arbeit,z.B. von Manndat.de. Auch wgvdl.de arbeiten teilweise politisch. Warum kritisieren Sie dies also?
        Die Vorlage der GRÜNEN zum gemeinsamen Sorgerecht habe ich Punkt für Punkt gelesen, und ich bin heilfroh daß mich dies als Vater der bereits das Sorgerecht hat, nicht betrifft. Die Vorlage trieft nämlich vor Vorurteilen gegen Väter. Um das Sorgerecht zu erhalten soll der Papa erst einmal ein volles Jahr Unterhalt gezahlt haben, ansonsten wird ihm das nachteilig ausgelegt. Sorgerecht nur für reiche Väter? Auch Gewaltvorwürfe sollen vorab erst einmal geprüft werden. Für Mütter gilt dies natürlich alles nicht, da werden keine Gewaltvorwürfe geprüft, keine Unterhaltszahlungen verlangt, sie erhält weiterhin das Sorgerecht automatisch. Auch hier: So stelle ich mir Gleichberechtigung als emanzipierter Mann nicht vor, erst recht nicht, wenn man berücksichtigt, daß die weitaus meiste Gewalt gegen Kinder von Müttern ausgeübt wird. Beim Sorgerecht ist Deutschland inzwischen gute 30 Jahre zurück. Abgesehen von Österreich und Liechtenstein gibt es in den 47 Staaten Europas für Väter die Möglichkeit das Sorgerecht unabhängig vom rechtlichen Status zu erhalten. Selbst mehrfache Verurteilungen Deutschlands vor dem Menschengerichtshof hat weder schwarz-rot noch damals rot-grün veranlaßt in diesem Bereich etwas zu ändern. Es ist es doch kein Wunder wenn sich abseits der Politik eine Männerrechtsbewegung formiert, wenn sich keine Partei ernsthaft um Männer kümmert.
        Die von Ihnen beklagte strukturelle Diskriminierung beim Lohn kann auch ganz anders ausgelegt werden: Viele Frauen, meine auch, sind sehr froh keine Vollzeit-Beschäftigung im immer härter werdenden Kapitalismus auszuüben, sondern sind froh sich halbtags um das Kind zu kümmern, und sich mit einem Halbtags-Job etwas dazuzuverdienen. So wird aus der „strukturellen Diskrminierung“ eine Art Luxusposition.

        Gruß

        Horst

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        1. joerg

          Halo Horst,
          Ihre Antwort ist genau die Art von Antwort, die ich kritisiere. Sie werden damit leben müssen, dass es Schritte bedarf, um einen Weg zu gehen. Und bitte: wgvdl politisch? LoL.
          Also, es ist nicht alles ideal, manches bedarf einer Änderung. Wenn wir ihr Wunschmodell haben, wird es sicherlich immer noch Männer geben, die nciht zufrieden sind – bspw. die aus der „Heim-und-Herd“-Fraktion. Ich halte die Verknüpfung von Sorgerecht udn Unterhaltszahlungen auch für falsch, rechtlih nicht zulässig – bin aber schon froh, dass endlich mal eine Fraktion dahingehend etwas tut. Oder hören Sie sowas von der FDP, SPD, CDU?
          Und Gewaltvorwürfe müssen in alle Richtungen geprüft werden – und es liegt an jedem, dahingehend aktiv zu werden.
          Ein letztes, dann beende ich das Thema hier: So wie Frauen es geschafft haben, selbst sich um ihre Belange zu kümmern, so müssen das Männer tun. Und sich dem Wind, der ihnen entgegen weht, entgegenstemmen. Anders erreicht man nichts. Und wer das nicht kann, benötigt Hilfe. ICH gebe die in meinem Umfeld. Zum Beispiel habe ich gerade dafür gesorgt, dass ein Vater seine Söhne wieder sehen kann. War für mich einfach. Für ihn schwer. Daher habe ich ihm geholfen. Das meine ich damit: Männer, tut was.

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  4. Seelensammler

    Herr Rupp, Sie formulieren im Konjunktiv. Da wird jede Kritik an den real exsistierenden Zuständen schal. Die Männerbewegung erkennt sehr deutlich, dass es da parteintern bei den Grünen exemplarisch an den Diskursen fehlt und Sie sich von unten nach oben an die Frauen wenden, um etwas Verständnis zu erhaschen. Damit verlassen Sie die abhängige Position nicht, sondern bitten um Anteilnahme und zur Sicherheit schließen Sie erst mal maxiamal alle Mißverständnisse und Gegenpositionen so weit aus, dass man von einer Stromlinienförmigkeit in Absicht einer Darmaufnahme nicht übersehen kann. In vorauseilendem Gehorsam diffamieren Sie die Männerbewegung – diese Kadaverhörigkeit unterscheidet Sie von Alphamännchen wie Joschka Fischer, der wohl daran gewachsen ist, dass Männer wie Sie immer den Schwanz eingekniffen haben, nur einkneifen konnten. Wie es auch sei, die Grünen sind eine feministische Partei und nicht der Umweltgedanke steht im Vordergrund, sondern die anthropologisch zu bewertende Konstante, dass es nicht schlimm genug kommen kann, dass sich nicht noch ein Mitläufertum mit besten Absichten findet. Mit etwas Glück duldet die feminsitische Fraktion ihre „Querdenkerei“, wahrscheinlich aber haben Sie ihre Harmlosigkeit so deutlich herausgearbeitet, dass man Sie weder als Feind noch als Mann verstehen muss. Ohne Sorge, Sie bekommen Ihr Linsengericht.

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    1. joerg

      Hallo Seelensammler,
      da ich auf beleidigende Kommentare nicht eingehe, verzichte ich auf jeden weiteren Kommentar zu ihrem Beitrag.
      Jörg Rupp

      Antworten
      1. Seelensammler

        Wenn ich Sie hätte beleidigen wollen, dann stünden mir sprachlich und inhaltlich bisher unpräzisierte Möglichkeiten zur Verfügung. Sie selbst haben die intellektuelle Entgleisung benannt, die darin besteht, sich nur windend äußern zu können. Den Konjunktiv habe ich angemahnt, weil es Ihrer Ausdrucksweise an Gedankenschärfe mangelt, solange Sie Kritik und Verständnis verquicken. Soll man Sie ernstnehmen, dann verlange ich, dass da auch fern meiner Polemik bei Ihnen ein eindeutiger Standpunkt existiert, der unabhängig von grüner Selbstverortung formulierbar ist. Der typische „Männerreflex“, so wie Sie es gerade mal andenken, ist nicht geeignet, die Vorurteile gegenüber den „typischen Männerflexen“ bei grünen Männern zu entklräften. Im Gegenteil, findet man doch alle Vor- und Nachurteile bestätigt. Es ist also an Ihnen mehr als an mir, da Sie Mitglied der Grünen sind, mir die Zweifel werbend zu nehmen.

        Und für die Galerie – Es ist nicht beleidigend, dass ich auf die Inkongruenzen Ihrer Argumentation hinweise. Wenn Sie dies schon als beleidigend empfinden, allein juristisch hinterfragt, dann haben Sie die Frage nicht verstanden und ferner nicht begriffen, dass die Hinterfragung Ihrer Position nicht schon ansich eine Beleidigung darstellt. Entweder wollen Sie ihre Position diskutieren, für mich vor allem Ausdruck der Mechanismen von Metakritik – oder Sie sind selbstbewußt genug zu hinterfragen, warum Sie sich nicht gerade heraus artikulieren können und innerhalb Ihres Artikels keine Position vertreten, sondern Meinung von der Zustimmung der Angesprochenen abhängig machen.

        Antworten
        1. joerg

          Sie haben mich beleidigt und Sie dürfen gerne mir überlassen, wie ich empfinde. Sie haben auch auf nix hingewiesen, Sie haben Ihre Meinung kundgetan, ohne tatsächlich zu diskutieren. Da helfen auch keine wohlfeilen Worte. Insofern beenden wir das Gespräch an dieser Stelle.

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  5. Ben

    Nicht überzeugt, da keine wirklichen Argumente hier auftauchen und die echten Probleme nicht drin vorkommen.
    Und dass die Männerbewegung den Gehaltsunterschied leugnet, lese ich hier zum ersten mal. Sie interpretiert ihn halt nur nicht als Diskriminierung, sondern v.a. als Ergebnis vieler anderer verketteter Faktoren (Berufswahl, untersch. Bewertung von Karriere, berüflicher Erfüllung und materieller Sicherheit, Familienrollen, usw. …).

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  6. Beelzebub

    Die Gleichberechtigung der Geschlechter wird erreicht sein

    – wenn besonders gefährliche und gesundheitsschädliche Berufe keine reinen Männerberufe mehr sind, demzufolge die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle nicht mehr 90/10 zu Lasten der Männer verteilt ist, sondern 50/50,

    – wenn auf den Grabsteinen der Kriegsfriedhöfe genau so viele weibliche Vornamen stehen wie männliche,

    – wenn die medizinische Versorgung der Männer so gut ist wie die der Frauen und dadurch (und durch Erfüllung der beiden vorgenannten Voraussetzungen) der Unterschied in der Lebenserwartung verschwindet,

    – wenn Frauen ihren Lebensunterhalt grundsätzlich durch eigene Arbeit verdienen müssen und nicht mehr die Wahl haben, stattdessen auf Kosten von Männern zu leben,

    – wenn überhaupt Frauen keine Extrawürste und keinerlei Schonung mehr bekommen, weil alle Männer aufgehört haben, sich als Beschützer und Versorger der Frauen zu gerieren,

    – wenn Männer und Frauen für die gleichen Straftaten gleich hart bestraft werden,

    – wenn bei der Gestaltung des Schulunterrichts die geschlechtsspezifischen Bedürfnisse der Jungen respektiert und berücksichtigt werden, statt sie zu zwingen, sich Unterrichtskonzepten zu unterwerfen, die ausschließlich auf Bedürfnisse von Mädchen zugeschnitten sind,

    – wenn Jungen und Mädchen in der Schule für gleiche Leistung gleich bewertet werden,

    – wenn Spitzenpositionen ausschließlich durch Leistung erworben werden und nicht durch Quote,

    – wenn Bücher mit Titeln wie „Manifest zur Vernichtung der Männer“, „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ oder „Eine Krankheit namens Mann“ nicht mehr in Buchläden zu finden sind, sondern in der Asservatenkammer der Staatsanwaltschaft und die AutorInnen wegen Volksverhetzung bestraft werden,

    – wenn sexistische Hetz- und Hassparolen gegen Männer genau so verpönt sind wie die gegen Frauen,

    Kurzum, wenn die Privilegierungen der Frauen abgebaut und ersetzt werden durch eine Gleichberechtigung, die diese Bezeichnung verdient.

    Antworten
    1. joerg

      Danke für diesen Kommentar. Allerdings ist er völlig einseitig. Wenn man anderen etwas vorwirft, sollte man sein eigenes Verhalten dahingehend überrüfen, ob man es nicht genau so macht.
      Berufe sind für alle offen, man kann niemanden zwingen, einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Aber vielleicht müssten diese gefährlichen Männerberufe ja einfach so schlecht bezahlt werden wie die typischen Frauenberufe – dann würde sie fast niemand mehr machen wollen und es müsste sich was an den Arbeitsbedingungen ändern. Das ist m. E. der richtige Weg.
      Ich habe am allerliebsten gar keine SoldatInnen und insofern ist für mich nicht erstrebenswert, dass überhaupt irgendwo Menschen im Krieg sterben. Männer und Frauen sind unterschiedlich, insofern braucht es jeweils eigene Dosierungsanweisungen und die Medikamtentests dürfen nicht nur mit Mänenrn durchgeführt werden. Männer müssen aber auch zum Arzt gehen und sich Hilfe suchen, daran liegt es auch, dass sie durchschnittlich jünger sterben. Dazu gehört auch eine andere Art und Weise, wie Erwerbsarbeit betrachtet wird (und wer arbeiten geht), denn man weiß, dass sich die Schere öffnet, wo eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Zu allem anderne:
      es gibt Ungerechtigkeiten, in beide Richtungen. Diese abzubauen sollte politisches Ziel sein – meins ist es.

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      1. Billy

        Sie wollen die Gleichberechtigung fördern in dem Sie Löhne senken?

        „…vielleicht müssten diese gefährlichen Männerberufe ja einfach so schlecht bezahlt werden wie die typischen Frauenberufe – dann würde sie fast niemand mehr machen wollen und es müsste sich was an den Arbeitsbedingungen ändern. Das ist m. E. der richtige Weg…“

        Bitte fühlen Sie sich nicht beleidigt – aber das ist doch lächerlich!

        Antworten
        1. joerg

          Nein, da fühle ich mich nicht beleidigt, da haben wir ein grundsätzlich andere Auffassung. Für mich ist vollkommen klar – und das sieht die Wissenschaft auch so – dass ein Teil der Probleme der Männer daher rührt, dass sie weiterhin in die Rolle des Ernährers gedrängt werden – von sich selbst, von der Gesellschaft, von ihren Frauen. Das ist historisch bedingt. Daher rührt es auch, dass Männerberufe besser bezahlt werden – und Frauen in ihren klassichen Berufen nur „Zuverdiener“löhne bekommen.
          Insofern ist mein Vorschlag nicht löcherlich, sondern ledglich unkenventionell. Aber wir GRÜNEN kennen diese Reaktion „lächerlich“ „utopisch“, „Spinner“ auf unserer Vorschläge – nur um sie 10 Jahre später in den Parteiprogrammen anderer Parteien wiederzufinden.

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      2. Horst

        – „Berufe sind für alle offen, man kann niemanden zwingen, einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Aber vielleicht müssten diese gefährlichen Männerberufe ja einfach so schlecht bezahlt werden wie die typischen Frauenberufe – dann würde sie fast niemand mehr machen wollen und es müsste sich was an den Arbeitsbedingungen ändern. Das ist m. E. der richtige Weg.“

        Soso, dann könnte man das ja auch umgekehrt machen, also Frauenberufe unattraktiver machen, damit das niemand mehr machen will…

        Schlechter bezahlte Männerberufe gibt es übrigens schon längst. Der Berliner Reichstag wurde überwiegend von ausländischen Leiharbeitern errichtet. Russische Malocher die sich für 3 Mark Stundenlohn die Knochen kaputtgeschuftet haben, und nach einiger Zeit als Ersatz ukrainische Arbeiter auf Leihbasis eingestellt haben, die den gleichen Job für 1 Mark Stundenlohn machten. Ganz zu schweigen von den heute üblichen Schlachthausarbeitern, die für 3-4 Euro Stundenlohn Schweinehälften zerlegen. In Zeiten von Hartz IV und Massenarbeitslosigkeit findet sich immer jemand der derlei miese Jobs macht. Das gilt natürlich nur für Männer, denn von ihnen wird -im Gegensatz zu Frauen- immer noch erwartet daß sie eine Familie ernähren, während Frauen nach wie vor mehrheitlich „sich nach oben verpartnern.“
        In Teilzeitjobs verdienen Männer übrigens längst weniger als Frauen, satte 18% lt. offiziellen Zahlen der Bundesregierung auf Seite 20 des Genderreports.
        http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Publikationen/genderreport/01-Redaktion/PDF-Anlagen/kapitel-drei,property=pdf,bereich=genderreport,sprache=de,rwb=true.pdf
        Maßnahmen dies zu ändern? Keine. Als Frau Griese von der SPD damit bei abgeordnetenwatch.de damit konfrontiert wurde, verstieg sie sich zu der Bemerkung in Teilzeit arbeitende Männer wären häufig unqualifizierte Drogenabhägige.
        Die Argumentation „Berufe sind für alle offen“ impliziert stets dasselbe:
        Schlechter gestellte Männer sind immer selber schuld; schlechter gestellte Frauen sind immer Opfer.
        Jörg, bitte, bitte, bitte überlassen Sie Männerpolitik Leuten die noch ein klein wenig Verständnis für ihr eigenes Geschlecht aufbringen können, und Männerpolitik nicht in Abhänigkeit von Frauenpolitik ansehen.

        Antworten
        1. joerg

          Also,
          ein letzter Kommentar, dann beende ich das hier. Alles weitere mögen Sie in Männerforen weiter diskutieren. Sie machen hier immer wieder denselben Schlenker. Ich sage: eine Friseurin muss genauso gut bezahlt werden wie ein Ölplattformer. Hier finden Sie bspw. eine Studie, die meine Aussagen belegt: http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/lohnungleichheit_zwischen_frauen_maennern_129545.html
          Und wie ich schon schrieb, kritisiere ich ebenfalls den Anspruch an Männer, immer der Ernährer zu sein – daher resultieren ebenfalls die Lohnunterschiede. Mir ist es egal wer weniger verdient – das ist eine Ungerechtigkeit. Punkt. Dazu gehören vielerlei Maßnahmen – unter anderem der, dass Männer bereit sind, Teilzeit zu arbeiten, Elternzeit zu nehmen, auf Karriere zu verzichten….
          In diesem sinne
          Jörg

          Antworten
  7. Arne Skrypek

    „Existenzen wie Arne Hoffmann“, „eine Gestalt wie Professsor Amendt“? Sagen Sie mal: Was ist IHNEN denn über die Leber gelaufen? Offenbar legen Sie zweierlei Maß an: „Auf Beleidigungen antworten Sie nicht“. Und was soll das ewige Geplapper von den angebl. „Ängsten“ dieser angebl. „radikalisierten“ Ewiggestrigen? Das sind doch ERZFEMINISTISCHE Thesen, die Sie da vertreten! Wenn DAS Ihre geistigen Waffen und das „Resultat“ Ihrer intensiven Beschäftigung mit spezifischen Männerfragen sind, dann tun Sie mir leid. Haben Sie vielleicht auch ein EIGENES Profil parat?

    Antworten
  8. Andreas Bühler

    Lieber Jörg,

    ihre Äußerungen bieten einiges Material zur Kritik, ich möchte mich auf den dicksten und zynischsten Klops beschränken, Ihre Antwort an Herrn Lehner:

    „wenn sich Männer bitte aufmachen und Männerhäuser gründen und dann staatliche Förderung beantragen, dann werden sie es auch bekommen – Bedarf nachgewiesen versteht sich. Ich zweifle nicht daran, dass es Bedarf gibt.“

    Es mag Ihnen nicht klar sein, vielleicht weil das Thema Gleichberechtigung bei den Grünen noch immer als Einbahnstraße verstanden wird, daher zur Klarstellung:

    1. Männerhäuser gibt es bereits seit etlichen Jahren.

    2. Um Förderung hatten die Betreiber sich bereits ernsthaft bemüht und tun es nach wie vor. Nur: Es gibt keine, weil es schlichtweg keine Instanzen gibt, bei denen MÄNNERschutzunterkünfte Förderung beantragen können.

    3. Gibt es in Ihrer Verwandtschaft Knaben? Vielleicht ändern Sie Ihr Denken, wenn einer von Ihnen mal erzählt, zuhause mißhandelt zu werden, er aber aus der Zufluchtsstätte weggeschickt wurde, weil diese nur Mädchen aufnimmt. Eine solche Erfahrung wünsche ich meinen ärgsten Feinden nicht. Für Sie mag er aber vielleicht ein heilsamer Schock sein.

    Ihr Aufruf klingt also, als ob Sie einem politischen Häftling raten, einen Verteidiger zu nehmen, obwohl in seinem Land Strafverteidiger gar nicht existieren. Oder wie die Frage Marie Antoinettes: „Warum essen sie dann keinen Kuchen?“ Ich unterstelle Ihnen dabei nicht einmal Bosheit, Ihr Zynismus ist sicherlich ungewollt und Ihrer vollständigen Ignoranz mit Männerthemen geschuldet. Einer Ignoranz, die allerdings gewollt ist, denn Sie bekennen sich ja selbst zu diesem Unwillen: „Focus lese ich nicht.“

    Abschließend versichere ich Ihnen, sie nicht beleidigen zu wollen. Dies möchte ich betonen, denn Ihr Schriftwechsel mit „Seelensammler“ läßt auch auf eine gewisse Dünnhäutigkeit Ihrerseits schließen.

    Antworten
    1. joerg

      Lieber Andreas,
      es gibt zwei Männerhäuser, soweit ich informiert bin. Eins in Berlin, eins in Hannover. Wer Bedarf nachweisen kann, bekommt auch Unterstützung. Übrigens finanzieren sich die meisten Frauenhäuser überwiegend aus Spenden und der Sozialhilfe/Wohngeld, dass die Frauen erhalten. Und Zuschüsse werden derziet massiv zusammengestrichen.
      Sie sollten keine Geschichten über weggeschickte Jungs erzählen – denn die gibt es nicht. Darüber ahbe ich recherchiert – bei Frauenhäusern, zu denen ich Kontakte habe. Und darüber hinaus: ich beschäftige mich seit mehr als 10 Jahren mit diesem Thema und kenne genügend Protagonisten. Und abschließend: ich bin nicht dünnhäutig, sondern ich bestimme darüber, was für mich beleidigend ist, sonst gar niemand. Und ich erkenne, wem es an Dialog gelegen ist.

      Antworten
      1. Horst

        Sorry, aber das ist Unsinn.
        In Berlin beträgt die offizielle Quote von weiblichen Täterinnen an häuslicher Gewalt fast 1/3, mti stark steigender Tendenz. Der Bedarf ist also da, trotzdem gibt es kein öffentlich organisiertes Männerhaus. Anfragen an den Senat wurden abgelehnt.
        In den meisten Frauenhäusern werden Jungs ab Alter 12 -14 nicht aufgenommen, weil „das ja schon Männer sind“.

        Antworten
        1. joerg

          Dann helfen Sie sich selbst. Sorgen Sie dafür, dass Männer diese Einrichtungen auch nutzen. Ich kennen die Berliner Zahlen – trotz allem gibt es nach wie vor keine Tendenz, dass Männerhäuser auch belegt würden. Frauen haben sich ebenfalls vor dieser Situation gesehen – und sie gemeistert.
          Zu Ihren „Jungs“: ich kenne keine Mutter, die in ein Frauenhaus gehen würde, wenn sie ihre Kinder bei einem gewalttätigen Mann zurücklassen müsste. Sie etwa? Das ist doch sehr unwahrscheinlich.

          Antworten
      2. Andreas Bühler

        Es stimmt, daß es zwei Männerhäuser gibt, ich habe ja geschrieben, daß es seit etlichen Jahren welche gibt. Genutzt werden sie, fragen Sie nach. Bedarf besteht also.
        Ob eine Förderung gewährt wird, hängt allerdings auch davon ab, ob die entscheidende Stelle diese für sinnvoll hält. Von den derzeit feministsich geprägten Behörden ist dies nicht zu erwarten. Ihre Partei hat ganze Arbeit geleistet, ich gratuliere.
        Wenn eine Zufluchtsstätte sich als „Zufluchtsstätte für Mädchen“ nennt, ist davon auszugehen, daß diese auch nur für Mädchen offen ist, sonst nennte sie sich „Zufluchtsstätte für Kinder und Jugendliche“. Doch, diese „Geschichten“ erzähle ich, es wäre gut, wenn es andere auch täten. Ob sie dafür offen sind, bleibt Ihnen überlassen.
        Daß diese Stätten auch nur Mädchen aufnehmen, ist durchaus sinnvoll, denn dann gibt es mehr Fördermittel aus den öffentlichen Kassen. Dasselbe gilt übrigens auch für psychologische Hilfsstellen für mißbrauchte Kinder.

        Antworten
        1. joerg

          Herr Bühler,
          meinen Informationen nach sind diese beiden Männerhäuser kein Hort für geschlagene Männer oder rausgeworfene Männer mit ihren Kindern. Insofern – und das gilt auch für Frauen, die nicht geschlagen wurden oder mit Kindern unterwegs sind, gibt es ja Obdachlosenasyle. Das mag zynisch klingen, ist sehe ich aber – geschlechtsunabhängig. Wenn Sie einen Beleg dafür hätten, dass diese Männerhäuser von geprügelten Männern genutzt werden – bitte. Dazu muss es ja dann was geben.
          Solange sie von der feministischen Weltverschwörung träumen, haben sie immer eine gute Ausrede dafür, warum Sie nichts tun müssen – sie können ja eh keinen Erfolg haben. Und selbstverständlich haben sich die ersten Frauen selbst geholfen dun die überwiegende Finanzierung der Frauenhäusern erfolgt auch heute noch durch die Frauen selbst – Sie sollten sich mal erkundigen. Dazu brauchten und brauchen sie keine Männer. Und selbstverständlich können sich Männer selbst helfen – als Gruppe. Es gibt genügend angeblich aktive Männer, die sich in Foren, Blogs und sonstwo ausheulen, die nur mal die Ärmel hochkrempeln müssten, zu zehnt oder mehr die Miete für ne Wohnung aufbringen, einen sozialpädagogen um kostenfreie Hilfe bitten etc. pp müssten – so für den Anfang. Alles andere bedarf eines breiten Bündnisses – aber auch das erfordert Organisation und Kampagnenfähigkeit. Ich bin übrigens nach wie vor dafür, die Stuudie zu Gewalt gegen Männer von Dissens fortzuschreiben – denn ohne verlässliche Zahlen geht ja mal gar nichts.
          Und übrigens: ich helfe JEDER und JEDEM, der oder die ein Opfer einer Gewalttat wird.

          Antworten
        2. Andreas Bühler

          Ihre Informationen, lieber Herr Rupp, hätten Sie binnen fünf Minuten auf einen annehmbaren Stand bringen können. Selbstverständlich ist das berliner Männerhaus für mißhandelte Männer eingerichtet: http://www.maennerberatung.de/maennerhaus.htm Jenes in Hannover befindet sich im Aufbau, falls es nicht bereits besteht: http://www.vaeternotruf.de/jugendamt-hannover.htm Ihr Hinweis auf den Zynismus trifft zu, er IST zynisch, aber von Ihnen ist das ja nichts neues mehr. Stolz brauchen Sie nicht darauf zu sein.

          Ihr Gerede von Ausreden können Sie sich schenken. Es gibt eine ganze Menge von Männern, die sich engagieren. Sonst wären überhaupt keine Erfolge zu verbuchen. Wir können auf das Erreichte stolz zu sein, denn wir haben jeden kleinen Schritt gegen Leute wie Sie durchgesetzt. Die Proteste, die Sie als „Geheule“ herabzuwürdigen versuchen, haben daran genauso Anteil, wie die konkreten Hilfen durch den VAfK oder MannDat. Foren sind nichts weiter als Multiplikatoren und Informationsaustausch. Es gibt tausede Männer, die die Ärmel hochkrempeln, und Ihnen paßt das nicht.

          Verläßliche Studien mit Zahlen zur Gewalt gegen Männer gibt es mittlerweile Dutzende. Es würde mich aber überraschen, wenn eine Studie ausgerechnet von Dissens welche dazu liefert. Ihren abschließenden Satz, jeder und jedem zu helfen lasse ich mal so stehen. Nach all den Gehässigkeiten, die Sie bisher geschrieben haben kann ich Ihnen das beim besten Willen nicht mehr abnehmen.

          Antworten
          1. joerg

            Also, dann beenden wir das doch hier besser. Aber einen letzten Satz: diese einzige Studie, die Situation von Männern betreffend, gegen die Gewalt ausgeübt wird, ist eine Pilotstudie des Familienministeriums (damals noch rot-grün). Sonst gibt es keine für Deutschland. Wenn man den Mund so voll nimmt wie Sie, sollte man das eigentlich wissen. Achja, und die Studie erstellt hat: Dissens. Nun wissen wir ja, wie gut Sie informiert sind.

            Antworten
        3. Andreas Bühler

          Sie schreiben von Deutschland. Internationale Studien, sofern sie aus mit Deutschland vergleichbaren Staaten kommen, sind durchaus ebenfalls nutzbar. Und derer gibt es durchaus Dutzende. Sie brauchen mich also nicht anzupflaumen. (Das wirkt ohnehin nicht stark sondern unsicher.) Stattdessen können Sie ja mal überlegen, warum Deutschland noch kaum was auf die Reihe gekriegt hat.

          Das Frauenministerium, damals noch unter Rot-Grün, hat die Studie in Auftrag gegeben, stimmt. 2004 wurde sie abgeschlossen. Durchgeführt wurde sie von Dissens, mit einer lächerlich kleinen Anzahl von Befragten. Schade ums Geld, denn was ist eine Studie wert, deren Basis schon aufgrund einer viel zu geringen Stichprobe kaum zu nutzen ist? Dazu noch eine Frage: Warum wurde die Studie nicht weitergeführt? Wenn Bedarf besteht, wird doch gehandelt, schreiben Sie. Hat frau keinen Bedarf gesehen?

          Ausländische Quellen interessieren Sie also nicht. Gut, bleiben wir halt in Futschland.
          Bereits im Jahre 1991 hat der Rechtsanwalt Dr. Jürgen Gemünden häusliche Gewalt erforscht und kam zum Ergebnis, daß Männer ebenso häufig Opfer werden wie Frauen.
          Ebenso hat sich bereits Ende der 90er Jahre der Kriminologe Prof. Dr. Michael Bock mit der Thematik wissenschaftlich auseinandergesetzt und verschiedene Texte dazu veröffentlicht.
          Es gibt also auch in Deutschland Arbeiten zum Thema. Sie werden lediglich von der Politik ignoriert und entstehen mehr oder weniger in privater Eigenarbeit.

          Antworten
  9. Andreas Bühler

    Bei dieser Gelegenheit aber auch ein Lob: Ich freue mich und rechne es Ihnen hoch an, daß Sie Kritik nicht wegzensieren. Hier sind Kritiken zu lesen, die in anderen Foren niemals veröffentlicht würden. Ich bin das aus feministischen Kreisen wahrlich nicht gewöhnt. Die anderen Kritiker werden mir da sicherlich zustimmen.

    Antworten
    1. joerg

      wenn ich mich gegen Zensur ausspreche, kann ich hier nicht anfangen zu löschen, was mir nicht passt. Ich mein das so, insofern handle ich auch so. Ich lösche nur nach Ankündigung, also: ich sage, „jeden weiteren Komentar lösche ich“, und dann tu ich das aber auch. Insofern: danke.

      Antworten
  10. Mario

    Was sind die Grünen bereit gegen Missstände im deutschen Bildungssystem, die Benachteiligung von Jungen betreffend, zu tun? Diese Benachteiligung scheint zweifelsfrei zu existieren.

    Quelle: http://www.erziehungstrends.de/node/168
    „Einfluss der feministischen Pädagogik
    Diese Erkenntnisse müssten nicht neu sein, wäre nicht die Pädagogik der letzten 30 Jahre zunehmend in feministische Hand geraten. Der Blick auf diese Realität bleibt weiterhin bei jenen verstellt, die alles durch die Brille eines feministischen Dogmatismus sehen, der als „Gender-Main-streaming“ die Benachteiligung der Mädchen in unserer Gesellschaft laut beklagt. Finanziell geförderte Programme, wie „Mädchen in Männerberufe“, „Mädchenförderung in den Naturwissenschaften und neuen Technologien“, „Girls Day“ etc. sind die staatliche Reaktion auf diese starke Lobby. Das „political korrekte“ Bewusstsein in der Bevölkerung geht davon aus, dass das „schwache Geschlecht“ immer noch entscheidend benachteiligt wird.
    Auch die PISA-Ergebnisse haben für Deutschland ebenso wie für andere Länder gezeigt: In unserem Bildungswesen sind die Jungen stark benachteiligt, sie schneiden eklatant schlechter ab als die Mädchen. Die neuen Untersuchungen haben Focus, Geo, Spiegel und andere auf den Plan gerufen, über die Benachteiligung der Jungen zu schreiben und die Fakten für Deutschland aufzulisten:
    Mehr als 55 % der Abiturienten sind inzwischen weiblich; Tendenz steigend. Die Haupt- und Sonderschulen werden zu fast 2/3 von Jungen besucht; ebenso groß ist der Anteil der Jungen an den Schulabbrechern und uneinholbar vorne liegen die Jungen mit jeweils um die 90 % bei Legasthenie, dem ADS (Zappel-Phillipp)-Syndrom, den verhaltensgestörten und jugendkriminell werdenden Schülern. Kurzum: je höher das Bildungsniveau, umso mehr nimmt die Zahl der Jungen ab.

    Eine internationale Studie der „University of Florida“ belegt mit aller Deutlichkeit, dass inzwischen die schulischen und iniversitären Leistungen der Mädchen weitaus besser sind als die der Jungen: Sie schneiden bei den Preisvergaben für schulische Leistungen besser ab, können besser lesen und schreiben, haben in Mathematik mit Jungen gleichgezogen und sie bei internationalen Vergleichen unter den 8 führenden Industrienationen in allen literarischen Fähigkeiten hinter sich gelassen.

    Mary Ann Clark, „Professor of counselor education and principal investigator“, gibt als einen wichtigen Grund an: Unterschiede im männlichen und weiblichen Gehirn sind wissenschaftlich erwiesen, und verschiedene Lernstile und Arten der Kommunikation sprechen die Gehirne verschieden an. Es wird vermutet, dass die Schul-Curricula nicht auf die Jungen ausgerichtet sind, sondern mehr auf die Mädchen.“

    Quelle: http://www.erziehungstrends.de/node/168

    Antworten
    1. joerg

      Danke für den Text. Normalerweise verlinkt man auf so einen Text, um eigene Aussagen zu belegen. Sei’s drum. Kannte ich schon. Ich finde, Gender Mainstraming ist ein gutes Instrument – sofern es Frfauen UND Männer angewandt wird.
      Sie werden in unserem Wahlprogramm Aussagen zur Jungenproblematik finden, die dem entsprechen, was Sie hier indirekt fordern. Insofern wäre es angebracht, erst zu lesen und nicht zuerst seine Vorurteile anzubringen.

      Antworten
      1. Mario

        Sehr geehrter Herr Rupp,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Jedoch verwundert mich Ihre Aussage, ich würde „Vorurteile“ anbringen.

        Wären es „Vorurteile“ … dann gäbe es wohl kaum wiss. Studien zu diesem Thema.

        Ich habe eine Frage gestellt, und kein Vorurteil angebracht.

        Da Sie diese Frage als Vorurteil verstehen, besagt mir dieses, dass die grüne Politk sich dieses Themas scheinbar nicht ausreichend annimmt.

        Jedoch vielen Dank für Ihre Antwart.

        Antworten
        1. joerg

          Was sind die Grünen bereit gegen Missstände im deutschen Bildungssystem, die Benachteiligung von Jungen betreffend, zu tun? Diese Benachteiligung scheint zweifelsfrei zu existieren.

          Wir sind bereit, wir tun es, dazu gibt es genügend Verlautbarungen. Daher: Sie haben ein Vorurteil Dass es diese Studien gibt, stelle ich nicht in Abrede, im Gegenteil, sie belegen ja die Probleme.

          Antworten
        2. Mario

          Sehr geehrter Herr Rupp,

          erneut vielen Dank für Ihre Belehrungen über meine scheinbar nicht grün basisdemokratisch entstandenen Vorurteile.

          Eine konkrete Antwort in welcher Form auch immer hätte mir besser gefallen.

          Jedoch haben Sie gerade eines meiner Vorurteile in einen Fakt verwandelt statt es unkompliziert entkräften zu können und meine Wahlentscheidung bestätigt.

          Vielen Dank erneut,
          weitere Antworten werden nicht von Nöten sein.

          Antworten
  11. ajk

    WIeso gibt es keine ernsthaften Argumente gegen die These das Frauen weniger verdienen? Natürlcih gibt es sie! Und zwar auf der Seite der Unternehmung die diese Statistik erstellt hat.

    Es ist ganz klar und deutlich ersichtlich das Frauen und Männer genauso viel verdienen WENN sie die gleiche Arbeit auf der gleichen Position erfüllen. Wenn Frauen aber Teilzeit arbeiten, oder ihre Arbeit durch Schwangerschaft und Kindererziehung unterbrechen, verdienen sie weniger. Wie auch jeder Mann der nur Teilzeit arbeitet und seine Arbeit für ein oder zwei Jahre unterbricht.

    Das was als Argument hervorgeholt wird ist: 10 weibliche Assistentinnen in einer Firma werden vom Lohn her mit 10 Ingenieuren in einer FIrma zusammengeworfen dann wird aufgeteilt wie viel von der Summe bei Männern und wie viel bei Frauen landet. Das Ergebniss wird sein das die Ingenieure mehr verdienen als die Asssistentinnen. Und DAS wird als Lohndiskriminierung bezeichnet… Das ist Absurd und, wenn Absicht, Betrug.

    /ajk

    Antworten
  12. Thomas Reuter

    Lieber Jörg: ich finde in Deinem Blog-Eintrag nichts, was einer differenzierten Betrachtung standhielte – und hochfahrend besserwisserisch ist er an vielen Stellen ebenfalls.

    Was soll das?

    Thomas

    Antworten
    1. joerg

      Lieber Thomas,
      ich finde an meinem Blogeintrag genügend, was einer differenzierten Betrachtung stnadhält – sonst hätte ich es ja nicht veröffentlicht. Ich kann sogar verstehen, dass man das anders sieht. Und da ich meine Erfahrung mit den „Jungs“ aus den Männerforen und dem Umfeld habe, werde ich mich weiterhin lediglich auf sachliche Beiträge einlassen, auf alle anderen nicht. Das ist nicht hochfahrend und auch nicht besserwisserich, das ist nur konsequent. Ich diskutiere gerne über die Problematik, aber nicht auf dem Niveau: „aber Frauen arbeiten ja nicht auf Ölplattformen“ – oder „bezahlt uns mal ein Männerhaus“.
      Darüber hinaus sollte man sich am Artikel orientieren – dafür ist ein Blog da.
      Jörg

      Antworten
      1. Thomas Reuter

        Lieber Jörg,

        >> aber nicht auf dem Niveau: “aber Frauen arbeiten ja nicht auf Ölplattformen” – oder “bezahlt uns mal ein Männerhaus”.

        Oh, ich sehe, Du hast ein sehr viel höheres Niveau als ich. Wahrscheinlich, weil Du ein Grüner bist.

        Ich bitte beschämt um Entschuldigung: ich werde selbstverständlich still sein.

        Thomas

        Antworten
  13. ajk

    Männer arbeiten auf Ölplattformen, im Strassenbau, im Bergbau, auf Bauernhöfen, auf dem Bau (über 50% der Menschheit lebt inzwischen in Grosstädten), bei der Müllabfuhr, und so weiter.
    95% aller tödlichen Berufe sind ausschliesslich Männerberufe, Männer zahlen über 70% der Steuern die diesen Staat am laufen halten, Männer sterben früher, Männer machen öfters Selbstmord (Dagegen ist Aids und die Verkehrstoten nix) und das einzige was sie dafür bekommen ist „Ihr bösen Männer habt das Patriarchat aufgebaut und unterdrückt alle“.

    Das ist Wirklichkeitsferne Polemik die sehr wenig mit der harten Realität der meisten Männerleben in Deutschland zu tun hat.

    Wie steht eigendlich ein Mann dazu das in einer Partei entschieden wird das eine Frau mehr zu sagen hat als ein Mann? Ist das Gleichberechtigung? Das ist keine Gleichberechtigung sondern Sexuelle Diskriminierung.

    /ajk

    Antworten
  14. Horst

    Herr Rupp,

    die Fakten über die Benachteiligung von Männern sind den Parteien, auch den GRÜNEN bestens bekannt. Es sind nicht die Menschen die nicht kämpfen, sondern es sind die Parteien, auch die GRÜNEN die Männerbelange konsequent ignorierern, und zwar seit Jahrzehnten.
    Kommuniziert man mit Politikern darüber, erhält man stets die gleichen Antworten: „Kein Bedarf“, „keine Notwendigkeit“, „kein Interesse“.
    Die Männer darauf reagieren übrigens völlig anders als noch die benachteiligten Frauen von vor 30 Jahren. Sie demonstrieren nicht laut, sondern leise, ganz privat. Sie sind nicht mehr bereit Kinder zu zeugen, sie wandern aus und beginnen ein Leben im Ausland, oder gründen eine Piratenpartei.
    Die Sorgerechtsproblematik gibt es seit Jahrzehnten, aber erst jetzt, wo die Geburtenrate abschmiert, und die sozialen Sicherungssysteme deswegen gefährdet sind, geraten Väter ins Blickfeld. Nicht viel anders sieht es bei den Jungs aus: Das sie in der Schule für gleiche Leistungen schlechtere Noten bekommen, und dort auch benachteiligt werden, ist schon seit 10 Jahren bekannt, siehe PISA und IGLU. Konsequenzen? Keine. Erst jetzt, wo junge Männer eine schockierend höhere Arbeitslosigkeit aufweisen, wo bekannt wurde daß kleine Jungs von Alleinerziehenden die Hauptklientel in kinderpsychologischen Praxen stellen, erst also wenn finanzielle Interessen bedroht sind, wächst ein kleines Pflänzchen inmitten eines riesigen feministischen Urwaldes.
    Das ist ja auch das Schöne: Männer emanzipieren sich, aber ganz anders als gewünscht. Sie verweigern sich ihrer zugedachten Rolle, sie machen was sie möchten, und es ist ihnen herzlich egal ob dies den Frauen paßt oder nicht.

    Übrigens: Ihr Hinweis zu Gewaltvorwürfen beim Sorgerecht ist falsch, denn nach dem Papier der GRÜNEN hat die Mutter weiterhin automatsich das Sorgerecht, ohne daß -wie beim Vater ohne Trauschein- Gewaltvorwürfe geprüft werden würden.

    Antworten
    1. joerg

      Nein, wir ignorieren die Probleme nicht, aber wir kümmenr uns eben nicht nur darum. Bitte fragen Sie die Piraten, ob sie sich als Speerspitze der Männerbewegung sehen, bevor Sie sie hier instrumentalisieren. Soviel ich weiß, ist die AG Männerpolitik gerade geschlossen worden, weil die Männer, die dort im Wiki gehaust haben, es so getan haben, wie ich das kenne – und weshalb ich auf beleidigende Beiträge nicht antworte.
      Sie stellen hier viele Behauptungen auf, die sie nciht belegen und für die es auch keine Belege gibt – außer Links auf Link auf Link ins Leere, wenn amn in den Männerforen oder Blogs nachliest – am Ende sind es Behauptungen.
      Und der Geburtenrückgang hängt sicherlich nicht mit einem virtuellen zegungsstreik zusammen. Das liegt einfah daran, dass viele Männer sich nicht trauen, sich öffentlich zu engagieren. Wie Sie sagen: still und leise – kommt wenig bis nichts. Ich habe gerade den Herrn von Mandat auf einer Veranstaltung des VaFK erlebt – sorry, dessen radikale Thesen kamen noch nicht einmal in diesen Kreisen mehr an.

      Antworten
      1. Horst

        Es sind doch Sie, der hier unbelegte Behauptungen aufstellt.

        „Diese Männer bilden sich ein, Frauen würden milder bestraft. Sie denken – und zerren an den Haaren Beweise herbei – wonach es einen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen nicht gäbe.“

        Bringen Sie doch mal einen einzigen Beleg für Lohndiskriminierung von Frauen, bei exakt gleicher Arbeit, gleicher Ausbildung, gleichem Betrieb.
        Renate Schmidt im Tagesschau-Chat am 3.6.2003:
        „Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt.

        Wenn Sie der Meinung sind, daß Männer „sich nicht trauen“, dann sollte man auch einmal fragen warum sie sich nicht trauen. Ich kann es ihnen sagen: Die Bedingungen für Vaterschaft extrem schlecht: Kein automatisches Sorgerecht, die längsten und höchsten Unterhaltspflichten weltweit, bei Nichtzahlung droht sogar Gefängnis lt. § 170 StGB, kein Recht auf gleichberechtigte Erziehung im Trennungsfall, nicht einmal Durchsetzbarkeit des Umgangs, Entziehung des Sorgerechts ohne schuldhaftes Handeln, etc. etc. Für einen Mann ist Vaterschaft heute die beste Möglichkeit sich zu lebenslang mental und finanziell zu ruinieren. Kinderlose Männer haben sich emanzipiert, warum bitte ist das ein Problem?

        Abgesehen davon ist es schon längst zu spät Männer zu Vaterschaft zu animieren, der Zug ist abgefahren. Eine Erhöhung der Geburtenrate die zur Sicherung des Sozialsystems beiträgt kann nur noch durch massive Einwanderung gewährleistet werden. Und diese Einwanderer haben oftmals ganz andere Wertvorstellungen von Vaterschaft.

        Antworten
        1. joerg

          Auch hier: es gibt massive Probleme im Bereich Scheidungsfolgen. Daran arbeite ich jetzt schon gut 10 Jahre – und bin konkret aktiv, auch in meinem Beruf. Soh habe ich es gerade erreicht, dass ein Vater wieder durch konkrete, deeskalierende Beratung seine Kinder sieht. Allerdings gibt es eine gemeinsame elterliche Sorge bei Verheirateten – die muss man dann auch durchsetzen. Allerdings gibt es auch in diesem Bereich Ungerechtigkeiten. Letztendlich wäre mir allerdings eher daran gelegen, Streitigkeiten durch Anwendung bspw. des Cochemer Modells weiter zu verhindern zu suchen.

          Antworten
  15. Horst

    Eine gemeinsame elterliche Sorge ist nicht durchsetzbar, wenn ein Elternteil nicht mitzieht. Bei Uneinigkeit über die Sorge schaltet dieser Staat ruckzuck auf das 50er-Jahre-Modell „Mama betreut und Papa bezahlt“. Auch ein verheirateter Vater verliert sein Sorgerecht im Nu, wenn Mama die alleinige Sorge beantragt. Der Richter stellt „Strittigkeit“ fest, und Papa ist sein Sorgerecht los. Hundertausende von Vätern wurden so bereits um ihr Sorgerecht gebracht. Mama blockiert – Papa verliert. Das Thema elterliche Sorge ist inzwischen eskaliert. 2008 gab es ca. 45.000 Gerichtsverfahren auf mehr Umgang, fast alle von Vätern initiiert, Tendenz stark steigend. Familiengerichtsverfahren stellen nunmehr über die Hälfte aller Gerichtsverfahren in Deutschland. Ja, das Cochemer Modell ist ok, nur wurde es im seit 1.9. geltenden FamFG bis zur Unkenntlichkeit kastriert. Ein Hauptgrund warum Cochem funktioniert, ist nämlich die Tatsache, daß Richter Rudolph umgangsverweigernden Elternteilen (meist der Mutter) schon mal mit Entzug des Sorgerecht gedroht hat. Und genau dieses Element fehlt im FamFG.
    Ich begrüße es durchaus, wenn sich die GRÜNEN als einzige im Bundestag vertretene Partei über das väterliche Sorgerecht Gedanken machen, vermutlich weil sie eher basisdemokratisch strukturiert sind, aber die eingereichte Vorlage ist einfach väterdiskrminierend. Warum soll ein Vater Bedingungungen erfüllen um das Sorgerecht zu erhalten, eine Mutter jedoch nicht? Warum soll ein Vater erst vor Gericht eine Einzelfallentscheidung erstreiten? Warum soll er erst einmal ein Jahr Unterhalt gezahlt haben? Warum soll die Mutter eine Einspruchsmöglichkeit gegen das väterliche Sorgerecht haben, der Vater jedoch nicht? Ich sag´s Ihnen: Weil die GRÜNEN durch und durch eine feministische Partei sind, in der Männerbelange keine Chance haben, sofern sie an weiblichen Pfründen kratzen.

    http://www.gwi-boell.de/de/downloads/Positionspapier_Vaeterpolitik_B90_Mai2009.pdf

    Und wo wir gerade dabei sind:
    Warum sind die GRÜNEN dafür Frauen weiterhin im öffentlichen Dienst bevorzugt einzustellen, selbst wenn sie gar keine Kinder haben, während alleinerziehende Väter hier das Nachsehen haben?

    Übrigens: Die MännerAG der Piratenpartei wurde nicht abgesagt, sondern gerade gegründet:
    http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=5&t=11342

    Antworten
  16. Seelensammler

    Joerg, es geht nicht um die gefühlten Beleidigungen, sondern um das Beef. Es gelingt Dir einfach nicht zu widerlegen, was hier angemahnt wird; nämlich, dass es unzählige int. Studien gibt, die bei den Grünen schlicht weggeleugnet werden. Es sind ja nicht mal die Experten der Männerbewegung, die da eure Pforten längst durchgekratzt haben, es sind auch die Leserkommentare bei der TAZ, der FAZ, eigentlich überall, die das Lebensgefühl der Männer aufzeigen und Dich Lügen strafen. Der US-amerikanische Feminismus ist schon dezidiert weiter, als Du dich als fortschrittlicher Grüner wähnst.

    Wir haben doch folgende Situation: Wenn es rein sachlich eine Flut von wissenschaftlichen Belegen gibt, die Deine Position widerlegen, dann weigert sich Dein Weltbild es zur Kenntnis zu nehmen. Man(n) ist also immer in der Position, sich Dir nicht argumentativ nähern zu können, weil Du Dich der Wissenschaftlichkeit aller Gegenmeinungen verweigerst. Interessanterweise, und da ist das Geschmäckle, beharrst Du auf einer Minderheitenmeinung, die für Deutschland zwar typisch richtig erscheint, sich aber nicht, und schon lange nicht mehr, mit den Ergebnissen von Forschung deckt.

    Wie in so vielen Positionen sind die Grünen Ausweis für eine isolationistische Geisteshaltung, der Kaiser wäre nicht nackt. Man kann also verlinken wie man will, auf Studien verweisen, die Argumente mit Doktorarbeiten würzen und auch noch einmal um die Welt mit Ergebnissen garnieren, dann wäre da ein Affentrio ultima ratio. Wie soll da der Dialog funktionieren? Auch wenn Du das als beleidigend empfindest, aber mach endlich Deine Hausaufgaben und lies. Lies endlich, falls Du nicht meinst, dass Dein Meinungsbildungsprozeß seit 1990 endgültig abgeschlossen ist.

    Alles Gute dabei und in der Hoffnung, es rappelt endlich mal bei Dir. Und immer daran denken; einer Partei tritt man bei, weil man parteiisch ist, aber im Gewissen frei zu handeln, ist die wahre Sportlichkeit denkender Menschen. Und irgendwie, ein Stück weit, sahen das auch die Gründerväter der Verfassung so. Carpe diem.

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    1. joerg

      Ich empfinde Deine bisherige Argumentation für beleidigend. Im Gegensatz zu Dir lese ich auch andere Dinge, als die, die mir in den Kram passen – um mal auf Deinem Argumentationsniveau zu bleiben.
      Also, bislang höre ich keine Fakten, die neu wären oder irgendwas zu widerlegen scheinen. Weder in der Frauenhausfrage – die für mich keine Frage ist – noch in der Frage der ungerechten Entlohnung.
      Und tatsächlich – es gibt eine Männerbewegung – allerdings ist es ja wohl so, dass es da durchaus unterschiedliche Positionen gibt. Und daher war das erneut ein Beitrag, der mir keine neuen Erkenntnisse bringt, noch irgendwie irgendeine Debatte vorwärts bringt – außer, dass Du zum driten Mal Deine Vorurteile niedergeschrieben hast – die du durch nichts belegen kannst. Punkt, geh woanders spielen.

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  17. Horst

    Die IAB -Studie berücksichtigt nicht die gleisteten Überstunden, folglich schrumpft der Lohnabstand noch einmal. Und in der Studie wird zugegeben, daß der Lohnabstand um die Hälfte sinken könnte, wenn gleiche hierarische Strukturen verglichen würden.
    http://www.manndat.de/index.php?id=43
    Je genauer man hinschaut, desto geringer wird der Lohnabstand. Selbst das Familienministerium mußte auf Druck von Männerrechtlern die Behauptung vom Netz nehmen Frauen würden bei gleicher Tätigkeit geringer bezahlt.

    Recht merkwürdig auch, daß eine Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau eine Diskriminierung sein soll, während es keine Diskriminierung sein soll, wenn es für Zeitarbeiter und Festangestellte für exakt den gleichen Job Lohnunterschiede i.H.v. 40% und mehr gibt. Die entsprechenden Lockerungen bei der Zeitarbeit wurden übrigens noch unter Regierungsbeteiligung der GRÜNEN eingeführt.

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    1. joerg

      Es gibt eine aktuelle Studie aus der Schweiz, die die Lohnunterschiede per Software ganz neutral belegt hat. Es gibt diese Lohnunterschiede – und sie speisen sich auch – und das gehört einfach dazu und daher schreib ich das jetzt das letzte Mal – aus der unterschiedlichen Bezahlung von Männer- und Frauenarbeit.
      Manndat ist niemand, mit dem eine ernsthafte Debatte möglich ist – ich kenne genügend Protagonisten persönlich. Insofern ist das kein seriöser Link.
      Und zur Zeitarbeit und Lohnabstand und gerechter Bezahlung steht genug in unserem Programm – die Deregulierung der Zeitarbeit ist durch Herrn Clement erfolgt und wir haben sie abgenickt – ebenso wie CDU und FDP im Bundesrat. Das war falsch – aber das steht auch in unserem Programm.

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      1. Horst

        Männer und Frauen erhalten unterschiedliche Löhne, soweit kann ich zustimmen. Dies ist aber ganz was anderes als „Frauen erhalten für gleiche Arbeit“ weniger Lohn.“
        Um Frauen gleiche Löhne zu bieten, müßten Frauen dann konsequenterweise auch bereit sein gleiche Jobs wie Männer auszuüben. Diese Bereitschaft ist, wenn man das weibliche Berufswahlverhalten berücksichtigt, nicht gegeben. Die von Frauen gewählten Top 5 Berufe haben sich seit Jahrzehnten nicht verändert.
        Im Gegensatz zu vielen Männern wird von Frauen nicht erwartet eine Familie finanziell als Hauptverdiener zu versorgen. Daher sind sie auch nicht gezwungen hoch anstrengende Jobs wie Möbelpacker, Gerüstbauer, Gleisarbeiter, Kanalreiniger oder Maurer zu übernehmen, sondern sind in der komfortablen Situation in Büro und Verwaltung relativ sichere und bequeme Jobs auszuüben.
        Abgesehen davon ist das Nettogehalt nur eine Komponente. Weit mehr Frauen als Männer erhalten Unterhalt von ihren Ex-Partnern, sodaß sich das verfügbare Einkommen bei Frauen erhöht, und bei Männern vermindert. Auch müssen sie keinen Zwangsdienst leisten, sondern können in dieser Zeit -im Gegensatz zum Zwangsdienstleistenden- mehr Geld verdienen und wertvolle Berufserfahrung sammeln.
        Ich frage mich ohnhin, warum sich die GRÜNEN um angebliche Lohndiskriminierung von Frauen kümmern, jedoch wesentlich weniger Einsatz zeigen bei unterschiedlicher Entlohnung in Ost- und Westdeutschland, in Nord- und Süddeutschland? Als ostdeutscher Mann bekommt man viel weniger Geld für den gleichen Job als eine Frau die in Südwestdeutschland arbeitet. Warum wird diese Diskrminierung nicht von den GRÜNEN genannt und bekämpft? Auch für die bereits genannte 18%ige Lohndiskriminierung zu Lasten von teilzeitarbeitenden Männern scheint für keine Partei ein Problem zu sein. Bekommen Frauen weniger Lohn als Männer ist das Diskriminierung, bekommen Männer weniger Lohn als Frauen ist das ok?
        Vielleicht erhalten auch Schwarze weniger Lohn als Weiße, Moslems weniger Lohn als Juden, große Menschen weniger als kleine, dünne Menschen weniger als dicke und kahlköpfige Menschen weniger als solche mit vollem Haupthaar, sodaß ich mich frage wo eigentlich eine Grenze gezogen werden soll?
        Liebe GRÜNE, kommt doch endlich einmal aus eurem selbst gebauten ideologischen Gefängnis heraus.

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  18. Dietmar

    Mensch, du bist ja vielleicht eine lila empfindliche Mimose.
    Keine Kritik vertragen, missdeuten oder beleidigt sein.
    Antworten streng der Parteilinie angepasst.

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  19. Thomas

    Auf diesem Wege erlaube ich mir anzuregen, folgende Quelle zum Thema Frauenrabatt im Strafrecht zu studieren :

    ZRP 03/2008 vom 11.04.2008, S. 101.

    Ich finde es sehr honorig, sich engagiert für Frauenbelange einzusetzen, zumal ich selbst viel von Diversity halte und gerne in gemischten Teams arbeite.

    Die Definition der eigenen traditionellen Männlichkeit mit viel Empathie für weibliche Interessen impliziert m.E. jedoch auch die Verpflichtung, sein eigenes Mandat bzw. politischen Posten zugunsten von weiblichen Mitbewerberinnen ehrenvoll abzutreten.

    (Sage ich als ein Wähler der Grünen, weil diese Partei m.E. die meiste Empathie für männliche/väterliche Belange entgegenbringt)

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  20. Andreas Bühler

    Zur Ergänzung:
    Sie schreiben, daß die öffentlichen Mittel für die Frauenhäuser derzeit zusammengestrichen werden. Das ist ein gutes Zeichen, beweist es doch, daß kein Bedarf mehr besteht. Wenn wer den nachweisen kann, bekommt ja die Unterstützung, schreiben Sie.

    „Dann helfen Sie sich selbst“, raten Sie mißhandelten Männern. Das ist ein guter Rat, den man befolgen sollte, wenn man als Mann in einem feministischenr Staat lebt, und Ihre Aussage belegt dies gleichzeitig. Diese Ihre fünf Worte sagen einiges aus. Sie belegen Ihre Gleichgültigkeit den Anliegen der Männer gegenüber, sie zeigen die Einseitigkeit der Grünen, wenn es um Geschlechterfragen geht. Sie zeigt die Rückständigkeit im Denken, denn sie unterstellt, daß ein Mann, allein aufgrund seines Geschlechtes sich selbst helfen könne. Ich danke Ihnen für diese Aussage, noch besser können Sie grünes Denken gar nicht aufzeigen.

    Und bitte tun Sie doch nicht so, als ob die Frauen sich damals selbst geholfen hätten. Ohne die massive Unterstützung der Männer, etwa solcher wie Ihnen, hätten sie doch kein Bein auf den Boden gekriegt.

    Abschließend: Ich kenne auch keine Mutter, die ihre Söhne zurückläßt, wenn sie ins Frauenhaus geht. Ich kenne gar keine Frau, die jemals von einem Mann mißhandelt wurde. Ist das nun auch ein Beweis dafür, daß es keine mißhandelten Frauen gäbe, so wie Ihre Unkenntnis ein Beweis dafür sein solle, keine Mutter ließe ihren Sohn beim mißhandelten Vater zurück?

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  21. Thomas

    „Ich habe gerade den Herrn von Mandat auf einer Veranstaltung des VaFK erlebt – sorry, dessen radikale Thesen kamen noch nicht einmal in diesen Kreisen mehr an.“

    Da kann ich Ihnen leider nur noch zustimmen. Andere Ex-Mitglieder sehen dies genauso. Auch die Auseinandersetzung mit Prof.Hollstein im Forum dort war vielleicht gut für manche Egos, aber schlecht für die Sache.

    Zur gern zitierten Jungenbenachteiligungsinszenierung habe ich hier eine interessante verwertbare Quelle :

    Quelle : Prof. Hollstein, Geschlechterdemokratie, Frauen und Männer, besser miteinander leben, 2004. Auf S. 136 wird im Interview mit der Soziologin Heike Diefenbach erläutert, dass es keine Forschung gibt die belegt, dass Mädchen und Jungen bei »gleicher Leistung« unterschiedliche Schulempfehlungen bzw. unterschiedliche Noten bekommen. Durch diesen Mangel an empirischer Forschung bleibt viel Raum für mit der jeweiligen Ideologie konformen Interpretationen bestimmter Sacherverhalte.

    Ich finde diese Betrachtung deswegen äußerst glaubwürdig, da sie auf S. 138 (ebd., s. o.) auch konsequent Studienergebnisse von Frasch&Wagner aus den 80`ern in Frage stellt, wo Mädchen gegenber Jungen in der Schule durch Zwischenrufen benachteiligt seien.

    Es ist wenig zielführend, eine Ideologie durch eine andere zu ersetzen.

    Weitere interessante Erkenntnisse fand ich auch bei Gerald Hüther, „Der Mann, das schwache Geschlecht“.

    Viel Erfolg für Ihre weitere Arbeit!

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  22. Bernd Mankiewicz

    Sehr geehrter Herr Rupp,

    vielen Dank für die „Aufklärung“, sie verschaffen seltene Einblicke in die Welt der GRÜNEN, die ich seit fast dreißig Jahren gewählt habe. Aber das hat sich jetzt wohl erledigt…
    Selten habe ich eine derart selbstherrliche „Argumentation“ erlebt. Sie bestätigen die schlimmsten Klischees über Grüne, Linke, Frauenbewegte und andere, die sich leider ständig gegen Ideologieverdacht wehren müssen. Bei Ihnen kann man nachvollziehen, woher das kommen mag.

    Und das hier ist der größte Schwachsinn seit Westerwelle und Guttenberg: „…eine Friseurin muss genauso gut bezahlt werden wie ein Ölplattformer“. Nee, is’schon klar. Ausbildung, Risiko, Anstrengung, Erfahrung – das Haareschneiden wird im Vergleich zum Aktivurlaub auf hoher See massiv unterschätzt…

    Mit freundlichen Grüßen
    Bernd Mankiewicz

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Danke Herr Mankiewicz für Ihren Beitrag. Es muss Ihnen ja nicht gefallen. Ich bin mir nicht sicher, welche erfülllten Klischees Sie jetzt meinen.
      Und ich weiß nicht, ob eine Friseurin so bezahlt werden muss wie ein Ölplattformer – aber ich bin ziemlich sicher, dass die Frisörin so schlecht verdient, weil es eben ein typischer Frauenberuf ist – typische Männerberufe werden besser bezahlt, dass negiert noch nicht mal die sogenannte Männerbewegung. Aber auch eine Frisörin benötigt eine Ausbildung, hat ein Berufsrisiko, das mit ernsthaften, körperlichen Beschwerden einhergehen kann, hat einen anstrengenden Arbeitstag und benötigt natürlich Erfahrung – im Gegensatz zum Ölpölttformer hat sie darüber hinaus sogar noch täglich oft genug seelisch und geistig anstrengenden Kundenkontakt. Erklären Sie mir mal – von der anderen körperlichen Belastung und der auswärtigen Unterbringung einmal abgesehen.

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  23. erna

    Nun, wie dem auch immer sei!
    Frauen sind Besser?
    Die Piraten bekommen die Wählerstimen!

    Und nun? Kein Umdeken?
    Kein Abschaffen des Frauenstatuts?

    Viel Glück als „Frauenpartei“

    Darum Piraten!

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