Hausgeräte

Eine Großfamilie zu haben, ist in Hinblick auf den Einsatz von Haushaltsgeräten nicht gerade preisgünstig – vom Stromverbrauch mal ganz abgesehen. Wir haben hier ja phasenweise mit 6 Personen gewohnt, davon 2 pubertierende Jugendliche. Beide Jungs waren nie sehr modebewusst und das Anschaffung von Kleidung ging eher schleppend voran (Papa, wozu brauch ich ein zweites Paar Schuhe bzw. noch eine Hose….) Das bedeutet oftmals akuten Waschbedarf.
Wir haben uns schon vor Jahren entschieden, uns von einem Trockner unterstützen zu lassen. Auch weil wir beide arbeiten gehen und wir den höheren zeitlichen Aufwand – waschen, aufhängen, abhängen, womöglich noch bügeln – einfach nicht leisten könnenwollen. Darüber hinaus beziehen wir, seit es möglich ist, Ökostrom aus Schönau – das ändert zwar nix am Stromverbrauch, aber immerhin ist es kein Atomstrom.
Nun ist der alte Trockner kaputt gegangen und wir standen vor der Entscheidung, es noch einmal mit der Leine zu versuchen oder uns wieder einen Trockner zuzulegen – und wenn, dann was für einen.
Nach langem Überlegen haben wir uns entschlossen, wieder einen Trockner zu kaufen – nur was für einen?!
Ich habe also begonnen, zu recherchieren: zunächst bei EcoTopTen
Vier Trockner in der Auswahl, davon ein Gastrockner. Was zunächst vom Energieverbrauch her attraktiv aussah, wurde nach dem Vergleich mit den Stromtrocknern doch unattraktiver, denn, was für den einen gilt, gilt auch für den anderen: ohne Wärmerückführung ist es wenig sinnvoll, einen Trockner einzusetzen.
Also, doch einen Kondenstrocker, aber mit Wärmepumpe. Kondens, weil wir kein Abluftloch haben und auch das Fenster im Kellerraum weit von der Maschine entfernt ist. Für den Gastrockner hätten wir, neben dem Abluftloch, auch noch einen Gasanschluss benötigt. Und Kondens, weil die Energieausbeute bei aktuellen Trocknern mit Wäremerückführung gut ist.
Dann muss man sich zwischen 3 weiteren Trocknern entscheiden. Der Einfachheit wegen nimmt einfach den Besten aus der Ecotopten-Liste, einen Blomberg TKF 1350 – dachte ich. Aber weitere Recherchen bei Bewertungsportalen wie Ciao oder Idealo brachten mich davon ab.
Am Ende landete ich bei einem Siemens-Trockner. Der ist noch nicht in der EcoTopTen-Liste, trotzdem in der Energieeffizienzklasse A. Interessant wurde es dann beim Preis. Am Ende fand ich im Internet bei einem Fachhändler ein Angebot, dass 200 € günstiger als das meines Fachhändlers vor Ort oder Media-Markts und anderen war. Ähnlich erging es mir übrigens letztes Jahr beim Kauf eines Kühlschranks: Am Ende war der energiesparendste Kühlschrank einer von Siemens und im Internet deutlich günstiger zu haben…..
Fazit: Haushaltsgerätekauf ist aufwändig, wenn man gewisse Kriterien hat, die man beachtet haben möchte. energieeffizient und preisgünstig gibt es nicht, außer unter Inkaufnahme anderer Nachteile. Das Internet ist dabei hilfreich, wenn es am Ende auch mehr Zeit kostet, als beim Fachhändler zu fragen. Dennoch ist auch hier festzustellen, dass das Kommunikationsmedium durchaus weiter hilft und – betrachtet man den Boom von Social Networks – das genau auch die Funktion ist, die ich neben der Recherche auch am meisten nutze.
So, und jetzt geh ich Wäsche aufhängen – es ist ein schöner Tag.

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