Karlsruhe gegen Kardiga

Am Sonntag nachmittag wurde es Gewissheit – die rechte Szene versucht in Karlsruhe unter dem Namen „Kargida“ eine #Pegida-Demonstration zu organisieren. Natürlich organisiert man sich via Facebook. Mit einer Karlsruher Expertin für Rechtsextremismus, die die Karlsruher Szene gut kennt, habe ich am Sonntag um 15:32 Uhr „Karlsruhe gegen Kargida“ eröffnet, um zumindest auch in den sozialen Medien zu demonstrieren, dass mehr Karlsruher gegen diese Truppe der Verirrten bereit ist, einzutreten, als welche dafür sind.

Aufmerksam geworden bin ich auf sie, weil ich vorletzte Woche bedroht wurde – und derjenige, der das getan hat, einschlägig bekannt ist. Über ihn hatte ich einen aktuellen Zugang zur Szene und mit ein paar Links fand ich plötzlich die „Kargida“-Seite.

brügmann

 

Gesagt, getan – Sonntag starteten wir mit 2 „Gefällt mir“ bei Facebook, heute abend haben wir „Kargida“ überholt. Karlsruhe stellt sich schon online gegen die *giden – ein gutes Zeichen. Im ka-news-Forum ist zu lesen, dass sie auf jeden Fall eine Kargida-Demo starten wollen – nun, ich bin nicht bange, dass sich Karlsruhe ihnen entgegenstellt – wie es in Kassel, in Bonn und überall außer in Dresden geschehen ist.

Was über die Pegiden zu wissen ist, kann man diesem ausgezeichneten Beitrag des NDR entnehmen, der sie ungekürzt und ungefiltert hat zu Wort kommen lassen:

Ich selbst erlebe nun, dass das konsequente Einstehen gegen Rechts, mit vollen Namen, dazu führt, dass man bedroht oder beschimpft wird.

ronny_franke

 

 

Herr Franke behauptet weiterhin, Unternehmer zu sein, hat auch noch solche Sätze auf Lager:

Dann nehme dir drei Ausländer mit heim und lass sie von deinem Geld leben meine Steuergelder die ich als Unternehmer zahle sollen meinen Kinder zu gute kommen nicht den Ausländern die hier denken das wäre ihr Land

Passt gut ins Bild und deckt sich mit der Argumentationslinie, die ich auch schon hier beschrieben habe oder die ich aus dem ka-news-Forum kenne.

Wer also einen Facebook-Account hat und gerne ebenfalls ein Zeichen setzen will, gegen die Fremdenhasser, die Reichsbürger_innen, die Nazis und Islamophoben, kann das gerne hier tun:

Karslruhe gegen Kardiga

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2 Gedanken zu „Karlsruhe gegen Kardiga

  1. Berta Brahmer

    Da Cem das nicht drauf hat (woher auch, wie er sich gibt), schenkt dir Berta einen Tip fürs Neue Jahr:

    ich habe den Link entfernt, weil er woanders schon mal steht. Ein unsäglicher Artikel, übrigens. Kommt er nochmal, werden beide Kommentare als Spam eingestuft. [Jörg Rupp]

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    1. Berta Brahmer

      Und das soll Jörg Rupp gesagt haben?
      Was magst du da gelesen haben?
      Sicher wirst du wissen, was denn das Un sägliche daran sein soll, doch nicht etwa, daß da mal eine seriöse brauchbare Analyse von einem (mir sonst fremden) Neolib kam?
      „Nichts vom Gegner“ essen?
      Das wäre z.B. eher die Aufgabe von Cem gewesen, da gebe ich dir allerdings recht.
      Weißt du, da gibt es in den Westprovinzen so bestimmte eingefahrene Gleise unsäglicher Parteierei – und wenn die in den Ostprovinzen nicht liegen oder andere Spurweiten haben, kann man leider nicht mit den gleichen Loks darauf herumfahren.
      Schau mal genauer rein, wenn du magst, hau mir doch um die Ohren, was nicht „koscher“ daran sein soll, aber mit „unsäglich“ bleibst du unverständlich.

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