Lärmschutz am Beispiel Motorsport

In Ettlingen gab es in früheren Zeiten einen Verkehrsübungsplatz. Eigentlich gibt es den doch noch. Nahe der Autobahn, gerade noch auf der Ettlinger Gemarkung liegend. Ein kleiner Übungsplatz. Der AMC Albgau betreibt ihn. Hat ihn betrieben. Denn aus unerfindlichen Gründen hat ihn dieser Auto- und Motorsportclub Albgau e.V. umgewidmet und betreibt seit dieser Umwidmung auf dieser Bahn die Randsportart „Pocketbike-Rennen“ – oder wie auch immer das heißen mag. Wer sich einen Eindruck von dieser Sportart machen möchte, der kann mal hier in diesem Video hören, wie laut diese Dinger sind.

Schön zu sehen im Hintergrund: Ettlingen-Neuwiesenreben, eine reine Wohngegend, die in den 70er Jahren erbaut wurde.

Fakt ist dabei: die Umwidmung des Übungsplatzes erfolgte ohne Genehmigung. Die Stadt Ettlingen nimmt das hin. Anstatt das Recht der BürgerInnen durchzusetzen und diese vor dem Lärm zu schützen, ist es den Verantwortlichen des AMC Albgau gelungen, soviel Einfluss auf die Stadtpolitik in Person des CDU-Bürgermeisters Fedrow zu nehmen und eine Duldung durchzusetzen, ja, sogar Selbstverständlichkeiten wie ein Lärmschutzwall – der, wie sich herausstellte, keine lärmschutzminderndet Wirkung zeigt – gelten nun als Erfolg und Entgegenkommen der rücksichtslosen Motorsportler.

Dieser Tage, ein Jahr nach der ersten Vereinbarung mit der Stadt (Amtsblattartikel dazu auf der Webseite des Bürgervereins Neuwiesenreben)nwurde nun der Lärmschutz evaluiert. Es gab eine gemeinsam Sitzung des Bürgervereins mit dem CDU-Bürgermeister. Darin trug man (erneut) vor dass:

  • der Lärmschutzwall nichts gebracht hat
  • der Pachtvertrag auf einen Verkehrsübungsplatz lautet und für eine Rennstrecke
  • man vorschlägt, dass die Übungszeiten nur Samstag vormittags stattfinden könnten
  • der AMC die Anlage des Minidroms in Ettlingen mitnutzen könnte, auf dem Modellautos Rennen fahren.

Anstatt sich für die BürgerInnen von Ettlingen-Neuwiesenreben einzusetzen – der Lärm ist bei ungünstiger Windrichtung über das gesamte Gebiet hinweg zu hören, selbst bei meinen Eltern in den oberen Stockwerken noch in der Epernayer Straße – das ist am entgegengesetzten Ende des Wohngebiets, trifft man folgende Vereinbarung (Seite 4):

Um die Anwohner in Neuwiesenreben nicht über Gebühr zu belasten, werden bei den sog. Pocket-Bike Weekends und Meisterschaften die Rennen an Samstagen auf max. 8 Stunden, an Sonntagen aufmax. 6 Stunden beschränkt; der Verein ist von fünf auf vier Wochenenden zurückgegangen. Das samstägliche Training darf max. 4 Stunden am (Samstag, der Autor)-Nachmittag  stattfinden.

Zur Wiederholung: Rennen und Trainung sind eigentlich auf dieser Fläche nicht erlaubt. Welche Verbindung Verwaltung und andere Verantwortliche zu diesem Verein haben, ist nicht bekannt. Fakt ist jedoch auch: diese Bahnen sind scheinbar nicht so häufig, die Trainierenden nehmen oft weiter Anfahrtstrecken in Kauf. Daher will man auch längere Trainingszeiten. Interessant auch: auf anderen Bahnen sind Zweitakter-Bikes scheinbar untersagt, weil sie einen noch schrilleren Lärm machen als Viertakter.

Welches Interesse kann ein Ettlinger Bürgermeister oder Ordnungsamtsleiter an einer solchen Bahn haben, die von wenigen, noch dazu scheinbar überwiegend auswärtigen Fahrern genutzt wird und darüber hinaus viele hundert Ettlinger BürgerInnen in ihrer Lebensqualität massiv einschränkt – jeden Samstag nachmittag bei ungünstiger Windrichtung ein Lärm wie von vielen Rasenmähern – und keine Aussicht auf Besserung auf viele Jahre hinaus wegen ein paar rücksichtlosen Motorsportlern, noch dazu unter der Fahne des ADAC. Solche Sportarten gehören mit großem Abstand in Industriegebiete, hinter meterhohe Lärmschutzwälle oder am Besten in Hallen. Tür zu und dann können sie ja fahren, wie sie wollen.

Und wer wie ich das ebenso unerträglich findet, sollte wohl zuerst seine ADAC-Mitgliedschaft kündigen. Und es mit deren Engagement im AMC und der Pocketbikebahn begründen. Es gibt Alternativen. Und dem Bürgermeister schreiben.


 

 

 

 

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28 Gedanken zu „Lärmschutz am Beispiel Motorsport

  1. schitzu

    Ja, Pocketbikestrecken sind rar gesäht.
    Pocketbikes sorgen jedoch nicht nur eine Lärmemission, sondern erzeugen Spaß für groß und klein und mittel. Eine wunderschöne sache, gerade weil es sich fast jeder leisten kann. Es ist ein Paradebeispielt für einen verantwortlichen und sozialen Motorsport, denn es wird mit kleinstem Materialeinsatz gefahren und braucht keine reichen Eltern.
    Fast schon grüner Motorsport 😉

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      tja, wenn der Lärm nicht wäre….könnte man das vielleicht behaupten. So aber ist das ganz und gar kein grüner Sport. Und die Frage nach der Notwendigkeit, so rücksichtslos vorzugehen, bleibt natürlich unbeantwortet.

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  2. Sleeksorrow

    > der Pachtvertrag auf einen Verkehrsübungsplatz lautet und für eine Rennstrecke

    Ich erkenne dann das rechtliche Problem mit dem Pachtvertrag nicht. Wenns auf beides lautet, dann ist auch beides erlaubt.

    Und ein lokaler Automobilclub, der unter ADAC Schirmherrschaftsflagge fährt… nunja, les Deinen eigenen Text – bis ganz zum Schluß ist nichts von ADAC zu lesen. Erst ganz am Ende versuchst Du mit handbremse und quietschenden Reifen den Bogen zum ADAC zu spannen. Das liegt daran, daß der ADAC sich in solche Karnickelzüchtervereine nicht einmischt, da guckt niemand vom ADAC bei denen rein, da gibt denen niemand vom ADAC eine Haltung/Meinung vor, da weiß niemand vom ADAC, was da abgeht und ob da was abgeht. Das weiß ich aus meiner alten Heimat, da war eine Kartbahn des lokalen Automobilclubs „im ADAC“ korrekt in einem Industriegebiet und hat da schalten und walten können, ohne daß man von einem ADAC was sehen oder hören konnte.

    Daher zu „Aus dem ADAC austreten“: Angenommen, der ADAC schnallt anhand der Austritte, daß da jemand protestiert, dann weiß er absolut nicht, warum. Zielerreichung: 6 – setzen. Viel besser wäre es, den ADAC mal zu informieren, daß es da Probleme in seinem Namen gibt.

    Einfach nur „BOAH!“ schreien und aus dem Verein austreten ist das klassische „den falschen Baum anbellen“.

    Wenn man den ADAC informiert und er nichts tut, dann kann man nochmal drauf rumdenken, aber wenn die Leute das dort gemacht hätten, würdest Du ja sicher davon berichten und eine evtl ablehnende Antwort zumindest sinngemäß veröffentlichen. Oder?

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Hallo, ich nehme einfach die Angaben auf der Homepage (amc-albgau.de)und dem Forum. Da wird eine eindeutige Verbindung zum ADAC hergestellt – irgendwelche ADAC-Rennen.

      Oder : Trainingszeiten

      Samstag 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr ADAC Jugend Kartslalom
      Samstag 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr ADAC Minibike und Pocketbike

      Daher geht das schon in Ordnung. Finde ich.

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  3. Sleeksorrow

    Ja, ich kenn das Spiel gut. Auch auf allen Briefköpfen etc.pp. wird das ADAC Logo prangen, Jedes Event trägt das im Namen, Fähnchen, Banner, Shirts, Startnummern, Schreibblöcke und Kulis, Luftballons und [insert 100 other advertising materials here]. Aber das ist wie ein Werbevertrag. ADAC erlaubt (und fordert von) dem Verein, das Logo überall draufzupappen bzw stellt das allgemeine Werbematerial in Set-Form und unterstützt den Verein sicherlich auch finanziell pro Event und Vereinsmitglied. Aber wirklich interessieren tut sich beim ADAC keiner, welche Sorte Karnickel da gezüchtet wird.

    Daher wirklich der ernst gemeinte Rat: Wer was ändern will, muß den ADAC direkt drauf aufmerksam machen. Die Chancen existieren, daß der ADAC dann die entsprechenden Worte an den Verein richtet und der dann – dem Geld hörig – auch endlich spurt.

    Wer davon ausgeht, der ADAC wisse über den Fall und das Problem bescheid, rät mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit falsch und daher läuft so eine Aktion ins Leere, mit dem einzigen Effekt, daß man bei der nächsten Panne de Abschlepper/Mechaniker vor Ort aus eigener Tasche zahlen muß. Daher sollte man das lieber vorher sicherstellen, daß das wirklich mit bewußter Duldung des ADAC so läuft. Weiß man es dann sicher, daß es so ist, dann kann man auch sicher sein, daß die Protestaktion wenigstens nicht ganz für die Katz ist.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Wie gesagt, es gibt Alternativen zum ADAC. Man kann woanders eintreten. Bspw. im VCD oder ACE. Inkl. Pannendienst und Abschleppservice. Und wenn der ADAC sich nicht kümmert, ist es nicht das Problem dessen, der kündigt. Und ich denke, wenn viele kündigen, mit dem Bezug auf diesen rücksichtlosen Verein, dann wird der ADAC das schon merken.

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  4. straka

    In Deutschland gibt es für alles Vorschriften. Für Motorsportanlagen ist z.B. das Bundesimmissionsschutzgesetz
    zuständig. Liegt denn für diese Anlage keine derartige
    Genehmigung vor ? Ohne gemeindliche Zustimmung kann eine solchen Genehmigung nicht erteilt werden.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      das ist ja die Kritik: die BürgerInnen beschweren sich über die ungenehmigte Umwidmung und die Gemeinde erlaubt das dann trotzdem.

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  5. straka

    Ich hab mir auch mal die Webseite des Vereins angeschaut und dort folgendes gelesen :
    „Das Übungsgelände des AMC Albgau besitzt eine immissionschutzrechtliche Genehmigung des Amts für Umwelt und Arbeitsschutz Karlsruhe. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens wurden alle umweltrelevanten Belange geprüft und damit sichergestellt, dass bei dem Betrieb der Anlage keine schädlichen Umwelteinwirkungen und erheblichen Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft hervorgerufen werden.“
    Und was stimmt jetzt ?

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      es stimmt, dass es einen Pachtvertrag mit der Stadt gibt über einen Verkehrsübungsplatz. Die Umwidmung wurde von der Stadt ohne Rücksicht auf die mit Lärm belstigten BürgerInnen genehmigt. Schau einfach mal, was der Buergerverein – im Text verlinkt – dazu meint.

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  6. straka

    In Ihrem Text wird behauptet, dass es keine Genehmigung gäbe. Jetzt gibt es aber doch eine. Da sind doch einige Widersprüche drin. Bevor ich mich Blind einer Meinung anschließe, mache ich mir erst selbst ein Bild. Sollten Sie auch tun. Den Text würde ich an Ihrer Stelle entsprechend abändern. Das gebietet der Anstand.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      wenn man unvoreingenommen liest, wird es klar: Genehmigt: Verkehrsübungsplatz. Umwidmung durch den Verein, Duldung durch die Stadt trotz Bürgerprotesten, nachträgliche Genehmigung durch die Stadt, offiziell immer noch Verkerhsübungsplatz, immer noch Bürgerproteste. Man muss auch Links folgen.

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  7. straka

    Nur Motorsport Anlagen benötigen eine Genehmigung. Verkehrsübungsplätze nicht!
    Wenn die Genehmigung erteilt wurde, dann ist es eine Motorsport Anlage.
    Ob die Genehmigung hätte erteilt werden dürfen, darüber kann man geteilter Meinung sein.

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  8. Sleeksorrow

    Wie gesagt, es gibt Alternativen zum ADAC. Man kann woanders eintreten.

    Diese Aussage kann ich nur so lesen, daß kein Interesse besteht, das eigentliche Problem für die Gemeinde zu lösen, sondern nur darum, Menschen zum Austritt aus dem ADAC zu bewegen.

    Und ich denke, wenn viele kündigen, mit dem Bezug auf diesen rücksichtlosen Verein, dann wird der ADAC das schon merken.

    Und wenn diese gesamte betroffene Gemeinde geschlossen aus dem ADAC austritt, fällt das dort nicht mal statistisch auf.

    Du forderst Menschen auf, plumpen Aktionismus mitzumachen, ohne dafür auch nur einen Grashalm bewegen zu können.

    Aufgrund dieser beiden Tatsachen bin ich überzeugt, daß es Dir nur darum geht, einen anscheinend Dir verhassten Verein zu schädigen und Du benutzt dazu Deine Leser, indem Du ihnen vormachst, sie könnten jemandem damit was Gutes tun.

    Du kannst hier schreiben und lamentieren und jammern und zum Austritt aufrufen, aber eine offizielle Anfrage an den ADAC stellen, und die Antwort veröffentlichen, das kannst Du anscheinend nicht. Vermutlich, weil Du befürchtest, die Antwort nicht in Dein Konzept passt.

    Ja, das ist nur eine These. Widerlege sie, indem Du die Anfrage machst. Easy as pie.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Ich hüpfe doch nicht über jedes Stöckchen, das man mir hinhält. Ich frag mich eher, warum du so auf der ADAC-Sache, die ja auch im Beitrag eher nebensächlich ist, herumhackst. Arbeitest du da etwa? Und DeinE KollegIn straka ebenfalls?
      Für mich ist das ganz einfach: ich persönlich würde austreten. Wäre ich jemals eingetreten. Und ich bin sicher: wenn es ganz viele Kündigungen aus einem Gebiet gäbe mit genau der Begründung: dann würde der ADAC das merken. Soweit ist man nämlich mit der Statistik heutzutage. 🙂
      Wenn Dir das alles so wichtig ist: stell die Anfrage selbst und schick mir die Antwort. Kannst sie sogar hier veröffentlichen. Ich weiß eines: wenn ich mein Logo für irgendwas hergeben würde – ich wüsste für was.

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  9. straka

    Bei der in sich widersprüchlichen Darstellung und der offensichtlichen Weigerung daran etwas zu korregieren, kann ich mich auch nur der Meinung von Sleeksorrow anschliessen.

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  10. Sleeksorrow

    Ich frag mich eher, warum du so auf der ADAC-Sache, die ja auch im Beitrag eher nebensächlich ist, herumhackst. Arbeitest du da etwa? Und DeinE KollegIn straka ebenfalls?

    Interessante Aussage. Zeigt es doch sehr deutlich, wie auch bei den Grünen die etablierte Politik funktioniert. Wenn man sich für was einsetzt, dann muß man irgendwie involviert sein, dann ist sicher der Lobbyist in der Tür gestanden.

    Ich verstehe natürlich, daß Dir als Angehöriger einer etablierten Partei das Konstrukt der Objektivität nicht so geläufig ist, aber ich erkläre es Dir gerne: Es bedeutet, auf jemanden nicht einzudreschen, der mit der Sache nur ganz marginal zu tun hat. Fallbeispiel Websperren: Man drischt nicht auf den ISPs rum, wenn der Schuldige der Betreiber ist. Es bedeutet auch, daß man Probleme dort angeht, wo sie entstehen und nicht über 5 Ecken Billard spielt. Fallbeispiel Websperren: Das BKA informiert den Hoster des Betreibers, und nicht die eine Dienststelle, die die andere Dienststelle informiert, daß sie die dritte Dienststelle informieren soll, daß diese die Dienststelle des anderen Landes informiert, damit diese….

    Unterm Strich heißt Objektivität dann: Ich brauche nicht von einem ADAC bezahlt zu werden, um festzustellen, daß Du Menschen diese Dienstleistung ausreden willst, ohne daß sie damit was positives bewegen können. Genauso wie ich nicht Kinderpornos konsumieren brauche, um festzustellen, daß Websperren nicht dagegen helfen.

    Und ich bin sicher: wenn es ganz viele Kündigungen aus einem Gebiet gäbe mit genau der Begründung: dann würde der ADAC das merken. Soweit ist man nämlich mit der Statistik heutzutage.

    Klar, weil so unglaublich viele Menschen austreten, damit irgend ein kleiner Ort keine Rasenmähergeräusche mehr ertragen muß. Weck mich, wenn Du damit auch nur 20 Menschen _aus dem betroffenen Ort_ davon überzeugt hast, daß das helfen würde.

    Wenn Dir das alles so wichtig ist: stell die Anfrage selbst und schick mir die Antwort. Kannst sie sogar hier veröffentlichen.

    Dann erklär mal zuerst Deinen Eltern, warum ein ihnen unbekannter Gast Deines Blogs die richtigen Schritte ergreifen soll, um sie von dem Problem zu befreien, während ihr Sohn in Malsch oder sonstwo sich den Bauch mit seinem Laptop grillt und hier Protest mit dem rechten Zeigefinger praktiziert. Willst Du was ändern, geh auf die Straße. In Deinem Fall sogar nur zum Briefkasten und wieder zurück.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      da ich mich nicht wiederholen mag, weise ich nicht erneut darauf hin, dass ich mein Logo für nichts hergäbe, von dem ich nichts wüsste. Und Boykott funktioniert. Schau Dir LIDL an, schau Dir Schlecker an. Langsam aber sicher. Und es geht eben nicht nur um Rasenmähergeräusche.
      Nett, dass Du denkst, dass Dein Stöckchen der „richtige Weg“ wäre. Ist er in meinen Augen nicht. Und unflätige Bemerkungen bitte ich zu unterlassen.

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      1. Charly

        Hallo, heute erst lese ich diese ganzen Kommentare – Ist die „Kuh“ vom Eis oder geht der Kampf im Untergrund unendlich weiter. Ich wohne seit 1972 in der Schumacherstraße in Neuwiesenreben. Alles was mich mit dem AMC verbindet – ist ein äußerst freundliches Entgegenkommen der Clubleitung und eine Mitgliedschaft im ADAC seit 1968..

        Zweimal durften wir (Hausgemeinschaften der Schumacherstraße 1 -17) das Clubgelände an der „Seehof-Rennstrecke“ am 21. August 2011 und am 25. August 2013 für gemütliche Treffen mit Grill, Spanferkelessen usw. mit ca. 50 Teilnehmern kostenfrei benutzen. Es war sehr gemütlich, diese saubere, ordentlich und aufgeräumte Anlage mit Blitzsauberen Toiletten und einem gepflegten Aufenthaltsraum benützen zu können/dürfen. Von den Lärmquerelen und Streitereien, des Bürgervereins mit dem AMC – haben wir alle nur aus der Pressen Kenntnis gehabt.

        Unverständnis ruft bei mir allerdings folgendes hervor: Was hat ein Grüner Kommunalpolitiker aus Malsch, mit der Lebensqualität der Bewohner des Ettlinger Stadtteils, Neuwiesenreben zu tun?

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  11. Sleeksorrow

    Eins hast Du ja immer noch nicht erklärt:

    der Pachtvertrag auf einen Verkehrsübungsplatz lautet und für eine Rennstrecke

    Wenn der Pachtvertrag auf beides lautet, dann ist da auch kein rechtliches Problem zu erkennen.

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    1. Jörg Rupp Beitragsautor

      Wie schon einmal gesagt: ich verweise auf die Seiten des Bürgervereins. Natürlich gibt es kein rechtliches Problem, wenn die Stadt das nachträglich genehmigt. Es geht darum, dass sie es nicht hätte müssen. Und es doch getan hat. Zugunsten eines Vereins mit einer Randsportart. Zuungunsten ihrer BürgerInnen.

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  12. straka

    Wir leben in einem Rechtsstaat in dem Gesetze das Zusammenleben regeln. Offensichtlich waren alle Kriterien erfüllt, um die Genehmigung zu erteilen. Bis jetzt habe ich auf jeden Fall nichts anderes erkennen können.

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  13. Sleeksorrow

    Meine Bemerkungen waren vollends auf dem selben Level wie Deine Lobbyistenvorwürfe. Wenn Du das unflätig findest, dann solltest Du bei Dir anfangen. Ansonsten hast Du natürlich die Option, einfach ohne zu Murren das zu ertragen, was Du austeilst.

    Es sei denn Du findest die Worte „Bauch“ oder „grillen“ unflätig. In dem Fall spräche dann Deine Aussage natürlich für sich selbst.

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  14. Lars

    Lärm ist für Anwohner nie schön und kann wirklich sehr belastend sein. Hat man denn hierfür schon eine Lösung für die Bürger gefunden?

    Gruß,Lars

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  15. Fiesling19

    Das ist wirklich schade. So kommt ein Verkehrsübungsplatz wirklich in Verruf und steht Fahranfängern bald nicht mehr zur Verfügung. Kann man die Pocketbike-Rennen nicht auslagern, damit andere dort Verkehrsschilder und Bodenmarkierungen erlernen können?

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  16. Till Wollheim

    Es ist schlimm! Das ist ganz klar Terror! Und zwar mit in der Summe aller derartiger Unternehmungen in der ganzen BRD schlimmer als das was offiziell als Terror erklärt wird. An Lärm sterben in der BRD jährlich über 40’000 Menschen!
    Hier bei uns in Steißlingen hat ein Kiesbaron (Meichle) seine Kiesgrube in ein verharmlosend genannt „Fahrdynamische Zentrum“ verwandelt. Und nun macht er seinen Profit – den er als Multimillionär eigentlich gar nicht mehr nötig hätte – auf Kosten der Gesundheit 1000der Anwohner. Wir haben hier allerdings den Vorteil, daß die Verwaltung voll hinter uns Bürgern steht und sogar einen Fachanwalt engagiert hat gegen die höhere Behörde. Ich kann euch dort in Ettlingen auch nur empfehlen: tut euch zusammen und wenn 300 Leute jeder 100 € einzahlt, kann man sich ganz leicht einen Topanwalt leisten. Zudem würde ich die deutsche Umwelthilfe, Nabu und BUND mit ins Boot holen. Sollen die endlich mal vom klein-klein weg zum Menschenschutz!

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