Leukämie an Atomkraftwerksstandorten

Kurz gebloggt:
Es gibt eine neue Meta-Analyse zur Erhöhung der Häufigkeit von Leukämieerkrankungen bei Kindern. Ingesamt festigt sich das Ergebnis der KiKK-Studie, eine Fall-Kontroll-Studie, in der das Leukämie-Risiko um 16 deutsche Kernkraftwerke untersucht wurde. Es zeigte sich eine bis 50 Kilometer Entfernung nachweisbare signifikante Erhöhung des Erkrankungsrisikos bei Säuglingen und Kindern unter 5 Jahren.

Es zeigt sich, dass Atomkraft nicht nur unwirtschaftlich ist – 168 Mrd. € Subventionen insgesamt sind in diese Technologie geflossen – sondern auch die Gefahren, die wir Atomkraftgegner befürchtet haben, auch tatsächlich Realität sind. Eigentlich müste man die Standorte von Kindern evakuieren und Zuzug verbieten – oder halt sofort abschalten.

Be the first to like.

7 Gedanken zu „Leukämie an Atomkraftwerksstandorten

  1. TheK

    Das einzige, was ich partout nicht nachvollziehen kann, ist ein Wirkzusammenhang. Eine erhöhte Strahlung wäre messbar, die gibt’s aber afaik nicht (genauer: nicht stärker erhöht, als die natürliche sowieso regional – ohne Effekt – schwankt).

    Antworten
    1. joerg

      Man entscheidet nach „aktuellem Stnad der Wissenschaft“. Statt aber nun die bisher bekannten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Hinblick auf Schädigungen durch Strahlung zu überprüfen, zieht man unbekannte, sonstige Gründe heran. Möglicherweise ist Strahlung eben doch schädlicher als man bislang angenommen hat – diese Annahme will man aber noch nicht einmal überprüfen.

      Antworten
      1. TheK

        Selbst wenn die Strahlung schädlicher ist: Es gibt ja auch eine – regional stark schwankende – Natürliche Radioaktivität. Wieso hat diese keinerlei Auswirkungen? Ein AKW bewegt sich zumindest hierzulande weit unterhalb dieses Schwankungsbereichs.

        Antworten
        1. joerg

          Daher dag ich – aufgrund solcher Fragen auch – muss wohl die Frage von Strahlungsschäden neu erforscht werden – mit einer Offenheit für neue Ergebnisse. Wenn ich bislang als einziges Indiz um Krümmel herum das AKW habe, dann sollte ich davon ausgehen, dass es so ist.

          Antworten
  2. TheK

    Im Falle Krümmel ist ja eine erhöhte Strahlung nachgewiesen (die wahrscheinlich von der Forschungsanlage nebenan kommt, aber die Unterlagen dazu sind verbrannt [sic!]). Man darf nicht ganz vergessen, dass der Effekt rein theoretisch auch schlicht Zufall sein kann – gerade die arg geringen absoluten Zahlen (Erwartung wäre 1 Fall pro AKW, nach Abzug von Krümmel sind es 1,4 Fälle). Da glaube ich aber auch erst dran, wenn es nichts anderes mehr gibt.

    Antworten
    1. joerg

      Sie demonstrieren es wundervoll, was da falsch läuft. Anstatt vorsorglich – was Aufgabe eines Staates wäre, der den Schutz vor körperlichen Unvershrtheit gewähren sollte – das AKW abzuschalten und die Erforschung von Niedrigstrahlung zu intensivieren, sucht man andere Effekte. Die Fallzahlen in Krümmel sind weltweit signifikant am Stärksten erhöht das gibt es sonst so nirgendwo mehr. Einen Zufall halte ich für unglaubwürdig.

      Antworten
      1. TheK

        Irgendwie reden wir aneinander vorbei 😉 Über Krümmel braucht man nicht zu diskutieren; da ist die Wirkkette relativ klar. Afaik kann man in der Elbmarsch sogar eine erhöhte Strahlung messen.

        Antworten

Kommentar verfassen