#Offline

für die nächsten Tage begebe ich mich offline – Twitter, Facebook, Blog. Der Shitstorm hat mich sehr mitgenommen, die mediale Aufmerksamkeit ebenso. Alle Zeitungen haben berichtet, gestern Abend bin ich im Neomagazin sehr lustig durch den Kakao gezogen worden (danke!, das Lachen hat geholfen)) und ich bin ein bisschen ängstlich, ob die Heute Show was draus macht. Ich bin kein Vollzeitpolitiker, ich mache Politik im Ehrenamt, nebenberuflich. Ich gehe 40 Stunden die Woche arbeiten und zu Hause hab ich die Macht über die Hälfte des Haushalts – ich kann das alles in der Form nicht bewältigen – weder zeitlich noch emotional. Außerdem muss ich zur Ruhe kommen und endlich auch für mich klären, was da aus mir gekommen ist, wie ich das aufarbeite und was ich daraus mache. Ich habe einen schweren und nur schwer gutzumachenden Fehler begangen und kann nicht einfach so tun, als wäre nichts passiert – so sehr mich auch die Finger jucken. Für Normalität braucht’s ein paar Tage. Ich brauche eine Denkpause. (solange bleibt auch das Kontaktformular kaputt, wer mich erreichen will, weiß wie, Kommentare bleiben offen, werden aber nicht gelesen. Erstkommentatoren sind moderiert und werden erst nach der Pause freigeschaltet oder auch nicht)

Einzig eine Erklärung wäre noch abzugeben: ich habe dem Landesvorstand BW nicht meinen Rücktritt angeboten und dieser hat ihn daher auch nicht ablehnen können.

Bis auf Weiteres, bis auf bald.

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6 Gedanken zu „#Offline

  1. Wolfgang G. Wettach

    Verständlich und vermutlich ganz gesund. Ich fand es übrigens angenehm, dass dein Tweet in Biberach weniger Aufmerksamkeit und weniger Kritik abbekommen hat als der grüne OB von Freiburg – und du gar nicht benannt.

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  2. Günter Munz Stuttgart

    Die ganze Angelegenheit ist unnötigerweise aufgebauscht worden. Wir bekommen Verhältnisse wie in den USA, ein falsches Wort und schon ist die Karriere futsch. Sie haben Worte gewählt, die jeder Mann schon mal in den Mund genommen hat und es gibt ja auch nicht wenige Frauen, die sich über Ihr Äußeres profilieren. Und wie gesagt, die betroffene Frau hat ja Ihre Entschuldigung angenommen. Und damit sollte die Sache endgültig erledigt sein. Wir sollten uns in Deutschland doch um wichtigere Dinge kümmern. Ich mache jetzt noch etwas Sport im Kieser Training und starte so ins Wochenende. Wünsche Ihnen alles Gute Herr Rupp.

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  3. Olly Peter Krantz

    Was soll der ganze mist ? Was der Jörg gesagt hat, stimmt doch ! Der 1/3 drei engel für … braucht sich da wirklich nich aufzuregen – und die republik ebensowenig. wären es statt titten und beinen eben „körperliche reize“ gewesen, so hätten womöglich 3/4 der republik der analyse zugestimmt. Wegen ebenso körperbetont formulierten beschreibungen der konkurrenz, wie etwa „schwanzgesteuert“, hat auch noch keine frau zurücktreten müssen.

    Aussage der freien demokratischen wahlkampagne war schlicht (und ausschließlich): die spd soll lieber mit uns können wollen als mit den grünen wollen müssen – geht sowas in dieser republik schon als INHALT durch ? Über den inhalt des derzeit wohl führenden fdp-kopfes kann man tatsächlich nur spekulieren.

    Dass ich twitter und facebook und sämtliche sonstigen pubertären nicht redigier- und rückholbaren instant-replikatoren nicht mögen muss, hat sich mir hier aber denn doch wieder mal bestätigt, aber hallo!

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    1. Aschersleben

      Die Unterstützer des angeblich reuigen Herrn Rupp sollten sich mal langsam fragen, ob sie nicht ganz schön unverschämt sind. Was sollen die nun mal attraltiven, aber auch klugen FDP-Damen denn machen, um sich dem Verdacht zu entziehen, dass sie mit Attraktivität punkten? Burqa anziehen? Also, wenn das kein Sexismus ist, dann weiß ich nicht, was.

      Es reicht ja auch aus, sich einmal ehrlich den Wahlkampf der FDP anzusehen und zuzugeben, dass es sehr wohl Inhalte gegeben hat. In der Tat ist der Anteil der Wähler, die ihre Stimme aufgrund von Sach- statt Personalfragen abgegeben haben, bei der FDP weitaus höher als bei jeder anderen Partei. Aber das will den Grünen nicht in den Kopf, sofern sie einen solchen für andere Dinge als zur zum Haareschneiden besitzen.

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  4. Pingback: im Shitstorm I | Jörg Rupps Blog

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