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Drohnen international als Waffenträger ächten

Meine erste ePetition

Ich habe heute folgende ePetition erstellt:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …dass die deutsche Bundeswehr außer zu Aufklärungszwecken keine militärischen Drohnen einsetzt und den Einsatz von Drohen als Waffenträger und Angriffswaffe ausschließt.
Gleichzeitig wird die Bundesrepublik Deutschland ein internationales Verfahren zur Ächtung von Drohnen in militärischen Auseinandersetzungen einleiten.

In der militärischen Auseinandersetzung gewinnen Drohnen als Angriffswaffe zunehmend Bedeutung. Nach einer aktuellen Studie , sind durch die Angriffe durch Drohnen mehr Zivilisten zu Tode gekommen als durch den Einsatz der schon geächteten, trotzdem auch durch NATO und westliche Staaten eingesetzen Streumunition (http://de.wikipedia.org/wiki/Streumunition). 168 Kinder sind in Pakistan seit 2004 an den Folgen von Drohnenangriffen gestorben. Damit kann davon ausgegangen werden, dass der Einsatz von Drohnen dazu führt, dass in kriegerischen Auseinandersetzungen durch Drohnenangriffe mehr Zivilpersonen getötet werden. Daher sind sie international als Kriegsmittel außer zu Aufklärungszwecke zu ächten.

Sie ist zwar öffentlich, aber noch nicht zu sehen, sodass ich auch noch keinen LInk dahin habe – aber auf ePetitionen habe ich schon mal veröffentlicht. Da könnt ihr unterschreiben.

 

Science Fiction?

Ich lese für mein Leben gerne Science Fiction. Alternativwelten, Space Operas, Endzeitfilme. Dieser Tage überschneiden sich die Meldungen und ich bekomme so ein „Terminator“-Gefühl:

Luftkrieg per Joystick

Drohnen banalisieren das Töten: Der Pilot sitzt in Nevada, das Opfer stirbt in Pakistan. Die neuen Bildschirmsoldaten können in den Pausen E-mails abrufen oder Hamburger essen.

titelt die taz diese Woche. Passend dazu

Autopilot

Google-Roboter steuern Autos durch Kalifornien

lese ich im Spiegel Online.

Hmm, und dann war da noch Picasa von Google.

Nachdem die Software die Fotos auf dem PC nach Gesichtern gescannt hat, kann der User diese mit Namen versehen. Nach Eingabe eines Namens findet Picasa nicht nur weitere Fotos dieser Person, sondern erkennt auch mit verblüffend hoher Trefferquote Verwandte dieser Person. Beispiel: Nachdem ein Vater einige seiner Fotos benannt hat, findet Picasa Fotos von dessen Kindern. Nachdem wiederum diese benannt wurden, findet er deren Mutter und weitere Verwandte aus deren Familie. Oder eben auch nicht, wenn der Vater gar nicht der Vater seines Kindes ist…

Ja, und wenn ich mir jetzt vorstelle, dass das jemand mixt und noch ne künstliche Intelligenz mit Namen Google mitmischt:

Im selben Interview erläuterte Schmidt auch seine Vorstellungen davon, was die Menschen von Google in Zukunft erwarten werden: „Ich denke tatsächlich, dass die meisten Leute von Google keine Antworten auf Ihre Fragen erwarten. Sie wollen, dass Google ihnen sagt, was sie als Nächstes tun sollen.“ Und Google bereitet sich darauf vor, den Menschen zu geben, was sie wollen. Dabei hilft es, dass das Unternehmen „ungefähr weiß, wer Sie sind, was Sie in etwa interessiert, und wer Ihre Freunde sind“.

dann bin ich wieder da, wo ich schon von ein paar Monaten war. Es braucht mehr demokratische Kontrolle solcher Entwicklungen. Ich stelle mir grad vor: eine Drohne, gesteuert von einem Roboter, ausgerüstet mit Picasas Gesichtserkennung und einem Bild von Bin Laden in verschiedenen Variationen (älter, mit/ohne Bart, lange/kurze Haare, Haarfarben geändert) und dem Auftrag, den zu erledigen, selbttätig aufzutanken etc. pp. Und der wird auf die Welt losgelassen….oder bin ich ein wenig hysterisch?