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Pressemitteilung zum Busstreik von ver.di

„Ich erkläre mich uneingeschränkt solidarisch mit den Busfahrer*innen, die streiken. Ja, ich verstehe, dass es sehr unbequem ist, dass am 1. Schultag gestreikt wird und kann auch verstehen, dass Eltern verärgert sind“, so Rupp in einer aktuellen Pressemitteilung. „Aber:“, so der Kandidat“, es ist ja so, dass nicht erst seit gestern verhandelt wird. Es sind sechs(!) Verhandlungsrunden bisher absolviert – und die Angebote der Arbeitgebenden sind weiterhin unzureichend. Busfahrer*innen werden für Standzeiten nach wie vor nicht bezahlt – obwohl das gegen geltendes Recht verstößt. Und gerade im Schulverkehr ist das genau das, was passiert: Linienbusse fahren den ganzen Tag, die Busfahrende hat einen Tarifvertrag und eine reguläre Schicht. Schulbusfahrende fahren Schulbusse zur Schule – und haben dann Pause – weil keine Fahrten mehr zu machen sind. Mittags holen Sie die Schüler*innen wieder von der Schule ab – eine kurze Stoßzeit. Die Zeit dazwischen – ist unvergütet.
Die Unternehmen versuchen sogar, die Pausenregelung so auszuweiten, dass die derzeit illegale Praxis legalisiert wird. Das ist nicht hinzunehmen. Die Arbeitgebenden, vor allem aber auch die Rathäuser, hätten längst Maßnahmen ergreifen können, um Streiks zu verhindern. Das hat man vermieden – und weint nun Krokodilstränen. „Dumpingaufträge führen zu Dumpinglöhnen – das ist ja kein Geheimnis.“
Gerade die Gemeinden, die sich jetzt über den Streik zum Schulanfang beschweren, könnten statt dessen ihren ÖPNV in diesen Zwischenzeiten ausweiten. Zusätzliche Takte, gerne auch mit kleineren oder umweltfreundlichen Fahrzeugen, zusätzliche Dienste oder Services wie Einkaufsfahrten für ältere oder eingeschränkte Bürger*innen, regionale kleine Ausflugsfahrten. Statt neuer Wege verharrt man im Denken in gewohnten Bahnen und versucht so, die Arbeitnehmenden auszubeuten und auszunutzen.
Die Eltern, die sich jetzt laut beschweren mögen sich überlegen, ob Sie gerne jeden Tag eine unbezahlte Zwangspause von 3 bis 4 Stunden an ihrem Arbeitsplatz hätten. Und Kindern kann man anhand der umbequemen Situation durchaus gut erklären, dass soziale Gerechtigkeit und Solidarität in einer Gesellschaft notwendig sind, damit es allen gut geht.
„Da die Streiks mit ausreichender Vorlaufzeit angekündigt waren, sehe ich kein Problem für die Eltern, andere Lösungen zu finden. Fahrgemeinschaften und andere Transportmöglichkeiten sollten für die drei Tage zu finden sein.“ Ich wünsche allen Kindern und ihren Eltern einen solidarischen Schulanfang ins neue Schuljahr, so Rupp abschließend – der selbst Kinder hat, die in ihrer Schulzeit schon mehrfach von Streiks betroffen waren. „Es geht, wenn man will.“
Rupp ist Vater von 5 Söhnen, Ver.di-Mitglied und Kandidat für DIE LINKE im Wahlkreis 272
Weiter Informationen zum Busstreik findet man bei Ver.di
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